News

Leap Motion: Neue Gestensteuerung lässt Kinect alt aussehen

Wir erinnern uns an das Jahr 2002 zurück - der Film Minority Report kam in die Kinos und Tom Cruise schob an seinem Computer Fenster per Handbewegung durch die Gegend. Während wir nach wie vor auf Maus und Tastatur angewiesen sind und sich Kinect langsam aber sicher zu einer möglichen Alternative entwickelt, hat nun das amerikanische Unternehmen Leap Motion sein erstes Produkt vorgestellt, das deutlich kompakter ist und dennoch um den Faktor 200 präziser arbeiten soll als vergleichbare Systeme.

Die kleine Box wird über USB mit dem Computer verbunden und benötigt eine kurze Treiberinstallation und eine Kalibrierung, danach kann es auch schon losgehen. Es erzeugt einen acht Kubikfuß (ca. 227 Liter) großer Raum vor dem Computer, in dem man mit dem Gerät interagieren kann. Es unterscheidet den Daumen von Fingern und sogar weitere Gegenstände wie Stifte, außerdem lassen sich auch eigene Gesten anlegen. Damit werden extrem präzise Eingaben möglich und der Bildschirm bleibt trotzdem sauber.

Leap soll mit den meisten gängigen Betriebssystem kompatibel sein, darunter demnach auch Windows und Mac OS X. Bewegungen werden bereits ab 1/100 Millimeter erkannt, als technische Grundlage dazu dient ein nicht näher erläuterter "mathematischer Durchbruch". Wer Interesse geschöpft hat und das Ganze einmal ausprobieren möchte, der kann bereits jetzt eine Vorbestellung tätigen und das Gerät für knapp 70 US$ erwerben, die Auslieferung erfolgt allerdings erst Dezember 2012 oder Januar 2013. Alternativ kann man sich als Entwickler für ein kostenloses Development-Kit bewerben, diese sollen bereits in den nächsten ein bis drei Monaten ausgeliefert werden.

Was sich mit dem Leap alles anstellen lässt seht ihr im folgenden Video:

Alles in allem also eine vielversprechende Technologie zu einem akzeptablen Preis - nun muss sie nur noch die Marktreife erreichen.

Quelle: Leap Motion


Welovetech