Network 11 Release (Bild © Ubiquiti)
Verbesserungen der Telemetrie-Engine
Die zentrale Telemetrie-Engine wurde überarbeitet, um größere Netzwerkumgebungen zu unterstützen, was zu einer Steigerung der Skalierbarkeit um über 30 % geführt hat. Dieses Update ermöglicht es Administratoren, mit reduzierter Latenz auf Echtzeit-Einblicke in den Datenverkehr sowie auf historische Daten zuzugreifen.
Zur Verbesserung dieser Transparenz wurden zwei wesentliche Funktionen eingeführt:
- Live-Datenverkehrsströme: Diese Funktion liefert sofortige Daten zu den Datenverkehrsmustern für jedes mit einem UniFi-Gateway verbundene Gerät.
- Time Machine Topology: Mit diesem Tool können Administratoren Änderungen der Netzwerktopologie über einen bestimmten Zeitraum visualisieren und überprüfen, wodurch sich leichter feststellen lässt, wann und wo Konfigurationsänderungen stattgefunden haben.
Funktionserweiterungen für UniFi-Gateways
UniFi-Gateways haben mehrere Updates erhalten, um die Flexibilität beim Routing und die Ausfallsicherheit der Konnektivität zu verbessern. Die aktualisierte Software erhöht die VLAN-Kapazität und ermöglicht so eine komplexere Netzwerksegmentierung.
Zu den wichtigsten Verbesserungen bei Konnektivität und Routing gehören:
- WiFi-WAN: Mit dieser Funktion können unterstützte Gateway-Modelle ein verfügbares WLAN-Netzwerk, beispielsweise einen mobilen Hotspot, als primäre oder sekundäre WAN-Verbindung nutzen, um einen unterbrechungsfreien Internetzugang zu gewährleisten.
- Netzwerklisten: Zur Vereinfachung der Routing-Richtlinien unterstützen Netzwerklisten nun externe URLs. Dadurch wird sichergestellt, dass Firewall-Regeln und VPN-Ressourcen dynamisch aktualisiert werden, ohne dass jede Änderung manuell eingegeben werden muss.
Cybersicherheit und KI-gestützte Bedrohungsanalyse
Die Sicherheitsüberwachung wurde durch eine Partnerschaft mit Proofpoint verbessert. Die Funktion „Cybersecure Enhanced“ integriert nun tägliche Updates der Bedrohungssignaturen. Um Administratoren bei der Triage zu unterstützen, nutzt das System KI, um technische Erklärungen für erkannte Bedrohungen bereitzustellen. Diese KI-gestützten Erkenntnisse sollen den Umfang, das Risikoniveau und die potenziellen Auswirkungen eines Sicherheitsvorfalls verdeutlichen und gleichzeitig konkrete, umsetzbare Empfehlungen zur Behebung liefern.
Erweitertes SD-WAN-Richtlinienmanagement
Die neue Version führt verfeinerte SD-WAN-Richtlinien ein, um eine detaillierte Kontrolle über den Datenverkehr über mehrere UniFi-Standorte hinweg zu ermöglichen. Administratoren können nun benutzerdefinierte Failover-Richtlinien implementieren, um die Netzwerkausfallsicherheit zu erhöhen. Darüber hinaus ermöglicht anwendungsbasiertes Routing die präzise Steuerung des Datenverkehrs bestimmter Anwendungen und stellt sicher, dass kritische Daten den effizientesten Weg nehmen. Diese Richtlinien können über die Verwaltungsoberfläche für mehrere Standorte einheitlich im gesamten Unternehmen angewendet werden.
Integration der Matter- und Thread-Protokolle
UniFi Network 11 bietet nun Kompatibilität mit dem Matter-Standard, sodass das System mit bestehenden Matter-Controllern zusammenarbeiten kann. Die Integration erfolgt durch die Eingabe eines Matter-Kopplungscodes, wodurch das Gerät in die UniFi-Verwaltung eingebunden wird. Nach der Integration können Administratoren auf detaillierte Gerätemetriken zugreifen, darunter:
- Aktuelle Akkustände.
- Firmware-Versionen.
- Stärke des WLAN-Signals.
- Allgemeiner Verbindungsstatus.
Darüber hinaus unterstützt das System nun eine einheitliche IP- und Thread-Topologie. Dadurch können sowohl herkömmliche IP-basierte als auch Thread-basierte Geräte in einer einzigen Topologiekarte visualisiert werden. Diese einheitliche Ansicht wird durch benutzerdefinierte Warnmeldungen für kritische Geräte beider Protokolltypen unterstützt, was die Fehlerbehebung in Umgebungen mit gemischten Geräten vereinfacht.
Geräteidentifikation und Anpassung
Um die Hardware-Identifikation zu verbessern, führt UniFi Network 11 ein benutzerdefiniertes Gerätesymbol-System ein. Administratoren können Geräten bestimmte Bilder zuweisen, um sicherzustellen, dass diese sofort erkennbar sind. Symbole können erstellt werden, indem die Kamera in der UniFi-Mobil-App zum Fotografieren der Hardware verwendet wird oder indem vorhandene Bilddateien direkt über einen Webbrowser hochgeladen werden.


