Multimedia News Hardware

Google: Definition für VP9 Video-Codec abgeschlossen

Video-Codecs stellen heutzutage einen wichtigen Bestandteil des Internets dar, da es enorm wichtig ist, Videos bei hoher Qualität und einer geringen Datenrate zu übertragen - nicht zuletzt um bei den zukünftigen Drosselungen der Telekom Traffic zu sparen. H.264 ist bereits seit Längerem stark verbreitet und auch der Nachfolger H.265 klingt sehr vielversprechend. Googles VP9 soll diesem Codec als Konkurrent dienen und wurde nun abgeschlossen.

Google VP9 Codec

Die neue Version des Video-Codecs ist unter Chromium bereits per Voreinstellung aktiv, am 20. August soll er zusammen mit einer stabilen Version des Browsers Google Chrome 29 Einzug halten. Bereits zur Google I/O hatte man neue Codecs angesprochen, VP9 soll dabei im Gegensatz zu VP8 mit bis zu 50% geringeren Bitraten auskommen.

Auch VP9 wird als Teil des WebM Video-Containerformats dienen und soll, geht es nach Google, als Standard für HTML5-Video und Video-Chats via WebRTC genutzt werden. Dieses beinhaltet auch den schon Ende 2012 standardisierten Audio-Codec Opus.

Dem Vorgänger war leider nicht viel Glück beschert, da die MPEG LA zuvor einen Lizenzpool gegen den Codec aufbaute. Im März 2013 konnte man sich mit den meisten vertretenen Firmen einigen, lediglich Nokia besteht nach wie vor auf seine Patentansprüche gegen VP8. Ob man dies auch bei VP9 fortsetzen und damit die Verbreitung eindämmen wird, wird sich zeigen.

Google ist indes optimistisch, dass VP9 deutlich erfolgreicher als der Vorgänger wird und will den Codec mit der Integration in Chrome 29 auch bei YouTube einführen. Bleibt uns also nur bis zum 20. August abzuwarten.

Quelle: ComputerBase

Welovetech