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Tesoro Durandal Ultimate G1NL im Test

Roccat, Razer und SteelSeries! Drei große Namen, die jeder Gamer schon einmal gehört haben sollte, wenn es um Peripherie geht. Es gibt aber auch kleinere Firmen, die in diesem großen Pool von Peripherieherstellern mitschwimmen wollen. Heute haben wir in der Redaktion ein Objekt von solchen einem kleinen Unternehmen. Wir sprechen von der Durandal Ultimate des Herstellers Tesoro, der uns und euch Gamern das Spielen mit einer Tastatur der Extraklasse versüßen möchte. Ob diese hält, was sie verspricht, ermitteln wir auf den folgenden Seiten.

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Tesoro Durandal 3

Doch bevor wir mit dem Test beginnen noch ein paar Worte zur Firma Tesoro. Die Firma Tesoro ist ein recht junges Unternehmen, welches erst im Jahr 2011 gegründet wurde und sich darauf spezialisiert hat, Hardware für Gamer, zu möglichst fairen Konditionen Herzustellen. Ähnlich wie bei Razer versucht der Hersteller explizit auf das Feedback der Gamer einzugehen und somit seine Produkte zu optimieren. Aber nun genug der grauen Theorie. Doch bevor es richtig losgeht geht zunächst noch ein Dankeschön an die Firmen Tesoro und Interprom für die Bereitstellung des Testexemplars.

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Hier die wichtigsten Fakten der Tesoro Durandal Ultimate G1NL:

  • Cherry MX Switches erhältlich in Blau, Schwarz, Braun und Rot
  • USB Full N-Key Rollover
  • 4-stufige Hintergrundbeleuchtung
  • 128 kb interner Speicher
  • Zwei USB 2.0 Anschlüsse
  • Makrotasten programmierbar über Software
  • Audio- und Mikrofonanschluss
  • Maße ohne Handballenauflage (H x B x T in mm): 448 x 149 x 35
  • Gewicht: ca. 1.4 kg
  • 1.55 m USB Kabel mit vergoldeten Anschlüssen und Schutzsleeve

Tesoro Durandal 1

Das USB Full N-Key Rollover feature mag für den ein oder anderen etwas Neues sein, weshalb wir es nun etwas näher erklären möchten. Mit diesem Feature können n Tasten (N-Key) gleichzeitig gedrückt werden, wobei N für alle Tasten auf der Tastatur steht. Das ganze wird über USB gesteuert, was ebenfalls eine Besonderheit ist, da dieses Feature bislang nur in wenigen USB Tastauren, wie zum Beispiel der Razer Blackwidow untergebracht ist. Vorerst genug von Zahlen und Fakten, schauen wir uns das Schmuckstück mal an.

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Angefangen bei der Verpackung lassen sich bereits einige nette Details der Durandal Ultimate erblicken. So gibt die Verpackung uns die Information über die Namensgebung der Tastatur. Durandal ist laut Sage ein heiliges Schwert vom Paladin Karl des Großen. Das Schwert soll innerhalb seines goldenen Griffes einen Zahn des heiligen Petrus, Blut des heiligen Basilius, Haare des heiligen Dionysius und ein Stück der Kleidung der Jungfrau Maria enthalten. Wie wir finden eine wirklich nette Hintergrundgeschichte für eine Tastatur. Das kleine Sichtfenster auf der rechten Seite ist auch nicht ohne Grund dort. Wenn man sich den Nummernblock etwas näher betrachtet, lässt sich bereits erblicken wie man die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur regelt. Schaut man ins Innere, findet man neben der Tastatur eine Handballenauflage und einen Pappschuber in dem sich Garantiekarte und Treiber CD für die Software der Durandal befindet. Die Durandal Ultimate besitzt zwar keine Sondertasten wie z.b. Bei einer Logitech G19 aber dennoch kann man Profile und Schnellmakros erstellen.

Tesoro Durandal 2

Tesoro Durandal 4

Bereits beim auspacken fällt einem auf, dass die Tastatur mit ihren knapp 1.4 Kilo kein Leichtgewicht ist. Von der Optik her zeichnen sich klare Linien. Ein gebürsteter Aluminiumlook kombiniert mit schwarzen Riffelblechen lassen die Tastatur auch nach außen hin sehr massiv wirken. Doch die Optik täuscht. Tesoro hat sich beim Material für Kunststoff entschieden. In der oberen rechten Ecke befindet sich ein kleines Fenster. Über dieses Fenster bekommt man angezeigt, ob die Tastatur angeschlossen ist oder der Nummernblock aktiviert ist. Aber auch die Capslock Anzeige befindet sich dort. Auf der Oberseite der Tastatur ebenfalls auf der rechten Seite befinden sich die zwei USB2.0-Ports und die durchgeschliffenen Audio- und Mikrofonausgänge. Fahren wir fort in unserem Test mit der Erstinstallation und dem Treiber.

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In Zeiten von Windows 7 und der automatischen Treibersuche könnte man die Tastatur einfach anschließen und lostippen, jedoch stünden einem dann die ganzen Features der Tastatur nicht zur verfügung. Also nehmen wir uns kurzerhand die Treiber CD und installieren den beigefügten Treiber. Nachdem dies geschehen ist landen wir auf einer Oberfläche die unsere Tastatur abbildet. Von dort aus können wir bis zu fünf Profile erstellen. Jedes Profil bietet uns die Möglichkeit bis zu 10 Makros zu setzten. Jedoch sind die Makro-Funktionen auf 14 begrenzt. Dies bedeutet, dass pro Makro nur eine Auswahl an 14 Funktionen zur Auswahl stehen. Es gibt keinen Tasten-Aufzeichner, der besondere Tastenkombinantionen aufnimmt und diese dann speichert.

Tesoro Durandal 7

Die Tasten F7 bis F11 sind blockiert. Diese 5 Tasten sind über die Sonderfunktionen fest vergeben um zwischen den Profilen Wechseln zu können. Ganz recht, Sonderfunktionen. Dem guten Beobachter wird auf den Bildern bereits die Fn-Taste aufgefallen sein. Diese findet man üblicherweise eher bei Notebooks aber auch bei einer gewissen Auswahl an mechanischen Tastauren wie der Razer Black Widow oder der Gigabyte Osmium . Tesoro wollte jedoch Platz sparen. So entschied man sich für eine Doppelbelegung der F-Tasten um, wie bereits angesprochen, Profile zu wechseln, aber auch seine Musik oder Lautstärke zu steuern. Die F12 Taste dient als umschalter zwischen Normal- und Gamingmodus, in diesem wird die Windowstaste deaktiviert um während des Spielens nicht versehentlich auf dem Desktop zu landen. Auf dem Nummernblock befinden sich dann noch zwei Kontrast-Zeichen um über die Fn-Funktion die Hintergrundbeleuchtung zu steuern. Diese gibt es in vier Stufen. Aus, dunkel, hell und ein Puls-Modus in dem die Beleuchtung pulsiert.

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Angefangen bei den Cherry MX switches brauchen wir, so glauben wir keine großen Worte verlieren. Unser Testmuster ist mit den Brown-Switches ausgestattet und somit ein gutes Mittelmaß für Schreiberlinge und Gaming. Durch die Einzelbeleuchtung der Tasten über SMD-LEDs entsteht eine knackige Beleuchtung, die das Arbeiten im dunkeln erleichtern.  Die USB-Schnittstellen bieten sich gut an um eine Maus oder ein Smartphone anzuschließen. Die durchgeschliffenen Audiosignale weisen auch keinerlei Verluste oder sonstige Probleme auf. Durch die 1.4 Kilo an Gewicht verrutscht die Tastatur auch nicht so leicht auf festem Untergrund. Hinzu kommt, dass die ausklappbaren Standfüße durch ihre Gummierung ebenfalls einem Verrutschen entgegenwirken.

Tesoro Durandal 6

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Die Umsetzung der Extratasten über eine Fn-Taste lässt uns auch keine Sekunde daran denken, dass uns Tasten fehlen könnten oder wir eingeschränkt in der Nutzung sind. Selbstverständlich bleibt dies Geschmackssache und liegt im ermessen des Nutzers ob er seine Makro-Tasten gesondert haben möchte oder eben nicht. Wenn man längere Schreibarbeiten vornimmt und das Blindtippen nicht so beherrscht sollte man die Helligkeitsstufe etwas dimmen, denn das Rot wirkt sich mit der Zeit schon ermüdend auf die Augen aus.

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Kommen wir nun abschließend zum Fazit des ganzen Tests. Angefangen beim Preis der zwischen 129€ und 132€ liegt (Stand: 26.01.2013), jenachdem für welche Cherry MX Variante man sich entscheidet wobei Blau 129€ kostet, Schwarz 130€, Braun 131€ und Rot 132€, kann man sagen dass man für eine Mechanische Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung nicht enttäuscht wird. Die Verarbeitung ist durchweg in ordnung und sauber, das Layout gut durchdacht und stimmig.  Die Makros sind einfach zu Programmieren, allerdings durch die vorgegebenen Befehle begrenzt. Demnach sollten sich Nutzer, die viel mit Makros arbeiten, vor dem Kauf gut überlegen, ob sie mit den Möglichkeiten der Durandal zufrieden wären.

Das stechende Rot der Beleuchtung auf der hellsten Stufe wirkt mit der Zeit ermüdend auf die Augen. Dem kann aber durch Herrunterregeln entgegengewirkt werden. Alles in Allem ist die Tesoro Durandal Ultimate eine sehr solide Tastatur, die sich vor der Konkurrenz nicht verstecken muss. Selbstverständlich liegt es letztendendlich im Ermessen jedes Einzelnen ob man mit dem Gerät gut arbeiten und oder spielen kann, deswegen gilt wie immer in solchen Fällen: Probieren geht über studieren.

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