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Canon stellt EOS Cinema Kamerasystem vor

Videoaufnahmen mit der Spiegelreflexkamera waren früher kaum auf dem Markt vorhanden. Gar mit simplen Live-View taten sich viele Hersteller lange schwer, obwohl die Technik doch viele Nutzer findet. Mit der Canon EOS 5D Mark II setzte Canon mit der Videofunktion neue Maßstäbe und erzielte damit sehr viel Erfolg. Selbst das Finale der sechsten Staffel der berühmten US-Serie „Dr. House“ wurde komplett mit diesen Kameramodellen gedreht. Nun will es Canon amtlich machen und stellt ein EOS Cinema Kamerasystem für Videos vor.

Das EOS Cinema System basiert auf der Spiegelreflextechnik und ermöglicht es Videos in hoher Qualität aufzunehmen. Demnach arbeitet Canon an einem Prototyp der Videos in 4K-Auflösung aufnehmen kann. Der Body ist allerdings ähnlich mit dem der Canon EOS 1D-Serie. Offiziell hingegen wurden zwei Kameramodelle vorgestellt und natürlich viele dazugehörige Objektive. Das erste Modell, die EOS C300, ist ein Camcorder mit einem Bajonett für Wechselobjektive. Das Besondere: Es können gewöhnliche EF-Objektive von Canon verwendet werden, so zum Beispiel das beliebte und lichtstarke Teleobjektiv EF 70-200 2.8L. Das zweite Modell hört auf den Namen C300 PL und kommt mit einem PL-Bajonett für entsprechend neue Objektive daher. Auf EF-Support muss hier verzichtet werden. Beide Modelle messen rund 133 x 179 x 171 Millimeter und wiegen rund 1,5 Kilo.

Bisher namenslose Canon EOS DSLR für 4K-Videoaufnahmen

Als Sensor kommt ein CMOS-Sensor mit 8,3 Megapixeln zum Einsatz, der etwas größer ist als die gewöhnlichen 35-mm-Sensoren. Dieser kann Videos mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln für jede der drei RGB-Farben aufnehmen. Auch Bildwiederholraten von 59.41i, 50.00i, 29.97p, 25.00p, 23.98p und 24.00p sind möglich. Außerdem können Aufnahmen mit bis zu 60-facher Geschwindigkeit aufgenommen werden. Wenn mal Slow-Motion ran muss, gibt es dafür auch einen Modus, der dann mit bis zu 1 /2,5-facher Geschwindigkeit aufnimmt. Als Bildprozessor kommt ein Digic DV III zum Einsatz.

Die Mediendateien müssen auch auf ein Medium gespeichert werden, also kommen gleich zwei Compact-Flash-Slots zum Einsatz, wodrauf dann Videos parallel gespeichert werden können. Zudem können Videos mithilfe eines HD/SD-SDI-Ausgang extern aufgenommen werden. Auch für die Fernsteuerung mit Computer, Smartphone und Tablet kann ein externes WLAN-Modul installiert werden, welches optional erhältlich sein werden.

Preislich sind die Modelle EOS C300 und EOS C300 PL nichts für Hobby-Videographen: Rund $20.000 muss nur für den Body hingelegt werden. Dazu kommen natürlich die Objektive, was schnell den Preisrahmen sprengen kann. Ab Januar 2012 sollen beide Modelle auf den Markt kommen.

Quelle: Canon


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