HighPoint PCIe Gen 5 MCIO Karten (Bild © HighPoint)
Da KI-Inferenz und Multi-GPU-Clustering immer komplexer werden, stoßen Systemarchitekten oft an physikalische und elektrische Grenzen. Standard-Servergehäuse verfügen häufig nicht über die nötigen Steckplätze auf der Hauptplatine für mehrere Beschleunigerkarten, SmartNICs oder DPUs. Starre PCIe-Riser sind zwar eine gängige Alternative, schränken aber oft den Luftstrom ein und verursachen mechanische Interferenzen. Zudem bieten viele Host-Plattformen nicht die flexible BIOS-Aufteilung, die für die Verwaltung zusätzlicher Erweiterungskarten erforderlich ist.
Um diese Probleme zu lösen, hat HighPoint eine dreistufige Architektur implementiert, die es ermöglicht, die PCIe 5.0 x16-Bandbreite mit einem Gesamtdurchsatz von 64 GB/s mithilfe flexibler SFF-TA-1016 (MCIO)-Verkabelung im gesamten Gehäuse zu verteilen.
Die erste Ebene konzentriert sich auf die direkte Erweiterung des Motherboards. Durch den Einsatz einer passiven Brückenkarte werden native MCIO-8i-Anschlüsse auf AMD-EPYC- und Intel-Xeon-Motherboards in physische PCIe-5.0-x16-Steckplätze umgewandelt. Dieser Ansatz ermöglicht es Administratoren, Beschleuniger oder 400-GbE-Netzwerkkarten in Zusatzschächte einzubauen, ohne vorhandene physische PCIe-Steckplätze auf dem Motherboard zu belegen.
Die zweite Ebene nutzt eine retimer-basierte Signalverlängerung über die Modelle Rocket 1624L und Rocket 1624M. Diese Geräte fungieren als Signalaufbereiter und verlängern PCIe-5.0-Signale über längere interne oder externe Kabelstrecken. So können leistungsstarke Beschleunigerkarten in optimale thermische Zonen innerhalb oder außerhalb des primären Gehäuses verlegt werden, um eine Überhitzung zu verhindern.
Die MCIO-PCIEX16-G5-Brückenkarte, die Rocket-1624-Serie sowie die Rocket-1628A/1624A-Adapter sind ab sofort über autorisierte Händler und im HighPoint-Onlineshop erhältlich.
