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Need For Speed Most Wanted im Test

Electronic Arts scheint aufs sprichwörtliche Ganze zu gehen, denn mit Need For Speed Most Wanted, hatte man 2005 einen Meilenstein in der Streetrace-Simulation gesetzt. Nun will man mit dem Remake Need For Speed Most Wanted, wieder in die alte Erfolgsspur zurück. Natürlich droht hier auch eine Blamage, wenn man die hohen Erwartungen der Fans nicht erfüllt.

Am 31.10.2012 war es so weit, um 00:01 Uhr wurde der Titel offiziell zum Spielen freigegeben. Natürlich waren wir auch sofort mit von der Partie das Spiel für euch zu testen. Dabei war vor allem interessant, in welche Richtung man sich nach dem eher ernüchternden Need For Speed The Run bewegt. Bewegt man sich jetzt auf die Simulationsebene und macht dem eigenen Renner, Shift 2: Unleashed, möglicherweise Konkurrenz in Sachen Fahrphysik und Schadensmodell, noch bevor dessen eigentliche Fortsetzung in den Läden steht, oder hält man am Arcade-Gameplay fest? Die Antwort auf diese Frage und darauf, ob man den Erwartungen gerecht wird und ob sich dieser Titel zurecht Most Wanted nennen darf wollen wir im Folgenden klären.

Need For Speed Most Wanted Review

Doch zu aller erst, ein Dankeschön an Electronic Arts für die problemlose Bereitstellung von Need For Speed Most Wanted via Origin.

Anforderungen

Qualität hat ihren Preis, das zeigt sich auch ganz deutlich bei den Systemanforderungen. Die Frostbite Engine 2.0 hat ganz klar ihren Preis an Leistung. Zwar sind die minimalen Anforderungen noch völlig im Rahmen:

  • CPU: 2 GHz Dual-core (z.B. Intel Core 2 Duo mit 2,4 GHz oder AMD Athlon X2 mit 2,7 GHz)
  • RAM: 2 Gigabyte
  • Grafikkarte: DirectX 10.1 kompatibel mit 512 MB RAM (z.B: AMD Radeon HD 3870) oder DirectX 10.0 kompatibel mit 512 MB RAM (z.B. Nvidia GeForce 8800GT)
  • Betriebssystem: Windows Vista (mit Servicepack 2) (32 Bit)

Doch verlangen die empfohlenen Systemspezifikationen ganz schön viel Rechenleistung, ob zurecht oder nicht werden wir später klären:

  • CPU: Quad-Core
  • RAM: 4 Gigabyte
  • Grafikkarte: DirectX 11 kompatibel mit 1024 MB RAM ( z.B: AMD Radeon HD 6950) oder DirectX 11 kompatibel mit 1024 MB (z.B: Nvidia GeForce GTX 560)
  • Betriebssystem: Windows 7 64-Bit
  • HDD: 20 GB (tatsächlich ~5,46 GB)
  • Software: Origin Client & dauerhafte Internetverbindung für Mehrspielermodus

Warum hier so absurd viel Festplattenspeicher benötigt werden soll, bleibt für uns ein Rätsel, da der Download nur etwa 5 Gigabyte umfasst und auch das installierte Spiel nicht größer ist

Performance

Das Spiel lief bei uns auf zwei verschiedenen Testsystemen:

System 1:

  • CPU: Intel Core i7-930 mit 2,9 GHz
  • RAM: 12 GB DDR3 1600 MHz
  • Grafikkarte: AMD Radeon HD 7970 3GB
  • Betriebssystem: Windows 7 64-Bit

System 2:

  • CPU: Intel Core i5-2500k übertaktet auf 4 GHz
  • RAM: 8GB DDR3 1600 MHz
  • Grafikkarte: HD 6970
  • Betriebssystem: Windows 7 64-Bit

Um die Performance des Spiels zu bestimmen, sind wir in allen unterschiedlichen des Spiels unterwegs gewesen, aus Innenstadt, Stadtrand und den Bergen außerhalb der Stadt haben wir dann einen Mittelwert bestimmt. Unsere Testysteme haben, jeweils auf den maximalen Einstellungen die folgenden Werte erreicht:

Need For Speed Most Wanted Review

Warum die Systeme, besonders in der Innenstadt, solche niedrigen minimalen Framewerte erzielt haben, ist uns aber ein Rätsel. Bei System 1 stieg die GPU-Auslastung nie über 70% und die CPU-Auslastung nie über 50%. Scheinbar gibt es hier eine gewisse Treiberinkompatibilität, die zu diesem Performance-Minus führt. Denn insgesamt liegt die Performance deutlich unter der von Battlefield 3.

Also mussten wir mit dem einen oder anderen kleinen Ruckler, in den Rennen durch die Innenstadt, leben.

Need For Speed Most Wanted Review Die Probleme mit der Performance tat aber der vorzüglichen Grafik keinen Abbruch. Die ganze Spielwelt und auch die Wagen sind eindrucksvoll gut und detailgenau gestaltet und wirklich äußerst schön anzusehen. Zwar kann man nicht ganz mit einem Battlefield 3 oder Medal of Honor Warfighter mithalten, doch lassen die Lichteffekte ebenfalls keinen Platz für Mängel, genau so müssen Straßenrennen aussehen!

Weiterhin sind die Texturen fast schon erschreckend hochauflösend, gerade in Relation zu dem verbrauchten Speicherplatz. Dennoch lässt die Frostbite Engine 2.0 weitaus mehr zu, die besten Beispiele hierfür sind Battlefield 3 und auch Medal of Honor Warfighter, hier wurde eindeutig das Potential der Engine nicht voll ausgeschöpft.

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Allerdings scheint Anti-Aliasing gar nicht oder nur bedingt aktivierbar zu sein, zumindest finden wir hierzu keinen Regler in den Optionen. Aber dafür kleine Kanten und Stufen an manchen Stellen im Bild.

Ganz im Gegensatz dazu ist die Umgebung und vor allem die Gestaltung der Strecke beachtlich gut gelungen. Überall gilt es die Augen offen zu halten, denn es könnte doch noch irgendwo eine Abkürzung oder sogar ein Umweg warten. Außerdem machen die teils befahrbaren Parkhäuser und Industriehallen einen sehr guten Eindruck und lassen die Welt um ein vielfaches größer wirken, als sie in Wirklichkeit ist.

Des Weiteren trumpft die Frostbite Eninge 2.0 mit den Animationen der Most-Wanted-Fahrer auf.

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Mit sehr schön anzusehenden kleinen Zwischenanimationen, die auch (anders als in The Run) übersprungen werden können, erhält man vor jedem Most-Wanted-Rennen noch einmal einen Leckerbissen für das Auge.

Ähnliche Animationen gibt es auch vor jedem normalen Rennen. Diese sind dann nicht weniger spektakulär, aber nicht ganz so hübsch ausgearbeitet.

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Darüber hinaus macht der Ton eine recht gute Figur. Die Motorengeräusche der verschiedenen Boliden unterscheiden sich ganz klar voneinander. So hat man z.B. bei einem Ford Mustang GT (sofern der Subwoofer entsprechend eingestellt ist) fast schon das Gefühl, der Schreibtisch vibriert während man beschleunigt. Die geballte Power ist hier bereits deutlich hörbar. Zusätzlich hören sich Sirenen und Aufpralle realistisch an. Des Weiteren wird der Ton auch räumlich bzw. örtlich richtig ausgegeben, das heisst, ein Wagen von hinten nähert ist auch von dort zu hören.

Außerdem sind die Echo Geräusche in Tunneln oder den geschlossenen Wasserkanälen sehr gut umgesetzt.

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Lediglich die Ingame-Musik trifft nicht immer so ganz unseren Geschmack, selbst wenn diese dann trotzdem zu den jeweiligen Spielsituationen passt. Allerdings ist das auch Geschmackssache, aber leider haben wir noch keine Möglichkeit zum Tauschen der Titel gefunden.

Weitere Impressionen zur Grafik findet ihr in unserer Artikelgalerie.

Leider können wir hierzu nicht viel berichten, da quasi keine Story vorhanden ist. Zwar wird einem von Anfang an erzählt, dass es ins Fairway City, der Stadt in der das Spiel handelt, zehn Most Wanted gibt, die die Straßen beherrschen und von den Cops gesucht werden, wie der nächste Donutladen. Allerdings wird nie erwähnt, warum wir überhaupt Interesse daran haben, der Most Wanted Nummer eins zu werden und nicht friedlich durch die Stadt fahren. Außerdem gibt es keine handelnden Personen, die Most Wanted Fahrer haben nicht einmal Namen! Genauso, wie man selbst, der eigene im Spiel angezeigte Name ist der Name des Origin Accounts, auf dem das Spiel registriert wurde.

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Hier konnte Need For Speed Most Wanted 1 doch wesentlich mehr auftrumpfen. Schon zu Anfang wurde dort eine gewisse Spannung aufgebaut, nachdem Polizeimeister Cross dem eigenen Wagen mit dem Schlüssel „schöne“ Rallyestreifen verpasst hatte und darauf folgend Razor mit dem Wagen des Spielers von dem letzten Platz an die Spitze der Blacklist fuhr. Obwohl er den Wagen des Spielers sabotiert hatte, um diesen dann unfairerweise zu kassieren. Selbst ein plötzlicher Wendepunkt war im ersten Most Wanted enthalten, als sich Mia, die nette Freundin des Spielers, als Cop entpuppte. Hier wurde schon fast ein Drama in ein Spiel gebaut, natürlich war das eine hochklassige Leistung, die nur schwer zu toppen oder gar nicht zu erreichen ist. Doch einfach die Story weg lassen ist definitiv keine Lösung. Eventuell hätte man lieber am Ende vom ersten Most Wanted ansetzen sollen. Leider wurde nichts gemacht und das Spiel ist extrem höhepunktlos und flach, man hat leider zu jeder Zeit das Gefühl man spielt ein Videospiel und es entsteht einfach keine Stimmung, selbst dem Most Wanted tritt man ohne Ehrfurcht oder ähnliches entgegen. Ist dieser geschlagen sagt einem die quasi an ein Auto-Navigationssystem erinnernde Stimme aus Easydrive (dazu später mehr) man hat jetzt gewonnen, somit scheint der Tag ja gerettet. Na toll! Und das war der Lohn für sieben Stunden Spielzeit? Die auch sehr schnell auf gut noch eine weniger reduziert werden können, wenn nicht nach jedem Most Wanted Gegner der Wagen gewechselt wird.

Die Fahrphysik hat, wie schon fast erwartet, nicht viel mit der Realität zutun. Zwar verschrotten Bleifüße schnell und, vor allem, sehr oft ihr Gefährt, was in Rennen sehr viel Zeit und in Verfolgungen oft den Kopf kostet.

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Doch sind Drifts bei über 250 Km/h auf zweispurigen Straßen alles andere als vorstellbar, selbst wenn dafür ein ganzes Stück Übung vorhergehen muss, um nicht in die Leitplanke oder den Grünstreifen abzudriften.

Aber das ist nicht einmal ein Kritikpunkt, denn wenn man das zu Anfang etwas schwammige und leicht gewöhnungsbedürftige Handling der Wagen (wichtig: keinen Titel aus der Shift-Serie parallel spielen!) angenommen hat, zeigen sich die Qualitäten vom neuesten Titel von EA. Ähnliches war schon bei Need For Speed Hot Pursuit (2010) und Need For Speed Most Wanted (2005) der Fall.

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Da man von Anfang an quasi alle Wagen zur Verfügung hat, kann man auch von Anfang an richtig auf das Gas treten. Der Nervenkitzel mit über 260 Sachen durch die Innenstadt zu rasen mit zwei Polizisten hinter sich, einem Rhino (SUV) auf dem Weg zu sich wissend und einem gegnerischen Rennwagen vor sich, lässt fast alle Schwachpunkte des Spiels vergessen. Wenn dann noch eine Straßensperre oder ein Nagelband nur um einen gefühlten µm verfehlt wird, ist man Feuer und Flamme für das Spiel. Zusätzlich muss nicht ewig auf den Lieblingswagen gewartet werden, es muss einfach der gewünschte Wagen, an sogenannten Wechselstellen, in der Stadt gefunden werden. Somit müssen nicht erst unzählige Rennen gefahren und auch gewonnen werden. Insgesamt gibt es 123 Wechselstellen in der Stadt und der Umgebung, wobei ein Wagen an bis zu drei verschiedenen Wechselstellen stehen kann.

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Die KI macht leider teilweise einen sehr einfältigen Eindruck und kann dabei oft keine Eindruck von Intelligenz vermitteln. Zwar ist die Polizei ab Stufe 5 schwer abzuschütteln, daran hat aber auch der Fahndungsstatus seinen Anteil, der während der Flucht erst fünf Mal wieder auf null gehen muss, also ein Mal pro Stufe.

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Jedoch macht die Polizei, anders als in Verfolgungen, in der Suche wesentlich mehr richtig. So wird man oftmals förmlich eingekesselt und kann nicht anders, als an den Polizeiwagen vorbei zu fahren oder dann besser zu rasen. Allerdings scheint die Polizei manchmal ein Radar oder ähnliches zu haben, versteckt man sich z.B. 100-200m weit weg von der Straße, in einem Gebüsch, rast die Polizei plötzlich auf einen zu und nimmt Verfolgung wieder auf.

Leider wurden auch die Verfolgungsstopper sowie der Speedbreaker aus dem ursprünglichen Most Wanted gestrichen. Need For Speed Most Wanted Review Zwar kann man auch so vor der Polizei fliehen, doch würden die Zerstörungsanimationen, in Verbindung mit der Frostbite-Enginge 2.0, sicherlich einiges hermachen. Lediglich die Verstecke, die den Fahndungsstatus schneller senken, sind uns in Form der Werkstätten erhalten geblieben.

Bei der Streetrace-KI ist es leider ähnlich, zwar könnte man meinen, dass in den Rennen von den schnelleren Wagen bessere Gegner fahren, doch sind das bestenfalls Nuancen an Unterschied. Im Prinzip fährt der erste Most Wanted-Fahrer genauso gut oder schlecht, wie die Nummer zehn. Einziger Unterschied: er fährt, dank seines Königsegg Agera R, wesentlich schneller, als die Nummer zehn und auch die Polizei steigt direkt auf einer hohen Stufe ein.

Wie bereits unter dem Gesichtspunkt: Story, des Tests erwähnt, ist der „Story“-Modus nicht nur zu einfach zu bestehen, sondern auch nach gerade einmal sieben Stunden abgeschlossen. Jedoch wurde dann erst knapp über 50% des Einzelspielermodus beendet. Im Folgenden können noch die letzten der insgesamt 66 Radarfallen ausgelöst oder bereits bestehen Rekorde eingestellt werden.

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Zusätzlich gibt es noch insgesamt 156 Werbetafeln, die auf der ganzen Karte verstreut sind, und zerstört werden wollen. Zusätzlich können auch noch alle 135 Absperrzäune zerstört sowie alle 41 Wagen gefahren werden. Wer sich das zur Aufgabe macht, hat dann einiges vor, denn selbst nach 15 Stunden Spielzeit gelang es uns nicht das alles zu erfüllen. Hier muss vermutlich mit 20 Stunden Spielzeit gerechnet werden.

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Darüber hinaus können auch noch alle Meilensteine mit allen Wagen erreicht werden, um somit die letzten Tuningteile freizuschalten. Schließlich zeigt sich hier eine weitere Besonderheit im Vergleich zu älteren Titeln.

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Wie von Criterion Games und Burnout Paradise bekannt, ändert man in der Werkstatt, während einer Durchfahrt, lediglich seine Farbe, repariert den optischen Schaden des Wagens und füllt sein Nitro wieder auf. Optisches Tuning ist somit nicht vorhanden. Das Leistungstuning wird über das Easydrive-Menü oder direkt nach einem Rennen vorgenommen, denn man gewinnt seine Grundtuningteile mit einem Podiumsplatz in einem Rennen, deshalb gibt es auch für jeden Wagen genau fünf Rennen. Die Pro-Version des jeweiligen Teils: Getriebe-Pro, Chassis-Pro, Reifen-Pro, Karosserie-Pro, und Nitro-Pro müssen jeweils über einen Meilenstein erreicht werden, wie zum Beispiel ca. 9,1 Km mit aktiviertem langen Getriebe zurücklegen oder insgesamt 300s Nitroboost einsetzen.

Natürlich kann man auch so herumfahren und einfach Speedpoints (SP), früher Kopfgeld, sammeln um Speedlevel (SL) aufzusteigen und somit die Konkurrenz damit online zu übertrumpfen.

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Leider sind aber all diese Meilensteine nicht relevant für die Karriere und werden somit leicht vergessen, obwohl es Spaß macht, zu versuchen diese alle zu erfüllen. Diese hätten gut und gerne noch mehr in den Einzelspielermodus integriert werden dürfen. Doch jetzt zum bereits zweimal angesprochenen Easydrive Menü. Dieses ist gänzlich neu in der Serie, aber dennoch sehr simpel zu bedienen. Von hier aus könnt ihr auf eure bereits gefunden Wagen zugreifen, zu den Rennen gelangen, in den Mehrspielermodus gelangen, eure Tuningteile (Modifikationen) verändern, die Autlog-Empfehlung für Meilensteine ansehen, zu den Most-Wanted-Rennen gelangen, den aktuellen Musiktitel ansehen, gerade aktive Rennen neu starten und kurz vorher beendete Rennen neu starten.

Unerfreulicherweise bleibt wieder einmal optisches Tuning aus, wie bereits erwähnt, kann man „bloß“ die Leistung tunen. Hierzu gibt es bis zu drei verschiedene Varianten pro Modifikations-Kategorie. Da wären: Nitro, Getriebe, Karosserie, Chassis und die Reifen. Diese Kategorien sind wieder unterteil in bis zu drei mögliche Versionen.

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  • Getriebe: ein kurzes oder langes Getriebe
  • Reifen: Gelände, Straßen oder nagelsichere
  • Reifen; Chassis: Aero oder verstärkt
  • Karosserie: Leichtbau oder Prallschutz
  • Nitro: Brenner und Schub

Der Unterschied zwischen dem Brenner und dem Schub besteht darin, dass der Schub nur mit komplett aufgeladenem Nitro aktivierbar ist und sofort den ganzen Tank leert, dabei aber eine etwas bessere Beschleunigung hat, jedoch auf Kosten der Höchstgeschwindigkeit.

Alle anderen Modifikationen sollten aber selbsterklärend sein. Allerdings ist bei der Behandlung der Reifen Obacht geboten, wer zu viele Burnouts macht, der wird auf den Felgen landen!

Wie von Need For Speed gewohnt umfasst das Wagenspektrum nahezu alle Marken. Von BMW, Audi, Königsegg, Ford über Nissan, Alfa Romeo, Pagani, Lamborghini bis hin zu Bugatti, Jaguar, Corvette, Mercedes-Benz und Tesla. Wirklich nahezu alle Marken sind vertreten, einzige prominente Ausnahme ist Ferrari, doch hat sich ein solcher Wagen auch noch nie in einem Need For Speed blicken lassen.

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Man sollte doch denken, wenn die Verfolgungsjagden alleine im Einzelspielermodus keinen Spaß mehr machen, spiele ich einfach den Multiplayer und rase mit meinen Freunden um die Wette vor der Polizei? Doch leider wird man hier enttäuscht, denn Criterion Games hat die Polizei aus dem Multiplayermodus gestrichen. Es können lediglich Rennen gegen zwölf andere Streetracer gefahren werden. Dabei wird natürlich dieselbe Karte, wie auch im Einzelspielermodus verwendet. Weiterhin stehen die gleichen Rennen plus sogenannte Challenges zur Verfügung, die je nach Event variieren. Zum Beispiel geht es hier um Meilensteine, wie die meisten Beinahunfälle in einer bestimmten Zeit, leider sind manche Events etwas dämlich. Dennoch sind auch wirklich amüsante Events dabei, wie z.B. die höchsten Sprünge an einer bestimmten Rampe in einer bestimmten Zeit.

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Allerdings gestaltet sich schon das Warten zu einer Nervenprobe, so müssen alle zwölf Fahrer sich zu einem bestimmten Treffpunkt einfinden, von wo aus dann gestartet wird. Leider haben in der Regel ein paar andere Spieler immer andere Pläne und so wartet man fast ewig, bis irgendwann die Autostartfunktion einsetzt, die bei uns ein paar Mal gar nicht funktionierte. Zusätzlich muss man, sofern vorher im Rennplan eingestellt, unter Umständen seinen Wagen aufgrund einer Wagenbeschränkung wechseln. Darüber hinaus muss man sich an den Startzonen noch mit ständigen Ramstößen und Crashes auseinandersetzen, schließlich bringt es Speedpoints einen Mitspieler zu zerstören. Jedoch wird leider im Spiel nicht mitgeteilt, dass die Wagen innerhalb des Treffpunktes nicht zerstört werden können.

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Wenn es dann aber doch losgeht, startet dann entweder direkt das Rennen oder der Ort, an dem die Challange stattfindet, wird auf der Minikarte angezeigt (grüne Linie im folgenden Bild). Das Ganze läuft sogar ohne irgendeine Ladezeit oder Neuaufstellen der Fahrer ab, sondern es wird einfach so gestartet, wie man im Moment steht. Dies macht auf uns einen guten Eindruck, denn so muss man nicht noch zusätzlich, zu der nicht enden wollenden Wartezeit vor einem Rennen, noch länger warten, bis man dann endlich startet.

Wenn dann aber irgendwann das Ende der Spielrunde erreicht wurde, dann werden, wie schon erwähnt, die Speedpoints zusammengezählt, die insgesamt errungen wurden. Für jedes Event wird dies übrigens auch extra gemacht.

Die Events sind, wie schon erwähnt, wirklich teilweise sehr unterhaltsam, aber aufgrund der fehlenden Polizei, der teilweise stark laggenden Mitspieler und der ab und an dämlichen Events fehlt uns hier etwas, um zu sagen, dass es sich hier um ein rundum gelungenen Modus handelt. Zusätzlich hat man leider auf einen Lan-Modus sowie einen Splitescreen-Modus verzichtet, was wir sehr schade finden, da diese in Spielen wie Blur oder Split & Second richtiger Renner waren.Need For Speed Most Wanted Review Tuningteile werden auch hier über Meilensteine oder das Gewinnen einer bestimmten Anzahl von bestimmten Events freigeschaltet. Ansonsten muss man sich mit von Anfang an freigeschalteten Wagen begnügen, denn neue Wagen werden auch wieder über Meilensteine freigeschaltet. Außer man gönnt sich den Wagen eines vorher von einem selbst zerstörten Gegners. Über die Autoräuber-Funktion kann man nämlich dessen Wagen stehlen. Zusätzlich gibt es noch zwei weitere Funktionen, die eine bringt dem Spieler in bestimmten Situationen des Spiels unendlich Nitro. Die letzte lässt das eigene Auto mehr Sachschaden erleiden und austeilen. Unter den drei genannten Funktionen kann man während des Spielens dauerhaft wechseln.

Der Titel macht einfach tierisch Laune und lädt einfach nur zum davon rasen von der Polizei ein. Dabei erlebt man Need For Speed in einer wirklich ausgesprochen erstklassigen grafischen Darstellung, die von einem ebensoguten Sound unterstützt wird. Auch das Gameplay ist voll und ganz auf den Titel zugeschnitten und passt zu dem Arcade-Spiel, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Doch bleiben einige Rätsel offen: Weshalb hat man einfach die Story komplett gestrichen? Warum benötigt man so wenige Speedpoints zum nächsten Most Wanted? Mit etwas mehr hätte man die ausgesprochen klasse Strecken und die spektakulären Verfolgungsjagden noch mehr genießen können und es entstände ein größerer Reiz alle Werbetafeln und Radarfallen zu erwischen bzw. alle Rennen zu beenden. Weshalb ändern selbst Karosserie-Kits nichts am Aussehen des Wagens? Verständlich ist zwar, dass aufgrund des Schadenmodells nicht Dutzende verschiedene Karosserieteile angeboten werden können, aber zwei Kits pro Auto sollten doch machbar sein. Warum gibt es im Onlinemodus keine Polizei? Schließlich machte, dass doch Most Wanted immer aus. Need For Speed Most Wanted Review Warum hat man dann nicht wenigstens einen LAN-Modus oder einen Splittscreen-Modus, wie wir es normalerweise von Criterion Games gewohnt sind, hinzugefügt? Warum werden angeblich 20 GB Festplattenspeicher benötigt und am Ende sind es nicht einmal 6? Erwarten uns etwa noch DLCs?

Alles in allem hat man hier ein Spiel, das wirklich eine Konstanz hat und tierisch Spaß macht, aber man könnte meinen an der einen oder anderen Ecke fehlt einfach noch der Feinschliff. Vor allem bei der Performance, wenn selbst eine HD 7970 nicht den Erwartungen gerecht werden kann. Es bleibt fast zu hoffen, dass es sich bei den 20 GB nicht nur um einen Schreibfehler handelt, sondern diese ein Hinweis für DLCs gelten, die dann hoffentlich die Fehler ausbessern. Dennoch hat uns das Spiel überzeugt und somit können wir guten Gewissens eine Kaufempfehlung für Fans von Arcade-Racern aussprechen, denn die 40,25 € (Idealo: Stand – 12.11.2012) sind hier ausnahmsweise gut angelegtes Geld.

Alle im Artikel verwendeten Bilder findet ihr natürlich in unserer Galerie wieder.

Alle im Artikel und noch weitere Bilder aus Need For Speed Most Wanted.


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