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Tokyo Crash Mobs für Nintendo 3DS im Kurztest

Es kann ganz schön frustrierend sein, wenn die Schlange vor dem Lieblingsbäcker, der Deutschen Post oder aber dem GameStop des Vertrauens einfach nicht kleiner wird. Von solchen Situationen können Japaner sicherlich ein noch viel intensiveres Lied singen - immerhin steht man in diesen Gefilden fast für alles Schlange.

Tokyo Crash Mobs Opener

Da ist es dann kein Wunder, wenn der Wunsch nach einer Möglichkeit des schnelleren Vorankommens deutlich wird. Wie sich dieser in die Tat umsetzen lässt, zeigt das Nintendo 3DS-eShop-Spiel Tokyo Crash Mobs auf amüsante Art und Weise.

So gilt es im neuesten Puzzle-Spiel die Wartelinien zu durchbrechen, indem sich verschiedene gleichfarbige Objekte in Luft auflösen. Dabei brilliert ein typisches Japano-Spiel natürlich nicht mit Bejeweled-ähnlichen Rubinen, sondern mit Objekten der ganz anderen Art - wir wollen natürlich an dieser Stelle nicht schon alles verraten. Es sei nur so viel gesagt: Manche Aktionen können ganz schön wehtun...

Tokyo Crash Mobs Screenshot 2

Ob Tokyo Crash Mobs dabei ein ernstzunehmendes Spiel sein kann, haben wir für euch herausgefunden. Immerhin liegt es bei der doch recht eigenwilligen Umsetzung eigentlich nahe, dass das Puzzlen doch irgendwie zur kurz kommt oder nur in den ersten fünf Minuten begeistern kann.

Wir danken an dieser Stelle dem Presse-Team von Popular PR und Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


Entgegen manch anderen Spielen kommt Tokyo Crash Mobs so gänzlich ohne Story aus. Gut, es gibt einen Storymodus, welcher auch mit verschiedenen Zwischensequenzen präsentiert wird, aber eine konkrete durchgängige Geschichte lässt sich nicht wirklich erkennen. Dies muss nicht zwingend traurig sein, immerhin handelt es sich bei diesem Nintendo 3DS-Spiel eher um ein kurzweiliges Minispiel und als solches kann es durchaus auch ohne Erzählung überzeugen.

Tokyo Crash Mobs Screenshot 1

Die Präsentation des Spiels ist generell genauso einfach gehalten wie das Spielprinzip. Im einheitlichem Weiß präsentieren sich das Menü und die Spieloberfläche, wobei die bunten Menschen und Buttons zur Aufockerung dienen. Etwas unterhaltsam sind hingegen die vielen Zwischenszenen, in welchem uns realistische Mädchen, also "real life" Fotos, in unterschiedlichen Begebenheiten gezeigt werden. Um den Trash-Eindruck herzustellen, brachte der Entwickler diese in einer minderwertigen Qualität auf den Bildschirm, wobei generell die Aufmachung typisch Japano ist. Das gilt zugleich für die quietschige und schnell nervende Musik. Übrigens kann Tokyo Crash Mobs auch in 3D gespielt werden, sinnvoll ist dieses Feature leider kaum.

Bei dem Genuss von Tokyo Crash Mobs lernt man verschiedene Dinge: Menschen in einer Schlange haben generell die gleichen einfarbigen Oberteile an, das Werfen von Menschen hält den Körper fit und durch logisches Schmettern ist das Ziel schneller erreicht. Aber gut, um der Videospiel-Realität getreu zu bleiben: In Tokyo Crash Mobs gilt es durch das Sortieren von mindestens drei gleichfarbigen Menschen die recht langen Schlangen zu verkürzen, um letztendlich als Erster in das Einkaufszentrum gelassen zu werden. Wird das Ziel dabei noch in einer entsprechend kurzen Zeit erreicht, gibt es zur Belohnung Medaillen einzuheimsen. Viel mehr muss praktisch auch nicht mehr über das Spielprinzip erzählt werden. Wer einmal den Puzzle-Evergreen Zuma gespielt hat, der weiß sehr genau worum es hier geht.

Neben der normalen Variante bietet Tokyo Crash Mobs jedoch noch einige Variationen, die den Titel nicht nur ein bisschen aufwerten. So kommen in einem Modus die Menschen in einer Linie auf einen zu, welche aufgehalten werden wollen bevor sie einen erreichen. Eine weitere Möglichkeit wären die sogenannten „Line-Breaker“. Typisch wie in der Realität versuchen sich hier verschiedene Leute vorzudrängeln. Da hilft dann nur ein deftiger Wurf gegen den Anführer der Drängler-Gruppe. Die Schwierigkeit des Titels steigt im Laufe des Spiels, vor allem wenn versucht wird die bestmögliche Medaille oder Punktbewertung samt verschiedenen Boni zu erreichen. Ansonsten wird aber auch außerhalb der Challenge der Spielspaß bewahrt, sodass auch jüngere Spieler ihren Spaß an dem Titel finden können.


Tokyo Crash Mobs ist sicherlich kein allzu innovativer Titel, dennoch macht er seine Sache durchaus gut und kann für eine gewisse Zeit unterhalten. Interessant ist das Spiel vor allem, wenn man sich auf den trashigen Stil einlassen kann und aufgrund dessen zusätzliche Unterhaltung spendiert bekommt. Dennoch ist es etwas schade, dass rund sechs Euro für diesen kleinen eShop-Titel über den Tisch wandern müssen. Für einen geringeren Preis wären wir fast soweit euch eine Kaufempfehlung auszusprechen. Soll nicht so viel Geld für ein kleines Minispiel ausgegeben werden, so solltet ihr schon genau wissen, ob ihr diese Art von (eintönigen) Spielen mögt. Wenn nicht, wisst ihr nach unserem Review wenigstens, wie die nächste Warteschlange umgangen werden kann...

Stärken des Spiels:

  • Mehrere Spielmodi
  • Eingängige Steuerung
  • „Story-Modus“

Schwächen  des Spiels:

  • Schnell langweilig
  • Wenig zu entdecken
  • Texterklärungen nur in englischer Sprache


Insgesamt erhält Tokyo Crash Mobs von uns folgende Wertung:



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