Audio & Multimedia Hardware Testbericht

CM Storm Sirus: Surround auf die Ohren!

Wer heutzutage in den Genuss eines hochkarätigen PC Spiels wie Battlefield 3 kommen will, der muss für die volle Grafikpracht meist viel Geld in eine potente Gamingmaschine und angemessenes Equipment investieren. Aber gerade neue Titel bieten nicht selten Surround-Sound vom Feinsten an, sodass man für das optimale Spielerlebnis auch ein ordentliches Lautsprecherset benötigt. Als günstigere Alternative bieten sich 5.1 Surround-Headsets an, mit denen man bereits in den vollen Genuss von Mehrkanalsound kommt, ohne dabei seine Nachbarn vom Grundstück zu vertreiben.

Im folgenden Review möchten wir ein ausgewachsenes 5.1 Headset der jungen Marke CM Storm testen: Das CM Storm Sirus.

Seit 2008 stellt die Tochterfirma von Cooler Master, CM Storm, Gaming-Peripherie im Auftrag der "Bewaffnung der Gaming-Revolution" her, wobei das Sirus bisher das einzige Audioprodukt aus der noch übersichtlichen Produktpalette ist. Es gilt also mit überzeugenden Produkten einen guten Ruf aufzubauen - ob sich dieser bestätigt, wollen wir in diesem Test in Erfahrung bringen.

Dabei geht wie immer ein Dank an CM Storm, die uns freundlicherweise ein Exemplar des Sirus zur Verfügung gestellt haben.

Unboxing - Erster Eindruck - Verarbeitung Um einen bestmöglichen Eindruck von der Optik und Verarbeitung des Headsets zu vermitteln, haben wir diesen Teil des Reviews in einem Video zusammengefasst:

Anmerkung: Die im Video gezeigte Verpackung weicht etwas von der tatsächlichen Produktverpackung ab, da zuvor das Headset von uns bereits ausgepackt wurde und danach nicht mehr in den Originalzustand eingepackt werden konnte. Der Inhalt selbst entspricht aber selbstverständlich auch dem Original. Der Verpackung sind folgende Rahmendaten zu entnehmen:

Technische Daten
Frequenzbereich (Kopfhörer): 10 - 20.000 Hz
Frequenzbereich (Mikrofon): 100 - 10.000 Hz
Wirkungsgrad: 105 dB
Chassisgröße: 30 mm (Front, Center, Rear), 40 mm (Sub)
Richtcharakteristik (Mikrofon): uni-direktional (einseitig gerichtet)
Bauart: geschlossen, ohrumschließend
Anschluss: 2x USB (Controller) oder 4x 3,5mm Klinke + USB (analog)
Tragekomfort Das CM Storm Sirus ist, wie zuvor angesprochen, relativ groß und massiv ausgefallen. Das könnte dazu führen, dass sich bei längeren Spieleinsätzen das Gewicht auf dem Kopf bemerkbar macht, wenn das Headset nicht gut genug gepolstert ist.

Tatsächlich merkt man nach dem Aufsetzen auch, wo sich das Polster unter dem Tragebügel befindet, allerdings fiel es uns auch nach längerem Tragen nicht unangenehm auf. Insgesamt liegt das Headset sehr unaufdringlich am Kopf an, die Ohrmuscheln sind groß genug und umschließen die Ohren komplett. Der Druck, der seitlich auf den Kopf wirkt, ist noch moderat - einerseits halten die Ohrmuscheln so ausreichend fest und sorgen dafür, dass die Polster gut am Kopf abschließen, andererseits ist der Druck nicht zu hoch und auch auf Dauer noch auszuhalten. Trotzdem macht sich bei uns an der ein oder anderen Stelle ein leichtes Drücken bemerkbar, was aber noch im Rahmen liegt, immerhin ist jeder Kopf auch anders geformt.

Auch das Polster unter dem Haltebogen liegt merklich am Kopf auf, allerdings fällt dies nur anfangs auf und das gefühlte Gewicht, das auf dem Kopf lastet, verschwindet nach und nach aus unserer Wahrnehmung. Beim Aufsetzten merkt man dem Headset schon seine nicht ungefähre Größe an, trotzdem ist es CM Storm recht gut gelungen, das hohe Gewicht gut abzudämpfen, den Kopf des Spielers zu schonen und somit seine Ausdauer beim Spielen zu maximieren. Software Wer das CM Storm Sirus über den USB Controller am PC anschließt kommt um die Installation des Treibers und der Software nicht herum. Trotzdem eröffnen sich gegenüber des Anschlusses mit den analogen Kabeln einige weitere Features, die der ein oder andere User sonst eventuell nicht hat. So muss man beim Anschluss der analogen Kabel auch über eine eigene 5.1 Soundkarte verfügen, um in den vollen Surroundgenuss zu kommen, auch das Mikrofon und der USB Stromversorger möchten noch angeschlossen werden, was immerhin schon vier Stereoklinken und einen USB Stecker an der Rechner-Rückseite ausmachen. Wer den mitgelieferten Controller nutzt kann also alle Features des Headsets nutzen und hat noch dazu weniger Aufwand und weniger Kabelsalat beim Anschließen.
Zunächst gilt es, wie im Unboxing erwähnt, sich die entsprechende Software aus dem Internet herunterzuladen. Allerdings beschränkt sich die Software auf eine ausführbare Datei, die alle nötigen Komponenten auf dem PC installiert.

Die Software selbst ist recht übersichtlich und funktional gehalten, geizt aber auch nicht mit grafisch gestalteten Elementen. Das GUI ist relativ strukturiert aufgebaut, oben findet sich eine Informationsleiste, welche Aufschluss über die gewählte Lautsprecherkonfiguration, Abtastrate, eingeschaltete Effektprozessoren und andere Features gibt. Auf der linken Seite lassen sich Lautsprecher und Mikrofon zu- und abschalten und mit einem Rechtsklick zudem die Optionspalette der jeweiligen Komponente öffnen. Weiterhin befindet sich in der oberen rechten Ecke ein Info- Button und ein Button für die allgemeinen Einstellungen des CM Storm Konfigurationstools.

Nach einem Rechtsklick auf das Lautsprechersymbol bekommen wir sämtliche Menüpunkte für die Wiedergabe angezeigt. So finden wir neben einer grundlegenden Lautstärkesteuerung auch die Konfiguration des Lautsprecher-Setups (Wahl zwischen Stereo, Quadrofon oder 5.1 Surround) und können die Abtastrate der Klangwiedergabe, sowie die einzelnen Effektgeräte ansteuern. Zu letzteren zählen ein 10-Band Equalizer, Umgebungseffekte, eine 7.1 Simulation und eine Bassabstimmung (Flexibler Bass II). Der Equalizer könnte hier hilfreiche Dienste leisten, falls die Klangwiedergabe eventuell einer Korrektur bedarf, doch das wird sich beim Auswerten des Klangmaterials zeigen. Alle weiteren Effekte können als nette Dreingaben verbucht werden, die wenigsten User werden einen wirklichen Vorteil aus Features wie Umgebungseffekten, FlexBass oder einer 7.1 Simulation ziehen können. Auch bei einem Rechtsklick auf das Mikrofonsymbol eröffnet sich dem Benutzer ein Menü mit einer Auflistung der Optionen für die Klangaufnahme. Auch hier können wir zwischen einem Menü für die Lautstärkeregelung, der Abtastrate und einem Effekt namens "Xear SingFX" wählen. Letzterer ist ein Sprachverzerrungseffekt, mit dem sich mit der Stimme teils amüsante Klänge erschaffen lassen. Das ist offenbar heutzutage ein Must-Have-Feature bei Soundkartenherstellern - womöglich erfreut sich ja der ein oder andere User an diesem Feature.

Insgesamt bietet die Software des CM Storm Sirus alle wichtigen und optionalen Wahlmöglichkeiten für den Betrieb des Headsets an, wobei das Programm übersichtlich strukturiert, auf das Wesentliche konzentriert und somit einfach zu handhaben ist. Leider hat uns bei der gleichzeitigen Benutzung einer ASUS Xonar D2X Soundkarte das Programm zeitweise den Dienst mit der Meldung "Es kann kein Gerät gefunden werden" verweigert. Zwar kann man in den Windows Audioeinstellungen das Wiedergabegerät zwischen der internen Soundkarte und der des CM Storm Sirus umstellen, allerdings blieb die Fehlermeldung bestehen. Nur durch Neustart des Rechners ließ sich das Headset wieder erkennen, das Problem trat mehr oder weniger sporadisch auf. Trotzdem sollte die Software eines Headsets keine Probleme mit der Software einer Vollpreis-Soundkarte bekommen, da der parallele Betrieb von einem Headset und Lautsprechern durchaus nicht ausgeschlossen ist und bei einigen Usern ganz sicher praktiziert wird. Im Großen und Ganzen funktioniert die Software des CM Storm SIRUS aber stabil, es gab keine Abstürze oder Soundfehler. Klang: Musikwiedergabe Nachdem wir nun die äußeren Merkmale und die Software des Headsets unter die Lupe genommen haben wollen wir uns dem Kernthema des Tests widmen: Der Klangqualität. Dazu schließen wir das Headset zunächst wie vorgesehen an der beigelegten Kontrolleinheit an und diese anschließend via USB am Test-PC. Somit durchläuft das Signal zunächst die hauseigene "Soundkarte". Später wollen wir mit dem mitgelieferten Adapterkabel auch den Betrieb an einer normalen PC Soundkarte testen. Als erstes fällt auf, dass die verschiedenen Lautsprecher im Headset völlig anders abgestimmt zu sein scheinen: Die "Front" Probanden klingen etwas anders als "Rear" und "Center", man kann sich praktisch über die verschiedenen Kanäle am Kontrollgerät den gewünschten Gesamtklang "zusammenbasteln". Insgesamt klingt das Headset im ersten Eindruck etwas dumpf und verwaschen, was dadurch kommt, dass der tiefere Mittenbereich sehr hervorsticht und die Höhen und somit die Brillanz etwas untergehen. Der Bassbereich geht soweit in Ordnung, er greift ausreichend tief, dennoch aber nicht so tief wie ein ausgewachsener Heimkino Subwoofer. Allerdings muss man dazu auch sagen, dass es eine technische Herausforderung ist, bei einem 5.1 Headset mit relativ kleinen Membranen einen wirklich tiefen Bass hinzubekommen. Das Ergebnis ist dafür aber akzeptabel. Als Audioplayer diente uns im Test Winamp 5.6, als Audiomaterial diente uns Musik aus verschiedenen Genres, zunächst Instrumentalmusik aus Blues, Rock und Pop (z.B. Todd Snider, Rammstein, Colin Hay, Beatsteaks, Mumford & Sons, Led Zeppelin) und auch hin und wieder elektronisch generierte Musik (Thievery Corporation, Quantic, Faithless) - diese sollen keine absoluten Referenzen darstellen, sondern entsprechen mehr den Vorlieben des Redakteurs. Beim weiteren Hören bestätigt sich zunächst der erste Höreindruck, allerdings besteht mit Hilfe der Software die Möglichkeit, mittels des Equalizers in den Frequenzgang des Kopfhörers einzugreifen. Hierdurch lassen sich dann noch einige klanglichen Schwächen korrigieren, z.B. durch leichtes Anheben der Höhen und Absenken der tieferen Mitten. Insgesamt lässt sich dadurch ein relativ zufriedenstellendes Klangbild für die Musikwiedergabe herstellen. Beim analogen Anschluss des Headsets an die PC-Soundkarte (ASUS Xonar D2X) hatten wir den Eindruck, dass es einen Tick dynamischer Klang: Schlagzeugparts kamen einen Tick knackiger und definierter an und insgesamt klang es etwas lebendiger. Das ist ein Indiz dafür, dass der Soundchip des CM Storm Sirus nicht mit dem einer "ausgewachsenen" Soundkarte mithalten kann. Allerdings fallen die Unterschiede nicht sonderlich groß aus - nur wer unbedingt den besten Klang aus dem Sirus herauskitzeln will könnte über den analogen Anschluss nachdenken, ansonsten muss man aber nicht zwingend auf das Steuergerät verzichten. Mit einem reinen Stereo Kopfhörer kann das Sirus dennoch nicht ganz konkurrieren, dafür fehlt es etwas an Auflösung und Dynamik. Gamer-Naturen sollten vom Musikklang des Sirus allerdings nicht enttäuscht sein und können es ruhigen Gewissens auch dafür verwenden. Klang: Spieleinsatz In einem Test über ein Gaming-Headset kommt man natürlich um eine Klangbewertung im Gaming-Einsatz nicht herum, weswegen wir diesem Bereich einen neuen Abschnitt widmen. Möglicherweise hat der Hersteller auch den Klang gerade für diesen Einsatzzweck optimiert und offenbart in seinem Produkt hier die wirklichen Stärken. Zum Klangtest für den Spieleinsatz darf natürlich ein Spiel nicht fehlen: Battlefield 3. In kaum einem anderen Spiel wurde dem Klang so viel Aufmerksamkeit gewidmet und so viel Aufwand betrieben, um ein möglichst realistisches Klangbild zu erzeugen. Wir stürzen uns also mit dem Sirus in eine Multiplayer Schlacht und hören einmal genauer hin. Tatsächlich kann das Sirus auf den ersten Blick überzeugen - die Soundkulisse von Battlefield 3 kommt bombastisch herüber - so, wie man es vom Spiel erwartet. Explosionen lassen einen zusammenzucken, der Bass kommt knackig und dynamisch an. Auch die Ortbarkeit von Gegnern und Projektilen ist gut möglich - die Surroundlautsprecher vermitteln einen guten Raumeindruck. Auch in anderen Actionspielen wie Mafia 2 legt der Proband einen soliden Sound vor, Explosionen klingen wuchtig, aber mitunter etwas zu basslastig. Teilweise wirkt die Erzählerstimme aus Mafia 2 etwas matt und synthetisch, allerdings ist der Gesamtklang immernoch sehr gut. Bei Rennspielen wie Blur oder Need For Speed: Hot Pursuit (2011) kann das Headset ebenso überzeugen, allgemein stellen diese Spiele keine hohen Ansprüche an das Headset, da deren Klang eh schon leicht überspitzt und "aufgeputscht" in Erscheinung tritt. Das Headset gibt den Klang hierbei auch völlig zufriedenstellend wieder und lässt keine Details vermissen. Insgesamt ist das Urteil über den Spielesound beim CM Storm Sirus wesentlich positiver als bei der Musikwiedergabe, da es hier seine Stärken, insbesondere beim 5.1 Sound wesentlich besser ausspielen kann. Für reine Zocker ist das Headset also uneingeschränkt zu empfehlen. Klang: Aufnahmequalität Da zu einem Headset auch ein Mikrofon gehört wollen wir der Aufnahmequalität auch etwas Beachtung schenken. Immerhin spielt es auch eine Rolle, ob man in einem Multiplayer Gefecht von seinen Teamkollegen verstanden wird, oder ob nur Sprachbrei ankommt. Wie in vorangegangenen Reviews zu den Headsets SteelSeries Siberia V2 und Roccat Kulo wollen wir die Aufnahmequalität mit Hilfe einer akustischen Gitarre analysieren, da diese ein sehr großes Frequenzspektrum abdeckt. Somit kann man gut erkennen, welche Frequenzen zu stark oder zu schwach ausgeprägt sind und eventuell Rückschlüsse auf die Sprachqualität ziehen. Folgende Aufnahme wurde mit dem Mikrofon des CM Storm Sirus gemacht (Anschluss via USB): Wie man deutlich hören kann ist die Aufnahme nicht mit der neutralen Aufnahme eines hochwertigen Mikrofons zu vergleichen. Anscheinend wurde ein Hochpass integriert, sodass die tieferen Mittenfrequenzen und alles darunter komplett abgeschnitten wird. Womöglich wollte man damit erreichen, dass die Stimme im VoiceChat nicht dröhnt und die Sprachverständlichkeit steigt. Allerdings ist der abgeschnittene Teil ziemlich breit, sodass die aufgenommene Stimme sehr dünn und künstlich klingt, als ob man durch einen Filter spräche. Wer das Headset nur zum Stimme übertragen benutzt, sollte keine größeren Anforderungen daran stellen, immerhin wird im Mobilfunk mitunter auch keine bessere Qualität erzielt und die Sprache ist immernoch klar verständlich. Wer seine Stimme aber originalgetreu aufnehmen oder übermitteln möchte, wird vom Mikrofon des CM Storm Sirus enttäuscht sein, es eignet sich nicht für Gesangsaufnahmen und ähnlich anspruchsvolle Aufgaben. Anschließend wurde noch eine Aufnahme zum Vergleich am analogen Anschluss an der Soundkarte (ASUS Xonar D2X) gemacht: Erstaunlicherweise und entgegen aller Erwartungen bietet sich bei der Aufnahme an der PC-Soundkarte ein gänzlich anderes Klangbild. Der Hochpass scheint fast völlig weg zu sein, die Aufnahme klingt wesentlich voller und umfangreicher als die Andere am USB Controller. Warum man die Klangqualität des Mikrofons am USB Controller derart eingeschränkt hat, ist uns rätselhaft, denn das Mikrofon des Sirus leistet durchaus akzeptable Dienste. Wer das Headset über USB anschließt, hat davon leider relativ wenig. Alternativ könnte man zwischen dem analogen und dem digitalen Anschluss hin und her wechseln, wenn man eine bessere Aufnahmequalität erzielen will – optimal ist das aber nicht gelöst. Insgesamt bietet sich in dieser Rubrik ein durchaus zwiespältiges Bild – das Mikrofon ist brauchbar, hat aber leider am USB Controller einen Flaschenhals vorgesetzt. Zum Chatten und als reines Kommunikationsmittel erfüllt es seinen Zweck zwar allemal, allerdings muss man im reinen USB Betrieb klangliche Abstriche machen – schade. Fazit Nachdem wir nun das CM Storm Sirus in verschiedenen Disziplinen unter die Lupe genommen haben konnten wir uns ein genaueres Bild über die Stärken und Schwächen des Headsets machen. Der erste Auftritt wirkt durchaus imposant, Optik und Haptik hinterlassen einen sehr guten Eindruck, Material- und Verarbeitungsqualität sind sehr gut. Auch bei längerem Tragen sitzt das Headset bequem und drückt nicht, was für ein Gaming-Headset durchaus ausschlaggebend ist. Bei der Königsdisziplin - dem Klang - zeigt das Headset, dass es eher für den Einsatz in modernen PC-Spielen konzipiert wurde. Der 5.1 Klang entfaltet dort seine ganzen Stärken und zaubert ein sehr gut abgebildetes Klangbild zurecht. Bei der Wiedergabe von Musik im Stereo-Format zeigt sich der Klang allerdings eher durchschnittlich, hier zeigt das 5.1 Konzept leichte Schwächen. Das Auflösungsvermögen und die Dynamik der kleinen Lautsprecher kommen nicht an die Musikwiedergabequalität von reinrassigen Stereokopfhörern heran. Beim Anschluss des Headsets an eine PC Soundkarte lässt sich klanglich noch etwas mehr herauskitzeln, gerade die Aufnahmequalität unterscheidet sich qualitativ deutlich von der des USB Controllers, welcher allerdings mehr Bedienkomfort bietet.
Hier noch einmal Pro und Contra gegenübergestellt:

Pro Contra
+ Verarbeitung, Materialien - Software erkennt Headset mitunter nicht bei Verwendung einer zusätzlichen Soundkarte
+ Ausstattung - durchschnittlicher Stereoklang
+ Tragekomfort - Klangqualität am USB Controller schlechter als analog
+ guter Surroundklang

+ Software und Bedienung

Wer also ein reinrassiges Surround-Gamingheadset sucht, wird vom CM Storm Sirus sicher nicht enttäuscht werden. Man kann damit guten 5.1 Sound auch ohne ein großes Lautsprecherset genießen. Musikliebhaber, die trotzdem gerne am PC spielen, greifen lieber zu einem Stereo Headset, welches klanglich einen besseren Kompromiss bietet. Insgesamt wiegen die Stärken des Headsets aber schwerer und man kann unter den genannten Gesichtspunkten ruhigen Gewissens zum CM Storm Sirus greifen (Preis: ca. 105 Euro - 1/2012).

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