Gedanken zu Koalitionsverhandlungen 2013

antarctic

Active member
Hallo zusammen, Lust zu politisieren oder einfach nur Kommentare zu aktuellen Tagesnachrichten zu hinterlassen?

Günther Gabriel bringt etwas auf den Punkt: Parteien sind dazu da, dass es den Menschen besser geht und dies kann man nur an einer Regierungsbeteiligung umsetzen.
Ich denke es war in der Vergangenheit eher ein Personalienproblem, dass die Union in der letzten grossen Koalition die SPD ausgestochen hat. Eine Koalition kann auch umgekehrt der SPD helfen.
Mindestlohn für alle ist dringend einzuführen, bei all den Missständen, die man regelmässig über die Sender vernimmt. Nur schade, dass die SPD dabei nicht auch zur Bedingung macht, auch die Grünen mit einzubinden, im sinne eines pluralistischen Föderalismus.

Was das Steuererhöhungs-Thema anbelangt reden alle am Thema vorbei. Die SPD hatte es für obere Einkommensschichten vorgesehen. Dies verändert so manche Betrachtungsweise, wenn Politiker das Thema in den Mund nehmen.

Ich weiss, als Nicht-Wahlberechtiger hätte ich den Mund zu halten, aber ich zähle auf den Faktor "Meinungs- und Redefreiheit"

LG :)
 

ChiefAlex

Super-Moderator
Was gibt es da groß zu sagen? Die Demokratie funktioniert. Fast die Hälfte der Leute wollen weiterhin CDU. Schon diese Tatsache ist für mich unfassbar.
Das werden schlimme vier Jahre.
 

ChiefAlex

Super-Moderator
Wenn man die Wahlbeteiligung mit ein rechnet dann ist nicht mal mehr jeder 3.

Wenn man die Wahlbeteiligung mit einrechnet, ist es jedem dritten offenbar egal. Was ich fast noch schlimmer finde als CDU-Wähler.

(Mir sind einige Argumentationen von Nichtwählern bekannt und ich akzeptiere sie nicht. Wer aus Überzeugung "nicht wählt" kann auch genau so gut eine reine Satirepartei, z.B. die PARTEI der Titanic, wählen. Nichtwähler unterstützen durch das Nichtwähken nämlich indirekt immer die großen Parteien, da keine Parlamentssitze leer bleiben. Die CDU profitiert vom Politikverdruss. Und das Wahlrecht werden sie auch durch das Nichtwählen nicht ändern.)
 
Zuletzt bearbeitet:

KonZe

Banned
Ja, den meisten Leuten geht es zu gut. Sie denken sich "Mit Merkel/der CDU an der Macht ging es mir in den letzten 8 Jahren nicht schlechter - also kann es gerne so weiter gehen.".

Genau so einige meiner Freunde, Anfang 20 - JUNGE MENSCHEN, in einem Wahlbezirk, in dem ein SPD-Kandidat das Direktmandat erhalten hat und man allgemein eher in Richtung SPD "geprägt ist".
Auf die Frage, was sie denn gewählt haben, kam die Antwort "CDU" und von mir nur noch ein :wtf:.

Ich verstehe nicht, wie man eine Frau wählen kann, die sich nicht ein mal zu Diskussionen zur gleichgeschlechtlichen Ehe klar und deutlich äußern will, obwohl die Stellung ihrer Partei doch praktisch schon im Namen ("Christlich...") steht?
Oder sehe ich das irgendwie falsch? Wir leben im 21. Jahrhundert, ich kann nicht/kaum nachvollziehen, dass Menschen in meinem Alter eine so konservative Partei wählen...
 
Zuletzt bearbeitet:

Morti1

Active member
Ich bin auch wertekonservativ, trotzdem fühle ich mich bei keiner deutschen Partei wirklich gut aufgehoben...
 

antarctic

Active member
Ein Seehofer (CSU-Konsorten) kann sich schon brüsten, wie toll es den Bayern geht, wenn man nur Politik für die Bessergestellten macht und sozial Schwache ausschliesst und vertreibt. Dies ist auch die Zielrichtung der CDU, falls es die CDU-Wähler noch nicht gemerkt haben. Wer den Mindestlohn ablehnt, aber gleichzeitig Unternehmen von Steuern befreit, kann doch nicht ernsthaft eine Politik für das Volk verfolgen. Mit Steuererleichterung müsste dann schon ein Zwang zur Arbeitsplatzschaffung verbunden sein, damit die Mehrgewinne nicht auf den Privatkonten der Manager landet.
Es ist doch längst allgemein bekannt, dass die Schere zwischen Arm und Reicht stetig grösser wird unter konservativer Politik.
Aktuell: Neue Rekordeinnahme seitens Gewerbesteuer bedeutet nichts anderes, als dass Politik für das Gewerbe (zugunsten Unternehmer) gemacht wird und nicht für den kleinen Arbeitnehmer, der mit der Politik von berechneter Arbeitslosigkeit am Tropf hängt.
Selbiges gilt für die Schweizer Konservativ-Politik: Es führt dazu, dass die Schweiz ein zweites Monaco wird.

Auch als egoistischer Arbeitnehmer ist man nur Arbeitnehmer, das nutzt es auch nichts pünktlich auf die Minute in den Feierabend zu gehen, um keine 3 Minuten unbezahlte Überzeit zu haben.
 
X
Keine passende Antwort gefunden?