Neue CPU Gneration von Intel

Urkman

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#1
Wie wir ja hier mit bekommen haben,
https://www.pcmasters.de/news/13371...ren-der-9-generation-ab-ende-januar-2019.html
kommt ende des Monats ja Intels 9 Generation der "Intel Core Desktop" CPUs in die Regale.
Bin da wieder etwas entäucht, was da Intel macht, denn die "9000er" sind ja eigentlich nichts anderes als ein weiterer Aufguss des "Kapy-Lakes".
Demnach ist da Intel seinem "Tick-Tack" untreu geworden, denn die 9000er Coffee-Lake werden ebenso wie die 7000er "Kaby-Lake" noch in 14nm gefertigt.
Dazwischen gab es aber noch die "8000er" Coffee-Lake die auch in 14nm gefertig werden. Ergo ist man da bei Intel nicht mehr beim "Tick-Tack" das ja besagte, neue Generation in kleinerer Fertigung gefolgt von einer Verbesserten Serie in gleicher Fertigungsgröße um dann bei der nächsten neuen Generation die Fertigung wieder zu verkleinern.
So recht verstehe ich auch den Sinn der 9000er nicht. Gut, nicht alle Modelle bekommen noch eine integrierte APU, so wie es AMD ja schon beim Ryzen macht.
Auch wird evtl. mal hier und da die Taktschraube minimal erhöht, allerdings bringt das dem Verbaucher ja nicht wirklich was.
Auch geht Intel vom SMT immer weiter weg, was wir ja schon bei den 8000er sehen konnte. So hatte der 8700er zwar noch 6 Kerne plus SMT also 12 Treads, der 9700er dagegen begnügt sich mit 8 Kernen ohne SMT kann also "nur" 8 Treads gleichzeitig bearbeiten. Will man aber 8 Kerne plus SMT muß man zum fast 100€ teureren i9 9900 greifen.
Zum Glück bleibt wenigstens der Sockel gleich und man kann seine 370/90er LGA 1151-2 weiter nutzen auch wenn man evtl. ein UEFI Update braucht.
Auch die APU, wenn überhaubt noch vorhanden, ist die selbe mit dem HD630 Chip.
Die Frage die sich mir stellt, was will Intel damit bezwecken? Gut es gab bei den 8000er Coffee-Lake Fertigungsprobleme, daher sind ja die Preise deutlich gestiegen.
Auch werden wir hier und da sicher moderater Temperaturen bei den 9000er vorfinden weil sich in den meisten keine APU mehr befindet, allerdings macht sich das beim Stromverbrauch anscheinend nicht bemerkbar.
Intel muß jetzt aufpassen seinen Vorsprung gegenüber AMD nicht zu verlieren, denn AMD ist bei der zweiten Generation der Ryzen schon bei 12nm und der Vorteil der besseren Pro-Takt-Leistung (PTL) ist eh schon ziemlich zusammen geschmolzen, auch und weil AMD die Speicherprobleme bei den ersten Ryzen gut in den Griff bekommen hat.
Preislich liegt AMD eh schon weit vorne und die etwas bessere PTL der Intels muß dann teuer erkauft werden. Aber schon jetzt wäre ein 2700er Ryzen mit seinen 8 Kernen inc. SMT für Bild und Videobearbeitung die bessere Wahl, da die entsprechenden Programme dahingehend optimiert sind. Vorteil AMD weil durch den höheren Datendurchsatz des RAM ein schnelleres Arbeiten möglich ist. Die bessere PTL eines Intel ist dabei dann schon auf null zusammen geschrupft.
Preislich müßte der i9 9900er eh schon mit einem AMD TR4 Treadripper verglichen werden, denn zum Preis eines 9900er inc. Board und RAM bekommt man schon den 1920er Ryzen inc. Board und RAM. Vorteil AMD weil man dann gleich 12 Kerne plus SMT und auch Quadchannel RAM hat.
Aber ich denke, Intel schaut da er auf den Konsumer Bereich, also Fertig-PCs von der Stange, als auf den HighEnd Bereich wo Prozentual natürlich bei weiten weniger Geld mit gemacht werden kann.
Allerdings sollte da der Entverbraucher auch daran denken, dass diese "Fertig-PCs" meist ohne Dezensierte Graka auskommen muß. Hier ist dann die APU schon mit auschlaggebend. AMD hat aber hier den Vorteil mit den Vega3 bis Vega8 Chip die deutlich stärkere APU in den kleinen 2-4 Kernigen Office CPUs zu besitzen gegenüber Intel die bei den neuen Coffee-Laks immer noch auf den HD630 Chip setzen.
Wer dann seinen Office-Rechner auch mal fürs Gamen nutzen will und/oder Multimediabereich, trifft dann mit einem Ryzen 2500G basierenden System die deutlich bessere Wahl.