Grafikkarten

Gigabyte Radeon X1900XT

Kaum hat sich die X1800 Reihe auf dem Markt etabliert, kommt schon die verbesserte Variante, die X1900 in Form des R580 Chips daher. Wir testen diesmal die X1900 XT von Gigabyte, welche mit insgesamt 48 Pixelshader eine gewaltige Rohleistung besitzt und im Vergleich zum Vorgänger verdreifacht werden konnte. Wie sich die Karte im Vergleich zum R520 Chip und zur Konkurrenz schlägt, erfahrt Ihr in diesem Review.

1.Vorwort

Die X1800-Reihe (R520) war nicht lange aktuell und muss schon kurze Zeit später der X1900-Reihe (R580) weichen.
Aber wie man es schon am Namen erkennt, ist der X1900-Kern keine komplette Neuentwicklung, sondern nur ein Refresh-Chip. Trotzdem sind höhere Taktraten nicht der einzige Unterschied, denn die X1900 verfügt nun über satte drei Pixelshader-Einheiten (ALUs) pro Pipeline anstatt nur einer!
Dadurch kommt man insgesamt auf 48 ALUs, was eine hohe Pixelshader-Leistung bietet.
In den meisten Spielen werden aber die auf 16 Stück begrenzten Pipelines und ROPs limitieren. Die Fertigung bleibt weiterhin in 90nm und die Transistorenanzahl hat sich von 321 auf 384 Millionen erhöht. Das lässt in Verbindung mit gesteigerten Taktraten auf einen höheren Stromverbrauch schließen. Das Top-Modell des neuen R580 Kerns stellt die Radeon X1900XTX dar. Wir befassen uns heute mit dem Modell, welches eine Stufe darunter liegt und damit günstiger im Preis ist, der X1900XT.
Die Grafikkarte von Gigabyte verfügt über einen 512 MB großen 1,25ns GDDR3-Ram, welcher mit 725 MHz real bzw. 1450 MHz effektiv taktet. Der Chip hat wie auch schon die X1800XT 625 MHz. Mit dem Shadermodell 3.0 ist die Gigabyte X1900XT auf dem gleichen Stand wie der Vorgänger.

2. Lieferumfang der Gigabyte X1900XT

Der Lieferumfang fällt wie von Gigabyte gewohnt üppig aus: - VideoIn Kabel mit Cinch und S-Video Anschlüssen
- VideoIn Kabel mit RBG Anschlüssen
- VideoOut Kabel mit S-Video Anschluss
- VideoOut Kabel mit Cinch Anschluss
- Treiber-CD inkl. PowerDVD 6
- Handbuch + Schnellhandbuch
- 2x DVI/D-Sub Adapter
- Spiel: XR xpand rally
- Spiel: Counter Strike – Condition Zero
- Cyberlink PowerDirector 3D Was wir aber noch gerne gesehen hätten, ist ein PCI-Express Stromadapter, denn gerade Netzteile, die älter als ca. 1 Jahr sind, haben diesen Anschluss oft noch nicht.


3. Kühlung / Lautstärke

Der Kühler ist riesig und macht den nebenan liegenden PCI/PCIe Slot unbrauchbar.
Nach dem Einschalten des Rechners entwickelt der Kühler ein staubsaugerartig lautes Lüftergeräusch, welches sich dann auf ein immer noch deutlich hörbares Surren reduziert. Im 3D Modus wird die Grafikkarte schon nach kurzer Zeit minimal lauter und nach längerer Laufzeit noch eine weitere Stufe lauter. Der Kern wurde dabei maximal 75° C heiß.
Im Idle-Zustand waren es nur 53° C. Die Temperaturen sind akzeptabel, doch hätte man von der Lautstärke schon Leiseres erwarten können.

4. Benchmarks

Prozessor Pentium M 730 @ 2,6 GHz
Mainboard Asus P4GPL-X
RAM 2x512 MB Twinmos/BH5 @ CL2-2-2-4
Betriebssystem Windows XP SP1
Treiber ATI Catalyst 5.12
Treiber Nvidia Forceware 81.85
Netzteil Tagan 2force 430W


Alle getesteten Grafikkarten wurden bis ans stabile Maximum übertaktet, wo auch keine Bildfehler zu sehen waren:

Grafikkarte Standardtakt Chip/Ram übertaktet (OC)
x1900 XT 625/1450 MHz 690/1600 MHz
x1800 XL 500/1000 MHz 560/1225 MHz
7800 GTX 430/1200 MHz 490/1400 MHz
7800 GT 405/1000 MHz 440/1180 MHz
X850 XT 540/1080 MHz 580/1170 MHz
X800 XT  500/1000 MHz 570/1140 MHz
X700 Pro  425/860 MHz 480/1120 MHz


Die extrem hohen Taktraten lassen einiges erwarten, hier zu den Ergebnissen:

Es ist kaum zu glauben, aber die X1900XT kann sogar im alten, stark prozessorlastigen 3D Mark 01 noch einiges an Punkten rausholen.

Im 3D Mark03 ist eher eine hohe Texelfüllrate anstatt einer hoher Pixelshaderleistung gefragt und deshalb ist die X1900 XT nur minimal im Vorteil gegenüber der älteren 256 MB 7800 GTX.

Im 3D Mark05 kann die X1900 XT ihre Stärke durch die 48 ALUs endlich ausspielen und sich deutlich vom Rest absetzen.

Der Aquamark3 ist wie der 3D Mark 01 stark von der CPU abhängig, bevorzugt bei Grafikkarten aber auch eher eine hohe Texelfüllrate.

Hier sind 7800 GTX und X1900 XT ungefähr gleichauf, aber der Prozessor ist hier der limitierende Faktor.

Mit steigender Auflösung wird der Vorsprung der X1900 XT langsam immer größer.

Mit Antialiasing macht sich die überlegene Speicherbandbreite der X1900 XT bemerkbar und kann sich deutlich absetzen.

Hier hat die X1900 XT einen sehr deutlichen Vorsprung von über 28% zur 7800 GTX.

5. Fazit Gigabyte X1900 XT

Sie bietet kompromisslos hohe Frameraten und das sogar in maximaler Auflösung und mit allen Qualitätseinstellungen.
Mit der Gigabyte X1900 XT ist auch ohne Overclocking flüssiger Spielspass selbst in Extremsituationen zu erwarten. Damit ist sie, was Leistung angeht, für die Zukunft gerüstet.
Mit einem Preis von aktuell ca. 470 € muss man dafür aber auch tief in die Tasche greifen.

Positiv: Negativ:
- Extrem schnell - Lüfter ist zu laut
- Hohes Übertaktungspotenzial

- Karte wird heiß/ verbraucht viel Strom

- Zukunftssicher durch neueste Technik  - Teuer
- Umfangreiches Zubehör  


Vielen Dank an Gigabyte für die Bereitstellung der Karte!


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