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Kaspersky Lab und ITU-Forschung entdecken hochentwickeltes Schadprogramm

Mit „Flame“ haben Kaspersky Lab und die ITU-Forschung ein neues Schadprogramm entdeckt, welches zu einer der leistungsstärksten Cyberwaffen überhaupt gehören soll. Die Bedrohung wurde im Rahmen einer Untersuchung im Auftrag der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, ITU) erstmals auf Computern im Iran sowie in Israel entdeckt. Flame trägt die Bezeichnung Worm.Win32.Flame und ist darauf spezialisiert, sehr persönliche Informationen zu stehlen. Dazu gehören neben den Bildschirminhalten auch gespeicherte Dateien, Kontaktdaten und sogar Mitschnitte von Audio-Konversationen.

Besonders erschreckend ist, dass Flame nun schon seit über zwei Jahren im Umlauf ist. Es wurde von Virenscannern nicht erkannt, da es „sehr komplex ist und äußerst zielgerichtet eingesetzt wurde[…].“ So soll sich der Schädling auch von den Cyberwaffen Stuxnet und Duqu unterscheiden. Flame versucht Software-Schwachstellen auszunutzen. Solche Schwachstellen soll Flame kontinuierlich attackiert haben und könnte somit auch Erfolg gehabt haben.

Informationen bezüglich der erst kürzlich entdeckten Malware gibt es derzeit nur sehr spärlich. In Form von Blogposts sollen in den kommenden Tagen weitere Details veröffentlicht werden. Neuesten Meldungen zufolge soll Flame bis zu 5.000 Rechner im Nahen Osten infiziert haben. So stehen anscheinend Computer von Einzelpersonen, Unternehmen, Universitäten und sogar von Regierungen auf der Liste der infizierten Computer.

Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Quelle: Kaspersky Lab, ABC News

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