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Choiix Power Fort 5,5 Wh: Akkupack für Handys und Navis im Test

Früher war alles besser. Okay, das ist Ansichtssache, aber zumindest in einer Angelegenheit stimmt das tatsächlich: Handy Akkus. Handys waren teilweise über 1-2 Wochen ohne Aufladen nutzbar, was wir heute bei starken Smartphones nicht mehr behaupten können. Diese müssen je nach Nutzung alle 2 Tage oder sogar zwei Mal am Tag geladen werden. Doch was, wenn man unterwegs ist und der Akku schlapp macht?

Dann ist natürlich der erste Schritt die Display Helligkeit zu senken sowie das mobile Netzwerk und WiFi auszuschalten, doch wirklich länger hält das auch nicht. Schön, wenn man jetzt unterwegs schnell laden könnte, oder? Und genau an dieser Stelle kommt der relativ neue Hersteller Choiix ins Spiel, der ein Tochter Unternehmen des uns wohl bekannten Riesen Cooler Master ist. Dieser bietet nämlich mit dem neuen Power Fort 5,5 Wh ein kleines Kraftpaket an, das genau diesen Wunsch erfüllen soll.

Choiix Power Fort

Zwar hat man mit dem Power Fort 10 Wh schon länger ein solches Akku Pack im Angebot, allerdings hat man nun eine noch kompaktere Version entwickelt, die natürlich eine geringere Kapazität hat, dafür aber in jede Tasche passt. Und auch mit diesem Power Fort lassen sich alle Geräte laden, die über einen Micro-USB- oder einen Mini-USB-Anschluss zum Laden verfügen, was also die meisten aktuellen Handys und Smartphones ebenso einschließt wie Navigationsgeräte oder auch mobile Konsolen wie die PSP, solange sie über ein USB Kabel verfügen. Wir werden also heute versuchen euch einen Überblick über die Leistungsfähigkeit des Choiix Power Fort 5,5 Wh zu geben.   An dieser Stelle möchten wir uns außerdem bei Choiix für die problemlose Bereitstellung eines Testmusters bedanken.

Ob bestellt oder im Laden gekauft, in beiden Fällen präsentiert sich das Power Fort 5,5 Wh in einer weiß-orangenen Verpackung, die ganz stolz in einer kleinen Form aus PET den wichtigsten Inhalt zeigt: Das Power Fort selbst. Das lässt sich nach dem seitlichen Aufklappen auch mehr oder weniger leicht herauslösen, doch das war natürlich noch nicht alles. Wer das kleine Paket weiter erkundet findet außerdem noch eine Anleitung, zwei USB Kabel und ein kleines Säckchen zum Transport.

Choiix Power Fort

Die Bedienungsanleitung ist in 18 Sprachen abgedruckt, darunter selbstverständlich auch Deutsch, und zusätzlich bebildert, wodurch es für jeden problemlos möglich sein sollte, das Gerät in Betrieb zu nehmen. Das kleine Säckchen ist aus schwarzem Stoff und sehr robust, erscheint aber etwas überdimensioniert, da es von dem größeren Power Fort 10 Wh übernommen wurde.

Choiix Power Fort

Bei den beiden USB Kabeln handelt es sich um ein USB auf Micro-USB und ein USB auf Mini-USB Kabel, was für die meisten mobilen Geräte reichen sollte. Dieser Umfang trifft auch auf das bereits erwähnte größere Power Fort zu, allerdings ist dieses auch in einer Advanced Edition lieferbar, dass außerdem einen Adapter für Kfz-Stecker und viele verschiedene Steckdosen Typen enthält.

Choiix Power Fort

Das kleine Power Fort selbst wirkt relativ edel durch die glänzende Oberfläche, die mit dem Unterteil verklebt ist, wird dadurch aber natürlich auch schnell mit Fingerabdrücken verschmiert. Auf der Unterseite finden sich noch ein paar technische Daten wie Eingangs- und Ausgangsspannung und die Modellnummer. Wenn man allerdings mal gegen das kleine Gerät klopft stellt man fest: Es ist so ganz und gar nicht solide sondern etwas klapprig, was aber nicht weiter störend ist.

Choiix Power Fort

Wie bereits erwähnt ist das größere Power Fort mit 10 Wattstunden bereits länger auf dem Markt und wird deswegen in unserem kleinen Review etwas "vernachlässigt", aber zum Vergleich hier auch noch zwei kleine Bilder, die die Ausstattung der Advanced Version und das große Power Fort selbst.

Bis zur ersten Anwendung muss sich ein Käufer leider etwas gedulden, da man das Power Fort laut Anleitung beim ersten Laden gleich satte 8 Stunden laden lassen soll, damit der Lithium-Polymer Akku vollständig geladen werden kann. Danach soll es "nur" noch 2-3 Stunden dauern, was allerdings bei der angegebenen Kapazität völlig in Ordnung ist und ein Laden des Handy Akkus ähnlich lang dauert. Während des Ladevorgangs wird der Nutzer über die verbaute LED über den Ladezustand informiert. Leuchtet sie rot beträgt der Ladezustand weniger als 90%, leuchtet sie grün liegt er bei über 90% und wenn das Gerät vollständig geladen wurde erlischt sie. Geladen wird es dabei über das beigelegte USB auf Mini-USB Kabel.

Choiix Power Fort

Die 2-3 Stunden des Ladevorgangs resultieren vor allem aus den relativen niedrigen Strömen regulärer USB 2.0 Anschlüsse von 100 - 500 mA und können je nach Mainboard - beispielsweise Gigabyte Platinen mit "333 OnBoard Acceleration" und en höheren Stromstärken - stark variieren. Noch schneller geht es natürlich, wenn man das Power Fort statt an PC oder Laptop direkt über die Steckdose lädt. HTC liefert beispielsweise ein Netzteil mit USB Anschluss, woran auch das Power Fort angeschlossen werden kann und im Bestfall in 1,5 Stunden voll geladen ist.

Ist es einmal geladen kann es dann problemlos mit passendem USB Kabel in das Säckchen gesteckt und in der Tasche oder im Rucksack verstaut werden. Da es sich laut Herstellerangaben nur sehr langsam entlädt sollte es auch nach wenigen Wochen noch das eigene Handy problemlos laden. Allerdings kann man sich auch jeder Zeit über den Ladezustand informieren, indem man einmal den Knopf drückt. Leuchtet die LED rot ist es zu weniger als 30% geladen, bei grünem Licht logischerweise zu 30 - 100%.

Der Ladevorgang des Handys oder Navis selbst könnte dabei kaum einfacher gehen: Das eine Ende in das Power Fort, das andere Ende in das zu ladende Gerät und Knopf drücken. Allerdings weist man in der Anleitung auch darauf hin, dass man möglichst die mitgelieferten Kabel verwenden soll, da andere möglicherweise nicht kompatibel sind. Während des Ladens kann man auch wieder wie im Abschnitt zuvor beschrieben den Ladezustand ausgeben lassen.

Choiix Power Fort

Nun wollen wir mit euch aber noch ein paar Kleinigkeiten rechnen und uns die Technik vornehmen. Die wichtigste Einheit für uns ist die elektrische Ladung. Zwar verfügt das Power Fort 5,5 Wh wie der Name schon sagt 5,5 Wattstunden, interessanter ist aber die Ladung von 1.500 mAh oder auch Milliamperestunden. Diese Größe besagt, dass das Gerät eine Stromstärke von 1 Ampere - der maximalen Entladestrom - über eine Dauer von 1,5 Stunden konstant halten kann.

Vergleichen wir damit mal die Kapazitäten der Akkus aktueller Smartphones und anderer Produkte:

  • HTC Desire: 1.400 mAh
  • HTC Desire HD: 1.230 mAh
  • Samsung Galaxy S: 1.500 mAh
  • Apple iPhone 4: 1.420 mAh
  • Sony PSP: 1.200 mAh
  • Sony PSP Go: 930 mAh

Wir sehen also, dass das Power Fort in allen Fällen für eine komplette Akkuladung ausreicht und auch ein Navigationsgerät sollte man eine Weile mit Energie versorgen können, der Ladevorgang sollte dabei im ausgeschalteten Zustand nicht viel länger als 1,5 Stunden dauern. Wärhend des Betriebes erhöht sich diese Zeit selbstverständlich, da das Gerät währenddessen fleißig Energie schluckt. Im Falle meines HTC Desire HD erfolgte der Ladevorgang im eingeschalteten Zustand in ca. 1,5 - 2 Stunden bis das Power Fort vollständig entladen war.

An dieser Stelle auch wieder ein paar Worte zum Power Fort 10 Wh. Dieses ist wie bereits auf den Bildern zu sehen war ein gutes Stück größer und besitzt demnach auch eine höhere Ladung von 2.700 mAh. Nun kann sich jeder selbst ausrechnen, dass die meisten Geräte sich damit fast zwei Mal laden lassen, durch den höheren maximalen Entladestrom von 1,5 A soll das in den meisten Fällen sogar schneller geschehen als mit dem Netzteil. Außerdem sind hier zur Angabe des Ladezustandes 4 blaue LEDs vorhanden, was eine etwas präzisere Angabe ermöglicht.

Abgesehen davon bietet man auch noch ein kleines Extra an, da in dem größeren Modell auch noch 3 helle weiße LEDs verbaut sind, wodurch es sich durchaus auch als kleine Taschenlampe nutzen lässt. LEDs nehmen bekanntlich auch nur eine sehr geringe Leistung auf, wodurch sich diese Taschenlampe sehr lang nutzen lässt.

Wir waren zwar zu Beginn unseres Tests ein wenig skeptisch über die beiden Power Forts, doch im Nachhinein stellen wir fest, dass beide sehr nützlich und Gold wert sind! Gerade wenn man unterwegs ist und dummerweise sein Ladegerät irgendwo vergessen hat ist das Power Fort 5,5 Wh die Rettung. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man es jederzeit dabei hat, was angesichts der geringen Größe jedoch kein Problem sein sollte.

Beide Geräte sind sauber verarbeitet und wiesen keinerlei optische Mängel auf. Aber auch im Inneren waren alle ektronischen Bauteile ordentlich verlötet und wir konnten sogar eine kleine Entdeckung machen: Der Akku im Inneren des Power Fort 5,5 Wh trägt klar und deutlich die Aufschritt "6 Wh". Ob man diesen Schritt gegangen ist um einen kleinen Sicherheitspuffer bei der Kapazität zu haben oder um die Daten über den Verschleiß zu verschönern, wir wissen es nicht.

Choiix Power Fort

Fakt ist, dass es sich bei dem Choiix Power Fort 5,5 Wh um ein Top Gerät handelt, das seinen aktuellen Preis von 24,99 Euro ohne Frage Wert ist. Beim Online Händler Alternate ist es bereits wahlweise in Weiß oder Schwarz erhältlich. Angesichts dieses kleinen Preises ist das Power Fort jedoch ein wirklich nützlicher Helfer, der von uns eine klare Empfehlung bekommt.

Choiix Power Fort

Wer etwas mehr "Saft" brauch, für den könnte dann das Choiix Power Fort 10 Wh das Richtige sein. Mit einem Preis von 29,84 Euro respektive 29,96 Euro in der Standard Ausführung und 38,73 Euro bzw. 39,71 Euro für die Advanced Version (Geizhals / Stand 27.2.2011) ist es auch allemal sein Geld wert.


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