Surface Laptop SE  Bild © MicrosoftSurface Laptop SE (Bild © Microsoft)

Moderne KI-Text-Tools übernehmen den Markt

Die Anzahl an KI-Tools ist in den letzten Jahren stark angewachsen. Mit modernen Lernprozessen verbessern Text-Tools ihre Fähigkeiten und können immer nahtloser im Geschäftsalltag eingesetzt werden. Rechtschreibprüfung, Text umschreiben oder Vermenschlichen sind einige der wichtigsten Fähigkeiten von KI-Text-Tools. Immer mehr Unternehmen geben an, KI im Geschäftsalltag zu nutzen. Mehr als 57 % bei Großunternehmen und immerhin rund 33 % bei mittleren und kleinen Unternehmen setzen regelmäßig auf KI. Im Mittelpunkt steht die Erstellung von Inhalten, Texten, Bildern und Marketingstrategien.

KI-Texte und ihre Eigenschaften

Künstlich erzeugte Inhalte besitzen in der Regel einige besondere Eigenschaften, mit denen sie leicht zu erkennen sind. Generell vermeiden KI-Texte eine starke persönliche Haltung zu Themen. Es fehlen die Kanten und Ecken. An der Struktur selbst ist auffällig, dass ein gleichförmiger Rhythmus vorliegt. Die Sätze sind oft gleich lang. Hinzu kommt ein starker Einsatz von Modalverben. Die Aussagen werden mit Wörtern wie “sollte”, “kann” oder Ähnlichem abgeschwächt, um keinem Leser auf die Füße zu treten.

In die Sätze werden gern Sonderzeichen eingebaut. Dazu zählen Gedankenstriche und vor allem Doppelpunkte. Generell fehlt bei vielen KI-Texten die fachliche Tiefe. Das spürt man besonders stark, wenn die Prompts nicht spezialisiert genug sind. Prompts sind die Ansagen, die man als Nutzer einer KI-Anwendung gibt, um einen Text zu erstellen.

Gute Prompts erstellen

Für gute Prompts gibt es einige Regeln, denen man folgen sollte. Der erste Stichpunkt dreht sich um die Aufgabe selbst. Hier wird angegeben, ob es sich um einen Text oder um eine Bilderstellung handelt. Für Angaben wird eine einfache und direkte Sprache genutzt. Nur so kommen auch präzise Ergebnisse zustande.

Nach der Definition der Aufgabe selbst wird das Ziel des KI-Textes (oder Bild) genannt. Im Marketing gibt man beispielsweise an, dass eine bestimmte Zielgruppe zum Kauf animiert werden soll. Man kann den Sprachstil und den Ton des Textes vorgeben. Hier müssen Adjektive wie sachlich, höflich oder emotional genannt werden. Dann fehlen noch die Rahmenbedingungen für den Text. Wie lang soll dieser sein oder handelt es sich um eine Auflistung oder um eine Tabelle.

Im konkreten Beispiel sieht das so aus:

Anstatt nur die Angabe ”Schreibe Text zur aktuellen Wirtschaftslage” nutzt man eher konkrete Aussagen wie: “Schreibe einen 700 Wörter langen Text zur aktuellen Wirtschaftslage in Deutschland und seine Auswirkung auf die Beschäftigungszahlen. Der Schreibstil soll sachlich und informativ sein.”

Künstliche Inhalte mit menschlichem Ton kommen besser an

Künstlich erzeugte Texte sind für das gute Auge doch zu erkennen. Wenn man einen solchen Text liest, merkt man durchaus, dass kleine sprachliche Schwachstellen auftauchen. Es wird etwas langweilig und monoton. Diese Tatsache stellen nicht nur die Leser fest, sondern auch die Algorithmen, die Websites auf ihre Glaubwürdigkeit und Wertigkeit der Inhalte hin untersuchen.

Deshalb kommen jetzt immer häufiger neue KI-Tools zum Einsatz, die für menschlichere Texte sorgen. Einige Gründe, warum menschlichere Texte bei den Konsumenten besser ankommen, sind die folgenden.

Lesbarkeit

Die Lesbarkeit wird erhöht, denn menschlich geschaffene Texte wirken organischer. Der natürliche Schreibstil sorgt für ein schnelleres Verständnis auch bei komplizierten Themen. Dazu werden beispielsweise unterschiedlich lange Sätze aneinandergereiht. Dadurch verändert sich der Rhythmus des Textes. Schwerpunkte sind leichter erkennbar. Das sollte vor allem bei technischen Themen erreicht werden, denn diese können schnell trocken wirken.

Höhere Glaubwürdigkeit

Echte Erfahrungen werden von den Suchmaschinen als wertvolle Inhalte gewertet. Damit erhält diese Art von Beiträgen auf lange Sicht ein höheres Ranking. Redewendungen, die auf eine persönliche Erfahrung oder die fachliche Kompetenz eines Autors abzielen, sollten in den vermenschlichten KI-Texten immer wieder auftauchen.

In diesem Zusammenhang wird das Kürzel E-E-A-T interessant. Mit dem E-E-A-T-Konzept versucht Google als eine der wichtigsten Suchmaschinen die Inhalte von Websites zu bewerten. Die Kürzel stehen für Erfahrung (engl. Experience), Fachwissen (engl. Expertise), Autorität (engl. Authoritativeness) und Vertrauenswürdigkeit (engl. Trustworthiness). Wichtig ist also die praktische Erfahrung des Autors und seine fachliche Kompetenz, die sich im Text widerspiegelt. Hinzu kommen vertrauenswürdige Quellen und Transparenz der Informationen.

Individuelle Zielgruppenansprache

Was bei vielen KI-Texten fehlt, ist die individuelle Ansprache. Hier können Humanizer-Tools einiges bewirken, denn mit ihnen wird der Schreibstil verändert. Eine junge Zielgruppe spricht eher auf einen lockeren Schreibstil an. Bei seriösen Themen wie Versicherung oder Gesundheitswesen kommt das Vertrauen der Konsumenten durch einen sachlichen und sehr informativen Stil zustande.

Für technische Artikel scheint eine sachliche Herangehensweise optimal. Doch um technische Prozesse leichter zu verstehen oder neue Produkte vorzustellen, lohnt sich durchaus ein emotionaler Ansatz. Emotionen verstehen Menschen schneller als technische Fachbegriffe. Eine Kombination aus beidem ist perfekt.

Längere Verweildauer auf Websites

Vermenschlichte Artikel erhöhen die Verweildauer auf den Websites. Wenn die Beiträge leichter verständlich sind und komplexe Themen menschlicher präsentiert werden, animiert das die Nutzer, dranzubleiben und weiterzulesen.

Herausbildung der Markenidentität

Für Technikkonzerne aber auch für andere Unternehmen ist eine starke Markensprache wichtig. Mit individuellen sprachlichen Besonderheiten kann man sich und seine Produkte besser von der Masse absetzen.

Schwachstellen bei KI-Texten, die der Mensch optimieren kann

Humanizer-Tools und andere KI-Werkzeuge, die Texte schaffen und verändern, müssen immer mit Vorsicht genossen werden. Die unschlagbaren Vorteile wie Schnelligkeit bei der Recherche und Umsetzung gehen dabei nicht verloren. Tatsache ist jedoch, dass die erstellten Texte auch nach der Vermenschlichung nicht immer fehlerfrei sind. Einige sprachliche Besonderheiten und Zusammenhänge erkennt KI nicht immer richtig. Das gilt auch bei der Grammatik, gerade wenn Schachtelsätze vorhanden sind.

Ein weiterer Punkt ist die Wahrheit der Aussagen. KI basiert ihr Wissen auf den Informationen des Internets oder Daten, die in die Anwendungen eingespeist werden. Die Korrektheit dieser Informationen muss der menschliche Editor noch einmal kontrollieren. KI erkennt Unwahrheiten nicht, wenn diese so im Datennetz vorhanden sind. Deshalb ist eine zweite seriöse Quelle bei kritischen Daten sehr wichtig.

Menschlich klingende KI-Texte sind gerade bei technischen Beiträgen eine große Hilfe für die Leser. Trockene Themen werden aufgelockert und leichter verständlich. Das sind essenzielle Kernpunkte, um Produkte und Technologien zu erklären, ohne dass der Leser nach ein paar Sekunden weiter klickt.