macOS 27 Golden Gate (Bild © PCMasters.de)
Verbesserungen bei der Kern-KI und der Neural Engine
Ein Schwerpunkt von Beta 3 ist die Optimierung der Neural Engine für Apple Intelligence. Das System zeigt nun eine verbesserte Leistung beim Laden großer Modelle mit mehr als 1 GB. Um mehr Transparenz bei der Ressourcenüberwachung zu bieten, wird die mit der Neural Engine verbundene Speicherauslastung nun direkt dem Anwendungsprozess zugeordnet und nicht mehr dem Gesamtsystem. Außerdem ist der Hintergrundzugriff auf die Neural Engine nun eingeschränkt und erfordert eine spezielle Entwicklerberechtigung.
AppKit- und Benutzeroberflächen-Updates
An AppKit wurden wesentliche Änderungen vorgenommen, um die Barrierefreiheit und die Navigation zu verbessern. Die Einführung von NSRefreshController ermöglicht es Entwicklern, „Pull-to-Refresh“-Aktionen in Scroll-Ansichten zu implementieren. Für Power-User wurde ein neuer Tastenkürzel (cmd-shift-f) hinzugefügt, um in Speicher- und Öffnen-Dialogen schnell auf zuletzt verwendete Dateien zuzugreifen.
Das Update ändert auch die Darstellung von Menübildern. Standardmäßig werden Symbolbilder nun in der Menüleiste und in Kontextmenüs ausgeblendet, um ein übersichtlicheres Erscheinungsbild zu gewährleisten; Entwickler können dies jedoch mithilfe der preferredImageVisibility-Eigenschaft überschreiben. Außerdem wurden segmentierte Steuerelemente mit semantischen Rollen aktualisiert; wenn man beispielsweise ein Steuerelement als „Registerkarten“ kennzeichnet, ändert sich dessen visueller Stil und es wird sichergestellt, dass VoiceOver es für sehbehinderte Nutzer korrekt identifiziert.
Übergang von der alten Intel-Architektur
macOS 27 bewegt sich weiter in Richtung eines ARM-nativen Ökosystems. Anwendungen, die zuvor vom Nutzer so konfiguriert wurden, dass sie über Rosetta geöffnet werden, versuchen nun standardmäßig, nativ zu starten, was von Entwicklern eine erneute Überprüfung der Kompatibilität erfordert. Um diesen Übergang zu erleichtern, kennzeichnet eine neue Anzeige im Fenster „Informationen“ Intel-basierte Anwendungen, die unter macOS 28.0 nicht mehr funktionieren werden.
Was weitere Auslauffunktionen betrifft, hat Apple „Encrypted HFS+“ (CoreStorage) zugunsten von APFS auslaufen lassen und das AirPort-Dienstprogramm aus neuen Systeminstallationen entfernt. Das DVDPlayback-Framework wurde ebenfalls aus dem SDK entfernt.
Netzwerksicherheit und Hardware-Unterstützung
Die Sicherheitsprotokolle für kritische Systemprozesse wurden verschärft, darunter solche, die MDM, die automatische Geräteregistrierung und Software-Updates abwickeln. Diese Prozesse erfordern nun strengere TLS-Anforderungen, wonach Server mindestens TLS 1.2 mit Zertifikaten unterstützen müssen, die den App Transport Security (ATS)-Standards entsprechen.
Was die Hardware betrifft, bietet das Betriebssystem nun native Unterstützung für den PlayStation Access-Controller, sodass Nutzer benutzerdefinierte Eingabeprofile direkt auf ihren Geräten erstellen und speichern können. Zudem führt ein neues DiskImageKit-Framework Swift-APIs zur Verwaltung von eigenständigen und gestapelten Disk-Images im ASIF- und Raw-Format ein.
Siri und Home Intelligence-Integration
Home Intelligence wurde durch den Einsatz von „Private Cloud Compute“ erweitert, das nun zur Generierung von Videobeschreibungen und Suchergebnissen für HomeKit Secure Video-Aufzeichnungen genutzt wird. Der Zugriff auf diese Apple Intelligence-Funktionen innerhalb der Home-App setzt jedoch ein 2-TB-iCloud+-Abonnement voraus.
In den Entwicklerhinweisen werden außerdem anhaltende Probleme mit Siri in dieser Beta-Version hervorgehoben, darunter Schwierigkeiten bei der Zuordnung von Kontakten mit identischen Namen, Fehler beim Erstellen wiederkehrender Erinnerungen sowie ungenaue Ergebnisse bei der Suche nach Fotos oder Alben.
