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LifeProof fre Case - Allwetterschutz für Smartphones

Kennt Ihr das Gefühl auch? Man kauft sich ein top-aktuelles Smartphone. Alles läuft nach Plan, das Cover sieht toll aus. Am nächsten Tag geht man gewohnt zur Arbeit und wie das nun einmal so ist, passt man für eine Sekunde nicht auf. Das Ergebnis ist eine kleine Scharte oder ein Kratzer. Die einfachste Lösung wäre jetzt, sich ein Cover für fünf Euro zu kaufen. Nun arbeitet man aber auf dem Bau oder treibt Sport und muss zwischendurch sein Smartphone auch mal bedienen. Jetzt wird es kompliziert, denn Staub und Dreck können selbst aktuelle Smartphones ziemlich schnell zerkratzen.

LifeProof fre iPhone5

Das amerikanische Unternehmen LifeProof ist Spezialist für das Herstellen von Schutzhüllen für iOS-Devices und für das Galaxy SIII. Aber natürlich nicht irgendwelche! Alle Cases erfüllen den Militärstandard und sind komplett Wetterfest. Wir haben heute das LifeProof fre für das iPhone 5 im Test und wollen für euch herausfinden, ob es wirklich das hält, was es verspricht.

An dieser Stelle geht noch ein Dank an GlobalCom PR Network GmbH für die prompte Bereitstellung des Testsamples.

LifeProof fre iPhone5

Die Verpackung der Schutzhülle hinterlässt bei uns schon einen sehr hochwertigen Eindruck. Der leichte 3D-Effekt, das tiefe Schwarz und die bunten Farben ergeben ein eindrucksvolles Gesamtbild. Schließlich stellt die Verpackung auch den ersten Kontakt mit dem Käufer her. Im Lieferumfang befinden sich neben der eigentlichen Hülle noch ein Mikrofasertuch, ein Supportdokument und eine Bedienungsanleitung. Ebenso ein kleiner zusammengesteckter Adapter, auf den wir aber später noch einmal kurz eingehen werden. Das LifeProof-Case besteht aus Plastik, wie sollte es auch anders sein. Doch dieses ist sehr hochwertig verarbeitet. Die Vorderseite ist komplett mit einer Folie überzogen, sogar das Home-Button-Viereck wurde noch mit aufgezeichnet. Der Sleep-/Wake-Knopf ist ebenso verdeckt, wie auch die seitlichen Tasten für Lautstärke & Co. Am unteren Rand hat das LifeProof-Case einen Klappmechanismus mit innenliegender Membran. Diese soll das Eindringen von Wasser und Staub verhindern und dank des einfachen Öffnens ist ein problemloses Laden möglich. Auch der Klinkeneingang ist mit einem Schraubventil sicher vor Wettereinflüssen geschützt. Am Case ist, allgemein gesagt, wirklich alles verdeckt. Selbst die Lautsprecher kommen mit einer wasserdichten Membran daher und die Öffnungen für Kamera und Blitz besitzen eine transparente Abdeckung. Am Ende hat es LifeProof sogar geschafft, das Apple-Logo transparent zu machen. Über Sinn oder Unsinn wollen wir jetzt mal nicht diskutieren.

Die Schutzhülle das erste mal zu öffnen, ist gar nicht so einfach. LifeProof empfiehlt, mit einem Centstück die Seite aufzuhebeln. Mit dem Fingernagel oder etwas Übung geht es aber auch zur Not. Ein gelber Dichtgummi schmückt den Rand der Innenseite. LifeProof rät, alle Dichtungen zuerst auf Risse oder Beschädigungen zu prüfen, bevor man sein Smartphone in die Hülle hineinpackt. Ebenso ein Wassertest ohne Inhalt wird empfohlen, was aber alles in der beiliegenden Anleitung wunderbar beschrieben wurde. Unser iPhone 5 passt wirklich super hinein. Wichtig ist, dass alle Ecken und Kanten wirklich Laut „Klick“ machen, da sonst Wasser eindringen kann. Zu unserer Überraschung geht die Bedienung im LifeProof-Case immer noch sehr einfach vonstatten. Die Kamera funktioniert, genauso wie der Blitz, astrein. Der Home-Button hat jetzt zwar ein anderes Druckgefühl, da er nicht mehr getrennt zum Gehäuse ist, aber stören tut das keinesfalls. Selbst die drei Volumenbuttons sind ohne Einschränkungen zu bedienen. Hier ist der Druckpunkt wirklich gut gewählt. Eine kleine Änderung gibt es bei dem Mute-Knopf allerdings. Hier muss jetzt für die gewünschte Mute-Einstellung in die andere Richtung gedrückt werden, da es eine Art Wippschalter ist. Das funktioniert aber alles ohne Probleme.

Wichtig bei einem Smartphone ist natürlich das Aufladen, die Akkus halten heutzutage ja kaum noch zwei Tage durch. Wie schon erwähnt, hat LifeProof am Lightning-Anschluss eine Klappöffnung eingebaut, welche ein problemloses Öffnen bewerkstelligt. Das klappt alles wunderbar, doch wirkt nicht ganz so stabil. Schlägt man dort aus versehen mit Gewalt dagegen, ist der Deckel sicherlich ab. So weit wollen wir aber heute nicht gehen. Auch an Musikfreunde hat der Hersteller gedacht. Der 3,5mm Klinkenanschluss ist mit einem Schraubgewinde und einem Gummiring versehen. Jetzt kommt auch der vorhin gezeigte Adapter zum Einsatz. Das Gewinde von dem Stöpsel muss herausgedreht und der Adapter eingedreht werden. Dann können die heiß geliebten Kopfhörer eingesteckt werden. Am Adapter selbst befindet sich ein weiterer Schraubenstöpsel, falls einer verloren geht. Die Idee ist nicht schlecht, aber hier siegt eindeutig der Nachteil, denn wer viel Musik hört, muss zwangsläufig immer den Adapter mitschleppen. Die Kopfhörer ohne diesen einzustecken, funktioniert leider nicht. Für uns ist das zwar kein absoluter Negativpunkt aber einer, wo man definitiv noch etwas verbessern kann. Ebenso nachbessern sollte LifeProof an der Lautsprechermembran. Diese macht den iPhone-Sound doch um einiger leiser und auch etwas dumpfer. Auch verstehen die Zuhörer uns nicht mehr ganz so deutlich, wenn auch nicht schlecht. Auf der Rückseite scheint irgendetwas auch nicht richtig berechnet wurden zu sein, denn bei spielender Musik vibriert es bei der transparenten Abdeckung am Apple-Logo. Dieses Phänomen scheint kein Einzelfall zu sein, wenn man sich mal im Internet etwas informiert.

Die LifeProof-Hülle soll bis zwei Meter Wasserdicht sein. Wir haben zwar nicht das Maximum ausgetestet, aber vierzig Zentimeter sind ohne Probleme machbar. Gerade bei Seglern ist die Hülle deshalb auch sehr beliebt, da diese doch immer ein bisschen mit Wasser zu kämpfen haben. Dreck soll der Hülle auch nichts aus machen, genauso wie Schnee und Kälte. Ersteres können wir bestätigen, letzteres wegen der Jahreszeit gar nicht erst testen. Selbst den Sturztest aus etwa einem Meter Höhe hat das iPhone ohne Probleme überstanden. Zwar bekommt das Case bei stärkerer Beanspruchung auch Scharten und Kratzer, aber es ist nicht so, dass es sofort zersplittern würde. Wir sollten noch erwähnen, dass das Touchgefühl sich nur unwesentlich verschlechtert hat. Bei der linken oberen Ecke hatten wir Probleme beim Wischen, wenn man auf der Folie kaum aufdrückt. Hier muss schon der Druck ein ganz klein wenig erhöht werden, was aber in der Praxis kaum auffällt. Negativ ist uns leider zu Letzt auch noch ein bunter Schleier auf dem Display aufgefallen. Dieser kommt von der Folie und hat sich im Test nicht entfernen lassen. Stören tut er aber nicht.

LifeProof fre iPhone5

LifeProof hat mit seiner Schutzhülle vieles richtig gemacht. Endlich können wir unsere teuren Smartphones ohne Bedenken mit zum Sport oder auf die Arbeit nehmen. Und trotzdem kann gezeigt werden, was wir haben, denn großartig auftragen tut das Case dabei nicht. Wasserdicht, Staubdicht, Kälteschutz, Dreckschutz und Stoßschutz, was will man mehr. Mit der LifeProof-Hülle, welche nach Militärstandard geschaffen wurde, schützt man sein Smartphone im rauen Tageseinsatz. Preislich muss man für das Case leider etwa 80 Euro (Stand: 23.09.2013) ausgeben, was ziemlich viel ist. Wem das nichts ausmacht, der sollte zugreifen, um endlich sein Smartphone ohne bedenken überall mit hinnehmen zu können. Ansonsten lohnt auch ein Blick zur Konkurrenz, denn es gibt inzwischen einige andere Cases für den groben Alltag, die zum Teil deutlich preiswerter sind.


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