Gehäuse

Cooler Master Cosmos S

Die Entwicklung der letzten Jahre hat die Präsenz des Gehäuses als wichtigen Faktor in Sachen Kühlung, Funktionalität und Design mehr als nur bestärkt. Der Blick entfernt sich weit vom Standpunkt der Unwichtigkeit eines Gehäuses und so suchen auch die Hersteller immer wieder neue raffinierte Wege, die Hardware anständig zu verhüllen. Die Weiterentwicklung früherer Ideen steht dabei oft im Vordergrund.

So zeigt auch Cooler Master beim Cosmos S das es immer was zu verbessern gibt und so tritt es die Nachfolgerschaft an um einfach alles etwas besser zu machen als das Ur Cosmos. 

Wir bedanken uns an dieser Stelle recht herzlich bei Caseking.de, welche uns das Cooler Master Cosmos S zu Verfügung stellten. 

Zubehör und Innenleben: Das Erste was den hohen Anspruch des Cosmos S unterstreichen soll, ist die Stoffverkleidung in der man das Case aus seiner Verpackung zieht. Auf dieser prangt groß das Cooler Master Logo. Wenn man dann mal auf LAN geht oder mit dem Case anderweitig umziehen muss hat man so immer die richtige Verpackung. Das weitere Zubehör ist der gehobenen Preisklasse angepasst und zeigt sich von einer guten Seite. So hat man dem neuen Cosmos S auf Kosten der alten einzelnen Festplattenbays einem separat entkoppelten HDD Käfig für 4 Festplatten spendiert. Der ein oder andere mag die alten Festplatteneinschübe zwar vermissen, doch auf das neue HDD Rack wird seine Freunde finden. Weiterhin verfügt das Case über mehr als ausreichend vorhandene Kabelbinder, Kabelordner und Schrauben. Auch an Board ist ein FDD Bracket um 3.5‘ Laufwerke zu installieren. Um kurzen Anschlussleitungen von Netzteilen entgegenzuwirken liegen dem Case auch noch Extensions für den 8Pin und 24Pin Mainboardanschluss bei. Funktionales Zubehör findet sich desweiteren auch im Inneren des Cosmos S. Cooler Master verwendet im Innenraum zum Beispiel die selben „One Click“ Verschlüsse für die 5.25‘ Schächte wie schon beim Ur Cosmos. Neu ist dagegen ist die Luftigkeit des neuen Gehäuses, welche durch eine leise und effiziente Belüftung des Cases für coole Hardware sorgt. Insgesamt drei 120mm Lüfter, welche alle mit 1100u/min recht leise zu Werke gehen und ein 200mm Lüfter sorgen für die Zu- und Abfuhr von Frischluft . Aufgrund der weit offenen Bauweise hat man sich Gedanken gemacht wie man dem Staub den Kampf ansagen kann. Im Ergebnis verpasste man so gut wie alle nach innen gerichteten Luftströme Mashgitter um den Dreck draußen zu halten. Ein eher indirektes Zubehör ist die Wasserkühlungsfunktionalität. Denn so lassen sich im Deckel genau 3 Lüfter incl. einem Radiator platzieren. Je nach Bauweise sollte dieser aber nicht höher als 50mm bzw. 60mm sein. Um dem User diese ganzen Funktionen und den richtigen Einbau seiner Hardware nahe zu bringen, legt Cooler Master ein ausführlich bebildertes Handbuch bei.
Das Case: Von einem Case dieser Preisklasse wird von Anfang an so einiges erwartet. Standesgemäß verbirgt sich hinter der modernen Fassade ein auf den ersten Blick sehr stabiles Case. Hat man es dann erstmal von all seinen lästigen Schutzfolien und Polsterungen befreit kann es sich dann auch in seiner vollen Größe zeigen und bestaunen lassen. Und auch wenn Cooler Master immer gerne als Plastik Guru verschrieben wird, zeigt sich am Cosmos S das nur das, was sich aus Alu nur schlecht für den Preis fertigen lässt aus Plastik ist. Zumal auch den Plastikelementen, im Vergleich zu anderen Cases,  eine hohe Materialgüte vorzeigen können. Das Cosmos S selbst ist im Vergleich zu seinem Vorgänger wesentlich freizügiger geworden, was leider auch darin resultiert, das Geräusche besser nach außen dringen und es somit zu einer etwas höheren Umgebungslautstärke kommt. Im Gegensatz dazu steht aber eine bessere Belüftung der gesamten Hardware. Was sich bewährt wird nicht verändert und so ist auch der Mechanismus der Türen noch der Selbe effektive wie damals. So langt ein Hebelzug um das Case zu öffnen, lästige Schrauben entfallen also. Einzig die Farbe der gebürsteten Alutüren hat sich verändert und das eine der Beiden einen großen 200mm Lüfter beherbergt. Auch geblieben sind die viel diskutierten Bügelgriffe auf denen das Case in jeder Position steht. Der wohl größte Unterschied zum alten Case zeigt sich im Innenleben. Statt einem Stahlchassis finden wir feines Aluminium. So konnte das Nettogewicht von 16,9kg auf 13,6kg gedrückt werden ohne an Stabilität einzubüßen. Auch bewundernswert ist die vergleichsweise niedrige Eigenvibration des Cases, trotz des leichteren Aluminiums. Die Entwicklung trotzte auch nicht davor dem Ur Cosmos die Fronttür zu nehmen, welche nun einmal nicht bei jedem gut ankam. Diese wich einer komplett halboffenen Font. Über zwei kleine Seitenflügel kommt man direkt an die Frontblenden und kann diese entfernen. Das Frontpannel auf dem Dach des Cosmos S erhielt auch ein Facelift. Der Powerbutton wurde durch einen, in der Klasse einzigartigen, Berührungssensor ersetzt. Berührt man nur leicht die Vertiefung des Power Symbols startet der PC. Der Resettbutton ist leider komplett dem Rotstift zum Opfer gefallen. Abgerundet wird das Paket vorn dann über viermal USB, einmal Firewire und einmal eSata. Um das ganze abzurunden sind alle Anschlüsse an der Front beleuchtet, so findet sich auch jede Nachteule zurecht und trift immer das richtige Loch. Alles in allem ist das Case von allen Seiten eine runde und moderne Sache. Es leistet sich auch mit Plastik kaum Fertigungsschwächen, sei es beim Lack oder der generellen Verarbeitung.
Hardwareeinbau: CoolerMaster wirbt beim Cosmos S damit, dass sich in dem Case ohne Probleme große Hardware und eine High End Wasserkühlung verbauen lässt. Denkt man an den Platzbedarf eines solchen Systems könnte man schnell meinen, dass dies doch schwer wird alles Indoor zu verbauen. Und genau auf diese Probe stellten wir das Cosmos S. Zum Einsatz kommt standardmäßige Hardware und eine vollwertige 360er Wasserkühlung. Der Einbau gestaltete sich dabei als erfreulich entspannt und übersichtlich. Nicht nur das man durch die mitgelieferten Kabelbinder etc. endlich mal das vollbringen kann was man sich ja nun schon lange auf die Fahne geschrieben hat - nämlich Ordnung im PC -,  sondern man kann sich auch endlich im perfekten Kabelmanagement üben und den Platz mit all seinen Vorteilen nutzen. Selbst als wir zwei HD3870 X2 Karten in das Case bauten sah es noch vergleichsweise leer aus. Die Montage des HDD Käfigs und allen anderen Hardwareelementen ging leicht von der Hand. Bei der Montage der Wasserkühlung fand man alles vor was man sich von einem Gehäuse nur wünschen kann. Durch die E-ATX Funktionalität ist es ein leichtes diese Löscher gleich für die Befestigung des Ausgleichsbehälter zu nutzen und auch im Deckel wurden die Bohrungen für die Lüfter passend zu allen gängigen Radiatoren gesetzt. Bis zu einem 360er Radiator ist kein Problem. Einzige Einschränkung ist die Höhe des Radiators und die damit verbundene Position der Lüfter. Nutzt man einen Radiator mit bis zu 45mm, wie den von uns verwendeten MagiCool Cooper Radiator Pro III, lassen sich die Lüfter noch ohne weiteres im Inneren des Case verbauen. Wird der Radiator aber höher, wie zb. ein Watercool HTF3 oder ein Feser Xchanger (beide ca. 60mm hoch), hat man im inneren keinen Platz mehr für die Lüfter und man muss auf die Außenmontage umschwenken. CoolerMaster hält seine versprechen also ein und bietet eines der besten Indoor Wakü Cases auf dem Markt, welches acuh one jede Modifikation als solches verwendet werden kann. Die einzige Einschränkung müssen Airkühler hinnehmen, denn durch den großen Seitenlüfter sollten Towerkühler die 140mm nicht überschreiten. Wer dennoch höher hinaus will, kann den Lüfter auch einfach ausbauen.
Negatives: Wie vorher erwähnt konnten wir fast keine Schwächen an dem Case ausmachen, doch es gab auch Schattenseiten. Wir waren überrascht dass sich die Fehler vor allem in den offensichtlichen Kleinigkeiten versteckten. So stießen zu erste die recht wackligen Frontblenden auf unser Unverständnis. Denn bei einem Gehäuse von 200€ mag einem das Wackelkonzert der Frontblenden nur zu missfallen. Das Nächste war ein eher schlecht als recht verarbeitetes Lüfterstaubgitter am Unterboden. Zu guter letzt passierte das, was keiner erwartet hätte. Während des Tests der Lüfter des Cosmos S flog uns ein Rotorblatt des großen 200mm Lüfters um die Ohren. Wir baten CoolerMaster um eine Stellungname zu den genannten Problemen und man sagte uns, dass wohl eine fehlerhafte Serie im Umlauf ist. Alle User die auf ähnlich Probleme stoßen sollten sollen sich einfach beim CoolerMaster Support melden. Fazit: Schaut man sich das Gesamtbild an, welches das Cosmos S hinterlässt, ist der Eindruck ganz ordentlich. Konsequent entwickelte man das Ur Cosmos zu dem was es nun ist und erfand den Geist dabei dezent neu. Man bekommt einfach alles, viel Platz, eine hohe Funktionalität, eine gute Verarbeitung und einen Gefährten der noch eine Menge PCs in sich beherbergen wird. Das Design ist Modern gehalten und hebt sich vom Rest ab. Passend zum Namen will das Cosmos S hoch hinaus und das kann es auch schaffen, wenn die Perfektion auch in den letzten Winkel Einzug hält. Das Case hält von Anfang an das, was es auch nach außen hin verspricht und gibt einem endlich die Möglichkeiten die man suchte, seinen PC Stilgerecht nicht nur nach außen zu präsentieren. Und gerade für diejenigen, welche nicht gerade ihr neuen Gehäuse für eine Wasserkühlung zerlegen wollen, bietet das Cosmos S genau die Möglichkeiten alles Indoor zu verpacken. Alle anderen bekommen ein stylisches Gehäuse, welches versucht zu polarisieren und somit jedem PC ein gutes Zuhause gibt. Auch wenn es nur ein Airkühlung ist.


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