Core Ultra 300 CPUs (Bild © TechPowerUp)
Core Ultra 5 400S-Kernkonfiguration und thermisches Design
Die kommenden Prozessoren werden über ein 22-Kern-Layout verfügen, bestehend aus sechs Coyote-Cove-P-Kernen für hohe Arbeitslasten, zwölf Arctic-Wolf-E-Kernen für Effizienz und vier LPE-Kernen für Aufgaben mit geringem Stromverbrauch. Diese sind in einem einzigen Rechenchip integriert. Intel plant zwei Hauptversionen dieser Konfiguration: ein entsperrtes Modell mit einer TDP von 125 W, das für Übertaktungsbegeisterte konzipiert ist, und eine Standardversion, die auf eine Basis-TDP von 65 W begrenzt ist.
Auswirkungen des großen Last-Level-Caches (bLLC)
Um im Gaming-Sektor effektiver konkurrieren zu können, setzt Intel einen 108 MB großen Last-Level-Cache (bLLC) ein. Dieser architektonische Wandel spiegelt Strategien wider, die von Wettbewerbern eingesetzt werden, um die Leistung in latenzempfindlichen Anwendungen zu verbessern. Durch die Erhöhung der Datenmenge, die näher an den CPU-Kernen gespeichert wird, zielt Intel darauf ab, die Bildraten und die allgemeine Reaktionsgeschwindigkeit in modernen Spieletiteln zu verbessern.
Neuer Sockel und Plattforminfrastruktur
Die Nova Lake-S-CPUs werden auf der Z9x0-Plattform auf den LGA-1954-Sockel umgestellt. Aufgrund der hohen Pin-Anzahl – fast 2.000 Pins – hat Intel einen unabhängigen Lademechanismus (ILM) mit zwei Hebeln eingeführt. Diese mechanische Änderung ist notwendig, um einen stabilen Kontakt und gleichmäßigen Druck über die größeren CPU-Gehäuse hinweg zu gewährleisten. Die neue Plattform ist auf erhebliche Skalierbarkeit ausgelegt; Berichten zufolge kann sie bis zu 52 Kerne in einem einzigen Sockel aufnehmen. Damit werden Kerndichten auf Workstation-Niveau auf den Verbrauchermarkt gebracht. Diese Leistungssteigerung geht jedoch mit einem höheren Energiebedarf einher; Gerüchten zufolge weisen einige Konfigurationen eine PL2-Leistungsaufnahme von bis zu 474 W auf.
Core Ultra 5 400S Markteinführung
Die erste Welle der Nova Lake-S-Prozessoren wird voraussichtlich in einigen Monaten auf den Markt kommen und markiert damit einen bedeutenden Wandel in Intels Herangehensweise an Gaming-Hardware für Endverbraucher und an die Plattformstabilität.
