Apple MacBook Neo Test Review (Bild © PCMasters.de)
Apple MacBook Neo im Detail
Lange gab es schon Gerüchte über ein besonders günstiges MacBook für den Massenmarkt. Die Zeitspanne schob sich immer weiter, doch nun ist es Realität geworden in Form des MacBook Neo. Von außen sieht es wie ein typisches Apple Notebook, doch der Startpreis von 699 € (Affiliate) ist sehr untypi9sch für Apple. Seit Jahren war das MacBook Air meist der günstigste Einstieg in die Apple-Welt, doch mit dem Umstieg von Intel-Chips auf die Apple M-Chips war das MacBook Air in einem dennoch teureren Preissegment jenseits der 1.000 €. Das MacBook Neo ist aber in einer gelockten Preisspanne von 699 bis 799 € (Affiliate) und das sind die beiden einzigen Optionen, die Apple bietet. So macht Apple es den Kaufinteressenten denkbar einfach: 2 Konfigurationen für Speicher und vier Farben. Mehr Unterschiede gibt es nicht für den Massenmarkt. Das liegt auch daran, dass die Käufer des MacBook Neo wohl geringes bis kein Interesse an der Technik im Inneren haben und ein langlebiges Notebook suchen, das frisch aussieht und im Apple-Ökosystem angesiedelt ist. Wir betrachten Das MacBook Neo aus dieser als auch der Techie-Perspektive in diesem Test.
Apple A16 Pro SoC
Im MacBook Neo kommt erstmals ein Chip zum Einsatz, der nicht Teil der Desktop-orientierten M4- oder M5-Generation ist, sondern der schwächere A18-Pro-Chip. Dieser stammt aus dem iPhone 16 Pro und ist damit ein iPhone-Chip, der auch noch nicht der neueste ist. Dieser verfügt über eine 6-Kern-CPU, bestehend aus zwei Leistungskernen und vier Effizienz-Kernen. Dazu gibt es noch eine 5-Kern-GPU. Weiterhin gibt es auch 16 Kerne der Neural Engine (NPU), die für die Inferenz von KI-Modellen ausgelegt sind. Die typischen Taktraten des Chips sollen bei 4,044 GHz für Performance- und 2,424 GHz für Efficient-Kerne liegen.
Der Chip rollt bei TSMC vom Band und wird hier im 3nm (N3E) FinFET-Verfahren hergestellt. Die Cache-Konfiguration sieht dabei wie folgt aus:
- L1 Instructions Cache: 192 KB (Performance Kerne), 128 KB (Efficient Kerne)
- L1 Data Cache: 128 KB (Performance Kerne), 64 KB (Efficient Kerne)
- L2: 16 MB (Performance Kerne), 4 MB (Efficient Kerne)
13"-Liquid Retina Display und GPU mit Limitierungen
MacBooks haben in fast allen Generationen durch ihr schönes Liquid Retina Display überzeugt, vor allem seit dem Retina-Zeitalter im Apple-Lineup. Beim MacBook Neo machen wir aber gewisse Abstriche, weil hier der Preis massiv nach unten gedrückt werden muss. Trotz der Einschränkungen kann das MacBook Neo maximal ein externes Display angeschlossen werden, während das integrierte 13-Zoll-Retina-Display mit voller nativer Auflösung (2408 x 1506 Pixel bei 219 ppi) ansteuert wird. In den Einstellungen kann man die Auflösung des internen Displays nicht ändern, lediglich die Skalierung des User Interfaces.
Man muss hier bedenken, dass der Chip vom iPhone 16 Pro stammt und das Smartphone eigentlich mit einer 2622 × 1206 Auflösung arbeitete. Es war nicht vorgesehen, dass man einen weiteren Monitor daran anschließt. Doch es war sehr wohl Ziel des Geräts Spiele zu beschleunigen und das klappt auch auf dem MacBook Neo besser als gedacht. Dazu am besten einen Blick in die Spiele-Benchmarks weiter unten werfen.
Das Display ähnelt hier eher dem eines iPads: Die Ränder sind mit ca. 1 cm dick und sie sind komplett abgerundet, passend zum Gehäuserahmen. Es ist somit viel Platz für die Kamera oben, wodurch wir hier kein Dynamic Island und keine Notch haben, die unten in das Display hineinragt. Alles wirkt gut abgestimmt, auch wenn hier kein OLED-Panel, sondern ein IPS-Panel mit LED-Hintergrund-Beleuchtung verwendet wird. Das Display ist für diese Preisklasse gut. Die Ausleuchtung ist homogen und wir haben kein Bleeding an den Rändern. Die Reflektion fällt nicht so stark aus, auch wenn das Panel glossy ist. Bei Tageslicht kann es draußen aber anstrengend sein, Texte zu lesen. Mit 500 Nits Helligkeit kann es gegen die Sonne akzeptabel ausleuchten, auch wenn es mit einem MacBook Pro nicht mithalten kann.
Maximal 8 GB LPDDR5-RAM
Apple hält es bei dem MacBook Neo sehr einfach bei seiner Konfiguration. Man kann das Notebook nur mit 8 GB Speicher bekommen, was wohl dem SoC des iPhone 16 Pro geschuldet ist. Für macOS ist das ausreichend Speicher für alle Arbeiten. Wir gehen hier von einem Use Case aus, dass es für Schüler, Studenten und Office-Anwendungen genutzt wird. Informatik-Studenten werden kaum mit dem geringen Speicher auskommen, aber insgesamt sollte das doch für den Einstieg reichen.
Laut macOS handelt es sich um 8 GB LPDDR5-Speicher von Hynix, auch wenn das iPhone wohl mit LPDDR5X-8533 (.4267 MHz) spezifiziert wird.
256 oder 512 GB SSD-Speicher
Bei dem Datenspeicher gibt es eine Auswahl für Käufer: Das günstigste Modell für 699 € mit 256 GB SSD oder das etwas teurere Modell mit 512 GB SSD für 799 €. Die zweite Option bringt noch mehr als nur den Speicher, aber Apple versucht es simpel zu halten.
Wir haben uns für die 512 GB-Variante entschieden. Die SSD ist schneller, als wir erwartet haben. Beim Testen mit Blackmagic Speed Test-Tool erreichte das MacBook Neo fast die Werte eines MacBook Air der M4-Generation. Es sind keine überragenden Geschwindigkeiten, sie sind aber auch nicht langsame SATA-Werte. Apple hat hier einen guten Kompromiss gefunden.
Akku und Aufladen
Das MacBook Neo bietet bis zu 16 Stunden Akkulaufzeit beim Streamen von Videos, verglichen mit 18 Stunden beim MacBook Air. Es hat eine Akkukapazität von 36,5 Wattstunden und ist dicker als das MacBook Air, was mehr Platz für Akkukomponenten bietet, aber aus Kostengründen nicht voll ausgeschöpft wird. Das Laden ist auf USB-C ohne MagSafe oder Schnellladefunktion beschränkt, wobei das nötige Netzteil nicht im Lieferumfang enthalten ist! Apple gibt an, dass das MacBook Neo für 1.000 Ladezyklen ausgelegt ist. Das bedeutet, dass erst das Vollladen und ganz Entladen des Akkus als Zyklus zählt. macOS zählt die Ladezyklen mit.
Technische Daten
| Apple MacBook Air 13" M5 | Apple MacBook Neo | |
|---|---|---|
| Display | 13.6", 2560 × 1664, 20:13, 225 ppi, 60 Hz, spiegelnd (glossy), IPS, 500 cd/m², 10‑bit (1.07 Mrd. Farben), ~83.38 % Screen‑to‑Body‑Ratio |
13", 2408 × 1509, 16:10, 219 ppi, 60 Hz, spiegelnd (glossy), IPS, 500 cd/m², 10‑bit (1.07 Mrd. Farben), ~79.9 % Screen‑to‑Body‑Ratio |
| CPU | Apple M5 – 10 Core CPU / 8 Core GPU, 4C + 6c / 10T |
Apple A18 Pro, 2 × 4.04 GHz + 4 × 2.20 GHz |
| Chipsatz | SoC (System‑on‑Chip) | SoC (System‑on‑Chip) |
| NPU | 60 TOPS (Apple Neural Engine, 16 Core) | 35 TOPS (Apple Neural Engine, 16 Core) |
| RAM | 16 GB LPDDR5‑6400 (Onboard, nicht erweiterbar) | 8 GB Onboard (nicht erweiterbar) |
| SSD | 512 GB (verlötet) | 256 GB (verlötet) |
| Grafik | Apple M5 8‑Core GPU (iGPU) | Apple A18 5‑Core GPU (iGPU) |
| Betriebssystem | macOS 26 | macOS 26 |
| Eingabe | Tastatur DE‑Layout (beleuchtet,Rubber‑Dome), Touchpad (Apple Force Touch Trackpad) |
Tastatur DE‑Layout (Rubber‑Dome), Touchpad |
| Anschlüsse |
2 × Thunderbolt 3 / USB4 (DisplayPort 1.4, 40 Gb/s, PD‑Out, Netzanschluss PD‑In) 1 × 3.5 mm Klinke Line‑In 1 × DC‑In Apple MagSafe 3 (Netzanschluss) |
1 × USB‑C 3.0 (DisplayPort 1.4, 5 Gb/s, PD‑In) 1 × USB‑C 2.0 (480 Mb/s, PD‑In) 1 × 3.5 mm Klinke Line‑In |
| Wireless | Wi‑Fi 7 (802.11a/b/g/n/ac/ax/be, 2×2, Apple N1), Bluetooth 6.0 |
Wi‑Fi 6E (802.11a/b/g/n/ac/ax), Bluetooth 6.0 |
| Authentifizierung | Fingerprint‑Reader (Apple Touch ID) | – |
| Kamera | 2 Megapixel | 2 Megapixel |
| Lautsprecher | 4 × Dolby Atmos | 2 × Dolby Atmos |
| Optisches Laufwerk | – | – |
| Akku | Li‑Polymer 53.8 Wh – 18 h (Video), 15 h (Surfen) | Li‑Polymer 36.5 Wh – 16 h (Video), 11 h (Surfen) |
| Netzteil | Kein Netzteil im Lieferumfang | Kein Netzteil im Lieferumfang |
| Besonderheiten | Helligkeits‑/ Lichtsensor, lüfterlos | – |
| Gewicht | 1.23 kg | 1.23 kg |
| Abmessungen (B × H × T) | 304.1 × 11.3 × 215 mm | 297.5 × 12.7 × 206.4 mm |
WLAN 6 und Bluetooth 6
Auch bei der Wireless-Konnektivität gibt es gewisse Einschnitte. Anstatt des aktuellen Wi-Fi 7 Standards bekommen wir hier „nur“ den Wi‑Fi 6E-Funkstandard (IEEE 802.11a/b/g/n/ac/ax), der wohl für die meisten Nutzer ausreichen wird, da hier der Preis eine wichtige Rolle spielt. Weiterhin bietet die Combo-Karte noch Bluetooth 6.0 für Anbindung von anderen kabellosen Geräten.
Design und Äußeres
Das MacBook Neo ist keinesfalls das leichteste oder schlankste Gerät, doch es ist mit 1,23 kg genauso schwer wie das MacBook Air der neuen Generation. Es liegt durch die abgerundete Form gut in der Hand, fühlt sich nicht klobig an und ist durch das an das iPad angelehnte Design durchaus modern.
Bei der Farbwahl gibt Apple den Käufern endlich etwas mehr Freiheit. Statt nur der dezenten Farben Silber und Indigo (bläulich), gibt es knallige Optionen, wie das von uns ausgewählte Zitrus und dann noch das Rosa. Die Farbsättigung des Gehäuses ist stark, was bei dem Aluminium-Gehäuse wirklich was hermacht. Passend zu der Gehäusefarbe ist auch die Tastatur gefärbt. Das Gesamtbild ist für Apple’s Verhältnisse wirklich aufgepeppt. Bei den Pro-Geräten gibt Apple selten so gesättigte Farben.
Das Logo wird nicht aus einem gesonderten Alu-Element hergestellt, sondern aus Kostengründen einfach anders beschichtet. Dadurch rückt es etwas stärker in den Hintergrund.
Die Scharniere sind stark und das Display wackelt nicht. Man bekommt ausreichenden Halt und die Abrundung am Display als auch der Rest des Gehäuses ist erstklassig verarbeitet – genau das, was man von einem Apple-Gerät erwartet.
Auch die Unterseite ist in dem gleichen Ton eloxiert und nur die Schrauben glänzen silbern. Die vier Gummipads an den vier Ecken sind dick und bieten guten Halt auf dem Tisch. Das Notebook steht dennoch nicht stark vom Tisch ab.
Anschlüsse
Bei den Anschlüssen sehen wir die größten Probleme und Limitierungen. Das MacBook Neo hat die Anschlüsse alle auf der linken Seite positioniert. Weiter oben am Chassis sind zwei USB-C-Anschlüsse zu finden, was auf den ersten Blick toll klingt, doch es gibt ein großes ABER! Nur einer der beiden unterstützt DisplayPort 1.4 für den Anschluss externer Displays. Man muss aufpassen, dass man den Monitor an den entsprechenden USB 3-Anschluss angeschlossen hat, der sich am nächsten an der Rückseite des Geräts befindet. Im Gegensatz zu anderen Macs gibt es hier keine Thunderbolt. Damit kann man auch keine Studio Displays anschließen.
Der schnellere USB 3.0-Port schafft maximal 10 Gb/s oder 1,25 GB/s, was erst einmal gut ist. Nun kommt aber das Problem: Der zweite Port ist nur USB 2.0! Wir bekommen Geschwindigkeiten von 480 Mb/s oder 60 MB/s, was einfach schlecht ist. Das ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass ein iPhone 16 Pro nie für zwei USB-Ports ausgelegt war.
Weiterhin gibt es eine 3,5-mm-Klinke-Buchse für Kopfhörer unten links. Das ist auch alles, was es an Anschlüssen gibt.
Kamera
Die Kamera ist sehr abgespeckt, was aber kein Beinbruch ist. Die Cam ist für 1080p FaceTime ausgelegt, kann aber kein Center Stage oder ähnliches. Für kurze Video-Calls sollte sie für die meisten Nutzer ausreichen, man kann aber auch das iPhone dazu schalten, was von macOS unterstützt wird, was deutlich bessere Ergebnisse liefert, wenn man Wert darauf legt. Von einem 699 €-Notebook würden wir auch nicht mehr erwarten als eine 1080p-Kamera.
Tastatur und Touchpad, Touch-ID
Die Tastatur ist natürlich im gewohnten DE-Layout für die deutschsprachigen Käufer. Die Low-Profile-Tasten sehen in dem passenden Farbton nicht nur gut aus, sie fühlen sich auch so an. Wie gut die Tastatur über einen langen Zeitraum ist, können wir nicht beurteilen, empfanden das Tippgefühl als sehr angenehm.
Bei der 256-GB-Variante gibt es keinen Touch-ID-Sensor, doch bei der 512-GB-Variante ist dieser vorhanden. Wir empfehlen diesen, weil er die Arbeit mit dem Mac einfacher macht.
Unten befindet sich ein Trackpad, das Multi-Touch unterstützt. Es ist nicht so hochwertig, wie bei den anderen MacBooks und ist eher klein, reicht aber für den Alltag aus.
Sound und Lautsprecher
Für ein Notebook im 700 €-Segment ist der Klang der beiden Lautsprecher hervorragend. Apple hat gelernt, wie man auf wenig Platz den richtigen Klang produzieren kann und das MacBook Neo beweist dies. Bei teureren iPad Pro- und MacBook Pro-Modellen ist der Klang noch weitaus besser, doch die Lautsprecher des MacBook Neo sind Welten besser, als was man von der Konkurrenz in dem Segment bekommt.
Interessant ist an der Stelle, dass die Lautsprecher seitlich nach außen zeigen, aber dennoch einen sehr guten räumlichen 3D-Klang in Richtung des Nutzers hinbekommen. Für Musik und Videos eignen sich die Lautsprecher gut. Die Bässe sind nicht zu ausgeprägt, klingen gut abgestimmt für ein Notebook.
Verpackung und Lieferumfang
Das Unboxing von Apple-Produkten ist für gewöhnlich ein echtes Erlebnis, da sich die zuständigen Mitarbeiter wirklich Gedanken machen. Von der Versandverpackung, die man mit einem Zug aufreißt und dann nach außen öffnet, bis zur Innenverpackung des Produktes, ist die Experience einzigartig. Apple ist auch bekannt dafür, dass die Produkte nach dem Auspacken einen gewissen Duft ausstoßen, der einen an neue Apple Produkte erinnern soll. Die Umverpackung ist aus dicker Pappe und hat den Versand gut überstanden.
Die weiße Umverpackung des MacBook Neo ist nochmals dicker und schwerer. Die Front wird von einem fast 1:1-Bild des Notebooks geprägt. Auf der Rückseite muss man zwei Laschen ziehen, um die Verpackung zu öffnen. Danach kann man den großen Deckel abziehen.
Das MacBook Neo ist in eine dünne Papierschicht eingewickelt, wie man es auch von allen anderen Macs kennt. Auf der Lasche steht „hello“, was eine Neuerung ist.
Im Lieferumfang finden wir nur einige Hinweis-Blätter und ein USB-C-Kabel. Das Ladegerät lässt Apple leider weg.
Leistung des Apple MacBook Neo
Mit Hilfe von mac-nativen Benchmarks testen wir das Notebook auf seine Leistung in Arbeitslasten und Spielen. Als Vergleichswerte ziehen wir ein Mac Studio mit M1 Max, ein MacBook Air mit M4- und ein neues mit M5-Chip hinzu.
Apple MacBook Neo Benchmark (Synthetische)
In synthetischen Benchmarks kann man relativ gut Vergleiche zwischen den unterschiedlichen CPU-Architekturen ziehen. Je nach Benchmark liegt der Fokus auf bestimmten Work-Loads und darin kann dann die jeweilige CPU seine Leistung zeigen.
Cinebench 2026 GPU
Für die GPU-Benchmarks erfüllt das MacBook Neo nicht die Mindestanforderungen von Cinebench 2026, weshalb hier Null Punkte vermerkt sind.
Cinebench 2026 CPU
HandBrake
Bei diesem Benchmark wird die verstrichene Zeit gemessen, was bedeutet, dass kleinere Zahlen besser sind.
Geekbench 5 CPU-Benchmark
Geekbench 6 CPU-Benchmark
Apple MacBook Neo KI-Leistung in Benchmarks
Apple setzt verstärkt auf KI-Funktionen als Teil seiner Apple Intelligence. Auch das MacBook Neo unterstützt diese Features. Wir haben die KI-Leistung bisher mithilfe von Geekbench AI getestet und mit der der anderen Macs verglichen. Vor allem die NPU ist hier wichtig, da sie die Last für KI-Inference von CPU und GPU auf NPU verlagern soll.
Apple MacBook Neo Benchmarks
Apple verspricht schon länger, dass Gaming auf dem Mac ein Ding sein soll. In der Realität ist das tatsächlich auch möglich, denn ab dem M2-SoC kann man so ziemlich alle Windows-Spiele in der Steam-Bibliothek spielen. Manche Entwickler geben sich mehr Mühe und man bekommt auch unerwartet hohe Framrates. Man kann zwar auch Spiele von einem PC streamen, aber wir erwarten, dass der Mac das auch selbst bewältigt ohne lästige Latenzen.
3DMark for Mac/iOS - Wild Life Extreme
Das 3DMark-Tool ist für iOS und macOS ausgelegt, weshalb wir es als eine zusätzliche Option hinzugezogen haben.
3DMark for Mac/iOS - Solar Bay Extreme (Raytracing)
Shadow of The Tomb Raider
Dieser Tomb Raider Titel ist nicht der neueste, hat aber gut gealtert, denn die Grafik ist für heutige Verhältnisse super und das Spiel läuft auch auf Macs mit sehr hohen fps.
Kühlung
Zum Kühleraufbau des MacBook Neo können wir nicht zu viel sagen, da wir es nicht öffnen durften. Apple verzichtet aber auf einen Lüfter und betreibt das Notebook passiv, wie es auch beim MacBook Air der Fall ist. Damit erhitzt sich der Bereich, unter dem die Platine untergebracht ist. Auf den Wärmebildaufnahmen sieht man wo die Platine liegt. Unter längerer Auslastung mit Cinebench 2026 wärmt sich das Alu-Gehäuse auf, aber die ca. 38 °C sind noch immer kühl. Das Gehäuse dient als Kühler und das Notebook schien nicht zu drosseln. Für die üblichen Lasten, mit denen die Nutzer sie im Alltag auslasten, wird die Kühlung somit mehr als ausreichen.
Leistung in Spielen, Multi- und Single-Thread-Anwendungen (Rating)
Bei der Betrachtung der Leistung in Single-Thread-Anwendungen, kann der MacBook Neo im Vergleich zu den großen Geschwistern echt sehr gut punkten. Es schlägt die einzelnen Kerne des Mac Studio und kommt auch nah an die Leistung des M4-MacBook Air heran.
Bei Multi-Thread-Anwendungen sieht man dann, dass die Anzahl an Kernen limtiiert ist. Beachtet man aber, dass es das allergünstigste MacBook ist, kann man an dieser Stelle einfach nicht meckern. Der Neo liefert mehr als man von ihm erwarten würde.
Von Mini-PCs und Notebooks in dem Preissegment um 700 € kann man für gewöhnlich keine brauchbare Spieleleistung erwarten. Das MacBook Neo ist aber durchaus für Gaming geeignet, vor allem wenn man Metal-optimierte Spiele laufen lässt. Doch auch Steam-Spiele kann man in Angriff nehmen.
Fazit zum MacBook Neo
Das Fazit des MacBook Neo fällt sehr positiv aus. Apple hat zwar an vielen Ecken und Kanten die Kosten gesenkt, um das Notebook von den anderen Modellen abzugrenzen, doch das Gesamtpaket ist für die Mehrzahl von Käufern bestens ausgelotet. Auch wenn Apple sonst nicht für preiswerte Geräte bekannt ist, schickt das MacBook Neo Schockwellen in den Markt.
Der iPhone-16-Pro-Chip eignet sich bestens für den Betrieb von macOS und alle gängigen Apps laufen gut. Das effiziente Betriebssystem holt das Maximum aus den begrenzten Ressourcen (8 GB RAM) heraus. Dieser Schritt stand für Apple wohl schon lange auf der Roadmap. Die gemessene Leistung bei Single-Thread-Anwendungen schlägt das teurere Mac Studio mit M1 Max und auch die Multi-Thread-Leistung lässt sich sehen. Die Spieleleistung kann sich auch sehen lassen. Das komplett passivgekühlte Notebook ist demnach unhörbar, begrenzt seine Leistung nicht und kommt mit vielen der aktuellen MacBook-Features – sogar mit Apple Intelligence.
Problematisch ist, dass es nur zwei USB-C-Ports gibt, von denen einer mit uraltem USB 2.0 angebunden ist. Auch das Weglassen des Ladegeräts ist nicht gut. Über den schnelleren USB-3-Port kann man zu einem gewissen Grad auch externe Monitore betreiben. Thunderbolt wird auch nicht unterstützt.
Insgesamt ist das MacBook Neo eine klare Kaufempfehlung, denn für Schule, Uni und viele der Office-Use-Cases ist es mehr als ausreichend bestückt.
Sehr gute Preisleistung von Apple
Die Zielgruppe für das MacBook Neo wird vermutlich wenig technisches Verständnis haben, darum bietet Apple das MacBook Neo nur in zwei Konfigurationen an: 256-GB-Variante für 699 € (Affiliate) und die 512-GB-Variante mit Touch ID für 799 € (Affiliate). Bei der Wahl der Farbe kann man sich etwas mehr austoben.
Pro
- Sehr gute Single- und Multi-Thread-Leistung
- Passivgekühlt
- Integriertes WLAN und Bluetooth
- Sehr gutes Design udn gute Verarbeitungsqualität
- Auch zum Zocken geeignet (auch für Steam-Spiele)
- Touch-ID (512-GB-Variante)
Contra
- 8-GB-LPDDR5 RAM
- Nur 2 USB C-Ports, einer nur USB 2.0
- Begrenzt externe Monitore nutzbar
- Ladegerät fehlt


















