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Software Testberichte

TuneUp Utilities 2012 - Download des Monats Januar 2012

Nicht zum ersten Mal veröffentlichen die Hersteller des weltweit bekannten PC-Optimierungsprogramms TuneUp Utilities eine neue Version ihrer Software. Jedes Jahr gibt es eine neue Version – und die neuste davon haben wir nun für euch getestet. Mit einer ganzen Palette an Änderungen, sowohl im softwaretechnischen Bereich als auch am Design, ging TuneUp Utilities 2012 vor wenigen Wochen an den Start. Vorab gibt es zu sagen: Wir haben das Programm sowohl an einem leistungsstarken PC als auch an einem deutlich schwächeren Netbook getestet. Ob das nützliche Tool den Computer auch gefühlt schneller bzw. sparsamer macht, werden wir ebenfalls zusammenfassen. Nicht zu vergessen aber: TuneUp Utilities 2012 säubert den PC von alten Dateien, optimiert leistungsmindernde Funktionen des Betriebssystems und bietet weitere hauseigene Tools zur Optimierung des heimischen Computers.

Wenn man das Programm noch nicht kennt, stellt man sich eventuell die Frage: „Was macht das Programm so beliebt in Nutzerkreisen?“ Bereits in den Versionen der vergangenen Jahre zeigten die Entwickler immer wieder, dass sie in der Lage sind ein Programm zu entwickeln, welches stabil und zuverlässig arbeitet und einige Alternativen oder sogar Neuheiten zu bzw. von Windows mit sich bringt. Ein Beispiel für eine Alternative ist das enthaltene Defragmentierungs-Programm von TuneUp. Ein Muster für eine Funktion, welche Microsofts Windows selbst so nicht anbietet, ist der sogenannte TuneUp Styler. Mit ihm lassen sich Designs, Iconpakete und Anmeldebildschirme aus der TuneUp-Datenbank runterladen und in wenigen Sekunden integrieren – im Handumdrehen hat man ein Windows mit neuem Design. Durch solche zusätzlichen Funktionen hat sich TuneUp in der Branche immer weiter etabliert und folglich viele Anhänger gefunden. Informationen zu unserem Test und zu den zahlreichen Möglichkeiten von TuneUp Utilities 2012 finden Sie auf den folgenden Seiten in unserem Testbericht zum Programm des Monats Januar 2012.

<h1>Systemanforderungen</h1> Zuerst werfen wir einen Blick auf die Systemanforderungen der Systemsoftware, welche von den Entwicklern bei der TuneUp Software GmbH im hessischen Darmstadt herausgegeben wurden. Offiziell läuft TuneUp Utilities 2012 nur auf Computern, welche auf Windows XP mit Service Pack 2, Windows Vista oder Windows 7 basieren. Es ist dabei egal, ob eine 32Bit- oder eine 64Bit-Ausführung der oben genannten Betriebssysteme vorliegt. Linux-basierte Betriebssysteme und Mac OS X bleiben dabei leider außen vor.

Genauere Angaben zur benötigten Hardware machen die Entwickler von TuneUp bedauerlicherweise nicht. Allerdings können wir bestätigen, dass TuneUp Utilities 2012 sowohl auf einem Netbook mit einer 1,6 GHz CPU, 1 GB Arbeitsspeicher, einer HDD mit 5400 U/Min und Windows 7 Starter als auch auf einem Büro-PC mit nur zwei Prozessorkernen problemlos läuft. Der Unterschied zu einem PC mit einem Vier- oder gar Sechs-Kern-Prozessor ist dabei eher gering und hält sich im Rahmen.

Während der Testphase schlug sich das deutlich leistungsschwächere Netbook gegenüber dem Home-Computer doch recht tapfer. TuneUp Utilities 2012 lief auf dem Netbook einwandfrei und flüssig. Dennoch muss man hinzufügen, dass der Zustand des kleinen Geräts entscheidend ist: Sollten viele Hintergrundprogramme arbeiten, nebenbei Musik gehört werden und die Festplatte stark fragmentiert sein, so ist es kein Wunder, wenn die Optimierungssoftware ab und zu ins Stocken kommt. Aber genau hierfür schafft TuneUp Utilities 2012 nach dem ersten Start Abhilfe. Mehr dazu finden Sie auf der nächsten Seite unseres Reviews.

Im Test standen uns folgende Systeme dauerhaft zur Verfügung:

Home-PC mit folgenden Komponenten:

  • AMD Phenom II X6 1090T @3,8 GHz
  • ASUS M5A78L LE
  • 8 GB DDR3-1333 MHz RAM
  • AMD Radeon HD 6850
  • Hitachi SATA 2 HDD, 500 GB, 7.200 U/Min (Systemlaufwerk)
  • Samsung HD155UI SATA 2 HDD, 1.500 GB, 5.400 U/Min (Datenträger)
  • Windows 7 Enterprise 64Bit

Asus Eee-PC R105D - Netbook:

  • Intel Atom N455, 1,66 GHz
  • 1 GB DDR3 RAM
  • Intel Graphics Media Accelerator 3150
  • Hitachi SATA 300 HDD, 250 GB, 5.400 U/Min (Systemlaufwerk)
  • Windows 7 Starter 32Bit

<h1>Neuerungen und Verbesserungen</h1> Auch in der 2012er Ausgabe des schon seit rund 14 Jahren erhältlichen Programms bieten die Entwickler wieder neue Funktionen, die Maßstäbe setzen sollen. Allen voran sollte jedoch der neuartige, optimierte TuneUp Program Deactivator 2012 stehen, welcher die Leistung des Rechners laut den Entwicklern in besonderen Fällen um mehr als 50 Prozent steigern kann. Allerdings ist dies nur eine von diversen Änderungen. Das Pendant zum TuneUp Turbo-Modus ist der neue TuneUp Economy-Modus, welcher die Stromeinsparung im Vergleich zum Windows-eigenen Stromsparmodus laut Angaben der Entwickler um bis zu 30 Prozent erhöhen kann. Insgesamt haben die Entwickler mehr als 30 Programme bzw. Werkzeuge integriert, welche dem Nutzer den Eingriff in das System deutlich erleichtern sollen.

Zuerst nehmen wir den verbesserten TuneUp Program Deactivator unter die Lupe, welcher die Belastung durch nicht mehr benötigte, installierte Programme beseitigen soll. Bereits am Namen kann man erahnen, was das Tool anstellt: Es deaktiviert auf Wunsch alte bzw. nicht benötigte Programme und die damit im Hintergrund arbeitenden Dienste, von denen der Nutzer im Normalfall nichts weiß. Diese Hintergrunddienste belasten Windows oft sehr. Durch den TuneUp Program Deactivator werden die Dienste beim nächsten Hochfahren erst gar nicht mehr gestartet – Autostarts fallen somit einfach weg und der Computer ist schneller einsatzbereit. Der Program Deactivator gibt eine einfache Übersicht, welche Programme den Computer stark belasten und welche nur eine geringe Rolle spielen und das System somit weniger stark beeinträchtigen. Mit einem Doppelklick ist das Programm schließlich deaktiviert und der Computer von störenden Hintergrunddiensten befreit. Falls man eines oder mehrere der deaktivierten Programme wieder benötigt klickt man einfach erneut zwei Mal auf das Programm und schon ist es wieder aktiviert und einsatzbereit. Auf einen Klick lassen sich zudem alle nicht-systemrelevanten Anwendungen deaktivieren, wodurch das Optimierungspotenzial ausgeschöpft wird.

Doch dies war noch nicht alles: Neu in TuneUp Utilities 2012 ist der vollautomatische Schlafmodus. Dieser funktioniert wie folgt: Öffnet der Anwender ein deaktiviertes Programm, wird dieses automatisch wieder aktiviert und steht zur Verfügung. Sobald die Anwendung jedoch wieder geschlossen wird, wird jenes auch wieder automatisch deaktiviert – somit steht dem Computer dauerhaft mehr Leistung zur Verfügung, da die jeweiligen Anwendungen immer nur dann agieren können, wenn man es auch benötigt. Die Hintergrunddienste werden dadurch auf ein Minimum reduziert, was sich gerade bei Netbooks und Laptops positiv in der Akkulaufzeit bemerkbar macht.

Die absolute Neuerung im Gegensatz zum TuneUp Program Deactivator in TuneUp Utilities 2012 ist der TuneUp Economy-Modus. Der TuneUp Economy-Modus sorgt für eine erhöhte Akkulaufzeit von Notebooks, Netbooks und Tablet-PCs sowie für einen geringeren Stromverbrauch von Desktop-PCs. Bis zu 30 Prozent Strom soll mit Hilfe des Energiesparmodus im Vergleich zu den Energiesparoptionen von Windows eingespart werden können. Ziel des Economy-Modus ist es natürlich auch, die Leistung trotz der Energieeinsparung nicht in den Keller sinken zu lassen, sondern bei möglichst gleichbleibender Leistung wiederrum möglichst viel Energie einzusparen. Ob TuneUp Utilities 2012 dies schafft und wie sich das Arbeiten bzw. das Surfen mit einem Netbook im Economy-Modus anfühlt, erfahren Sie im Fazit unseres Berichts.

<h1>Installation und Anwendung: Erster Eindruck</h1> Kommen wir nun also zu unserem ersten Eindruck. Nach ca. 2 Wochen ausgiebigem Testen in den unterschiedlichsten Situationen und an Computern verschiedener Leistungsklassen, Laptops und an einem Netbook kann man TuneUp Utilities 2012 bereits sehr gut einschätzen. Die Installation verlief auf allen Geräten ohne Probleme. Am Netbook nahm dies einige Sekunden mehr in Anspruch, jedoch war TuneUp Utilities 2012 innerhalb weniger Minuten installiert und startbereit. Direkt nach der Installation öffnet sich das Programm und führt einen Systemcheck durch. Dieser Systemcheck beruht auf der 1-Klick-Wartung des Tools: es wird zuerst die Registrierung auf Fehler und eine eventuelle Fragmentierung überprüft. Anschließend sucht TuneUp Utilities 2012 nach defekten Desktopverknüpfungen und nach temporären Dateien, die überflüssig sind und gelöscht werden können. Schließlich sucht das Programm noch nach Möglichkeiten zur Optimierung des Starts sowie des Herunterfahrens des PCs und zu guter Letzt überprüft TuneUp, ob die Festplatte defragmentiert werden muss.

Unmittelbar danach „spuckt“ TuneUp eine Diagnose, eine Art Bewertung der Systembeeinträchtigung durch die oben genannten Dinge, aus. Diese fiel bei unseren Computern meistens gravierend aus: Mehrere hundert Fehler in der Registrierung, diverse fehlende/falsche Desktopverknüpfungen und eine stark fragmentierte Festplatte waren das Ergebnis. Bei Computern, welche zuvor nie mit TuneUp Utilities oder einem der zahlreichen anderen Programmen optimiert wurden, ist das Ergebnis allerdings in Ordnung. TuneUp zeigt hier seine Stärke und spürte die Fehler zuverlässig und relativ schnell (abhängig von Systemkomponenten sowie der Größe der Festplatte) auf.

Nachdem der erste Systemcheck durchlaufen ist, offenbart sich uns die in den Farben Blau und Silber/Grau gehaltene Oberfläche. Ohne Zweifel ist auch für Gelegenheitsnutzer eine einfache Übersicht über alle Funktionen sowie über den Status der aktuellen Optimierungen geboten. Der Optimierungsstatus wird vom Programm in Prozent errechnet und in der rechten unteren Ecke des Programmfensters angezeigt. TuneUp Utilities zeigt außerdem an, was sich noch optimieren lässt, damit man die 100 Prozent erreicht. In regelmäßigen Überprüfungen checkt das Tool ob potenzielle Verbesserungen vorliegen und Stuft den Optimierungsstatus auf weniger oder mehr Prozent herab. In der Folge hat der Anwender die Möglichkeit die vom Programm vorgeschlagenen Optimierungen auszuführen oder es sein zu lassen. Auch dies klappte bei uns ohne Probleme. Der Optimierungsstatus war in allen Fällen nachzuvollziehen und gibt eine sehr einfache Einsicht in das Potenzial von TuneUp Utilities 2012.

Neben den vorgeschlagenen Optimierungsmöglichkeiten bieten sich dem Anwender noch weitere Chancen den Computer leistungstechnisch auf Vordermann zu bringen. Blättern Sie eine Seite weiter, um mehr von unseren ersten Eindrücken speziell bezüglich dieser Chancen zu erfahren.

<h1>Die einzelnen Programme im Überblick</h1> Auf der TuneUp-Oberfläche finden sich neben dem Hauptpunkt „Status & Empfehlungen“ noch die Punkte „System optimieren“, „Speicherplatz gewinnen“, „Probleme beheben“ und „Windows anpassen.“  Während der Startbildschirm „Status & Empfehlungen“ den aktuellen Tuning-Status, die Auswahl und Einstellungen des PC-Optimierungsmodus (Economy-, Standard-, Turbo-Modus) sowie die vorgeschlagenen TuneUp-Tools der Entwickler anzeigt, verstecken sich hinter den vier anderen Überschriften einige nützliche Anwendungen.

Hinter der Schaltfläche „System optimieren“ verbergen sich zwei Hauptflächen: Einmal „Systembelastung reduzieren“ sowie einmal „Wartungsaufgaben manuell ausführen.“ In der ersten Spalte befindet sich der TuneUp Program Deactivator (Programme deaktivieren) und der TuneUp StartUp Manager (Autostartprogramme deaktivieren), mit welchem man die Autostarts einzelner Programm deaktivieren kann, sollte man die gewünschten Programme nicht bereits mit dem TuneUp Program Deactivator deaktiviert haben. Außerdem befindet sich in der Spalte der TuneUp Uninstall Manager (Programme deinstallieren) sowie der Konfigurator der Live-Optimierung. Auch der Economy-Modus und der Turbo-Modus können unter dieser Schaltfläche konfiguriert werden. Auf der rechten Seite befinden sich diverse weitere Programme wie z.B. der TuneUp Registry Cleaner (Registrierung reinigen) und TuneUp Registry Defrag (Registrierung defragmentieren).

Hinter der nächsten Schaltfläche mit der Beschriftung „Speicherplatz gewinnen“ verbergen sich TuneUp-Anwendungen zum Säubern der Festplatte und zum Aufspüren großer Dateimengen. So kann zuerst der Datenträger ausgewählt werden, ehe man nicht benötigte Dateien oder alte Sicherungen löschen kann. Auch ganze Windows-Funktionen lassen sich problemlos deaktivieren. Hinter jeder Funktion verbirgt sich nochmals eine neue Oberfläche. Etwas weiter rechts bietet sich die Möglichkeit mit dem TuneUp Disk Space Explorer große Dateimengen oder gar einzelne Dateien absteigend nach ihrer Größe aufzuspüren und zu verwalten. Hat man große Dateimengen gefunden, lassen sich diese mit dem TuneUp Shredder in drei auswählbaren Löschmethoden („Schnelles Löschen“, „Sicheres Löschen nach DoD 5220.22-M“ und „Sicheres Löschen nach Gutmann“) von der Festplatte entfernen. Es wird dem Nutzer noch vor dem Vorgang angeboten zu entscheiden, wie oft der Löschvorgang wiederholt werden soll.

Hinter der vorletzten Überschrift „Probleme beheben“ befinden sich neben Möglichkeiten, welche fehlerhafte Windows-Funktionen sowie –Einstellungen ausbessern, auch der TuneUp Disk Doctor und TuneUp Undelete. Nutzer, welche typische Probleme mit Windows haben, können an dieser Stelle den TuneUp Repair Wizard zur Hilfe ziehen. Der Assistent muss manuell bedient werden: Durch das Ankreuzen der zutreffenden Probleme werden diese nach einem weiteren Klick auf „Weiter“ automatisch gelöst. Als Alternative zur Windows-Fehlerüberprüfung kann der TuneUp Disk Doctor angesehen werden, mit welchem die Festplatten sowie alle angeschlossenen Wechseldatenträger auf fehlerhafte Sektoren und etliche andere Fehler überprüft und repariert werden können. Ein weiteres großes Pendant zu einer Windows-Funktion, nämlich zum Windows-eigenen Task-Manager, ist der TuneUp Process Manager. Er befindet sich hinter dem Button „Laufende Prozesse anzeigen und beenden.“. In den TuneUp-Einstellungen unter dem Reiter „Integration“ kann man den Windows Task-Manager mit einem Klick durch den TuneUp Process Manager ersetzen. Diese Auswahl ist jedoch optional und nicht standardmäßig.

Doch inwiefern unterscheidet sich der Process Manager eigentlich vom Task-Manager, welcher bereits seit mehr als einem Jahrzehnt ein Bestandteil aller Windows-Betriebssysteme ist? Die Antwort fällt einfach: Die größte Veränderung ist das Fenster, in dem die Prozesse angezeigt werden. Alle Prozesse werden – nicht wie man es vom Windows Task-Manager gewohnt ist – mit ihrem vollständigen Name angezeigt. Möchte man den Explorer von Windows („explorer.exe“) suchen, beenden und neustarten, so muss man im TuneUp Process Manager nach „Windows Explorer“ suchen. Insgesamt sind die Prozesse so viel übersichtlicher und man erspart sich durch das schnelle Auffinden des gesuchten Prozesses viel Zeit. Außerdem bietet der Process Manager die Möglichkeit, sich alle geöffneten Dateien anzeigen zu lassen. Diese kann man zwar nicht direkt schließen, allerdings kann man durch einen Rechtsklick auf die jeweilige Datei direkt zur dieser navigieren.

<h1>Der TuneUp Styler</h1> Das nächste Thema unseres Reviews ist der TuneUp Styler, welcher – zugegeben – aus dem eigentlichen Aufgabengebiet von TuneUp Utilities heraussticht. Hinter der fünften und letzten Hauptschaltfläche mit der Bezeichnung „Windows anpassen“ befindet sich auf der linken Seite die Möglichkeit, auf Windows-Einstellungen zuzugreifen und die Reaktionen von Animationen und Effekten etc. anzupassen. Auf der rechten Seite wird es schon spannender: Hinter der Aufschrift „Aussehen von Windows individuell anpassen“ versteckt sich der TuneUp Styler. Mit seiner Hilfe lassen sich völlig neue Designs aus der TuneUp-Datenbank herunterladen. Auch lassen sich neue Anmeldebildschirme oder Icon-Pakete herunterladen. An dieser Stelle würden wir uns jedoch mehr Designs und Anmeldebildschirme wünschen, da lediglich zehn offizielle Designs vorliegen und auch die Anzahl der Anmeldebildschirme erhöht werden könnte. Qualitativ gibt es jedoch kaum etwas zu bemängeln.

Die Installation der verschiedenen Grafiken, egal ob Design, Symbolpack oder Anmeldebildschirm, ist simpel: Man folgt TuneUp Utilities 2012 auf die TuneUp Styler-Internetseite, wählt das gewünschte Produkt aus, lädt es herunter und öffnet es. Die Datei öffnet sich schließlich mit dem TuneUp Styler und wird automatisch integriert. Nun fehlen nur noch der Klick auf das heruntergeladene Objekt sowie ein weiterer Klick auf die Schaltfläche „Übernehmen.“ Innerhalb weniger Sekunden ist die Aktion fertiggestellt und das neue Design oder die neuen Icons erscheinen auf der Bildschirmoberfläche. Die grafischen Produkte sind kostenlos, falls man im Besitz einer gültigen Lizenz ist.

Während unserer Testphase gab es fast keine Probleme mit den verschiedenen visuellen Stilen und den unterschiedlichen Auflösungen des Computers und des Netbooks. Das Design passte sich der Auflösung immer problemlos an. Zu bemängeln war jedoch, dass sich manchmal grafische Elemente des Browsers mit denen des neuen Designs überlappten. So befand sich in Opera der Button, welcher es ermöglicht den Browser zu minimieren, direkt über der Schaltfläche, mit der man einen neuen Tab öffnen kann. Allerdings tritt dieser Fehler nur auf, wenn man mehr als eine gewisse Zahl an Tabs geöffnet hat, da sich diese dann „stapeln“ und der „Tab hinzufügen“-Button ebenfalls nach hinten verschiebt. Bei unserem Computer mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln gab es jedoch keine Probleme.

Zwei Fragen bleiben jedoch offen: Kann man das Ändern des Designs auch wieder rückgängig machen und wenn ja, wie? Dies funktioniert eigentlich recht einfach. Sollte man nach einiger Zeit wieder auf das standardmäßige Windows-Design wechseln wollen, verwendet man das TuneUp Rescue Center. Die Weiterleitung zu dieser kleinen aber nützlichen Funktion befindet sich auf der Startoberfläche des TuneUp Stylers. Mit Hilfe des Rescue Centers kann sich nicht nur das Design rückgängig machen lassen, sondern ebenso alle weiteren Handlungen, welche mit TuneUp ausgeführt wurden. Dies geschieht einfach durch einen Doppelklick auf den gewünschten Wiederherstellungspunkt.

<h1>Leistungstests</h1> Kommen wir nun zum wahrscheinlich interessantesten Thema des Reviews: zu den Leistungstests. Auf dieser Seite stellen wir den Home-PC dem Netbook gegenüber und fassen die Ergebnisse ausführlich zusammen. Unter anderem haben wir protokolliert, wie lange die 1-Klick-Wartung für einen ausführlichen Systemcheck braucht, wie schnell das Löschen von Dateien mit dem TuneUp Shredder und den unterschiedlichen Löschmethoden funktioniert, wie lange das Umschalten in den Turbo-Modus braucht und in welcher Zeit der TuneUp Disk Doctor die Datenträger vollständig auf Fehler geprüft hat.

Zuerst wurde von uns untersucht, wie viel Zeit die beiden Systeme jeweils für einen 1-Klick-Wartungscheck benötigen. Das Ergebnis fiel nicht überraschend aus: Während der Home-PC den Durchlauf in 51 Sekunden fertig bearbeitet hatte, benötigte das Netbook mehr als drei Mal so lange: nämlich 165 Sekunden. Wir haben dies im folgenden Diagramm veranschaulicht.

Anschließend wurde von uns getestet, wie lange die beiden Systeme jeweils brauchen, um Dateien mit den Größen 5 MB, 10 MB sowie 20 MB mit Hilfe des TuneUp Shredders zu löschen. Dabei nahmen wir zuerst die schnelle Löschmethode unter die Lupe. Für eine Datei der Größe 5 MB benötige der Home-PC 0,8 Sekunden und das Netbook 0,9 Sekunden. Bei der 10 MB Datei benötigte das Netbook wieder eine Zehntelsekunde mehr als der leistungsstarke Computer. Die 20 MB Datei löschen dagegen beide gleichschnell: In 1,4 Sekunden. Das Ergebnis war sehr ernüchternd, allerdings waren wir uns sicher, dass die Löschmethode nach Gutmann deutlich größere Unterschiede aufzeigen dürfte. Wie erwartet kam es dann auch: Die Unterschiede waren bereits bei der 5 MB Datei signifikant. Der PC benötigte für die 5 MB Datei lediglich 3,5 Sekunden, während das Netbook mehr als drei Mal so lange für den Vorgang benötigte: 10,9 Sekunden. Dies setzte sich bei den beiden ausstehenden Löschvorgängen so fort, wie Sie im nachfolgenden Diagramm erkennen können.

Der letzte Test bezieht sich ebenfalls auf das Programm selber. Diesmal ging es darum, welches System die Systemfestplatte mit Hilfe des TuneUp Disk Doctors am schnellsten auf Fehler überprüfen konnte. Das Ergebnis überrascht auf den ersten Blick, allerdings wird auf dem zweiten Blick klar, warum:

Der Home-PC hat für diese Aufgabe zwar 11 Sekunden länger als das Netbook benötigt, dies wird jedoch durch die fast doppelt so hohe Speicherkapazität der Festplatte begünstigt. Das Netbook hat sich im Großen und Ganzen ganz gut geschlagen.

<h1>Der Preis</h1> TuneUp Utilities 2012 ist der Nachfolger von TuneUp Utilities 2011 und seit Ende 2011 erhältlich. Die Vollversion kostet im Shop des Darmstädter Entwicklers 39,95 Euro, das Upgrade vom Vorgänger kostet dagegen nur 24,95 Euro. Voraussetzung für ein Upgrade ist ein original lizensiertes TuneUp Utilities 2011. Für Familien oder Unternehmen mit mehreren Computern gibt es die TuneUp Utilities Business Edition. Für einen Preis von 69,95 Euro bzw. zum Preis von 129,95 Euro kann man gleich fünf respektive zehn Lizenzen erstehen und dadurch im Vergleich zur Vollversion mit nur einer Lizenz einige Euro sparen.

Interessenten können sich die Tuning-Software bei uns kostenlos herunterladen und 15 Tage lang testen. Nach 15 Tagen muss man sich entscheiden, ob man sich eine oder gar mehrere Lizenzen kauft, oder das Programm wieder deinstalliert. Der Funktionsumfang ist während den 15 Tagen uneingeschränkt.

<h1>Fazit</h1> Wer vermutet, dass die neuste Version von TuneUp nur eine kleine Aufwertung des Vorgängers ist, der täuscht sich gewaltig. Der optimierte TuneUp Program Deactivator dürfte für alle Anwender-Gruppen sehr interessant sein, da man sich das ständige Deinstallieren und Installieren selten benötigter Anwendungen erspart. Der neue Economy-Modus mauserte sich bei uns auch sehr akzeptabel durch den Test. Bei unserem Asus Eee PC wurde die Akkulaufzeit von rund 2 Stunden um etwa 20 Minuten auf 2 Stunden und 20 Minuten erhöht. Dies entspricht einer Steigerung der Akkulaufzeit von immerhin 17 Prozent. Je nachdem in welchem Zustand sich der Akku befindet oder wie viel man mit dem Netbook arbeitet, wird diese noch etwas besser oder schlechter. In unserem Fall surften wir mit Mozilla Firefox 9 im Internet und schrieben nebenbei einen Text mit LibreOffice.

Sehr erfreulich war für uns auch, dass TuneUp die Systemleistung nicht beeinflusst, obwohl das Programm in Hintergrund arbeitet. Es ist fast schon verwunderlich, dass TuneUp auch an einem Netbook noch relativ flüssig läuft. Der erst vor kurzem erwähnte Economy-Modus dürfte auch Nutzern von Netbooks, Laptops und Tablet-PCs zu Interessenten machen. Abgesehen davon, macht TuneUp Utilities 2012 seine Arbeit einwandfrei und gut. Das Menü ist übersichtlich gestaltet, dem Nutzer werden keine „Schranken“ in den Weg gestellt. Auch dies hat uns sehr erfreut. Nach der Optimierung lief das System gefühlt schneller. Auch in der Praxis gewann der PC einiges an Leistung, z.B. beim Öffnen von Musik und Videos, was uns ebenfalls sehr erfreute.

Es sind lediglich Kleinigkeiten, die uns störten. So hätten wir uns über ein neueres Design erfreut. Das Aussehen der Oberfläche von TuneUp Utilities 2012 gleicht dem des Vorgängers doch sehr. Die Funktionen wurden dennoch ausreichend und umfangreich erweitert, was uns wiederrum sehr erfreut. Wir können TuneUp Utilities 2012 allen Anwendern – ganz egal ob Gelegenheitssurfer oder Unternehmer – nur ans Herz legen.

Wir finden, dass die Entwickler von TuneUp Utilities 2012 bis jetzt zu Recht über 400 internationale Awards für ihr Produkt erhalten haben. Von uns erhält TuneUp Utilities 2012 den Award als Programm des Monats Januar 2012.

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