Speichermedien

Corsair Force Series 3 - 120 GB SSD

S-ATA 3.0 Gbit/s, eine Schnittstelle die den meisten wohl besser unter der umgangssprachlichen Bezeichnung S-ATA II bekannt sein dürfte, hat im Bereich der Solid State Drives langsam ausgedient. Kein Wunder, so existiert diese Art der Anbindung physikalischer Laufwerke an den Rest des Rechners schon seit dem Jahre 2005. S-ATA 6.0 Gbit/s, ein 2009 fertiggestellter Standard, löst die inzwischen betagte Schnittstelle ab.

Ganz richtig ist dieses Statement freilich nicht, denn in den meisten Fällen reicht gar S-ATA 1.5 Gbit/s völlig aus. Mit ca. 150 MB/s (exakt: 178,81393 MB/s) bietet diese genügend Bandbreite für die meisten Festplatten.
Heute sollen bei uns allerdings auch keine klassischen Festplatten getestet werden, sondern ein Solid-State-Drive, ausgerüstet mit dem aktuellen Controller aus dem Hause SandForce und einer maximalen Übertragungsrate von 550 MB/s. Verständlich, dass wir bei so einer enormen Leistung auch genügend Freiraum bieten müssen, sodass sich diese frei entfalten kann.   Die Rede ist hierbei von einer Platte der neuesten Generation, bereitgestellt von Corsair, einem der renommiertesten Speicherhersteller auf dem Markt. Bei dem heute zu begutachtenden Objekt handelt es sich um eine „Corsair Force Series 3" mit einem Speichervolumen von 120 GB.  

  Passend zu diesem Beitrag wurde im vergangenen Monat noch ein Artikel, über eine mit dem alten SandForce Controller und an S-ATA II angebundene SSD, von PCMasters veröffentlicht. Wir sind schon sehr gespannt, wie viel mehr Leistung die neue Generation bieten kann und / oder ob sie doch noch einige Schwächen mit sich bringt. Die Fakten sprechen zwar eine eindeutige Sprache, aber für uns zählen nur die wahren Werte, wir glauben nur das, was wir auch mit eigenen Augen gesehen (getestet) haben. „May the FORCE be with you!" Und nun viel Spaß beim Lesen!  
Ein großes Dankeschön schicken wir an dieser Stelle zu den Mitarbeitern von Corsair, die uns das Testmuster zur Verfügung gestellt haben.



Technische Details Wie bereits zu Beginn erwähnt, handelt es sich bei dem heute zu testenden Modell um eines der „neuen Generation", eine SSD, die an einen S-ATA 6 Gbit/s Port angeschlossen wird. Der Anschluss alleine bringt natürlich noch keine Geschwindigkeit. Damit die knapp 700 MB/s auch nur annähernd ausgereizt werden können, bedarf es einer besonderen Hardware.
Der neue Sandforce Controller soll in Verbindung mit den verbauten 25 nm Flash-Chips eine Datenrate von bis zu 550 MB/s (lesend) leisten können. In unserem letzten Review sind wir noch einmal verstärkt auf die Leistungsmerkmale des Sandforce SF-1200 Controllers eingegangen. Im Großen und Ganzen sind die Features gleich geblieben, dennoch seien einige Änderungen und Verbesserungen an dieser Stelle kurz angeschnitten.
Zum einen ist die Steuereinheit nun selbstverständlich S-ATA III kompatibel. Zum anderen wurde diese auch an die neuen Flash-Chips angepasst. Diese werden nun zumeist mit der 25 nm, vereinzelt auch noch in der 35 nm Technologie gefertigt. Vorteil immer kleiner werdenden Strukturen ist ganz klar der Preis, der aufgrund sinkender Produktionskosten für den Endkunden kleiner wird. Nachteil ist jedoch die Haltbarkeit der Chips. Lebensdauer der 50 nm Bausteine waren etwa 10.000 Schreib-Zyklen. Bei 25 nm Modellen hat sich dieser Wert auf weniger als die Hälfte reduziert. Genau an diesem Punkt setzt Sandforce an und bietet einen verbesserten Kompressionsalgorithmus, mit dessen Hilfe Dateien schon vor dem eigentlichen Schreiben verkleinert werden und so unterm Strich weniger Schreiboperationen durchgeführt werden müssen. Auch ein verbessertes Wear-Leveling, ein System, welches einheitliche „Abnutzung" aller Chips gewährleistet, wurde dem Controller, aus der 2. Generation stammend, spendiert. Weiterhin wurde die Sicherheit der Datenverschlüsselung überarbeitet. So wurde bei den bisherigen Modellen die Codierung mit 128 Bit vorgenommen. Neben dieser Variante kommt bei den neuen ebenfalls eine 256 Bit Verschlüsselung hinzu. Der Controller entscheidet automatisch, welche der beiden auf die abzulegenden Dateien angewandt wird.   Corsair verwendet, im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern ein eigenes Platinenlayout, anstelle des Referenzlayouts. Neben dem Sandforce SF-2281 Controller befinden sich noch eine ganze Menge an Flash-Bausteinen auf der grünen Platte. Bei den Speichern handelt es sich um asynchrone Speicher, die verglichen zu synchronen zwar etwas langsamer, aber auch um einiges günstiger sind. Wie bereits angesprochen, werden diese in einem 25 nm Fertigungsverfahren hergestellt. Nachfolgende Übersicht zeigt die wichtigsten Merkmale noch einmal:

 

Corsair Force Series 3 - 120 GB

Modellbezeichnung

CSSD-F120GB3-BK

Kapazität

120 GB

Cache

keinen (lediglich ein kleiner Cache direkt im Controller)

Controller

Sandforce SF-2281

Chips

MLC NAND (25 nm)

Leserate (theoretisch)

550 MB/s
Schreibrate (theoretisch)

510 MB/s

Formfaktor

2,5''

Garantie

3 Jahre

 

  Trotz der beträchtlich kürzeren Lebensdauer der 25 nm Chips, ist die Garantiezeit mit 3 Jahren, verglichen mit den Modellen der vorherigen Generation, gleich geblieben. Da die Speicherung der Dateien auf dem Rechner ein sehr kritisches und zugleich auch ein sehr wichtiges Thema ist, halten wird diese Zeit auch für angemessen. Zwar können immer unglückliche Umstände eintreten, die zu Datenverlust führen, dennoch ist es beruhigend zu hören, dass die Platten für mindestens eine solche Zeitspanne ausgelegt sind.   Kurz ansprechen möchten wir wie immer auch die Optik. Diese fällt, wie bei vielen anderen Modellen, sehr schlicht, aber seriös aus. Wer es etwas bunter mag, kann zur „GT" Variante des gleichen Modells greifen. Diese bietet neben einem knallroten Gehäuse auch noch synchrone, anstelle asynchroner Flash-Speicher. Dementsprechend tiefer muss man allerdings auch in sein Portemonnaie greifen.
Der Retailverpackung liegen neben der SSD an sich, noch ein 3,5‘‘ Einbaublech und diverse Schrauben bei.  

 

 

  Benchmark Ganz der Ermittlung der wahren Leistung verschreiben wir uns in diesem Kapitel. Hervorragende Werte verspricht das Datenblatt. Jeweils über 500 MB/s lesend und schreibend, sollen in der Spitze erreichbar sein. Unser eigens zu diesem Zweck entworfener Prüfstand soll aufdecken, ob diese Angaben auch für die Realität zutreffen. Interessant dürfte für viele sicherlich auch der Vergleich mit Ergebnissen aus älteren Reviews sein. Dadurch ist man in der Lage, abzuschätzen, ob sich eine Neuanschaffung lohnt oder man weiterhin bei seinem bisherigen System bleiben kann.
Das Testsystem ist, bezogen auf unser letztes Review, nahezu gleich geblieben. Eine Änderung mussten wir dennoch vornehmen. Bekanntermaßen setzen die neuen SSDs ja auf einen S-ATA III Port. Leider verfügte unser Gigabyte Board nicht über einen solchen. Das Problem konnte jedoch, durch Einbau einen PCIe 4x Karte von Asus gelöst werden. Auf der Steckkarte befindet sich ein S-ATA 6 Gbit/s Controller von Marvell, welcher unseren Testrechner auch dieser Anforderung gerecht werden lässt.  

Testsystem Konfiguration

Prozessor

Intel Core i5 750 (2,67GHz)

CPU-Kühler

Scythe Mugen

Grafikkarte

Zotac GeForce GTX 470 mit 1280 MB DDR5 Ram

Mainboard

Gigabyte Ga-P55-UD4

Netzteil

Scythe Kamariki 550Watt

Betriebssystem

Microsoft Windows 7 Ultimate 64bit

Arbeitsspeicher

2x2 GB Kingston Hyper X DDR3 12800 - 1600 MHz

    Um ein möglichst ausgewogenes Ergebnis zu erhalten, kamen bei unseren Tests 8 verschiedene Programme zum Einsatz, woraus wiederrum 22 Einzeldisziplinen resultierten. Im Vergleich zum letzten Review wurde der ATTO Disk Benchmark in unser Repertoire aufgenommen. Eine kleine Einführung in die Vorgehensweise werden wir vor jedem Benchabschnitt bereitstellen. Aus diesem Grund zunächst eine einfache Einteilung der verwendeten Tests:
  • Test 1: Installation von Windows 7 Ultimate 64 bit
  • Test 2: Bootracer - Log In
  • Test 3: Bootracer - Desktop
  • Test 4: Installation von Microsoft Office 2007
  • Test 5: WinRAR v3.90d x64: Packen meines Supreme Snowboarding Ordners (338MB, 6457 Dateien, 2212 Ordner)
  • Test 6: WinRAR v3.90d x64: Entpacken des Supreme Snowboarding Archivs
  • Test 7: Photoshop CS4: Öffnen einer 54,7 MB Datei
  • Test 8: Kopieren eines Ordners:
  • Test 9: AS SSD Benchmark v1.6.4067: Kopier-Benchmark (ISO, Program, Game)
  • Test 10: HD-Tune v2.55: Minimale Lesegeschwindigkeit
  • Test 11: HD-Tune v2.55: Maximale Lesegeschwindigkeit
  • Test 12: HD-Tune v2.55: Durchschnittliche Lesegeschwindigkeit
  • Test 13: AS SSD Benchmark v1.6.4067: Sequentielle Leserate / Schreibrate
  • Test 14: AS SSD Benchmark v1.6.4067: 4K Random Leserate / Schreibrate
  • Test 15: AS SSD Benchmark v1.6.4067: 4K Random (64 Threads) Leserate / Schreibrate
  • Test 16: AS SSD Benchmark v1.6.4067: Zugriffszeit
  • Test 17: Crystal Disk Mark v3.0.1: Sequentielle Leserate / Schreibrate
  • Test 18: Crystal Disk Mark v3.0.1: 512K Random Leserate / Schreibrate
  • Test 19: Crystal Disk Mark v3.0.1: 4K Random Leserate / Schreibrate
  • Test 20: Crystal Disk Mark v3.0.1: 4K Random (32 Threads) Leserate / Schreibrate
  • Test 21: ATTO Disk Benchmark v2.46: Lesen
  • Test 22: ATTO Disk Benchmark v2.46: Schreiben
    Die Tests 1 bis einschließlich 9 sind Stellvertretend für alltägliche Anwendungen und somit auch repräsentativ für die tatsächliche Arbeitsgeschwindigkeit und die damit verbundene Leistungssteigerung. Die Tests 10 bis 22 sind eher theoretischer Natur und bringen in erster Linie Maximalwerte zum Vorschein.   Test 1: Installation von Windows 7 Ultimate 64 bit Unser Test beginnt mit einer komplett leeren, unpartitionierten Platte. Mittels der Windows 7 Installations-DVD booten wir den Rechner, um das Betriebssystem aufzuspielen. Da eine schnelle Abhandlung dieser Routine durchaus von Bedeutung sein kann, haben wir die Zeit gemessen, in der der eigentliche Installationsvorgang abläuft, sprich ab dem Zeitpunkt, ab dem keine Eingaben mehr getätigt werden müssen. Die Zeit bis zum anschließen Reboot wurde per Stoppuhr festgehalten. Aufgrund der Abhängigkeit der restlichen Schritte vom Benutzer, wurde der Test auf diesen Bereich beschränkt.  


  Mit einer Zeit von etwas mehr als 12 Minuten liegt Corsair hier sehr gut im Rennen. Zweiter Platz bedeutet dieses Ergebnis am Ende. Etwas ernüchternd ist das Resultat aber dennoch: Gleich im ersten Test musste sich unser nagelneues Modell dem alten SF-1200 geschlagen geben.       Test 2 und 3: Bootracer Log In und Desktop Ebenfalls von großer Bedeutung ist ein schnell bootendes System, schließlich möchte man ja möglichst schnell arbeitsfähig sein. Mit Hilfe des Tools „Bootracer" lässt sich die Zeit, die der Rechner beim Hochfahren bis zum Log In Screen bzw. zum Desktop benötigt, automatisiert messen. Hierbei zählt die Ladezeit von Windows. Aus jeweils drei Durchgängen wurde der Durchschnittswert ermittelt.  



  Schneller als mit den Force Series 3 bootete bisher noch kein System. Lediglich 10 Sekunden ließ sich unser Rechner hierfür Zeit. Leider vergingen jedoch weitere 6 Sekunden, bis auch der Desktop komplett geladen wurde. Dies gelang anderen in der Vergangenheit bereits schneller. Dennoch sollte man die Leistung nicht schmälern, denn der Rechner ist nach dem Einschaltvorgang im Handumdrehen startklar.       Test 4: Installation von Microsoft Office 2007 Die Installation von Microsoft Office in der Version von 2007 ist sehr umfangreich, dementsprechend viel Zeit wird auch benötigt, um das Paket auf den Rechner zu transferieren. Die Dauer der Installation wurde hier, ähnlich wie schon zuvor, mit einer Stoppuhr gemessen. Dabei zählt die Zeit, die die eigentliche Installation braucht, praktisch ab der letzten manuellen Auswahl.  


  Nicht einmal zwei Minuten benötigt man, um das komplette Office 2007 Paket einsatzbereit zu machen. Dies ist ein sehr guter Wert, wenn man bedenkt, dass viele Programme weit weniger Umfangreich sind und dementsprechend noch schneller verfügbar sind.       Test 5 und 6: WinRAR Packen und Entpacken Der installierte Ordner des Kult-Snowboardgames „Supreme Snowboarding" besteht aus 6.457 Dateien, welche sich in 2.212 Ordnern verteilen. Ziel dieses Benchmarks ist es, das 338 MB große Paket möglichst schnell zu einem WinRAR-Archiv zu packen bzw. das fertige Archiv, mit einer Größe von 147 MB möglichst schnell zu extrahieren. Selbstverständlich wurde nach jedem Durchlauf von insgesamt dreien ein Reboot durchgeführt. Schließlich wollen wir die Platte und nicht unseren RAM testen.  



  Etwa 11 Sekunden zum Entpacken einer 338 MB großen Datei sind mehr als fix. Auch im Vergleich zu älteren Kandidaten schneidet unsere heute getestete Platte sehr gut ab. Wirklich absetzten konnte sie sich jedoch auch in diesem Test nicht. Vor allem beim WinRAR Packtest wird dieser Sachverhalt deutlich, dort liegt sie gar hinter Adatas S599 zurück.       Test 7: Öffnen einer Datei Das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop muss oftmals sehr große Dateien handeln. Zum einen dauert der Startvorgang des Programms an sich mit einer herkömmlichen HDD schon eine ganze Weile, zum anderen kommt aber zusätzlich auch noch eine 54,7 MB große Datei hinzu. (Zum Vergleich: Der Startvorgang mit einer normalen HDD benötigte etwa 15 Sekunden.)  


  Die Unterschiede zwischen den einzelnen Probanden sind sicherlich marginal, dennoch zeichnet sich hier ein klarer Trend in den einzelnen Durchläufen, als auch letztendlich im Durchschnittswert ab. Gerade einmal 2,9 Sekunden verstreichen, bis Photoshop komplett mit samtenem Bild geladen ist. Flüssiges Arbeiten ist somit vorprogrammiert.       Test 8: Kopierleistung Ein Ordner, bestückt mit Dateien mit einem Gesamtvolumen von 2,6 GB soll dupliziert werden. Der Ordner befindet sich zum Zeitpunkt des Tests ebenfalls auf dem Solid State Drive. Dieser muss also schnell Lesen und schnell Schreiben können und sollte am besten auch noch in der Lage sein, dies alles gleichzeitig zu tun.  


  2,6 GB, kopiert in 30,2 Sekunden entsprechen einer Kopierrate von etwa 88 MB/s. Vor allem bei Operation mit aneinanderhängenden Dateien scheint sich die erhöhte Bandbreite des S-ATA 6Gbit/s Ports auszuzahlen. Deutlicher Sieger wird das heute getestete 120 GB Modell in dieser Kategorie.    
Test 9: AS SSD Benchmark Kopier-Leistung Mit Hilfe diesem, speziell zum Testen von SSDs entwickelten Tools, ist es unter anderem möglich, die Transferrate bei Kopieraktionen zu ermitteln. Da uns dieser Bereich sehr alltagsrelevant erscheint, haben wir diesen gleich durch zwei Testmethoden abgedeckt.  

  Gleiches wie in Test 8 scheint auch hier zum Tragen zu kommen. Ein deutlich höherer Datendurchsatz zeichnet sich bei der Force 3 ab.    
Test 10, 11 und 12: HD-Tune Schreibrate Minimal, Maximal und Durchschnitt HD-Tune ist ein Benchmark theoretischer Natur. Es werden die minimalen, die maximalen als auch die durchschnittlichen Schreibraten von Festplatten ermittelt und angezeigt. Auch bei dieser Testreihe wurden drei Läufe absolviert und der Mittelwert errechnet.  




  Die minimale Schreibrate befindet sich auf einem sehr guten, die maximale Schreibrate gar auf einem noch Besseren Level. Positiv ist an dieser Stelle ebenfalls zu erwähnen, dass die Leistung über fast den gesamten Speicherbereich konstant war und keine Einbrüche wie bei der kürzlich getesteten Adata SSD festgestellt werden konnten. Dies signalisiert der knapp unterhalb des Maximalwertes liegende Durchschnittswert.       Test 13, 14, 15 und 16: AS SSD Benchmark: Sequentiell, zufällig und Zugriffszeit Neben der Kopierleistung lassen sich mit diesem kleinen Programm auch noch andere Benchergebnisse ermitteln. Nun sollen Die Schreib- und Leserate des Flash-Speichers ermittelt werden. Der Test wird einmal sequentiell, also mit aneinander hängenden Daten und mit zufällig verteilten 4K-Blöcken durchgeführt. Der 4K-Test spaltet sich wiederrum in eine, als auch 46 Anfragen gleichzeitig auf. Zu guter Letzt wurde noch die Zugriffszeit ermittelt. Der AS-Benchmark selbst ermittelt schon Durchschnittswerte. Da wir all unsere Runs mehrmals durchführen, wurden diese Werte abermals gemittelt und ein abgerundetes Resultat erzeugt.  





  Hervorzuheben ist bei diesem Test vor allem die sequentielle Schreibrate, welche mehr als 50% besser als bei der S599 ist. Von allen anderen Werten hatten wir uns doch deutlich mehr erhofft. Zu früh wollen wir jedoch kein Urteil verkünden, denn es folgen ja noch 2 Benchmarktools.    
Test 17, 18, 19 und 20: Crystal Disk Mark: Sequentiell und zufällig Eine ähnliche Testweise wie der AS SSD Benchmark bietet auch Crystal Disk Mark. Ebenfalls wird die Platte hier auf Lese- und Schreibgeschwindigkeiten überprüft. Lediglich die Unterteilungen sind hier etwas anders gewählt. Die vier Bereiche sind sequentiell, 512K zufällig, 4K zufällig und 4K zufällig mit 32 Anfragen zur gleichen Zeit.  






Auch hier kommt wieder ähnliches zum Vorschein. Sequentielle Tests wickelt Corsairs Speicherensemble souverän und schnell ab, sind die Dateien jedoch zufällig verstreut, so wird der Vorteil der erweiterten Bandbreite von S-ATA III hinfällig und die Ergebnisse fallen ähnlich wie bei S-ATA II Platten aus.       Test 21 und 22: ATTO Disk Benchmark: Lesen und Schreiben Mit Hilfe dieses Benchmarks ermitteln die Hersteller die theoretischen Maximalwerte in Sachen Lese- und Schreibperformance ihrer SSDs. Auch wir wollen es ihnen gleich tun und prüfen unsere Testmuster mittels dieses Tools.

 


Je größer die zu transferierende Datenmenge wird, desto höher wird der Datendurchsatz. Die vom Hersteller angegebenen Werte konnten wir leider nicht bestätigen. Dies soll jedoch nicht die Leistung der SSD schmälern, sondern vielmehr die unserer PCIe S-ATA Karte. Diese bildete leider bei diesem Test den Flaschenhals.  
Fazit Ein, wie wir selbst finden, sehr interessantes und aufschlussreiches Ergebnis liefert uns dieser Bericht. Die SSDs der neuesten Generation sind aufgrund der erhöhten Bandbreite schnell - verdammt schnell. Insbesondere wenn es darum geht, große, aneinanderhängende Datenmenge und Dateien zu handeln. Die Anschaffungskosten für ein solches Stück Technik halten sich ebenfalls in Grenzen. Die heute getestete Corsair Force Series 3 mit einer Kapazität von 120 GB schlägt mit etwa 160€ zu Buche, was angesichts des Leistungszuwachses, verglichen mit einem System mit herkömmlicher Festplatte sicherlich akzeptabel ist.   Doch was ist mit all denen, die bereits eine SSD mit S-ATA II Anschluss besitzen? Wer viel kopiert und viele Archive entpackt, dem geben wir eine klare Kaufempfehlung, alle anderen, die ihr System hauptsächlich im Anwendungsbereich verstärken wollen, können ohne weiteres bei ihrem „alten Eisen" bleiben. Den erhofften Performanceboost werden diese dann nämlich vergebens suchen.   „The FORCE will be with you, always." Oder anders gesagt, im Stich lassen wird uns Corsairs SSD sicherlich nicht. Weder was die Leistung, noch was die Zuverlässigkeit angeht. Letzteres natürlich auch aufgrund der neuen Revision der SSD, welche mit neuer Firmware und leicht abgeänderter Hardware für deutlich mehr Stabilität sorgen soll.  

 

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