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Neues im Rechtesstreit zwischen GeoHot und Sony

Der Name George Hotz wird vermutlich nicht sehr vielen von euch etwas sagen, viel eher dürfte er unter seinem Nickname „GeoHot“ bekannt sein. Der aus den USA stammende Hacker befindet sich im Moment in einem Rechtsstreit mit Sony wegen des von ihm am 3. Januar 2011 auf seinem Blog veröffentlichten Root Keys der PlayStation 3.



Der im Oktober 1989 geborene George Francis Hotz, der sich selbst geohot, million75 oder mil nennt, ist unter anderem wegen seiner Exploits für das Apple iPhone und iPad recht bekannt. Er beschäftigte sich seit Ende 2009 mit einem PlayStation 3 Hack. Einen kleinen Sieg hat Sony jedoch doch errungen: GeoHot wurde mit einer einstweiligen Verfügung (Temporary Restraining Order) dazu gezwungen, seine gesamte technische Ausstattung zur Verfügung zu stellen und keine weiteren Veränderungen mehr daran vornehmen durfte.   GeoHot veröffentlichte in Folge dessen ein Rap-Video als Teil des „Light It Up Contest“ auf seinem Youtube-Channel in dem er Sony angreift und seine Handlungen verteidigt:    

  Das Video ist natürlich nicht ganz ernst zu nehmen, wie GeoHot auch in seinem eigenem Blog (http://geohot.com/) erklärt. In ebenjenem Blog hat er dazu aufgerufen, ihn finanziell zu unterstützen, damit er sich eine entsprechende Verteidigung leisten kann. Anscheinend hatte er seine Beliebtheit stark unterschätzt, denn innerhalb von weniger als einem Tag hatte er genug Geld zusammen und hat die erste Spendenrunde damit beendet. Der Rest des Blogs ist größtenteils wie eine FAQ-Abteilung aufgebaut, in der GeoHot mögliche Fragen vorwegnimmt und beantwortet.   Die Lücke, über die sich die PS3 hacken lässt, lässt sich anscheinend nicht einfach per Patch beheben, deswegen ist der Schaden für Sony recht groß.   Hotz behauptet, Sony würde das Verfahren in die Länge ziehen, um schließlich einen reinen Ressourcenkampf zu gewinnen, da die Firma laut Hotz darauf baut, den Rechtsstreit in die Länge zu ziehen bis ihm die Mittel ausgehen. Sony hatte eine Verlegung des Verfahrens nach Kalifornien, den Sitz der Firma in Amerika beantragt. Ebenfalls eine große Streitfrage ist, wie weit die Anwälte von Sony bei der Durchsuchung von geohots Festplatten gehen dürfen. Zuletzt hatten sie verlangt, seine E-Mails dursuchen zu dürfen.   Wer darüber nachdenkt, seine eigene PS3 zu jailbreaken, der soltle sich im Klaren darüber sein, das Geräte, die mit Jailbreak beim Online-Spielen erwischt werden für immer vom Playstation Network gebannt werden. George Hotz, der sich sicher ist, im Recht zu sein (laut seinem Blog: “Zum Beispiel glaube ich, dass Apple jedes Recht dazu hat, ihr iPhone in der Fabrik abzuschotten so sehr sie es wollen, aber sobald es bezahlt ist und mir gehört, habe ich das Recht es zu knacken, zu zerstören, Jailbreaks zu finden, es anzusehen und es zu hacken“) sieht die Situation weiterhin locker.
Wir werden euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden im Fall „Sony versus George Hotz“ halten.   Quelle: GeoHot


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