GOG kommt auf Linux (Bild © DALL-E)
Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen nach einer bedeutenden Unternehmensveränderung: Der ursprüngliche Mitbegründer Michał Kiciński hat GOG von CD PROJEKT übernommen. GOG hat bekräftigt, dass zwei Säulen unverändert bleiben werden – die DRM-freie Storefront-Philosophie und die Optionale Natur von GALAXY, auch wenn das Unternehmen in eine breitere Plattformabdeckung investiert.
Linux-Client ist jetzt wichtig
Die Nutzerbasis von GOG unter Linux ist parallel zum allgemeinen Boom von Linux-Spielen gewachsen, der durch Valves Proton und die Beliebtheit von Linux-basierten Handhelds vorangetrieben wurde. Bislang fehlte GALAXY ein nativer Linux-Client, sodass Kunden auf eigenständige Installationsprogramme, Community-Projekte oder die Ausführung der Windows-Version über Wine/Proton angewiesen waren. Ein First-Party-Client könnte die Bibliotheksverwaltung, Cloud-Speicherungen, Updates und plattformübergreifende Funktionen optimieren und gleichzeitig die Reibungsverluste für Nutzer reduzieren, die Linux als primäres Gaming-Betriebssystem verwenden.
In jüngsten Äußerungen deutete die GOG-Führung an, dass Linux Teil des Unternehmensplans für 2026 ist, ohne jedoch ein Startdatum zu nennen. Die neue Rolle lässt darauf schließen, dass die Vorbereitungen nun ernsthaft beginnen und technische Ressourcen für die Gleichstellung von Linux neben Windows und macOS bereitgestellt werden.
Was uns erwartet
Anstatt Kompatibilitätsschichten im Proton-Stil neu zu erfinden, wird GOG wahrscheinlich einer nativen GALAXY-App den Vorrang geben, die gut mit bestehenden Linux-Workflows zusammenarbeitet. Praktische Schritte könnten sein:
- Ein-Klick-Startpfade für Wine/Proton pro Titel, mit sinnvollen Standardeinstellungen und Überschreibungsoptionen.
- Erkennung und Koexistenz mit Steam-Bibliotheken, um Duplikate und Konflikte zu minimieren.
- Konsistentes Update- und Speichersynchronisierungsverhalten über Distributionen und Desktops hinweg.
- Telemetrie- und DRM-freie Distribution im Einklang mit der Storefront-Richtlinie von GOG.
Für Entwickler deutet die Betonung von Werkzeugen und Standards in der Stellenbeschreibung auf Build-Pipelines und QA-Matrizen hin, die Linux von Anfang an einbeziehen.
Angesichts des Aufschwungs von Linux-Spielen und der Tendenz der Hardware-Anbieter zu Linux-basierten Geräten versetzt die native GALAXY-Unterstützung GOG in die Lage, Nutzer zu gewinnen, die einen DRM-freien First-Party-Client wünschen, ohne Kompromisse bei der Plattformauswahl eingehen zu müssen. Die Einstellung garantiert zwar keine sofortige Verfügbarkeit, aber sie formalisiert Linux als Produktziel und steht im Einklang mit den Bestrebungen von GOG nach der Übernahme, seine Kerndienstleistungen zu erweitern und gleichzeitig seine Identität zu bewahren.
