Amazon Prime Sammelklage (Bild © Amazon)
Das Verfahren richtet sich gegen die im Sommer 2022 eingeführte Erhöhung der Prime-Mitgliedschaftsgebühren, die mit bis zu 20,90 € pro Jahr angegeben wird und zielt auf eine einheitliche Entschädigung für alle betroffenen Kunden ab, die sich der Klage anschließen. Wenn das Gericht der Klage letztendlich stattgibt, könnten registrierte Verbraucher Rückerstattungen für zu viel gezahlte Beträge erhalten, die derzeit auf bis zu etwa 60 € pro Person geschätzt werden, wobei sich der Gesamtbetrag je nach Dauer des Verfahrens noch erhöhen könnte.
Wer teilnehmen kann und wo man sich anmeldet
Die Teilnahme steht betroffenen Prime-Abonnenten in Deutschland offen und ist kostenlos. Um in eine mögliche Entschädigung einbezogen zu werden, müssen Verbraucher ihre Klage in das vom Bundesamt für Justiz geführte Sammelklagenregister eintragen.
Die Verbraucherzentrale NRW bietet einen geführten „Klage-Check” an, der mit wenigen Fragen die Teilnahmeberechtigung überprüft und die Nutzer dann Schritt für Schritt durch die Registrierung führt. Die Teilnehmer können sich auch für E-Mail-Updates anmelden, um über wichtige Meilensteine in dem Fall informiert zu werden.
Separater Fall zu Prime Video-Werbung
Parallel dazu hat die Verbraucherzentrale Sachsen eine separate Sammelklage gegen Amazon wegen der Zunahme von Werbung auf Prime Video ab Februar 2024 eingereicht. Die beiden Fälle werden unabhängig voneinander verhandelt, und Verbraucher, die von beiden Praktiken betroffen sind, können sich für jede Klage separat im Bundesregister eintragen.
