QEMU (Bild © QEMU)
Aktualisierungen bei den Gast-CPU-Architekturen
Arm-Architektur
Die Arm-Unterstützung wurde in dieser Version erheblich erweitert. Nutzer können nun die Cache-Topologie für virtuelle Maschinen auf dem „virt“-Board festlegen. Ein neuer Maschinentyp, „imx8mp-evk“, wurde hinzugefügt, um das i.MX 8MM Evaluation Kit-Board nachzubilden. Für diejenigen, die eine 64-Bit-TCG-CPU verwenden, ist es nun möglich, einen 32-Bit-Gast mithilfe spezifischer CPU-Flags zu booten.
Die Leistung für NVIDIA Tegra241-Hardware wurde durch die Unterstützung von Command Queue Virtualization (CMDQV) verbessert, wodurch für jede VM dedizierte Hardware-SMMUv3-Befehlswarteschlangen bereitgestellt werden. Zudem implementiert das Update verschachtelte Virtualisierung und Plattform-vGIC für das „virt“-Board unter hvf. Diese Version emuliert außerdem eine Vielzahl neuer Architekturmerkmale, darunter Aktualisierungen für MTE, SME und verschiedene Gleitkomma-Erweiterungen.
RISC-V und Sonstiges
Eine wichtige Neuerung für RISC-V ist die Einführung der Unterstützung für Big-Endian-Zielsysteme. Das Update fügt außerdem KVM-Unterstützung für BFloat16- und Zicbop-Erweiterungen hinzu, sowie eine vorläufige Unterstützung für die Zbr-Erweiterung. Was die Hardware betrifft, wurde die Unterstützung für das K230-Board implementiert, während die Spike-Maschine nicht mehr als Standard dient.
Weitere architektonische Highlights sind:
- PowerPC: Power11 ist nun die Standard-CPU für die pseries, und PowerNV11 ist die Standardeinstellung für powernv-Maschinen.
- s390x: Die Unterstützung für die ASTFLE-Funktion 2 wurde hinzugefügt, um die verschachtelte Virtualisierung zu verbessern.
- Hexagon: Eine erste Systememulation ist nun vorhanden, allerdings bleibt die Funktionalität begrenzt, bis Funktionen für den Interrupt-Controller hinzugefügt werden.
Geräteemulation und Sicherheitspatches
Diese Version behebt mehrere Sicherheitslücken in verschiedenen Geräteemulatoren. Im 9pfs-Subsystem wurden Korrekturen implementiert, um das Umgehen von Schreibschutz (CVE-2026-63318) und die Erschöpfung des Host-Speichers (CVE-2026-8348) zu verhindern. Das Update behebt außerdem einen Heap-Pufferüberlauf in V9fsPath sowie verschiedene Denial-of-Service-Risiken.
Bei der USB-Emulation gab es wichtige Updates für das „usb-redir“-Gerät, um potenzielle „Use-after-free“-Probleme (CVE-2026-15705) und Abstürze durch Endlosschleifen (CVE-2026-63319) zu beheben. Zudem wurde ein Problem mit einem Heap-Zugriff außerhalb des zulässigen Bereichs im XHCI-Sysbus-Gerät behoben (CVE-2026-16043).
Im Bereich der Hardware-Emulation wurde die Unterstützung für UFS-4.1-Spezifikationen – insbesondere „Write Booster“ und „Host Initiated Defragmentation“ (HID) – hinzugefügt. Im Grafikbereich unterstützt der Textmodus nun das Blinken im VGA-Modus.
System-Subsysteme und Emulation im Benutzermodus
Die QMP- und HMP-Monitore wurden strukturell überarbeitet. Sie können nun mithilfe des Flags -object als Objekte erstellt werden, was das Hinzufügen von Monitorinstanzen im laufenden Betrieb ermöglicht. Die bisherige Syntax -mon ist nun veraltet.
Die Migrationsleistung wurde durch die Verkürzung der Ausfallzeiten bei CPR-Übertragungen für FD-Lookups optimiert. Außerdem wurden neue Parameter für die Größe von RDMA-Migrationsblöcken eingeführt, um den Prozess besser steuern zu können.
Für die Emulation im Benutzermodus bietet QEMU 11.1 nun Unterstützung für die Systemaufrufe preadv2() und pwritev2(). Um die Kompatibilität mit systemd zu verbessern, wurde die fsmount-Reihe von Systemaufrufen implementiert. Das Update bringt außerdem eine erweiterte Coredump-Unterstützung für Architekturen wie hppa, riscv, alpha, sparc und mips64.
