Protect 6.2 Release (Bild © Ubiquiti)
Live-Telemetrie ersetzt verzögerte Zustandsprüfungen. Administratoren können jetzt die aggregierte Systembitrate für schnelle Kapazitätsbewertungen, die aktuelle Anzahl der Betrachter in einer Bereitstellung und die Echtzeit-Latenz der EdgeAI-Inferenz sehen. Diese Signale helfen Teams, Überlastungen zu erkennen, die Reaktionsfähigkeit der KI während Spitzenzeiten zu bestätigen und das Serviceniveau während des Ablaufs von Ereignissen zu überprüfen.
Die Zugriffskontrolle wird auf Kameraebene auf geringstmögliche Berechtigungen umgestellt. Protect 6.2 führt kameraspezifische Berechtigungen, eine klare Trennung zwischen Verwaltungs- und Nur-Lese-Rechten sowie benutzerdefinierte Rollen ein, die für große oder verteilte Standorte geeignet sind. Das Ergebnis ist eine einfachere Delegierung ohne übermäßige Freigabe von Feeds oder Steuerungen. Diese Funktionen erfordern UniFi OS 5.0, das sich derzeit in der Release-Kandidatenphase befindet.
Die Audit-Protokollierung wurde für Untersuchungen neu gestaltet. Bessere Filterung, verbesserte Kategorisierung und weniger Störsignale beschleunigen die Überprüfung von Zugriffs- und Konfigurationsänderungen. Sicherheitsteams können Aktionen schneller nachverfolgen und Zeitachsen korrelieren, wodurch sich die Verweildauer bei der Reaktion auf Vorfälle und bei Compliance-Prüfungen verkürzt.
Der Einzelhandel erhält einen nativen Integrationspfad. Ein neues Framework mit Shopify-Unterstützung ermöglicht die direkte Kopplung von Kamera und POS. Mitarbeiter können mit einem Klick Aufnahmen zu einer Transaktion abrufen und Alarm-Manager-Workflows aus POS-Ereignissen auslösen. Das Ergebnis sind transaktionsbezogene Videos, die die Verlustprävention, die Bearbeitung von Streitfällen und die Ladenkontrollen optimieren. Für die Integration im Einzelhandel ist ebenfalls UniFi OS 5.0 RC erforderlich. Die Videoprüfung gewinnt an Kontext und Geschwindigkeit. Eine synchronisierte Galerieansicht hält mehrere Kamera-Zeitleisten aufeinander abgestimmt, während der Wetterkontext in Echtzeit der Wiedergabe Umgebungsdetails hinzufügt. Zusammen reduzieren diese Verbesserungen das Scrubben und Umschalten zwischen Registerkarten bei der Rekonstruktion von Ereignissen aus verschiedenen Blickwinkeln.
Die Erkennungsgenauigkeit wird durch Ausschlusszonen verbessert. Teams können Regionen definieren, die ignoriert werden sollen, um bewegungsbasierte Fehlalarme in belebten Bereichen zu unterdrücken und gleichzeitig die Zuverlässigkeit der Warnmeldungen dort zu gewährleisten, wo es darauf ankommt. Das PTZ-Verhalten wird durch die Ausgangsposition und die automatische Rückkehr, zusätzliche Voreinstellungen mit Neuanordnung und die automatische Wiederaufnahme der automatischen Verfolgung nach manueller Steuerung ebenfalls vorhersehbarer.



