Von: N. Rüdiger

 |  02.03.06 22:15

Western Digital Scorpio WD400VE



   

 

   

 




Testsystem:

- VIA Epia TC6000
- 256MB SO DIMM DDR266
- 60W Notebook Netzteil
- Silicon Image Sil3112
- Maxtor 6B300S0



 

 

 

 

 


Montage:
Die Montage ist ein kleines Problem. Es ist nicht möglich eine 2.5“ Platte ohne „Hilfsmittel“ in einem Desktop System zu betreiben. Zum einen wird ein Adapter für den IDE-Port benötigt, zum anderen passt sie in keinen konventionellen Laufwerkskäfig. Es muss also ein passender Rahmen gekauft oder das handwerkliche Geschick auf die Probe gestellt werden. Beides gibt es zum Spotpreis bei eBay.
   

In der Regel sind Notebook-Festplatten ohne extra Stromversorgung lauffähig, der Adapter bringt aber einen Molex-Stecker mit sich, welcher an das Netzteil anzuschließen ist.

Danach unterscheidet sich die Scorpio nicht mehr von einer Desktopfestplatte. Kabel an das Mainboard anschließen und die entsprechenden BIOS-Settings setzen.


Leistung:

Natürlich kann man von einer Festplatte mit 5.400RPM, 2W Verbrauch und der Größe eines Personalausweises nicht viel an Leistung erwarten. Trotzdem sind wir mit sowohl der gemessenen als auch mit der gefühlten Geschwindigkeit zufrieden. Sie fühlt sich absolut nicht langsamer an, als eine 3.5“ Festplatte mit 5.400RPM und reicht somit für nahezu alle alltäglichen Anwendungen mehr als aus. Dass die Scorpio keine Konkurrenz zu aktuellen SATA Platten darstellt, sollte klar sein.



Zum Vergleich noch das HD Tach Ergebnis der Maxtor:


 


Lautstärke & Wärmeentwicklung:

Die Western Digital Scorpio wird ihrem Ruf als Leisetreter in vollem Umfang gerecht. Mehr noch, sie hat mich regelrecht „vom Hocker gehauen“. Im Leerlauf ist sie leiser als ein Yate Loon D12SL bei 5v. Vibrationen sind fast keine zu vernehmen, dennoch hört man einen Unterscheid zwischen entkoppelt und nicht entkoppelt. Ein optimalen Kompromiss aus Kosten, Aufwand und Nutzen stellt unserer Meinung nach eine Entkopplung mittels ein paar handelsüblichen Gummibändern im 3.5“ Schacht dar. Bei einem geschlossenen Gehäuse und den üblichen Nebengeräuschen (Lüfter usw.) ist die Scorpio dann nicht mehr hörbar. Da aber wie gesagt praktisch keine Vibrationen vorhanden sind, ist selbst das fast nicht nötig.
Mit Hilfe von kleinen Tools wie Silentdrive lässt sich das AAM der Platte aktivieren und einrichten, aber auch das ergibt wenig Sinn. Die Platte wird nur unnötig langsamer.
Dennoch wollten wir aus der Platte alles an Stille herausholen, was nur ging und haben eine Bitumenbox angefertigt. Im Großen und Ganzen ist es die gleiche Box, wie man sie auch für 3.5“ baut, sie ist nur nach innen hin weiter mit Bitumen ausgekleidet. 
   

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