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Externe Festplatten: G-Drive slim und LaCie slim Porsche Design im Vergleichstest

Die Zeiten, zu denen Festplatten so groß wie Panzerschränke waren, sind zum Glück vorbei. Heutzutage können sie gar nicht klein genug sein, sollen möglichst viel Speicherkapazität bieten und auch noch bezahlbar sein. Natürlich spielt auch das Design eine immer wichtigere Rolle denn externe Festplatten sollen zum Beispiel nach draußen hin auch eine hübsche Figur abgeben. Schließlich liegen sie nicht im PC-Gehäuse, sondern stehen auf dem Schreibtisch offen herum.

Das Unternehmen Apple ist dafür bekannt, bei seinen Produkten anstatt schnödem Plastik viel Aluminium zu verbauen. Das macht alles nicht nur robuster und teurer, sondern auch optisch ansprechender. Einige Hersteller spezialisieren sich explizit auf diese Produkte und passen ihr Produktfolio dementsprechend an. So auch G-Technology und LaCie. Beide Unternehmen entwickeln schon seit Jahren Festplatten zum Teil speziell angepasst für einen Mac. Dort wird vor allem auf Aluminium gesetzt, sodass die Produkte einfach in die Mac-Welt passen.

G-Technology und LaCie waren so nett und haben uns einmal die G-Drive slim und die LaCie slim im Porsche Design für einen Test zukommen lassen. An dieser Stelle möchten wir uns bei den beiden Herstellern für die Samples bedanken.

Das kleinste Modell der G-Drive-Serie hört auf den Namen „G-Drive slim“. Dieses kleine Ding ist laut G-Technology die perfekte Festplattenlösung für unterwegs und für das MacBook Air.

Nach dem Kauf bekommt der Käufer eine schick-gestaltete Pappschachtel. In dieser liegen neben der Festplatte noch zwei Anleitungen und ein 63 Zentimeter langes USB-3.0-Kabel. An den Kabelenden findet sich dabei das bekannte „G“ des Herstellers wieder. Die Festplatte sticht durch ihr schickes Äußeres aus der breiten Masse hervor. Die Grundform ist aus rauen Aluminium gefertigt. Etwas zu rau, unserer Meinung nach. An den schmalen Seiten setzt der Hersteller auf schwarz-matten Kunststoff, was zu einer Art Abgrenzung des Aluminiums führt. Genau dort ist auch der USB-Port untergebracht. Nach dem Verbinden mit dem Rechner, leuchtet hier eine kleine weiße Status-LED und gibt Auskunft über Aktivitäten der Platte. Am Boden befindet sich noch ein eingepasster Aufkleber. Dieser verrät nicht nur die Seriennummer, sondern gibt auch Informationen über Speicherplatz, Name und Stromstärke der G-Drive slim. Nach unserer Meinung hätte noch eine Schutz- oder Transport-Tasche im Lieferumfang sein sollen. Gerade unterwegs macht sich diese bezahlt, will man doch das Aluminiumgehäuse im Rucksack nicht zerkratzen.

Die LaCie Slim Drive im Porsche Design ist eine Festplatte, die der G-Drive slim sehr ähnlich ist. Ihr Grundkörper ist auch aus Aluminium gebaut und an zwei der vier Ränder befinden sich ebenfalls schwarz-matte Kunststoffleisten.

Der Lieferumfang fällt aber auch hier recht üppig aus. Es liegt ein USB-3.0-Kabel bei, was allerdings nur eine Länge von 46 Zentimeter hat. In unseren Augen ist das Kabel einfach etwas zu kurz geraten und nicht so flexibel. Weiterhin befindet sich in der Schachtel wieder eine kleine Anleitung und die Platte selbst. Auch hier keine Spur von einer Tasche. Da die Ränder der Festplatte etwas scharfkantig und spitz sind, wäre eine Schutztasche von Vorteil, allein schon wegen der Verletzungsgefahr. Den USB-Port hat LaCie ebenfalls in der schwarzen Leiste verbaut, wo sich auch die Seriennummer befindet. Eine eigene Status-LED ist natürlich auch mit von der Partie. Anders als bei der G-Drive slim hat LaCie diese aber schicker versteckt. An der Seite befindet sich ein kleiner dünner Schlitz im Gehäuse und dahinter verbirgt sich die weiße LED. Nachdem die Platte mit dem Rechner verbunden wurde strahlt der komplette Schlitz weiß, was in unseren Augen ein optisches Highlight ist.

Eines haben beide Platten gemeinsam. Sie sind speziell für das MacBook konzipiert und daher schon im Mac-typischen HFS+ formatiert. Somit kann sofort gestartet werden und es muss nicht erst noch großartig im Festplattendienstprogramm agiert werden. Allerdings kommen Windows-Benutzer wohl nicht drum herum, hier selbst Hand anzulegen. Die LaCie bringt für diese Zwecke ein Setup auf der Platte mit, wo man als Anwender direkt ein Teil des Speichers als FAT32 formatieren kann. Oder nach Belieben auch die komplette Platte. Möchte man NTFS, muss sowieso manuell formatiert werden. Beide Platten werden von Anfang an einwandfrei durch das Testsystem erkannt. Die G-Drive slim kommt komplett ohne Software daher, deshalb ist die Festplatte sofort einsatzbereit. Von der offiziellen Homepage von G-Technology wird zur Perfektion nur noch die Icon-Sammlung heruntergeladen, um der Platte auch das passende Mac-Symbol zuzuweisen. Der Hersteller beschreibt dabei alles recht einfach und verständlich. Auf der LaCie-Platte befinden sich bereits mehrere vordefinierte Ordner. Die LaCie bringt, wie schon erwähnt, direkt ein Setup mit. Dieses bietet während des vierten Punktes die Möglichkeit, Software zu installieren. Neben einem Backupprogramm und einem Desktop-Manager steht auch ein Verschlüsselungsprogramm und mehr zur Verfügung. Das Ganze funktioniert auch auf Windows, da LaCie passende Exe-Dateien sofort mitliefert. Auch das Festplattenicon, welches wir bei der G-Drive slim noch manuell tauschen mussten, wird automatisch mit eingefügt.

Um nun beide Festplatten in Sachen Geschwindigkeit miteinander zu vergleichen, wurden jeweils eine zirka 1GB große Datei darauf kopiert und die Sekunden gemessen. Beide Platten waren dabei direkt, ohne einen zwischengeschalteten Hub an unserem Testsystem angeschlossen. Die G-Drive absolvierte die Aufgabe in 9,76 Sekunden, während die LaCie nur ganze 8,88 Sekunden benötigte. Als Nächstes musste Blackmagic Diskspeed heran, um die Schreib- und Leseraten zu messen. Auch hier wurden die Testergebnisse bestätigt. Die G-Drive hat einen Speed von 103,3 MB/s beim Schreiben und 104,8 MB/s beim Lesen, während die LaCie mit 107,3 MB/s schreibt und 111,0 MB/s liest. Anscheinend hat LaCie eine etwas schnellere Festplatte im Inneren verbaut. Leider wird die Geschwindigkeit aber mit dem Gewicht bezahlt, denn die LaCie slim wiegt ganze 217 Gramm, während die G-Drive slim nur 147 Gramm auf die Waage bringt. Gerade für unterwegs darf das Gewicht nicht ganz vergessen werden. Beide Festplatten konnten relativ gut miteinander verglichen werden und das Testergebnis ist bei der G-Drive und bei der LaCie fast gleich. Einen Sieger gibt es nicht wirklich. Kommen wir jetzt zum Fazit und zu unserer Empfehlung.

Testsystem: MacBook Pro Retina 13' Late 2013, Intel Core i7 2,8 GHz, 16 GB DDR3 RAM, OS X 10.9.2

G-Drive slim 500GB/ 1GB Datei = 9,76 Sekunden / Gewicht: 147 Gramm

LaCie slim 500GB/ 1GB Datei = 8,88 Sekunden / Gewicht: 217 Gramm

G-Drive slim

LaCie slim Porsche Design

LaCie Setup

Die G-Drive slim, wie auch die LaCie Slim Drive im Porsche Design, sind beides sehr gute Festplatten, die unserer Meinung nach ein fantastisches Design mitbringen. Für unterwegs an einem Mac sind sie uneingeschränkt zu empfehlen, aber auch Windows-User werden ihre Freude daran haben. Die Geschwindigkeit beider Platten ist gut und aufgrund der Größe passen sie wirklich in jede Hosentasche, wobei wir bei der LaCie wegen den spitzen Kanten etwas vorsichtig sein würden. Besonders anzumerken ist die gute Softwareausstattung der LaCie. Preislich liegen beide fast gleichauf. Die G-Drive liegt derzeit bei circa 65€, während man für die LaCie circa 67€ verlangt. Wer auf der Suche nach einer kleinen und eleganten, aus einem stabilen Material-Mix bestehenden Festplatte für unterwegs ist, dem raten wir, sich beide Modelle näher anzuschauen. Als Datengrab für daheim sind 500 GB allerdings in der heutigen Zeit fast zu wenig. Hier sollte man dann zu Modellen mit mehr Speicher greifen, die durchaus nicht teurer sein müssen, dafür aber meist billiger verarbeitet sind. Wer preislich sparen möchte und wem 500 GB ausreichen, der sollte einfach bei der Konkurrenz schauen. Externe Festplatten in 2,5 Zoll und mit 500 GB bekommt man bereits für deutlich unter 50€.


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