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Crytek: Steckt in der Krise und muss Mitarbeiter entlassen

Trotz der zweifelsohne technisch fast tadellosen Cryengine, scheint es beim Unternehmen Crytek ans Eingemachte zu gehen. Laut diversen Informationen steckt das deutsche Software-Entwicklerstudio Crytek schwer in der Krise. Scheinbar musste man bereis über 100 Mitarbeiter entlassen, gut 30 davon waren in Großbritannien am neuen Homefront Titel "The Revolution" beschäftigt (von 130). Zusätzlich blieb die Niederlassung Crytek Sofia wohl ganze zwei Monate ohne Sold.

Crytek Cryengine Logo

Während andere Mitarbeiter immerhin, aber zugleich nur mit einem Gehalt von 1000-1100 Dollar entlohnt wurden. Ähnliche Gerüchte haben sich aber bereits im April hartnäckig gehalten, als eine Insolvenz der Frankfurter Spieleschmiede kurz bevorstand. Nicht zuletzt aufgrund der Flops der vergangenen Jahre, darunter War Face, was in der Entwicklung eines der teuersten Free to Play war, jedoch nur in Weißrussland wirklichen Erfolg feiert und auch Cryteks neuester Titel Ryse Son of Rom war erheblich teurer als gedacht, feiert jedoch nur einen durchwachsenen Erfolg. Zusätzlich gibt es natürlich noch die äußerst aufwendige Spieleserie Crysis, deren Entwicklung bzw. die der Cryengine Unsummen an Geld verschluckt, doch lediglich einen moderaten Gewinn abwirft.

Crytek muss die Taschen packen?

Da wirkt es doch fast wie ein schlechter Scherz, dass Cryteks Steckenpferd Crysis (ähnlich wie crisis engl. für Krise) lautet. Könnte das alles also nur ein geschickter PR-Akt sein? Wahrscheinlich nicht, denn der Nachfolger von Crysis 3 wird ja gar nicht mehr Crysis heißen und auch die Entwicklung von Ryse: Son of Rom hat, wie bereits erwähnt, wesentlich mehr Kapital verschlungen, als Anfangs angenommen. Trotzdem äußerte sich Crytek vor Kurzem gegenüber Golem, dass es sich lediglich um Gerüchte handle und dementiert alle Aussagen bezüglich der Finanzkrise. Eine gewisse Unruhe und Uneinigkeit ist dennoch zu vernehmen, denn die ursprüngliche Aussage lautete noch, "man äußere sich nicht zu Gerüchten". Währenddessen spekuliert man bereits in Branchenkreisen, wer dem Unternehmen finanziell wieder auf die Beine helfen oder gar komplett übernehmen könnte. Ein möglicher Interessent ist augenscheinlich das weißrussische Studio Wargaming, das mit dem Free to Play Titel World of Tanks im Moment die nötigen finanziellen Mittel haben dürfte. Cryteks Free to Play Titel War Face würde sich dabei gut als nächster Free to Play Titel von Wargaming machen und somit bestens in deren Repertoire passen, da War Face in Weißrussland sowieso großen Erfolg feiert.

Quelle: VR-Zone, Chip

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