Steam Deck OLED Limited Edition White (Bild © Valve / Steam)
Handhelds: maximale Mobilität, wachsende Leistung
Für viele Reisende sind Handhelds der einfachste Einstieg, weil Bildschirm, Steuerung und Akku in einem Gerät vereint sind. Die Nintendo Switch 2 wiegt mit Joy-Con nur 534 Gramm und bietet exklusive Spiele, die du sonst nirgends findest. PC-Spiele kannst du darauf aber nicht spielen.
Hier kommen PC-Handhelds ins Spiel. Das Steam Deck OLED (640 Gramm) ist mit seinem starken 50-Wh-Akku und dem kontrastreichen Display ein guter Kompromiss, stößt aber bei aktuellen AAA-Spielen an seine Grenzen. Mehr Leistung bekommst du mit dem Asus ROG Xbox Ally X: Er wiegt 715 Gramm, läuft mit Windows 11 und hat einen großen 80-Wh-Akku. In den Handheld-Benchmarks von GameStar liegt der MSI Claw 8 EX AI+ klar vorne, ist mit 785 Gramm aber auch am schwersten.
Beim Preis solltest du genau hinschauen, denn die Speicherkrise hält die Kosten für Handhelds auch 2026 hoch. Für Gelegenheitsspieler mit Steam-Bibliothek ist das Steam Deck meist die beste Wahl. Ally X und Claw sind eher für alle, die aktuelle Blockbuster flüssig in Full HD spielen wollen. Xbox-Fans sollten wissen: Native Xbox-Konsolenspiele laufen auf dem Ally X nur über die Cloud.
Dünne Gaming-Laptops: mehr Leistung, mehr Gewicht
Wenn du unterwegs nicht nur spielen, sondern auch arbeiten oder Videos schneiden willst, brauchst du meist einen Laptop. Schlanke 14-Zoll-Modelle sind inzwischen richtig stark: Das Asus ROG Zephyrus G14 (2026) hat eine GeForce RTX 5070 Ti, ist nur 16,3 Millimeter dünn und wiegt etwa 1,6 Kilogramm. In der gleichen Gewichtsklasse liegt auch der Acer Predator Triton 14 AI mit RTX 5070 und OLED-Display.
Der Nachteil ist der Akku. Im Test von PC-WELT hielt das Vorjahresmodell des Zephyrus G14 beim Videoschauen fast 13 Stunden durch. Beim Spielen ohne Netzteil wird die Leistung aber deutlich reduziert. Unter hoher Last werden die dünnen Gehäuse außerdem spürbar warm, und preislich liegen diese Laptops meist im oberen Bereich. Die folgende Übersicht vergleicht die genannten Geräte.
| Gerät | Gewicht | Stärken | Kompromisse |
|---|---|---|---|
| Nintendo Switch 2 | 534 g (mit Joy-Con) | Sehr handlich, Nintendo-Exklusivtitel | Keine PC-Spiele |
| Steam Deck OLED | 640 g | OLED-Display, ausdauernder 50-Wh-Akku | Wenig Reserven für aktuelle AAA-Titel |
| Asus ROG Xbox Ally X | 715 g | Hohe Leistung, 80-Wh-Akku, Windows 11 | Kein Netzteil im Lieferumfang |
| MSI Claw 8 EX AI+ | 785 g | Spitzenleistung unter den Handhelds | Sehr hoher Preis |
| Asus ROG Zephyrus G14 (2026) | ca. 1,6 kg | RTX 5070 Ti im 14-Zoll-Format | Oberklassepreis, am Akku gedrosselt |
Zubehör: kleine Teile, große Wirkung
Das Hauptgerät ist nur ein Teil des Ganzen. Erst das richtige Zubehör macht dein Setup wirklich bequem, aber jedes zusätzliche Teil wiegt im Rucksack. Die Faustregel: Nimm lieber wenige, vielseitige Begleiter mit als viele Spezialgeräte.
Maus
Für Shooter und Strategiespiele am Laptop brauchst du unbedingt eine Maus. Ultraleichte Funkmäuse passen in jede Seitentasche, und ein 2,4-GHz-Empfänger sorgt für weniger Verzögerung als Bluetooth. Ein kleines Hartschalen-Etui schützt Sensor und USB-Dongle vor Stößen.
Controller
Ein Bluetooth-Controller ist am Laptop oder Hotelfernseher eine sinnvolle Ergänzung. Handheld-Besitzer brauchen ihn nicht, und Switch-2-Spieler können die abnehmbaren Joy-Con sogar zu zweit nutzen. Praktisch sind Controller mit USB-C-Akku, denn dann reicht ein Ladekabel für alle Geräte.
Headset
Im Flugzeug oder Großraumabteil macht das Headset oft den Unterschied beim Spielerlebnis. Over-Ear-Modelle mit aktiver Geräuschunterdrückung blenden Triebwerkslärm aus, sodass du die Lautstärke niedriger einstellen kannst. Das schont dein Gehör auf langen Strecken. Mit Klinkenanschluss funktioniert das Headset auch am Bordunterhaltungssystem.
Online spielen fern der Heimat
Viele Spiele brauchen auch unterwegs eine Internetverbindung, zum Beispiel für Multiplayer, Cloud-Spielstände oder große Updates. Hotel-WLANs sind oft langsam. Zudem sind sie unsicher, weil unverschlüsselte Daten leicht mitgelesen werden können. Wenn du vor der Abreise eine eSIM für dein Reiseland aktivierst, kannst du Laptop oder Handheld über den Smartphone-Hotspot verbinden und bist nicht auf fremde Netzwerke angewiesen. Für Cloud-Gaming solltest du auch die Netzabdeckung am Zielort prüfen, denn Streaming reagiert empfindlich auf schwankende Verbindungen. Große Downloads erledigst du am besten schon zu Hause. Viele Spiele bieten außerdem Offline-Modi, die bei schlechtem Netz die Wartezeit überbrücken.
Akkus und Flugregeln: was ins Handgepäck darf
Ohne Strom bringt das beste Setup nichts. Ein kompaktes GaN-Netzteil mit mehreren USB-C-Anschlüssen lädt Laptop, Handheld und Smartphone gleichzeitig. Beim Asus ROG Xbox Ally X brauchst du ein eigenes Netzteil, weil keines im Lieferumfang dabei ist.
Powerbanks sorgen unterwegs für längere Spielzeit, aber beim Fliegen gelten strenge Regeln. Nach den neuen ICAO-Regeln vom März 2026 darfst du maximal zwei Powerbanks mitnehmen. Sie müssen ins Handgepäck und dürfen an Bord nicht geladen werden. Modelle bis 100 Wh sind ohne Genehmigung erlaubt – eine typische 20.000-mAh-Powerbank hat etwa 74 Wh. Die Lufthansa Group verbietet die Nutzung an Bord sogar ganz.
Weniger Gewicht, mehr Spielzeit
Das perfekte Reise-Setup hängt davon ab, wie viel Leistung du wirklich brauchst. Für Nintendo-Fans und Gelegenheitsspieler ist die Switch 2 kaum zu schlagen. Steam-Nutzer sind mit dem Steam Deck OLED meist am besten beraten, und wer aktuelle Blockbuster flüssig spielen will, nimmt den Ally X oder einen 14-Zoll-Gaming-Laptop. Mit leichtem Zubehör, einem vielseitigen Ladegerät und flugtauglichen Powerbanks hast du ein Setup für jede Reise.

