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Ryzen 5000: Alle Fakten und Infos zu den neuen Prozessoren

Endlich hat AMD das Geheimnis um seine Ryzen 5000 Prozessoren gelüftet und alle Modelle vorgestellt. Dabei sind die Modelle Ryzen 9 5950X, Ryzen 9 5900X, Ryzen 7 5800X und der Ryzen 5 5600X enthüllt worden. Wir haben alle Fakten, Spezifikationen und Informationen zu Preisen, Verfügbarkeit und Mainboard-Kompatibilität für euch zusammengetragen.

Ryzen 5000

## Generationeller Fortschritt von Zen 3 Wie AMD heute bekanntgab, hat es bei dem Sprung von Ryzen 3000 auf Ryzen 5000 viele Veränderungen gegeben, um die Leistung zu verbessern. Obwohl Zen 3 wie auch Zen 2 auf einer 7nm Fertigung basiert, erreicht dieser 19% mehr Instructions pro Clock (IPC). So zeigte AMD auch den CPU Komplex, der sich durch das neue Design stark verändert hat. So sieht man, dass der L3 Cache nochmals vergrößert und in die Mitte gesetzt worden ist, was zu einem 32 MB großen L3 Cache Pool führt. Und das in einem Chiplet vereint, von denen es wohl mindestens zwei pro CPU geben wird.

Ryzen 5000

Ryzen 5000 Benchmarks

Es gab auch diverse Vergleiche zur eigenen Ryzen 3000 Generation und Intels Core i9-10.900k. So ist der Ryzen 5000 in der Lage eine um ca. 24% höhere Power-Efficiency zu liefern. Bei einem direkten Vergleich des Ryzen 9 3900XT gegen neuen Ryzen 9 5900X, soll der Neuankömmling im Spiel Shadow of the Tomb Raider ganze 28% mehr FPS liefern. Der Durchschnitt bei einem Generationswechsel auf Ryzen 5000 soll laut AMD 26% mehr Leistung betragen. Speziell bei der Single Core Performance soll sich die neue Genration auszeichnen, was anhand von Cinebench mit einem Thread gezeigt wurde. Hier erreichte der Prozessor einen Score von 631. Der pauschale Vorteil gegen einen Core i9 10900K soll laut AMD zwischen 5 und 20% liegen.

Ryzen 9 5950X

Ryzen 9 5950X

Die absolute Speerspitze der Ryzen 5000 Serie ist der Ryzen 9 5950X, als direkter Nachfolger des Ryzen 9 3950X. Der 16 Kerner arbeitet mit 32 Threads und taktet mit bis zu 4,9 GHz. Der L2 und L3 Cache beträgt insgesamt 72 MB, wobei es sich hier wohl um zwei Chiplets handelt. Die CPU ist weiterhin mit nur 105 Watt TDP spezifiziert, was in Anbetracht der Position in der Serie, gering ist. Mit knapp 800 Dollar ist diese CPU aber alles andere als preiswert und somit auch nicht für jeden Kunden die erste Wahl.

Ryzen 5000

Ryzen 9 5900X

Darauf folgt der Ryzen 9 5900X mit seinen 12 Kernen und 24 Threads. Der L3 Cache beträgt 70 MB und er taktet mit 4,8 GHz Boost bzw. 3,7 GHz Basistakt. Die TDP liegt weiterhin bei 105 Watt, wie beim Vorgänger. Die Preisempfehlung von AMD beträgt 550 US-Dollar, was wohl eins zu eins in Euro umzurechnen sein wird.

Ryzen 7 5800X

Darunter befindet sich wiederum der Ryzen 7 5800X mit 8 Kernen und 16 Threads. Die CPU sollte sich für die wohl meisten High-End Nutzer eignen, weil der aufgerufene Preis unter 450 Dollar liegen wird. Der maximale Boost beträgt 4,7 GHz und Base-Clock 3,8 GHz. Auch diese CPU hat eine TDP von 105W.

Ryzen 5000

Ryzen 5 5600X

Besonders spannend wir aber der Ryzen 5 5600X als Nachfolger des 3600XT, den wir auch in unserem Test verglichen hatten. Dieser wird weiterhin mit 6 Kernen und 12 Threads und 35 MB Cache bestückt. Der Basistakt liegt bei 3,7 GHz und Boost bei bis zu 4,6 GHz. Die TDP ist mit 65 Watt weiterhin niedriger. Die Ryzen 5 haben sich bisher als gute Prozessoren erwiesen.

Verfügbarkeit von Ryzen 5000

AMD hat in Aussicht gestellt, dass die ganze neue Serie bereits ab dem 5. November auf dem Markt erhältlich sein wird. Bisher haben sie sich bei den CPUs auch daran gehalten.

Mainboardkompatibilität

Wie erwartet, wird für die neuen Ryzen 5000 Prozessoren kein neuer Sockel und kein neuer Chipsatz benötigt. Damit können Besitzer von Mainboards mit B550 und X570 Mainboards getrost bei ihren Boards bleiben und zu den neuen Prozessoren greifen. Auch Plattformeinsteiger können entsprechende Modelle kaufen. Dank PCI-Express 4.0 ist man bei den Boards auch auf dem neuesten Stand und kann von schnellen M.2 NVMe SSDs, Nvidia RTX IO und kommenden Technologien profitieren. Eventuell muss man das BIOS updaten, um den vollen Support zu bekommen. Die Boardpartner wie ASUS, ASRock, Gigabyte und MSI liefern passende BIOS-Versionen aus.


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