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Sharkoon PureWriter und PureWriter TKL Testbericht

Mechanische Tastaturen sind nun schon seit ein paar Jahren (wieder, und immernoch) stark im Trend. Daher finden immer mehr Modelle auf den Markt, in allerlei Formen und Farben, mal Bunt, mal voll mit Features und oft auch absolut minimalistisch.

Sharkoon PureWriter und PureWriter TKL Overview

Neben den altbekannten Cherry MX-Switches kommen bei vielen günstigeren und mittelpreisigen Tastaturen Switches von Kailh, einem erfahrenen chinesischen Hersteller, zum Einsatz. Diese „kopieren“, oder besser imitieren, die Cherry MX Serie, und ergänzen diese manchmal noch durch Iterationen dazwischen. Gleich vorweg: Kailh-Switches sind weder schlechter noch besser als Cherry-Switches, sie sind einfach nur etwas anders.

Ob das eine Rolle bei der subjektiven Erfahrung beim Tippen spielt, werden wir in diesem Review herausfinden.

Wir bedanken uns bei Sharkoon für die Bereitstellung der Testmusters.

Überblick

Sharkoon PureWriter und PureWriter TKL Vergleich

Unser Modell nennt sich mit vollem Namen „Sharkoon PureWriter TKL RGB“ - Mit Öffnen der hochwertigen, farbig bedruckten Verpackung stellt sich auch gleich heraus, dass nicht mehr und auch nicht weniger dran ist: Vor uns liegt eine Tenkeyless-Tastatur mit FN-Taste zur Steuerung von Spezialeffekten. Die Tastatur ist insgesamt recht flach; im Vergleich mit einer CM Storm Quickfire TK oder einer Lioncast LK20 nur so hoch, wie deren Rand.

Die Tasten sind nicht eingelassen, sondern „aufgesetzt“, was bedeutet, dass man unter den Key-Caps die Switches hervorschauen sieht. Das verleiht der Tastatur nochmals einen moderneren und flacheren Look, ohne beim Tastenhub Einbußen zu machen.

Sharkoon PureWriter und PureWriter TKL Open Deck

Die Oberfläche der Sharkoon PureWriter besteht aus schwarz gefärbtem Aluminium, lediglich der Rand ist silbern und im 45° Winkel abgesetzt.

Die Unterseite besteht aus einfachem schwarzem Plastik und bietet zwei ausklappbare Füße.

Sharkoon PureWriter und PureWriter TKL Closeup

Über den Pfeiltasten findet sich schlussendlich noch das Sharkoon Logo.

Neben der Tastatur selbst findet sich im Karton nicht viel: Das Handbuch mit allen Informationen zum Konfigurieren der Tastatur und 2 USB Kabel – ein kurzes und ein langes, jeweils mit micro-USB auf Seiten der Tastatur und USB-A auf PC-Seite. Das ist praktisch für den Gebrauch der Tastatur an Laptops oder Monitoren mit USB Anschlüssen, weil ein kurzes Kabel das Durcheinander auf dem Schreibtisch schon stark verringern kann.

Außerdem bleibt so noch ein zweites Kabel zum Laden eines Smartphones oder für den Anschluss übrig, falls diese Geräte einen USB-C Anschluss besitzen.

Sharkoon PureWriter und PureWriter TKL Logo Closeup

Für die Sharkoon PureWriter gibt es keine Steuerungssoftware. Das bedeutet, dass sämtliche Farb- und Effekteinstellungen direkt mit der Tastatur selbst vorgenommen werden müssen.

Der Funktionsumfang leidet darunter allerdings keineswegs; die Tastatur bietet viele verschiedene Effekte und komplett frei wählbare Farben, es können sogar nur einzelne Tasten beleuchtet werden und als umschaltbares Profil auf F1-F4 abgelegt werden. Effektgeschwindigkeiten können angepasst und die Helligkeit der Tasten ebenfalls gewählt werden, bei manchen Effekten kann auch zusätzlich noch die Laufrichtung des Effekts eingestellt werden.

Sharkoon PureWriter und PureWriter TKL Beleuchtung

Neben den reinen optischen Funktionen bietet die Tastatur, wie eigentlich mittlerweile üblich, noch Media-Funktionen, ebenfalls über die FN-Taste, an. Play, Stop, Zurück, Vorwärts, Leiser, Lauter, Stumm, Windows-Tasten-Sperre, Mail-Prorgramm.

Sharkoon PureWriter und PureWriter TKL Beleuchtung

Die normale Version der PureWriter mit Num-Block bietet weitere 4 Funktionen: Mediaplayer, Webbrowser, Explorer und Taschenrechner.

Wichtig: unter Unix’oiden Systemen funktioniert nur die Mediensteuerung.

Das Tippen auf der PureWriter macht Spaß und geht einfach von der Hand. Die leichtgängigen Red-Switches vermitteln den gleichen luftigen Eindruck, den die Tastatur bereits optisch mit ihren „schwebenden“ Keycaps gemacht hat. Wer einen Mac besitzt oder hin und wieder mal benutzt hat, wird sich vermutlich beim Tippen auf der Sharkoon an die Apple-Tastatur erinnert fühlen, nur dass bei der PureWriter die Tastenabgrenzung klarer ist und der Hub natürlich größer.

Sharkoon PureWriter und PureWriter TKL Key Caps

Häufig werden die Red-Switches in Spiele-Tastaturen verwendet, und, seien wir ehrlich, die Sharkoon PureWriter schreit trotz ihres Namens geradezu danach, zum Spielen verwendet zu werden. Auch hier verhält sich die Tastatur wie schon beim Schreiben absolut nüchtern und gleichmäßig, subjektiv fällt nur auf, dass das Halten der Tasten (im Falle von Shootern wie z.B. Overwatch meistens ‚W‘) etwas anstrengender ist als bei z.B. einer CM Storm Quickfire TK oder Lioncast LK20 mit MX-Brown Switches. Dies liegt wohl an der recht flachen Bauweise sowie den recht langen Fingern des testenden Redakteurs. Diese haben irgendwie Schwierigkeiten, den richtigen Winkel zu finden. Vermutlich ist dies aber eine Frage der Gewöhnung. Die Tastatur mithilfe der umklappbaren Füße aufzustellen, hat in diesem Fall keinen Vorteil gebracht.

Sharkoon PureWriter und PureWriter TKL Beleuchtung

Sharkoon PureWriter und PureWriter TKL AwardForm follows Function“ – Sharkoon liefert mit der PureWriter eine äußerst minimalistische und zugleich funktionsreiche Tastatur. Sie ist hochwertig verarbeitet, nichts wackelt oder knarzt, sie bringt ein vernünftiges (recht hohes) Gewicht mit und bleibt so auch bei heißeren (Gaming-)Sessions zuverlässig an Ort und Stelle. Die bei unserer Variante eingesetzten Kailh Red Switches machen einen erwartungsgemäß guten Job.

Dass Sharkoon keine Software zur Steuerung der Beleuchtung mitliefert, erschien zunächst merkwürdig, ist aber gar nicht notwendig. Alle Settings lassen sich einfach genug direkt an der Tastatur selbst einstellen; das vermeidet letztendlich auch Probleme an nicht-Windows Betriebssystemen, die sonst bei solchen Produkten auf der Strecke bleiben.

Die PureWriter RGB TKL ist aktuell für rund 67€ erhältlich, das Schwestermodell mit Num-Block kostet 76€. Ohne RGB müssen jeweils etwa 15€ weniger investiert werden; die Beleuchtung ist dann dauerhaft Blau.


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