NVIDIA TITAN V (Bild © PCMasters.de)
TITAN V im Vergleich
NVIDIA hat mit jeder Generation seine Preise hochgezogen, doch auch schon 2017 und 2018 gab es absurd teurere Modelle, was die TITAN-Reihe symbolisiert hat. Nun kostet die GeForce RTX 5090 (Test) auch so viel wie die TITAN RTX und TITAN V. Heute bekommt man die TITAN V in einem guten Zustand für etwa 300 €, doch damals kostete sie fast 3.000 €. Für 300-400 € bekommt man wenig neue Modelle, allen voran würde die Intel Arc B580 für 279 € (Affiliate) auffallen, die ebenfalls 12 GB VRAM hat, dieser basiert aber auf dem neueren GDDR6-Standard. Bei AMD bekommt man die Radeon RX 9060 XT Reaper mit 16GB VRAM ab 408 € (Affiliate) neu und bei NVIDIA startet der Spaß mit ähnlich großem VRAM bei einer GeForce RTX 5060 Ti 16 GB GDDR7 ab 550 € (Affiliate). Gebraucht gibt es die Karten alle etwa 100-200 € günstiger, auch die Intel Arc B580. Wir ziehen aber auch die RTX 3060 als einen passenden Vergleich in den Auswertungen unten hinzu.
TITAN V Spezifikationen
NVIDIA TITAN V GPUz (Bild © PCMasters.de)
NVIDIA hat die TITAN V Ende 2017 eingeführt und sie basierte auf der damaligen Volta-Architektur. Nach ihr kam dann nur noch die TITAN RTX ein Jahr später, mit der die Serie dann beendet wurde. Der verwendete Chip der TITAN V ist der GV100 (GV100-400-A1), der nicht die komplette Konfiguration des Chips nutzte, sondern ca. 95 % der Recheneinheiten mit 80 von 84 SMs. Gefertigt wurde der Chip mit seinen 21,1 Milliarden Transistoren noch in 12 nm Verfahren. Damit kam sie auf insgesamt 5.120 Cuda-Kerne bzw. ALUs, was zu der Zeit wirklich viel war. Sie hatte zwar keine RT-Kerne, verfügte aber über 640 Tensor-Kerne. Die Karte wurde bereits als AI-Beschleuniger vermarktet, was seinerzeit ein Novum war. Die Karte unterstützt die DirectX 12 (12_1) API, und auch CUDA 7.0, aber auch die beliebte Vulkan (1.3)-API. Dazu werden noch OpenCL 3.0, OpenGL 4.6 und Shader Model 6.6 genannt.
Der Boost-Takt erreichte maximal 1.455 MHz und und die Karte war für 250 W TBP ausgelegt, was echt wenig ist für heutige Verhältnisse.
12 GB HBM2-Grafikspeicher
Zur Seite standen ihr 12 GB am HBM2-Speicher, der über einen 3.072-Bit-Speicherbus angebunden wurde und viel schneller war als damaliger GDDR-Speicher. Die Speicherbandbreite lag bei 651 GB/s. Im Vergleich dazu schafft es erst eine Radeon RX 9060 XT diesen Wert zu übertreffen.
Altbewährte PCie-Stromstecker
Die Leistungsaufnahme der TITAN V ist nicht so krass, wie bei modernen GeForce RTX 50-Grafikkarten, weshalb sie auch mit nur einem 8-pin- und einem 6-pin-PCIe-Stromstecker auskommt. Die Total Board Power wird mit 250 Watt angegeben. Die Anschlüsse sind seitlich positioniert. NVIDIA empfiehlt ein 600-W-Netzteil für die Grafikkarte.
TITAN V Technische Daten
Nachfolgend haben wir in einer Tabelle alle wichtigen Spezifikationen der TITAN V von NVIDIA und Nvidia-Referenz zusammengetragen und als Vergleichswerte die GeForce RTX 3060 Ti, GeForce RTX 5060 Ti, Intel Arc B580, AMD Radeon RX 9060 XT und GeForce RTX 4090 hinzugezogen.
| NVIDIA GeForce RTX 5060 Ti | AMD Radeon RX 9060 XT | NVIDIA TITAN V | INTEL ARC B580 | GeForce RTX 3060 Ti | GeForce RTX 4090 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Architektur | Blackwell | RDNA4 | Volta | Xe2-HPG | Ampere | Ada Lovelace |
| Chip | GB206 | Navi 44 | GV100 | BMG-G21 | GA104 | AD102 |
| Tensor/AI-Kerne | 144 | 64 | 280 | N/A | 152 | 512 |
| Raytracing-Kerne | 36 | 56 | 70 | 20 | 38 | 128 |
| Basis (MHz) | 2.295 | 2.220 | 2.300 | 1.700 | 1.410 | 2.235 |
| Boost (MHz) | 2.617 | 3.130 | 2.610 | 2.670 | 1.665 | 2.520 |
| Speicherkonfiguration | 8 / 16 GB GDDR7 | 16 Gb GDDR6 | 16 GB GDDR7 | 12 GB GDDR6 | 8 GB GDDR6X | 24 GB GDDR6X |
| Speichertakt (MHz) | 1.750 | 2.518 | 1.750 | 2.375 | 1.188 | 1.313 |
| Speicheranbindung | 128 bit | 256 bit | 256 Bit | 192 bit | 256 Bit | 384 bit |
| Textureinheiten | 144 | 128 | 280 | 160 | 152 | 512 |
| ALUs/CUDA-Kerne | 4.608 | 3.584 | 8.960 | 2.560 | 4.864 | 16.384 |
| PCIe-Interface | PCIe 5.0 x16 (x8) | PCIe 5.0 x16 | PCIe 3.0 x16 | PCIe 4.0 x16 (x8) | PCIe 4.0 x16 | PCIe 4.0 x16 |
| Speicherbandbreite | 448 GB/sec | 645 GB/s | 651 GB/s | 456 GB/s | 448 GB/s | 1.008 GB/s |
| TDP/TGP | 180 W | 220 W | 300 W | 190 W | 200 W | 450 W |
Konnektivität für vier Monitore
Die TITAN V ist mit vielen Monitoren kompatibel, da sie über einen HDMI 2.0b- und drei DisplayPort 1.4-Anschlüsse verfügt. Mit der Auflösung hatten wir auch keine Probleme, weil 4K-UHD locker unterstützt werden. Da die Karte nicht Teil der neuesten Generationen ist, muss man hier mit dem zufrieden geben, was 2018 State-of-the-Art war. Wir würden aber davon ausgehen, dass es für Budget-orientierte Nutzer kein Problem sein wird.
Testaufbau
Wir setzen für die Tests auf ein neues Testsystem mit offenem Testaufbau. Auch die Spiele, die wir für den Testparcours verwenden, sind angepasst worden. Das System setzt nun auf den Ryzen 7 7800X3D als CPU auf einem ASUS ROG CROSSHAIR X870E HERO-Board.
Der Treiber stammt von NVIDIA und hatte die Nummer 581.42.
Das Testsystem
- CPU: AMD Ryzen 7 7800X3D
- Mainboard: ASUS ROG CROSSHAIR X870E HERO
- m.2 SSD: Corsair MP600 Elite, WD_Blue SN580 1 TB
- RAM: G.SKILL Trident Z5 48 GB DDR5-6800 (34-46-46-108-1,35v)
- CPU-Kühler: DeepCool LS720
- Netzteil: NZXT C1500 Platinum
- Lüfter: 0
- Gehäuse: CoolerMaster Benchtable (offen)
TITAN V Raytracing synthetische Benchmarks
Bei den synthetischen Benchmarks mit Raytracing-Unterstützung nutzen wir nur 3DMark Port Royal. Die restlichen Tests basieren auf Spielen, die die Technologie auf eine oder andere Weise implementieren.
Wie eingangs erwähnt, hat die Grafikkarte keine RT-Kerne, um das Raytracing zu beschleunigen. Das muss anders berechnet werden.Viele Spiele und Benchmarks lassen aus diesem Grund die Karte nicht zu und brechen ab oder crashen in manchen Fällen auch.
3DMark PORT ROYAL 1.2
Synthetische Benchmarks
Die synthetischen Benchmarks sind für einen ersten Vergleich der Leistung ganz schön, spiegeln aber nicht die Spiele-Leistung der Karten wieder, da dort andere Faktoren mit einfließen, die nicht direkt ersichtlich sind.
3DMark Benchmark
Für den SpeedWay Test wird DX12 Ultimate vorausgesetzt und diese API funktioniert mit der TITAN V nicht.
Geekbench 6 OpenCL Benchmark
Unigine Superposition Benchmark
8k Benchmarks
Wir nutzen als ersten 8k-Test im Benchmarkparcours den Unigine Superposition Durchlauf mit 8k-Option. Dieser kann auch auf nicht-8k-Monitoren durchlaufen werden.
GeForce RTX 5070 Raytracing-Spiele Benchmarks
Mit neuen Spieletiteln und dem Umbau der Teststation sind weitere Raytracing-Titel dazu gekommen. Nun bildet das Segment schon eine ordentliche Datengrundlage ab. Die Ergebnisse werden nicht einzeln kommentiert. Unsere Kommentare sind in den Rankings weiter unten zusammenfassend dargestellt.
Cyberpunk 2077 mit Ray Tracing mit/ohne DLSS/FSR
Fortnite mit Ray Tracing
Fortnite kommt jedoch mit der Karte klar.
Black Myth Wukong Benchmark mit Ray Tracing
Metro Exodus Ehanced Edition Benchmarks
Metro Exodus kann mit der Karte nicht betrieben werden aufgrund von Raytracing-Voraussetzung.
Spiele Benchmarks
Die hier gezeigten Benchmark-Ergebnisse sind ohne Raytracing und DLSS. Wir sind von 1080p weg zu 4k-Tests in Spielen übergegangen.
Final Fantasy XV Benchmarks
Cyberpunk 2077
Black Myth Wukong Benchmark
Monster Hunter Wilds Benchmarks
Shadow of The Tomb Raider
Temperaturen
Bei den Temperaturen platziert sich die TITAN V auf dem ersten Platz, weil sie am Limit gehalten wird.
Bei den Messwerten handelt es sich um Delta-Werte, bei denen die Raumtemperatur rausgerechnet wurde.
Lautstärke der TITAN V
Wir setzen auf die bewährte Lautstärkemessung und messen auch den Geräuschpegel der TITAN V. Die offene Bauweise eignet sich für eine solche Bewertung und wir messen in einem Abstand von 20 cm. Das Messgerät PCE-332A ist auf einen Messbereich von 30-80 db(A) eingestellt.
Bei der Messung des Schallpegels landet die TITAN V ganz oben, was schlecht ist. Hier sieht man den Ergfolg des Trends, bei dem die Grafikkarten zwar größer aber auch leiser geworden sind. Mit den gemessenen 53,9 dB(A) nach 10 Minuten Furmark, ist ein neuer Höchstwert gemessen worden. Die drei Lüfter erreichen 2.830 U/Min (72% PWM).
Stromverbrauch
Beim Stromverbrauch liegt die Karte eher im unteren Mittelfeld. Die TGP von 280 Watt reizt sie nicht voll aus und GPUz misst hier nur 243 Watt.
Bei der Messung des Verbrauchs des ganzen Systems sehen wir 345 Watt, was signifikant mehr ist als bspw. Eine Arc B580 mit ihren 276 W sich gönnt. Die Effizienz ist damit nicht besonders gut, denn es ist ein Chip, der in 12 nm vor 8 Jahren gefertigt wurde.
Grafikkarten Rangliste 2026
Nachdem wir alle Grafikkarten erneut getestet und in den Vergleich aufgenommen haben, betrachten wir die Leistung des Modells aus diesem Test in Relation zum Rest und den Vorgenerationen.
NVIDIA TITAN V Spiele-Benchmarks bei 1920x1080 (1080p)
Nun kommt der besonders spannende Teil, bei dem die Ergebnisse eingeordnet und gruppiert nach Szenarien betrachtet werden. Bei 1080p-Benchmarks platziert sich die TITAN V auf dem vorletzten Platz und liegt etwas vor der Arc B580. Gegen die anderen Karten im Testfeld kommt sie nicht ansatzweise heran.
NVIDIA TITAN V Spiele-Benchmarks bei 4k bzw. 3840x2160 ohne Ray Tracing
Erhöhen wir die Auflösung auf 4k/UHD, schafft sich die TITAN V besser zu positionieren und überholt die RTX 4060 Ti als auch Arc B580. Sie ist dabei auch nah dran an der RTX 5060 8GB-Karte.
NVIDIA TITAN V Spiele-Benchmarks bei 4k bzw. 3840x2160 mit Ray Tracing
Bei aktivierten Raytracing sackt sie dann komplett ab, weil sie einfach nicht dafür ausgelegt ist und im Nachteil ist. Viele Benchmarks kann die TITAN V nicht einmal durchlaufen, weil ihr die RT-Kerne fehlen.
NVIDIA TITAN V Spiele-Benchmarks bei 8k
Beim 8k-Benchmark geht sie dann aber steil nach oben und kann sogar die RTX 5060 Ti überholen. Es ist aber kein Szenario, in dem wir sie empfehlen würden, zumal es kaum Monitore gibt, die die Auflösung packen.
NVIDIA TITAN V Synthetische Benchmarks
Ähnlich schlägt sie sich dann aber auch in synthetischen Benchmarks, was uns etwas überrascht. Die TITAN V liegt auf dem Level einer Radeon RX 9070 XT und vor der RTX 5060 Ti. Leistungstechnisch und von der Effizienz her sind diese aber deutlich überlegen.
NVIDIA TITAN V Fazit
Eine Grafikkarte sollte in 2026 am besten mehr als 8 GB VRAM haben, wodurch gerade 12 GB- und 16 GB-Modelle ins Rampenlicht kommen. Die TITAN V ist zwar eine Grafikkarte aus 2018, setzt aber auf den damals schnellsten HBM2-Grafikspeicher und hat davon gleich 12 GB gehabt. Als modernere Konkurrenz für die TITAN V sehen wir hier vor allem die Intel Arc B580 (Test), die auch mit 12 GB VRAM daher kommt, aber auch Raytracing gut hardwareseitig beschleunigen kann und ist dennoch mit einem Preis von 279 € (Affiliate) eine sehr attraktive Grafikkarte in Zeiten von überteuertem RAM und steigenden CPU-Preisen ist. Eine weitere Konkurrenz wäre die Radeon RX 9060 XT Reaper mit 16GB VRAM und einem Neupreis von 408 € (Affiliate) und bei die GeForce RTX 5060 Ti 16 GB GDDR7 für einen Neupreis von 550 € (Affiliate). Gebraucht kriegt man alle diese Karten auch günstiger, jedoch sticht hier besonders die Arc B580 hervor. Die TITAN V hatte einen Neupreis von etwa 3000 € und ist jetzt für etwa 289 € gebraucht zu bekommen.
Auch wenn sie die Speerspitze der damaligen High-End-Grafikkarten von NVIDIA war, heute kann sie in vielen, aber bei Weitem nicht in allen Szenarien mithalten. Raytracing funktioniert nur selten, denn sie hat keine Raytracing-Beschleuniger und unterstützt auch kein DX12 Ultimate. Außerdem merkt man hier den Effizienzvorteil der neuen Grafikkarten, die bei geringerem Verbrauch viel mehr leisten. Auch der Blower-Fan ist echt laut und kann störend sein, wenn die Karte richtig aufdreht.
Das Design der TITAN V ist noch immer wirklich schick und sie ist außerdem wirklich kompakt. Der Treiber-Support ist noch immer gegeben und es gibt keine Probleme. Wer auf eine zukunftssichere Grafikkarte setzen will, sollte zu einer neueren Grafikkarte greifen.
Pro
- Sehr schickes Referenz-Design von NVIDIA
- Kann übertaktet werden
- 12 GB HBM2-Speicher
- Kompakt dank 2-Slot-Design
- Setzt auf altbewährte PCIe-Stomstecker
- Günstige Option (weil gebraucht)
- Brauchbare Spiele-Leistung
Contra
- Nicht so effizient, wie moderne Grafikkarten
- Laut und wird unter Volllast heiß
- Sehr schlechte Raytracing-Leistung (RT-Kerne fehlen)
- DX12.1 (Kein DX12 Ultimate)





