Lexar Speicherkarten Vergelichstest 2026  Bild © PCMasters.deLexar Speicherkarten Vergelichstest 2026 (Bild © PCMasters.de)

Eineitung

Speicherkarten sind heute ein entscheidender Teil unseres Alltags. Egal ob schnelle Serienbilder in der Kamera, hochauflösende Videos in der Dashcam oder große Datenmengen unterwegs auf der Spielekonsole. Wenn die Karte nicht so mitspielt wie gewünscht, bringt selbst das beste Gerät recht wenig. Gleichzeitig werden aber auch die Angaben auf den Verpackungen immer höher, schneller und beeindruckender. Was davon kommt im Alltag wirklich an?

Genau das wollen wir uns in diesem Test genauer anschauen. Wir haben uns verschiedene Speicherkarten vom kalifornischen Hersteller Lexar vorgenommen und sie miteinander verglichen, von CFexpress Typ A und Typ B über SD-Karten in UHS-I und UHS-II bis hin zur microSD. Alle Karten stammen aus dem aktuellen Lexar-Portfolio und richten sich an unterschiedliche Einsatzzwecke, vom ambitionierten Fotografen bis hin zu Video- und Content-Creator.

Uns geht es dabei weniger um theoretische Laborwerte, sondern um eine nachvollziehbare Einordnung. Welche Karten liefern hohe Geschwindigkeiten, welche bleiben auch bei längerer Belastung stabil und wo liegen eigentlich die Unterschiede? Ziel ist es, einen realistischen Eindruck davon zu vermitteln, was man von den jeweiligen Lexar-Speicherkarten erwarten kann.

Über Lexar

Lexar ist eine weltweit etablierte Marke für digitale Speicherlösungen. Das Unternehmen aus Kalifornien bietet seit vielen Jahren neben Speicherkarten auch SSDs, Arbeitsspeicher, tragbare Speichergeräte und verschiedenes Zubehör für Foto-, Video- und mobile Anwendungen an. Zum Speicherkarten-Portfolio gehören unter anderem CFexpress-, SD- und microSD-Karten in verschiedenen Leistungs- und Preisklassen. Lexar richtet sich damit sowohl an ambitionierte Anwender als auch an Profis, die auf schnelle Speichermedien angewiesen sind.

Lexar Speicherkarten 2026 Overview3Lexar Speicherkarten 2026 Overview3 (Bild © PCMasters.de)

Testkandidaten im Überblick

Nachfolgend haben wir alle Speicherkartentypen getrennt betrachtet.

Lexar Karte CFexcpress TypA Silver 2 0Lexar Karte CFexcpress TypA Silver 2 0 (Bild © PCMasters.de)

CFexpress Typ A

Die kleinste Variante der CFexpress-Familie ist die CFexpress Typ A Karte. Lexars Professional SILVER 2.0 Typ A bringt trotz der kompakten Baugröße mit 800 MB/s schon auf dem Papier sehr ordentliche Werte mit sich. Sie zeigt, was man von Typ A Karten mit der 2.0 Schnittstelle (PCIe Gen 3.0) wohl erwarten kann und ist damit ein guter Einstieg in die Welt der CFexpress Karten. Neben Sony Kameras nutzen aber bisher kaum Anbieter dieses Speicherkartenformat.

Lexar Karte CFexcpress TypA Silver 2 0 VerpackungLexar Karte CFexcpress TypA Silver 2 0 Verpackung (Bild © PCMasters.de)

Lexar Karte CFexcpress TypA Silver 2 0 LieferumfangLexar Karte CFexcpress TypA Silver 2 0 Lieferumfang (Bild © PCMasters.de)

Lexar Karte CFexcpress TypA Silver 2 0 LieferumfangLexar Karte CFexcpress TypA Silver 2 0 Lieferumfang (Bild © PCMasters.de)

Lexar legt in der edel wirkenden Verpackung zusätzlich noch ein transparentes Schutzcase für den Transport unterwegs.

Lexar Karte CFexcpress TypB Silver 4 0Lexar Karte CFexcpress TypB Silver 4 0 (Bild © PCMasters.de)

CFexpress Typ B

Die CFexpress Typ B Karten setzen auf maximale Performance und sind ungefähr doppelt so groß wie die Typ A Karten. Im Test haben wir zwei Modelle mit neuester 4.0 Schnittstelle (PCIe Gen 4) getestet, Lexar Professional GOLD und Lexar Professional SILVER.

Lexar Karte CFexcpress TypB Silver 4 0Lexar Karte CFexcpress TypB Silver 4 0 (Bild © PCMasters.de)

Beide Karten liefern laut Hersteller mit 3600 MB/s extrem hohe Lesewerte und auch die Schreibwerte können sich mit 3300 MB/s (GOLD) bzw. 3000 MB/s (SILVER) sehen lassen. Sie zählen zu den Flaggschiffen im Lexar Portfolio.

Lexar Karte CFexcpress TypB Gold 4 0 VerpackungLexar Karte CFexcpress TypB Gold 4 0 Verpackung (Bild © PCMasters.de)

Lexar Karte CFexcpress TypB Gold 4 0 LieferumfangLexar Karte CFexcpress TypB Gold 4 0 Lieferumfang (Bild © PCMasters.de)

Auch hier bekommen wir im Lieferumfang, neben der Karte selbst, noch ein passendes transparentes Schutzcase dazu.

Lexar Karte SD Armor GoldLexar Karte SD Armor Gold (Bild © PCMasters.de)

SD-Karten

SD-Karten sind ein Klassiker unter den Speichermedien und bei Lexar in verschiedenen Geschwindigkeitsklassen erhältlich. Wir haben die robuste Lexar ARMOR GOLD V60 SDXC UHS-II aus Metall, die Lexar Professional 1800x GOLD SDXC UHS-II sowie die Lexar Professional SILVER PLUS SDXC UHS-I bei uns getestet.

Lexar Karte SD 1800xLexar Karte SD 1800x (Bild © PCMasters.de)

Lexar Karte SD SilverPlusLexar Karte SD SilverPlus (Bild © PCMasters.de)

Sie decken dabei ein großes Spektrum ab, von schnellen und robusten Karten für den Outdoorbereich bis hin zu soliden Einsteigerlösungen. Die Geschwindigkeiten werden hier bei den UHS-II Karten mit 280 MB/s lesend und 205 MB/s schreibend angegeben. Die UHS-I Karte läuft auf dem Papier mit maximal 205 MB/s lesend und 150 MB/s schreibend.

Lexar Karte SD 1800x LieferumfangLexar Karte SD 1800x Lieferumfang (Bild © PCMasters.de)

Lexar Karte SD Armor Gold LieferumfangLexar Karte SD Armor Gold Lieferumfang (Bild © PCMasters.de)

Zum Lieferumfang bei der ARMOR-Variante gehört auch hier wieder ein transparentes Schutzcase. Bei den anderen beiden erhalten wir lediglich die Einzelkarte im Blister.

Lexar Karte microSD SilverPlusLexar Karte microSD SilverPlus (Bild © PCMasters.de)

microSD-Karten

Kompakt und vielseitig kommen microSD-Karten oft in Drohnen, Smartphones oder Dashcams zum Einsatz. Die Lexar Professional SILVER PLUS microSDXC UHS-I ist hier unsere einzige microSD im Test. Sie liefert laut Lexar Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 205 MB/s bzw. 150 MB/s und kommt mit passendem SD-Adapter. Auch hier wieder liegen Karte und Adapter einfach im Blister, ohne weiteres Zubehör.

Technische Daten im Vergleich

Karte Lexar Professional SILVER CFexpress 2.0 Typ A Lexar Professional GOLD CFexpress 4.0 Typ B Lexar Professional SILVER CFexpress 4.0 Typ B Lexar ARMOR GOLD SDXC UHS-II Lexar Professional 1800x GOLD SDXC UHS-II Lexar Professional SILVER PLUS SDXC UHS-I Lexar Professional SILVER PLUS microSDXC UHS-I
Typ CFexpress A CFexpress B CFexpress B SDXC UHS-II SDXC UHS-II SDXC UHS-I microSDXC UHS-I
Kapazität 320 GB 512 GB 1 TB 256 GB 256 GB 256 GB 128 GB
Lesen (laut Hersteller) 800 MB/s 3600 MB/s 3600 MB/s 280 MB/s 280 MB/s 255 MB/s 205 MB/s
Schreiben (laut Hersteller) 700 MB/s 3300 MB/s 3000 MB/s 205 MB/s 205 MB/s 180 MB/s 150 MB/s
Dauerhafte Schreibgeschwindigkeit (laut Hersteller) 600 MB/s 3000 MB/s 2600 MB/s
Preis (Stand 11.02.2026) [250,99 €][1] [349 €][2] [417,18 €][3] [188,89 €][4] **[145,86][5]** **[119 €][6]** **[27,99 €][7]**

Testaufbau & -ablauf

Für unsere Tests nutzen wir ein Apple MacBook Pro 14 Zoll aus dem Jahr 2021 mit M1 Pro Chip als Testplattform. Damit stellen wir sicher, dass die Anschlüsse und die Systemleistung die Karten nicht limitieren und wir möglichst realistische Ergebnisse erzielen. Die USB-Anschlüsse unterstützen dabei Thunderbolt 4 mit bis zu 40 Gbit/s. Als Betriebssystem kommt macOS 26.2 Tahoe zum Einsatz.

  • MacBook Pro M1 Pro 14“
  • Thunderbolt 4 Anschlüsse (bis zu 40 Gbit/s)
  • macOS 26.2 Tahoe

Bei den Kartenlesern setzen wir auf Modelle von Lexar und Sabrent:

Lexar Professional CFexpress Typ A / SD UHS-II USB 3.2 Gen 2 Kartenleser – für CFexpress Typ A Sabrent CFexpress Typ B USB 4 Kartenleser – für CFexpress Typ B

  • Lexar Professional Workflow Dual-Slot SD UHS-II USB 3.2 Gen 2 Kartenleser – für SD- und microSD-Karten

Der Lexar Professional CFexpress Typ B / SD UHS-II USB 3.2 Gen 2 Kartenleser war ebenfalls vorhanden, wurde für die Tests aber nicht genutzt, da wir die maximale Geschwindigkeit moderner 4.0 Karten erreichen wollten und wir durch den USB 3.2 Gen 2 Anschluss sonst limitiert worden wären. Aus diesem Grund entschieden wir uns bei CFexpress Typ B für den Sabrent Kartenleser.

Als Software kommt AmorphousDiskMark und ATTO Disk Benchmark zum Einsatz.

Der Testablauf gestaltet sich in zwei Stufen:

1.AmorphousDiskMark Version 4.0.1: Testgröße: 1 GiB, 5 Durchgänge 2.ATTO Disk Benchmark Version 1.01.0: Testgröße: 64 MiB

Testergebnisse Geschwindigkeitsmessung

Alle Speicherkarten haben wir sowohl mit AmorphousDiskMark als auch mit ATTO Disk Benchmark geprüft, um mehrere Vergleichswerte zu haben.

Die SILVER CFexpress 2.0 Typ A erreicht dabei bei uns im Test knapp über 800 MB/s lesend und über 700 MB/s schreibend, was für den kompakten 2.0 Typ A Standard solide ist. Auch in den anderen Tests bleibt die Leistung relativ stabil, mit nur geringen Einbrüchen.

Im Vergleich dazu liefern die Lexar CFexpress 4.0 Typ B Karten das, was man von heutigen High-End-Karten erwartet. Der AmorphousDiskMark-Test beziehungsweise ATTO zeigen sowohl bei der GOLD CFexpress 4.0 Typ B als auch bei der SILVER CFexpress 4.0 Typ B beeindruckende Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, die nah an den Herstellerangaben liegen. Die vorgegebene dauerhafte Schreibgeschwindigkeit wird aber in unseren Tests nicht erreicht. Da Lexar die Angaben der dauerhaften Schreibgeschwindigkeit aber auf interne Tests bezieht, ist die Abweichung zwischen parallelisierten Benchmarks und dem strikt linearen SEQ1M-QD1-Test technisch durchaus erklärbar und stellt nicht unbedingt einen Widerspruch zur Herstellerangabe dar. Die GOLD-Version liegt bei allen Tests noch leicht vor der SILVER-Variante. Beide bleiben aber auf sehr hohem Niveau.

Bei den SD-Karten zeigt sich, wie zu erwarten, ein Unterschied zwischen UHS-II und UHS-I. Vor allem beim Lesen sind UHS-II-Karten schon ein bisschen flotter unterwegs. Trotzdem halten sich die gemessenen Unterschiede stark in Grenzen. Zugleich wird deutlich, dass die Karten im SEQ1M-QD8-Test teilweise sogar geringfügig langsamer ausfallen als im SEQ1M-QD1-Test, da SD-Karten primär durch den UHS-Bus und einfache Controller limitiert sind und von höherer Parallelisierung kaum profitieren. Auch sieht man hier schön, welchen gewaltigen Geschwindigkeitsboost CFexpress-Karten gegenüber SD-Karten eigentlich haben.

Da die SILVER PLUS microSDXC ebenfalls auf UHS-I basiert, zeigt sie ähnliche Werte wie die größere SILVER PLUS SDXC.

AmorphousDiskMark

Karte Lexar Professional SILVER CFexpress 2.0 Typ A Lexar Professional GOLD CFexpress 4.0 Typ B Lexar Professional SILVER CFexpress 4.0 Typ B Lexar ARMOR GOLD SDXC UHS-II Lexar Professional 1800x GOLD SDXC UHS-II Lexar Professional SILVER PLUS SDXC UHS-I Lexar Professional SILVER PLUS microSDXC UHS-I
SEQ1M QD8 Read 812,54 MB/s 3295,66 MB/s 3272,42 MB/s 244,59 MB/s 245,42 MB/s 188,69 MB/s 186,92 MB/s
SEQ1M QD8 Write 745,63 MB/s 2591,36 MB/s 2561,91 MB/s 169,32 MB/s 170,29 MB/s 166,47 MB/s 165,84 MB/s
SEQ1M QD1 Read 653,80 MB/s 2437,03 MB/s 2421,20 MB/s 245,42 MB/s 244,86 MB/s 188,32 MB/s 150,62 MB/s
SEQ1M QD1 Write 650,20 MB/s 2099,10 MB/s 2065,34 MB/s 184,43 MB/s 184,84 MB/s 175,39 MB/s 175,89 MB/s
RND4K QD64
Read
124,05 MB/s 719,71 MB/s 445,38 MB/s 6,95 MB/s 7,27 MB/s 10,15 MB/s 10,15 MB/s
RND4K QD64
Write
58,60 MB/s 115,03 MB/s 116,24 MB/s 2,95 MB/s 3,03 MB/s 3,03 MB/s 3,01 MB/s
RND4K QD64
Read
124,05 MB/s 719,71 MB/s 445,38 MB/s 6,95 MB/s 7,27 MB/s 10,15 MB/s 10,15 MB/s
RND4K QD64
Write
58,60 MB/s 115,03 MB/s 116,24 MB/s 2,95 MB/s 3,03 MB/s 3,03 MB/s 3,01 MB/s
RND4K QD1
Read
33,28 MB/s 43,79 MB/s 39,17 MB/s 6,97 MB/s 7,30 MB/s 9,62 MB/s 9,74 MB/s
RND4K QD1
Write
16,39 MB/s 30,96 MB/s 30,91 MB/s 2,90 MB/s 2,92 MB/s 2,97 MB/s 3,01 MB/s

ATTO Disk Benchmark

Karte Lexar Professional SILVER CFexpress 2.0 Typ A Lexar Professional GOLD CFexpress 4.0 Typ B Lexar Professional SILVER CFexpress 4.0 Typ B Lexar ARMOR GOLD SDXC UHS-II Lexar Professional 1800x GOLD SDXC UHS-II Lexar Professional SILVER PLUS SDXC UHS-I Lexar Professional SILVER PLUS microSDXC UHS-I
Lesen 809,59 MB/s 3362,79 MB/s 3353,00 MB/s 229,58 MB/s 243,98 MB/s 180,16 MB/s 184,71 MB/s
Schreiben 717,90 MB/s 3109,54 MB/s 2604,87 MB/s 179,98 MB/s 191,23 MB/s 176,60 MB/s 178,93 MB/s

Praxiseindruck & Robustheit

Im Umgang und in der Haptik zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Kartentypen. Die CFexpress‑Karten wirken insgesamt sehr robust und hochwertig verarbeitet. Gerade Typ B vermittelt durch seine Größe und das stabile Gehäuse echte Stabilität. Lexar gibt bei unseren beiden getesteten Typ B Karten an, dass sie nach IP5X staubdicht und 5 m sturzsicher sein sollen. Außerdem sollen sie eine Druckbelastung von 70 N aushalten, verbiegesicher, stoßfest, vibrationsfest und temperaturbeständig sein. Die ganzen Sachen sind unserer Meinung nach nicht von der Hand zu weisen, denn gerade draußen in rauen Umgebungen ist es von Vorteil, wenn Speicherkarten lieber etwas mehr aushalten als zu wenig. Auf uns machen die CFexpress Typ B Karten einen sehr robusten Eindruck.

Auch die CFexpress Typ A fühlt sich durch ihr Metallgehäuse sehr stabil an, auch wenn sie etwas kleiner und kompakter als Typ B ist. Bei unserer getesteten und älteren 2.0 Karte machte Lexar noch keine wirklichen Angaben zur Robustheit, erst bei der etwas neueren (auch erhältlichen) 4.0 Typ A Karte finden wir Herstellerangaben. Und diese beeindrucken sogar noch etwas mehr. Hier gibt Lexar nämlich einen IP6X-Staubschutz, einen IPX8-Wasserschutz und 150 N Druckbeständigkeit an. Ebenfalls bekommen Anwender natürlich auch hier die 5m Sturzfestigkeit, Stoßfestigkeit, Vibrationsfestigkeit und Temperaturbeständigkeit. Schon beeindruckend, dass die kleinere Karte hier mehr aushält. Gerade der zusätzliche Wasserschutz kann im Alltag auch schon mal nützlich sein.

Bei den SD-Karten sticht besonders die ARMOR GOLD heraus, da sie komplett aus Edelstahl besteht, was sie besonders hartnäckig macht. Laut Lexar hält sie sogar mehr aus als die CFexpress Karten. Natürlich ist sie auch wasserdicht und soll stolze 370 N Biegefestigkeit aushalten. Lexar verzichtet bei der ARMOR-Karte auch absichtlich auf den Schreibschutzschalter, da hier die Stabilität im Vordergrund steht.

Die übrigen SD‑ und microSD‑Karten bestehen aus gewohntem Kunststoff. Verarbeitungsqualität und Haptik sind hier absolut in Ordnung und entsprechen dem, was man von modernen Karten anderer Hersteller kennt, solide.

In Sachen Zuverlässigkeit sind uns während der Tests keine Ausreißer aufgefallen. Alle Karten lieferten über den Testzeitraum stabile Transferraten und funktionierten einwandfrei beim Auslesen über unsere Kartenleser. Die Messergebnisse sprechen hier für sich.

Das Temperaturverhalten unterscheidet sich je nach Bauform und Leistung. Die CFexpress Karten werden spürbar warm, teils sogar richtig heiß, wenn man mehrere Gigabyte am Stück schreibt oder liest. Das ist bei der hohen Leistung nicht ungewöhnlich und das Metallgehäuse wirkt hier auch als hilfreicher Wärmeleiter. Die Temperatur fällt nach dem Transfer schnell wieder ab. SD‑ und microSD‑Karten bleiben im Vergleich angenehm kühl, selbst bei längeren Schreibvorgängen.

Auch beim Geschwindigkeitseindruck im Alltag zeigen sich Unterschiede. CFexpress 4.0 Karten (der neueste Standard, der theoretisch deutlich höhere Durchsatzraten ermöglicht) werden derzeit in der Praxis von den meisten Aufnahmegeräten noch nicht unterstützt. Gerade viele Kameramodelle greifen weiterhin auf CFexpress 2.0 Kompatibilität zurück und können die höheren Geschwindigkeiten einer 4.0 Karte gar nicht ausnutzen. Sollte ein Gerät den 4.0 Standard aber zukünftig unterstützen, sind diese Karten eine gute Investition für extrem große Datenmengen oder sehr hohe Datenraten. Wiederum gibt es natürlich auch jetzt schon einige Kartenleser, die im späteren Workflow die Geschwindigkeit am Rechner ausnutzen können, was gerade auch bei hochauflösenden 8K RAW Videos ein Vorteil sein kann.

Die CFexpress Typ A Karte ist zwar nicht so schnell wie die Typ B Modelle (2.0 vs 4.0), liefert aber auch für die meisten Situationen mehr als genug Performance, sei es 8K Video, schnelle Serienbildfotografie oder das Auslesen am Rechner.

Die Unterschiede zwischen SD UHS‑I und UHS‑II sind im täglichen Gebrauch ebenfalls spürbar, aber kein dramatischer Sprung. UHS‑II Karten sind im Schnitt etwas schneller, was bei größeren Transfers oder beim Auslesen am Rechner einen Vorteil bringt. Zwischen den SD‑Formaten und den CFexpress‑Karten ist der Abstand dagegen deutlich größer. Hier merkt man in der Praxis, wie viel Leistung in den CFexpress‑Modellen wirklich steckt.

Wichtig bei der ganzen Sache ist natürlich, dass nicht alles, was auf der Karte auch draufsteht, wirklich geboten wird. Es hängt von vielen Punkten ab und die angegebenen Geschwindigkeitsmessungen der Hersteller sind meist auf ein ganz spezifisches Testverfahren ausgelegt, um das Maximum herauszukitzeln. Mit der Praxis hat das meist wenig zu tun. Ebenso hängt die Leistung natürlich auch vom verwendeten Leser ab. Die meisten Kartenleser basieren auf USB 3.2 Gen 2, was maximal 10 Gbit/s entspricht. Das ist zwar schon schnell, moderne 4.0 Karten werden aber extrem ausgebremst. Man sollte immer die komplette Workflowkette betrachten, nicht nur den Anfang. Egal ob USB 4 oder USB 3.2 Gen 2, beide liefern stabile Datenraten, die Grenze liegt hier eher an der Schnittstelle als an den Karten selbst.

Optisch machen alle Karten einen ansprechenden Eindruck und sind im täglichen Einsatz absolut alltagstauglich. Lexar gibt bei den Karten online auch ein kostenloses Recovery Tool dazu, was eventuell bei Datenverlust helfen könnte.

Lexar Speicherkarten 2026 OverviewLexar Speicherkarten 2026 Overview (Bild © PCMasters.de)

Fazit

Nach unseren Tests lässt sich sagen, dass Lexar insgesamt ein starkes Portfolio an Speicherkarten liefert, das für fast jeden Einsatzzweck etwas bereithält. Wir haben jetzt keine großartigen Labormessungen durchgeführt, sondern alle Karten praktisch getestet, bis hin zur Haptik und Robustheit. So konnten wir uns ein realistisches Bild machen, wie die Karten im Alltag performen.

Man muss wirklich klar sagen, dass die CFexpress Typ B Karten die wahren Leistungsträger hier sind. Hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, stabile Dauerleistung und die wertige Verarbeitung machen sie ideal für hochauflösende Fotografie, 8K RAW Video und anspruchsvolle Serienbildaufnahmen. Wer viel mit großen Datenmengen arbeitet, ist hier bestens bedient. Je nach Test ist hier die LEXAR Carte Professional CFexpress 512 Gold Type B-Variante (349 €) (Affiliate) leicht schneller als die CFexpress 4.0 Typ B 1TB-Variante (417 €) (Affiliate). Einziger Wermutstropfen bei der ganzen Sache ist, dass die Geschwindigkeit der modernen 4.0 Karten aktuell von den meisten Geräten noch gar nicht genutzt werden und ohne schnellen Leser der Vorteil ganz schnell wieder verpufft.

Die SILVER CFexpress 2.0 Typ A in 320 GB für 250 € (Affiliate) ist deutlich kompakter und aufgrund der älteren Schnittstelle etwas langsamer als unsere getestete 4.0 Typ B Karte, liefert aber für den Großteil der Anwendungen mehr als genug Leistung. Serienbilder, schnelle Transfers am Rechner oder auch hochauflösende Videoaufnahmen bewältigt sie locker. Wer nicht den absoluten High-End-Durchsatz braucht, bekommt hier ein hervorragendes Gesamtpaket zu einem fairen Preis. Man muss aber dazu sagen, dass die 2.0 Karten zu den älteren Modellen gehören und man mittlerweile für etwa dasselbe Geld auch direkt 4.0 Karten bekommt. Es macht daher Sinn, direkt in solche zu investieren.

Bei den SD-Karten fallen die Unterschiede zwischen UHS-I und UHS-II auf, sind aber im Alltag nicht wirklich dramatisch. Die ARMOR GOLD SDXC UHS-II (318 €) (Affiliate) überzeugt uns durch ihr sehr stabiles Metallgehäuse und die Robustheit. Wer häufiger in rauen Umgebungen unterwegs ist und Karten wechselt, für den lohnt der minimal höhere Preis in diese Metallvariante. Die SDXC Professional 256GB 1800x UHS-II Gold für 145 € (Affiliate) - und SILVER PRO SD Karte 256GB-Karten für 119 € (Affiliate) punkten durch solide Performance. Für klassische Fotografie, 4K-Video oder als Backup-Karten sind sie alle voll einsatzfähig. Die Silver Plus microSDXC 128GB (28 € (Affiliate) bietet ebenfalls konstante Werte und ist eine gute Wahl für Drohnen, Actioncams oder Smartphones.

Insgesamt zeigt der Test, dass Lexar zuverlässige und robuste Speicherkarten für den Alltag liefert. Egal ob Profi oder Einsteiger. Negativ ist die sehr große Auswahl an Speicherkarten, die sich zum Teil auch im Funktionsumfang überschneiden. Außerdem ist manchmal nicht direkt der Unterschied zwischen den einzelnen Varianten ersichtlich. Nichtsdestotrotz können wir über die getesteten Karten nicht wirklich was Negatives berichten. Wie immer hat der Anwender die Qual der Wahl.