Nextcloud Hub 26 Summer Update (Bild © Nextcloud)
Bislang waren Nutzer von Euro-Office nur auf den browserbasierten Zugriff beschränkt. Die Einführung einer Desktop-Anwendung soll die Lücke zwischen diesem Open-Source-Angebot und etablierter proprietärer Software schließen. Euro-Office entsteht im Rahmen einer Partnerschaft zwischen Nextcloud, Ionos und anderen europäischen Unternehmen und basiert auf einem Fork von Onlyoffice.
Trotz der Verlagerung hin zur lokalen Nutzung der Anwendung behält die Software ihre Cloud-Synchronisierungsfunktionen bei. So wird sichergestellt, dass mehrere Nutzer weiterhin in Echtzeit an demselben Projekt zusammenarbeiten können. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von Euro-Office ist sein Bekenntnis zur Datenhoheit, da alle Daten ausschließlich in Europa gehostet werden.
Noch mehr im Update
Neben dem Desktop-Client bringt das neueste Update mehrere Leistungsverbesserungen mit sich. Dank verfeinerter Filterfunktionen und aktualisierter Dokument-Miniaturansichten können Nutzer mit höheren Verarbeitungsgeschwindigkeiten und einer verbesserten Suche nach Dateien rechnen.
Die Entwicklung von Euro-Office verlief nicht ohne Konflikte. Onlyoffice hatte zuvor Bedenken hinsichtlich Lizenzverletzungen geäußert. Zudem gibt es anhaltende Kritik aus der Branche hinsichtlich der Verwendung des OOXML-Dateiformats. Die Document Foundation, die Organisation hinter LibreOffice, argumentiert, dass OOXML nicht wirklich offen sei, sondern darauf ausgelegt, Nutzer in bestimmten Ökosystemen zu binden, und plädiert stattdessen für den ODF-Standard.
Das Nextcloud Hub 26 Summer-Update ist ab sofort verfügbar. Der eigenständige Desktop-Client für Euro-Office wird voraussichtlich in den kommenden Wochen zum Download bereitgestellt.
