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Dell: Hersteller testet die ersten 64-Bit-ARM-Server

Bisher kommen stromsparende ARM-SoCs ausschließlich in Smartphones und Tablets zum Einsatz, doch in diesem Jahr sollen die kompakten Prozessoren auch verstärkt im Server-Segment genutzt werden. Die AMD-Lösungen, die auf dem Opteron A1100 basieren, klingen bisher schon recht vielversprechend, allerdings sollen die Modelle erst gegen Ende des Jahres erhältlich sein. Deutlich flinker ist Dell, denn wie der Hersteller in seinem Blog verrät, sind erste Prototypen der ARM-basierten Server bereits in den "Dell Solutions Centers" in Texas und Singapur zu finden, um interessierten Kunden die Möglichkeit zu bieten, die Lösungen auszuprobieren.

64-Bit-ARM-Server auf Open Compute Summit

Leistungstechnisch können ARM-Prozessoren sicherlich nicht mit den x86- bzw. x64-Modellen von AMD und Intel mithalten, dafür können sie aber mit einem sehr geringen Energieverbrauch punkten. Daraus resultieren gleich mehrere Vorteile, denn die CPUs sind nicht nur deutlich kleiner, wodurch Server weniger Platz in Anspruch nehmen, sondern entwickleln zudem auch weniger Hitze, was bedeutet, dass auf eine extreme Kühlmethode, etwa eine Klimaanlage, verzichtet werden kann. Um dennoch ausreichend Leistung zur Verfügung gestellt zu bekommen, können mehre Server zu einem großen Cluster zusammengeschlossen werden.

Mit der Ankündigung, dass der Hersteller nun erste 64-Bit-ARM-Server in seinen "Solution Centers" ausstellt, scheint das Unternehmen das Wettrüsten, wer denn nun den ersten Server mit ARM-Prozessoren auf den Markt bringen wird, für sich entschieden zu haben. Leider macht Dell ein großes Geheimnis daraus, von welchem Hersteller die CPUs stammen.

Quelle: Dell

Welovetech