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Biostar B550M-Silver im Detail

Das Biostar B550M-SILVER gehört aufgrund der silbernen Akzente zu den auffälligeren Mainboards des Herstellers. Auf eine RGB-Beleuchtung wurde hier allerdings verzichtet. Die Platine selber ist in einem mattem Schwarz gehalten und ähnelt durch die hellen Verzierungen dem üblichem Racingdesign. Auffällig ist, dass auf den linken Spanungswandlern ein recht großer Kühlkörper verbaut ist. In unserem Fall hätten die Schrauben, mit denen die Kühlkörper gehalten werden, etwas straffer angezogen werden sein können. Auffällig sind auch die beiden Kabel, die auf dem Mainboard ins Leere wandern. Diese sind mit den externen Antennen Anschlüssen verbunden. Hier ist es möglich, eine WLAN-Karte nachzurüsten.

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Auf der Kante oben rechts, direkt neben der Befestigungsschraube, befinden sich drei RGB-LED Anschlüsse. Davon sind zwei für 5V und einer für 12V ausgelegt.

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Unten rechts befinden sich die sechs Sata-Anschlüsse. Direkt daneben befinden sich vier Debug-LEDs. Diese sind zwar beschriftet. Aber es wäre dennoch sehr schön, diese mit in die doch sehr kurze Anleitung mitaufzunehmen.

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Die Kühler der Spannungswandler werden mit metallschrauben befestigt. Bei günstigeren Modellen wird hier gerne eine Kunstoffhalterung benutzt. Entfernt man die Kühler, so finden wir 10 Spannungswandler vor. Diese liegen direkt neben den Koppelkondensatoren. Die Spannungswandler sollten für die heutigen CPUs vollkommen ausreichen.

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Das Mainboard verfügt über zwei Steckplätze für M.2 SSDs. Der Erste ist hier mir PCIe Gen4 Angeschlossen, der zweite Gen3. Ist eine SSD in dem zweiten M.2 Slot verbaut, wird je nachdem um welche Art der SSD es sich handelt, der Sata_5 oder der Sata_5 und der Sata_6 Anschluss deaktiviert. Kühler für die M.2 SSDs sind nicht vorhanden. Diese sind jedoch günstig zu bekommen. Es werden hohe Datenraten erreicht, daher sind bessere M.2 Kühler zu empfehlen.

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Das Biostar B550M-SILVER verfügt über zwei x16 Slots. Und über einen PCIe x1 Slot. Davon sind zwei über PCIe 3.0 und einer über PCIe 4.0 angeschlossen. Wird der x1-Slot belegt, so verringert sich der darüber liegende Slot automatisch von x16 auf x1. Das könnte beispielsweise durch eine Sound- oder Netzwerkkarte passieren.

Sowohl Netzwerk- wie auch Soundkarte sind aber nicht zwingend nötig. Das Biostar B550m-SILVER verfügt über einen Realtek RTL8125B Netzwerkchip, der bis zu 2.500 mb/s schafft. Sprich 2,5 GbE Lan. Auch bei dem OnBoard Sound wurde ein potenter ALC1150 Soundchip verwendet. Dieser verfügt über 7.1 Sound und sollte ein ordentliches Klangerlebnis ermöglichen.

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Das Mainboard verfügt über eine Vielzahl von Anschlüssen. Darunter sind alte Standards, wie PS/2 oder DVI bis hin zu den vermutlich zukunftssicheren Standard USB-Typ-C. Ist eine entsprechende CPU verbaut, ist es auch möglich, einen Monitor ohne dedizierte Grafikkarte anzuschließen. Dazu sind die Anschlüsse in Form von DVI, Displayport und HDMI vorhanden. Zwei Antennenanschlüsse für WLAN Antennen sind ebenfalls verbaut. Hier gilt es zu bedenken, dass das WLAN Modul nicht mit im Lieferumfang enthalten ist.

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Verpackung

Die Verpackung des Biostar B550M-SILVER ist sehr ansprechend. Wie für Biostar üblich, ist sie in einem dunklen "Used-Design" gehalten. Zusätzlich sind hier silberne Akzente gesetzt. Der Produktname steht hier ganz klar im Vordergrund. Kleine Aufdrucke in den vier Ecken weisen auf Details hin. Beispielsweise den Sockel und den Chipsatz. Für die Leute, die damit nichts anfangen können, ist auch explizit auf Ryzen CPUs der dritten Generation hingewiesen worden.

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Lieferumfang das Biostar B550M-SILVER

In der Verpackung befindet sich das in einer ESD-Folie verpackte Mainboard sowie der Lieferumfang. Der Lieferumfang besteht aus folgenden Komponenten:

  • Handbuch
  • IO-Shield
  • Treiber-DVD
  • 4x Sata-Kabel
Biostar Racing B550GTA technische Daten
Betriebssystem Windows 10
Prozessor AMD AM4 Prozessoren der 3000er – 5000er Reihe
Chipsatz AMD B550
Steckplätze 1x PCIe x16, 1x PCIe x4, 1x PCIe x1
Formfaktor µATX
Netzteil ATX12V (24-Pin + 8-Pin)
Speicher
maximal 128 GB
Anzahl der Slots 4x DDR4
unterstützter Speichertyp SDRAM-DDR4
unterstützte Standards DDR4-4933(O.C)/ 4800(O.C)/ 4600(O.C)/ 4400(O.C)/ 4133(O.C.)/ 4000(O.C.)/ 3866(O.C.)/ 3600(O.C.)/ 3200/ 3000/ 2800/ 2666/ 2400/ 2133 MHz
Kanäle 2
Maximale Speicherranks 8
ECC wird unterstützt Ja
Speichercontroller in CPU ja
Maximale Datendichte 8192 Mbit
RGB Standard AURA Sync
SATA-Controller AMD B550
direkt nutzbare RAID-Level 0, 1, 10
Onboard Grafik Die Grafikanschlüsse des Mainboards sind nur bei Verwendung einer CPU mit integriertem Grafikchip nutzbar.
Sound Realtek ALC1150
LAN Realtek RTL8125
Features CrossFireX
Anschlüsse
USB-C 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) 1
USB-C 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) 1
USB-C 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) 4
USB-A 2.0 2
DVI-D 1
HDMI 1
DisplayPort-Out 1
Mikrofon 1
Line-In 1
Line-Out 1
RJ-45 1
Anschlüsse (intern)
SATA 6
M.2 2
M.2-Modul Key M
M.2 Schnittstelle SATA, PCIe
M.2 Länge 42 - 80 mm
RGB LED Header 1
RGB LED Header 2
4-polig PWM-Lüfter 4

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CPU-Unterstützung

Das Biostar B550M-SILVER unterstützt aktuell ausschließlich die Ryzen CPUs ab der dritten Generation. Folgende CPUs werden offiziell unterstützt:

  • Ryzen 3 3100
  • Ryzen 3 3300X
  • Ryzen 3 4350G
  • Ryzen 5 3500
  • Ryzen 5 3500X
  • Ryzen 5 3600
  • Ryzen 5 3600X
  • Ryzen 5 PRO 3600
  • Ryzen 5 3600XT
  • Ryzen 5 PRO 4650G
  • Ryzen 5 5600G
  • Ryzen 5 5600X aus unserem Test
  • Ryzen 5 PRO 5650G
  • Ryzen 5 PRO 5650GE
  • Ryzen 7 3700X
  • Ryzen 7 3800XT
  • Ryzen 7 3800X
  • Ryzen 7 3800XT
  • Ryzen 7 5700G
  • Ryzen 7 5800X
  • Ryzen 7 PRO 4750G
  • Ryzen 7 PRO 5750G
  • Ryzen 7 PRO 5750GE
  • Ryzen 9 3950X
  • Ryzen 9 3900XT
  • Ryzen 9 3900X
  • Ryzen 9 3900
  • Ryzen 9 5900X
  • Ryzen 9 5950X

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BIOS & Software

Das UEFI BIOS ist übersichtlich gehalten und wirkt vertraut. Wer sich etwas auskennt, wird schnell mit der F7-Taste den Advanced Modus starten. Hier werden sich auch alte Hasen, die sich nicht mit aktuellen UEFIs auskennen, zurechtfinden. Dennoch ist die Startseite mit nützlichen Features und Systeminformationen ausgestattet. Overclocking Features finden wie von Biostar gewohnt im „Tweaker“.

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Im Tweaker stehen die Rates standardmäßig auf AUTO. Dieses können hier manuell angepasst werden. Beispielsweise lässt sich der Takt der CPU erhöhen oder ein XMP-Profil für den Arbeitsspeicher laden. Auch manuelle Anpassungen der RAM Einstellungen sind möglich. Auch die Spannungsversorgung der Komponenten lässt sich anpassen. Hier gilt Vorsicht, wer an der Spannungsversorgung spielt, riskiert das Leben seiner Hardware.

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Lüftersteuerung

Das Mainboard verfügt über vier PWM-Anschlüsse. In der Lüftersteuerung können wir für jeden Anschluss ein eigenes Profil hinterlegen. Entweder wir erstellen ein eigenes Profil „Manuel“ oder wir wählen zwischen einem von drei vordefinierten Profilen. Als Vorauswahl gibt es "Quiet", "Aggressive" und "Full on". Die Bedingung der Lüfterkurve läuft etwas ruckelig. Macht man das öfter beispielsweise als Tester, ist das schon nervig. Für den normalen Benutzer, der diese einmal anpasst und dann in Ruhe lässt, ist das nicht weiter relevant.

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RACING GT EVO Utility Software

Die Racing GT EVO Utility Software gibt diverse Einblicke in das System und erlaubt, viele Einstellungen vorzunehmen, welche auch schon im Bios möglich sind. Unter System Informationen lassen sich Clocks, Spannungen, Temperaturen etc. auslesen. Smart Ear erlaubt es, die Lautstärke zu regulieren. Hier wäre ergänzend ein Equalizer schön. Im GT Touch befinden sich drei Leistungsprofile für das System. Für diejenigen, die sich nicht selber damit auseinandersetzen wollen, ist das eine schöne Möglichkeit, Strom zu sparen. Vived Led DJ Steuert die RGB-Beleuchtung. In diesem Fall verfügt das Board selber über keine RGB-Beleuchtung. Somit werden hier nur die RGB-Anschlüsse gesteuert. Diverse vordefinierte Effekte, abhängig von dem zuvor ausgewählten Gerät, stehen hier zur Auswahl. Unter A.I Fan lassen sich die Lüfter wie auch schon im BIOS steuern. Dieser Punkt wurde oben genauer unter die Lupe genommen.

Im H/W Monitor lassen sich diverse Sensoren auslesen. Dazu gehören Temperaturen, Lüftergeschwindigkeiten sowie einige Spannungen. Im OC/OV Bereich lassen sich einige der Spannungen wie auch im BIOS anpassen. Hier gilt weiterhin, Vorsicht ist angebracht.

Speichermedien

Biostars B550M-SILVER verfügt über sechs Sata 3 Anschlüsse. Zusätzlich gibt es noch zwei M.2 SSD Steckplätze. Davon ist einer an PCIe 4.0 angebunden. Ein integrierter Raid Controller ermöglich es, die Festplatten im Raid 0, 1 oder 10 Verbund zu betreiben. Um Datenverlust zu vermeiden, sollte man sich hier vor der Nutzung genauer über Raid informieren.

Erster M.2-Slot

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Bandbreitentechnisch unterschieden die beiden M.2 Slots sich nur geringfügig. Der obere M.2-Slot hat im Test etwas besser abgeschnitten. Das kann aber auch eine nur temporär gewesen sein. Beide Slots weise durchaus gute Bandbreiten auf. Für den Test wurde eine Samsung SSD 970 EVO in der 1 TB Variante verwendet. Diese wurde grob zwischen 40 und 50 °C heiß. Bei längeren Datenübertragungen kann sie jedoch deutlich wärmer werden, was zu einer Verlangsamung der Datenrate führt. Um das zu verhindern, wäre ein Kühlkörper nötig.

Zweiter M.2-Slot

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Im unteren M.2-Slot erreicht dieselbe SSD eine geringfügig geringere Datenrate. Dabei bleibt sie sie auch etwas kühler. Eine Auffälligkeit gab es in diesem Slot. Im ersten Test erreichte die SSD 80 °C. Um unsere Hardware nicht zu gefährden, haben wir diesen Test unterbrochen, die SSD entfernt, wieder eingebaut und erneut mehrere Tests durchgeführt. Die Anomalie konnte nicht reproduziert werden. Wir vermuten, dass die SSD nicht richtig im Slot saß. Davon abgesehen gilt zu sagen, dass dieser Slot direkt unter der Grafikkarte liegt. Das bedeutet SSDs mit größerem Kühlkörper werden hier kein Platz finden.

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SATA-Anschlüsse

Als Sata-SSD wird eine Samsung SSD 860 PRO in der 512 Gigabyte Variante genutzt. Wie in dem Bild zu sehen ist, erreichen wir hier auch sehr gute Datenraten. Die Temperatur der SSD wird in unserem Test vernachlässigt, da diese nicht durch einen Kühler des Mainboards gekühlt wird.

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Spannungswandler

Im Test der Spannungswandler ist die CPU nicht übertaktet. Diese wird für 15 – 20 Minuten mit Prime 95v266 auf maximaler Last betrieben. Eine solche Last wird im Normalbetrieb nicht erreicht. Die Temperatur der CPU wird hier vernachlässigt. Die Spannungswandler erreichen hier 68 °C und führen nicht zu einem Einbruch der CPU-Leistung. Für ein Mainboard, dass nur 120€ kostet, ist, dass schon ganz ordentlich.

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Fazit

Das Biostar B550M-SILVER kostet aktuell rund 106€. Wie für Biostar üblich, wird auch hier Preis-Leistung großgeschrieben. Das Board ist sehr schick designt und sollte in jedes Build passen. Besonders der schicke Silberlook macht einen guten Eindruck. Die Spannungswandler verfügen über eine gute Kühlung, besonders in Anbetracht des Preises. Außerdem sollte die Stromversorgung für alle CPUs ausreichen. Auch beim Übertakten. Das Mainboard verfügt über zahlreiche Anschlüsse. Diese ermöglichen es, diverse Peripherie anzuschließen. Unter anderem sind Anschlüsse für WLAN-Antennen verbaut. Diese müssten zwar zusammen mit dem WLAN-Modul extra besorgt werden. Sind aber dennoch „nice to have“. Sechs Salta Anschlüsse sowie zwei M.2 Slots ermöglichen das interne Anschließen von 8 Festplatten. Die wenigsten werden hier mehr benötigen.

Biostar B550M-SILVER Award Beide M.2-Slots verfügen über eine hervorragende Datenleitung. Unter der beispielsweise Spiele oder Schnittprogramme profitieren. Eine Kühlung für die M.2-SSDs wäre jedoch wünschenswert. Der Realtek ALC1150 ist ein Standardchip. Wer hier mehr sucht, wird so oder so zu einer Soundkarte greifen. USB-Typ-C ist vermutlich der Standard der Zukunft und sollte demnächst mit mehreren Anschlüssen vorhanden sein. Aktuell reicht allerdings der eine.

Mit den RGB-Anschlüssen kann Beleuchtung verbunden und über die Software gesteuert werden. Das ermöglicht eine schöne Individualisierung des Systems. Der Raid Controller ist heute Standard, aber vor allem für die professionellen Nutzer gedacht. Besonders wenn die Daten auf der Festplatte wichtig sind. Im groben und ganzen ist das Biostar B550M-SILVER ein schönes Mainboard für wenig Geld mit ordentlich Funktionsumfang.