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Microsoft Manager baut Fusionsreaktor in seiner Garage

Was wäre eine Welt ohne Gesetze? Vermutlich eine, in der gnadenloses Chaos herrschen würde und jeder Mensch macht, was er will. Doch auch in der Natur gibt es Gesetze, auch wenn diese bereits vorgegeben sind und von klugen Köpfen entdeckt werden wollen - sei es etwas simples wie das Ohmsche Gesetz oder eine umständlichere Version wie das Gravitationsgesetz von Newton. Das Problem ist nur, dass sich heutzutage immer weniger Jugendliche für Chemie, Biologie und Physik interessieren. Doch dem will Microsoft Manager Carl Greninger nun ein Ende setzen, indem er mit einer Gruppe Jugendlicher in seiner Garage einen Fusionsreaktor baut und ihnen die Welt der Physik näher bringt.

Carl Greninger ist genau genommen Program Manager für IT Operations bei Microsoft und stand eines Tages in einem Klassenraum in dem gerade Physik unterrichtet wurde - allerdings so, dass vermutlich die halbe Klasse kurz vor dem Einschlafen war. Da beschloss er sich eine Gruppe von 13 - 17 jährige Jugendliche zu suchen und baute seinen eigenen Kernfusionsreaktor in seiner Garage. Wie das Ganze ausseht könnt ihr in dem folgenden Video bestaunen:  

  Bei dem gebauten Modell handelt es sich um einen sog. Farnsworth-Hirsch-Fusor, der auf dem Elektrostatischen Trägheitseinschluss beruht. Dabei werden Wasserstoffisotope, bspw. Deuterium und Tritium, fusioniert, wodurch bei dem genannten Beispiel ein Helium-4-Kern und ein freies Neutron entsteht. Für alle, die es genauer wissen wollen: Im Inneren des Fusors werden durch ein elektrisches Feld Deuterium- und Tritiumionen eingeschlossen, die von außen mit elektrisch beschleunigten anderen Ionen beschossen werden. Dadurch kann man auf die extremen Temperaturen verzichten, die sonst in Fusionsreaktoren wie dem ASDEX Upgrade herrschen - daher auch der Name "kalte Fusion".   Zum Schluss müssen wir jedoch diejenigen enttäuschen die denken, dass sie sich ihre eigene Stromversorgung in ihrem Keller bauen können. Einerseits sollte man die Gefährlichkeit des Geräts aufgrund der freiwerdenden Neutronen nicht unterschätzen und andererseits erzeugt es lediglich einige Mikrowatt, weswegen es in den Laboren auch nur als Neutronenquelle eingesetzt wird. Dennoch ein gelungener Versuch den Leuten die Welt der Physik näherzubringen!   Quelle: Channel 9


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