ASUS ROG STRIX B860 F Gaming WIFI Core Ultra 9 285K (Bild © PCMasters.de)
Intel B960 und Z970
Der B960-Chipsatz löst den aktuellen B860 ab und findet bei preisweren Boards Verwendung. Er basiert auf einem kompakten PCH-Silizium und bietet eine DMI Gen5 x2-Verbindung (ca. 64 Gbit/s pro Richtung), 14 PCIe 4.0-Downstream-Lanes und mindestens einen 40 Gbit/s USB4/Thunderbolt 4-Anschluss direkt von der CPU.
Der Z970 ist etwas bisschen besser als der B960 und unterstützt Multiplikator-basiertes Übertakten, wenn er mit Intels Core Ultra-CPUs der K-Serie kombiniert wird. Abgesehen von der Übertaktungsfunktion hat der Z970 das gleiche Silizium, die gleiche Lane-Konfiguration und die gleiche DMI-Bandbreite wie der B960 und bietet so einen klaren Upgrade-Pfad für Leute, die kein vollwertiges Flaggschiff-Board haben.
Intel Z990
Der Z990 ist der Top-Desktop-Chipsatz. Er verbessert die DMI-Schnittstelle auf vier Gen 5 PCIe und verdoppelt die Bandbreite auf ungefähr 128 Gbps pro Richtung, was mit der aktuellen DMI 4.0 x 8-Verbindung des Z890 vergleichbar ist. Zum ersten Mal in einer Desktop-Umgebung bietet der Z990 (zusammen mit Q970 und W980) native PCIe 5.0-Downstream-Lanes: 12 Gen 5 plus 12 Gen 4 Lanes.
Zu den wichtigsten Features für Enthusiasten gehören sowohl Multiplikator- als auch BCLK-basiertes CPU-Overclocking, ein flexibler PCIe 5.0 x16-Steckplatz, der über Lane-Switches geteilt werden kann (z. B. x8/x8), und zwei M.2-Steckplätze, die Gen 5-fähig sind. Zwei zusätzliche USB4/Thunderbolt-4-Anschlüsse werden vom Prozessor bereitgestellt und sorgen für eine schnelle Peripheriekonnektivität.
Intel Q970 und W980
Der Q970-Chipsatz ist für Business-Desktops gedacht. Er ähnelt dem PCH des Z990, beschränkt aber die PCIe 5.0-Lanes auf acht (plus zwölf Gen 4-Lanes) und verzichtet auf CPU-Übertaktung. Dank integrierter vPro-Fernverwaltungsfunktionen eignet er sich für verwaltete Unternehmensflotten. Für Workstation-Nutzer wird der W980 mit Xeon W „Nova Lake S”-CPUs kombiniert und bietet die gleiche 12 Gen 5 + 12 Gen 4-Lane-Konfiguration wie der Z990, zusammen mit vPro-Unterstützung. Das Design des Chipsatzes konzentriert sich auf Zuverlässigkeit und Erweiterbarkeit für professionelle Workloads.
Intel hat beschlossen, keinen „H970”-Chipsatz herauszubringen, was die historisch schwache Nachfrage nach der H-Serie auf dem Desktop-Markt widerspiegelt. Die neue Chipsatzfamilie besteht daher aus B960, Z970, Z990, Q970 und W980, die jeweils auf ein bestimmtes Anwendersegment zugeschnitten sind.
Alle B960- und Z970-Motherboards werden über einen einzelnen PCIe 5.0 x16-Steckplatz und einen M.2 PCIe Gen 5 x4-Steckplatz direkt von der CPU verfügen. Ein zweiter M.2-Steckplatz ist verfügbar, jedoch auf Gen 4 beschränkt oder für Onboard-Geräte umfunktioniert. Die Flaggschiff-Modelle Z990, Q970 und W980 erweitern das Downstream-PCIe-Angebot um native Gen 5-Lanes und behalten dabei mindestens einen 40 Gbps USB4/Thunderbolt 4-Port vom Prozessor bei.

