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Schickes Design gepaart mit guten Leistungsmerkmalen

Patriot Viper Steel 16 GB DDR4-3866 (PVS416G386C8K) im Test

Ein ordentlicher RAM ist Pflicht für ein leistungsstarkes System. Mit höheren Taktraten und feingetunten Timings lässt sich mehr als aus dem eigenen System herauspressen. Auch für Overclocker ist dieser wichtig und soll Limitierungen mindern. Wir haben uns das Viper Steel 16 GB DDR4-Kit mit 3866 MHz Takt und 18-22-22-40 Timings ausführlich getestet.

Patriot Viper Steel 16 GB DDR4-3866 (PVS416G386C8K)

Einleitung

Eine der wichtigsten Komponenten, ohne die das System nicht funktionieren kann, ist der Arbeitsspeicher. Bei der Wahl der Komponenten wird auf diesen aber selten viel Wert gelegt. Die meisten Nutzer nehmen DDR4 mit 3000 MHz oder 3200 MHz Takt, manche sogar nur 2400 MHz. Jenseits der Taktrate spielen aber die voreingestellten Timings eine sehr wichtige Rolle, wie man in dem Benchmarkteil sehen kann.

Nachdem AMD Ryzen Prozessoren immer beliebter werden und AMD mit dem Sockel AM4 sich mehr als 50% der Marktanteile erobert hat, ist die Wahl des RAMs noch wichtiger geworden. Ryzen der ersten und zweiten Generation haben sich als zickig in Bezug auf RAM erwiesen, denn der beworbene Takt jenseits der 3 GHz-Grenze wird per XMP erreicht, was für Intel Extreme Memory Profile steht. Der RAM läuft dadurch nicht einfach ohne Weiteres mit den Einstellungen. Man muss damit oft Hand im BIOS anlegen, um diese Spezifikationen zu erreichen, andernfalls läuft er mit den JEDEC Profilen, die weit drunter liegen.

Patriot Viper Steel 16 GB DDR4-3866 (PVS416G386C8K)

Viper Steel DDR4 OC-RAM im Detail

Die Viper Steel Serie an DDR4 RAM-Riegeln bietet dem Käufer einige Optionen. Man kann die Riegel mit Taktraten von 3.000 MHz bis hin zu 4133 MHz bekommen. Patriot setzt bei der Serie auf ein eher schlichtes Design in den Farben Grau, Schwarz und silbern reflektierendes Logo. Das Design sieht sehr ansprechend aus. Auf RGB-Beleuchtung wird gänzlich verzichtet.

Patriot Viper Steel 16 GB DDR4-3866 (PVS416G386C8K)

Samsung's übertaktungsfreudigen B-Dies

Patriot Viper Steel 16 GB DDR4-3866 (PVS416G386C8K) Das von uns bezogene Exemplar ist mit den XMP-/DOCP-Profilen PC4-30900 3.866 MHz sowie PC4-29800, was 3.733 MHz entspricht. Vom Hersteller werden Timings von 18-22-22-40 angegeben. Laut Hersteller sind alle Modelle ab 3.600 MHz Takt standardmäßig mit Samsung B Dies bestückt. Damit sollte auch unser Exemplar mit den begehrten Chips ausgestattet sein.

Nach dem vorsichtigen Entfernen der geklebten Alu-Kühlplättchen, kamen dann die K4A8G085WB-BCPB Chips zum Vorschein. Auch wenn Sie offiziell seitens Samsung nur auf DDR4-2666 spezifiziert sind, vermögen Sie doch viel mehr zu verrichten.

Spezifikationen

Die Spezifikationen der Module sehen dabei wie folgt aus:

XMP/DOCP Profil 1 XMP/DOCP Profil 2
Taktrate 3.868 MHz 3.731 MHz
CAS Latency CL 18 17
RAS# to CAS# Read Delay 22 21
RAS# to CAS# Write Delay 22 21
RAS# PRE Time 40 41
Row Cycle Time (TRC) 71 71
Spannung 1,35V 1,35V

Lieferumfang

Patriot Viper Steel 16 GB DDR4-3866 (PVS416G386C8K) Wie bei den meisten Speicherriegeln, erwartet man in der Verpackung eigentlich gar nichts weiteres abseits des Speichers. Patriot legt dem Speicher aber noch zwei rote Aufkleber mit „Viper“-Logo. Der RAM ist sicher in einer Blisterverpackung gehüllt, die sich im Inneren des bunt geschmückten Kartons befindet. Die Verpackung gibt einige allgemeine Informationen zu der RAM-Serie preis und verweist auf die Social Media Accounts.

Wir haben unser Testmuster des Arbeitsspeichers von der PR-Agentur von Patriot erhalten. Die Bereitstellung hatte keinen Einfluss auf die Bewertung und Objektivität des Tests genommen.

Das Testsystem

Die Tests werden auf dem ITX-Testsystem durchgeführt. Der Aufbau sieht wie folgt aus:

  • CPU: AMD Ryzen 5 2700X @ 4,0GHz
  • Mainboard: ASUS ROG Strix X470-I Gaming
  • SSD: Samsung SSD 840 PRO 256 GB, Samsung 850 EVO 500 GB
  • m.2 SSD: Samsung 970 Evo MZ-V7E250BW 1 TB
  • Grafikkarte: KFA2 GeForce RTX 2080 EX
  • CPU-Kühler: CRYORIG H5 Universal
  • Netzteil: Corsair TX550M - 550 W

Auf unserem System lief der höchste angegebene Takt nicht, weshalb wir uns an das Maximum langsam herangetastet haben. Der Vorgang, verbunden mit Stabilitätstests und Benchmarks, hat einige Stunden Zeit gefressen.

DRAM Timings optimieren

Nachdem wir 3.730 MHz stabil bekommen haben, ging es an die Optimierung der Timings. Dabei haben wir den „DRAM Calculator for Ryzen“ genutzt, um die optimalen Timings zu ermitteln. Leider waren die empfohlenen Timings nicht stabil zu bekommen, weshalb wir mit einigen Timings hoch mussten. Das Ergebnis sieht man in der Tabelle unten und im Screenshot davor.

Viper 4 Steel DDR4 16 GB Viper 4 Steel DDR4 16 GB Viper 4 Steel DDR4 16 GB (Teaked) Viper 4 DDR4 16 GB
Modell-Nr.
PVS416G386C8K
PV416G300C6K
Taktrate 2.133 MHz
3.730 MHz
2.998 MHz
CAS Latency CL 15 18 16 16
RAS# to CAS# Read Delay 15 21 15 16
RAS# to CAS# Write Delay 15 21 14 16
RAS# PRE Time 36 41 30 36
Row Cycle Time (TRC) 51 68 50 68
Spannung 1,25 V 1,35 V 1,48 V 1,35 V
SOC-Spannung auto 1,1125V 1,0750V 1,1125V

Synthetische Benchmarks

Spiele-Benchmarks

Viper Steel bleiben kühl

Unter Last bleiben die Speicher auch bei einem geringen Luftdurchfluss ziemlich kühl. Im Schnitt waren hier 45°C unter Last messbar. An der Aufnahme mit Wärmebildkamera sieht man eine gute Wärmeverteilung und entsprechende Abführung, weshalb man sich hier wegen hohen Temperaturen keine Sorgen machen muss.

Patriot Viper Steel 16 GB DDR4-3866 (PVS416G386C8K) Wärmebildaunfahmen

Die Alu-Kühlplatten sind mit selbstklebenden Wärmeleitpads bestückt und werden von diesen am RAM gehalten. Die Haftbarkeit des Klebers ist erstaunlich stark. Da die Riegel nur einseitig bestückt sind, befindet sich auf der nicht bestückten Seite Schaumstoff, an dem die Kühlplatte klebt. Zwischen den beiden Platten befindet sich ein Plastik-Designelement, dass von beiden Seiten angedrückt wird und keinen anderen Zweck hat.

Fazit

Patriot Viper Steel 16 GB DDR4-3866 (PVS416G386C8K)

Patriot Viper Steel 16 GB DDR4-3866 Award Das Viper Steel 16 GB DDR4-3866 RAM Kit mit CL18-22-22-40 (PVS416G386C8K) ist qualitativ hochwertig verarbeitet. Dank der hier verbauten Samsung B-Dies, sind auf Intel Plattformen die angepriesenen 3.866 MHz durchaus möglich und können vielleicht auch überschritten werden. Auf einer Plattform mit Ryzen Zen + Architektur, sieht es aber düster aus. Es waren damit nur 3.733 MHz stabil auf unserem Testsystem. Über eine Optimierung der der Timings war aber noch mehr Leistung drin in dem Kit. Systeme mit Ryzen 3000 Prozessoren sollten auch höhere Taktraten verkraften. Patriot pre-testet die Speicherkits alle auf Intel Systemen.

Bei einem Preis von knapp 138€ ist das Viper Steel 16 GB DDR4-3866 RAM Kit keinesfalls günstig, was wohl auf die fehlende Konkurrenz im Preisvergleuch zurückzuführen ist, denn nur Alternate und Amazon führen derzeit dieses Kit. Empfehlen können wir diesen Speicher primär an Overclocker und Nutzer, die diese auf einem Intel System betreiben möchten. Nutzer mit Ryzen 2000 Prozessoren sollten eher zum Viper Steel 16## GB DDR4-3733 Kit (PVS416G373C7K) greifen, dFas mit 108€ deutlich erschwinglicher ist. Alternativ gibt es noch den Patriot Viper 4 DIMM Kit 16GB Kit (DDR4-3733, CL17-21-21-41, PV416G373C7K). Das Kit ist zum Testzeitpunkt das günstigste 16 GB Kit mit 3.733 MHz Taktrate.


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