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VIA kündigt erste eigene Quad Core CPU an

Über 4 Jahre ist es her, da stellte Intel seinen ersten Quad Core Prozessor auf Basis des Kentsfield Kerns vor, allerdings kritisierten einzelne die Bauweise, da er lediglich aus zwei Conroe Kernen auf einem Package aufgebaut war. Fast ein Jahr später zog AMD nach und präsentierte den ersten nativen Quad Core aus einem Stück Silizium, der jedoch eher ein Schuss in den Ofen darstellte. Nun hat es auch VIA geschafft, die gerade jüngeren Lesern möglicherweise unbekannt sind, eine eigene Quad Core CPU zu entwickeln und bald Richtung Markt zu schicken.

VIA wurde nach einigen Eskapaden vor Jahren von AMD und Intel vom Markt der x86 Prozessoren verdrängt und bedient seitdem mit stromsparenden und verhältnismäßig schwachen CPUs eine Niesche. Immerhin konnte man im Januar 2011 mit dem VIA Nano X2 einen Dual Core Rechenknecht vorstellen, der hierzulande jedoch immer noch nicht den Markt erreicht hat. Nun ist es also so weit, dass man offiziell den Quad Core mit der niedrigsten Leistungsaufnahme der Welt präsentiert.   Gerade einmal 27,5 Watt beträgt die TDP des ersten Modells. Der Haken daran? Der Takt beträgt auch nur 1,2 GHz. Dennoch will man 21% effizienter sein, als das effizienteste vergleichbare Desktop Modell. Der Vorteil dieser Schöpfung liegt ganz klar im Multitasking, dass man so sehr sparsam ausführen kann. Da weder Intels Atom oder AMDs Fusion derzeit mit 4 Kernen erhältlich ist sind diese Modelle wohl auch nur schwer zu vergleichen. Erste interne Tests zeigen, dass sich der VIA Quad Core teils weit vor AMDs E-350 platzieren kann, was allerdings kein Wunder sein dürfte. Problematisch wird es bei der Grafikleistung, da diese nach wie vor von den älteren Chipsätzen abhängt.  

  Laut Epan Wu, Head of Processor Platforms bei VIA, sind Quad Core Prozessoren die neue Grundlage für die heutigen Mainstream PCs. Im Inneren besteht das neuste Werk aus Taiwan aus 4 Isaiah Kernen auf zwei Dies, die im 40 Nanometer Prozess gefertigt werden. Der superskalare Prozessor basiert auf einer Out-of-Order x86 Architektur, die nativ auch 64 Bit Betriebssysteme unterstützt. Auf den Dies befinden sich insgesamt 4 MB L2 Cache, die Verbindung zum Chipsatz erfolgt über einen 1.333 MHz schnellen V4 Bus.   Interessant sind jedoch auch die weiteren Features, wie beispielsweise die VIA VT Virtualisierungstechnik, die den Pendants von AMD und Intel in kaum etwas nachstehen dürfte. Dazu kommt VIA PadLock mit der Advanced Cryptography Engine, die aktuell die schnellste AES Verschlüsselung bietet. Und noch etwas scheint man sich bei den großen Kollegen abgeschaut zu haben: Das Adaptive Overclocking. Damit sollen die Kerne auf bis zu 1,46 GHz übertaktet werden, weitere Infos gab es jedoch nicht. Die Secure Hash Algorithms SHA-1, SHA-256, SHA-384, SHA-512 sind natürlich auch wieder dabei.   Doch das Beste an dem neuen Prozessor: Er ist vollständig pinkompatibel zu allen anderen aktuellen VIA CPUs basierend auf dem NanoBGA2 Package wie bspw. dem VIA Eden (X2), VIA C7 oder VIA Nano-E. Erste große Lieferungen sollen bereits im 3. Quartal 2011 erfolgen, wir bleiben gespannt ob es der neue VIA Quad Core auch nach Deutschland schafft, denn grundsätzlich sprichts nichts gegen ihn.   Quelle: VIA


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