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Cooling Hardware Testbericht

AMD Radeon HD 7970 / HD 7950 Wasserkühler im Vergleich

Und es beginnt wieder von vorn: Eine neue Grafikkartengeneration hat sich in Form der Radeon HD 7000 auf dem Markt etabliert und das sich jährlich wiederholende Problem der Kühlung im Sommer war wieder aktuell. Die wirklich heiße Zeit im Sommer ist zwar mittlerweile wieder vorbei, doch eine Wasserkühlung bringt auch sonst diverse Vorteile, die manche User nicht mehr missen möchten. Unser heutiger Test soll klären, welcher Kühler die beste Leistung auf AMDs Speerspitze, nämlich der Radeon HD 7950 und HD 7970, erzielt.

Zuvor aber noch ein kleiner Hinweis: Zwar sollten die Kühler auf alle Varianten der genannten Grafikkarten passen, aber gerade bei eigenen Editionen wie der Sapphire HD 7970 Vapor-X oder der MSI HD 7970 Lightning kann es vorkommen, dass die eine oder andere Komponente im Weg ist und damit die Montage verhindert. Deswegen sollte immer im Voraus überprüft werden, ob sich der gewählte Kühler auch mit der eigenen Karte verträgt, um später einem etwaigen Frustanfall vorzubeugen.

Unser Testfeld sollte sich eigentlich über vier verschiedene Modelle erstrecken, allerdings kam es bei dem Kühler von Liquid Extasy zu kleineren Problemen, weswegen wir ihn leider aus der Wertung nehmen mussten. Dafür haben wir aber mit Vertretern von Aqua Computer, Watercool und EK Water Blocks die wohl drei prominentesten Hersteller testen können, sodass wir in der Lage sein sollten, einen erfolgreichen Sieger zu küren. Für unseren Test nutzten wir unser Testmuster einer Radeon HD 7950, die allerdings nicht das gleiche Layout wie die im Verkauf befindlichen Modelle besitzt, stattdessen ähnelt sie viel eher einer HD 7970. Aus diesem Grund testen wir hier Kühler von Aqua Computer und EK Water Blocks, die für die HD 7970 gefertigt worden, einzig und allein der Heatkiller von Watercool lässt sich mit beiden Karten betreiben, sofern sie der Referenz entsprechen.

Wie immer geht noch ein Dank an die Hersteller der Kühler, die uns freundlicherweise mit den Testmustern versorgt haben. <h1>EK Water Blocks EK-FC7970 Copper / Plexi</h1> Da sich unser Test etwas verspätet hat brachte EKWB in der Zwischenzeit eine neue Version mit dem Kürzel CSQ auf den Markt. Das steht für “Circle Square Design” und steht für die optische Neuorientierung des Unternehmens. Bei dem EK-FC7970 ist aber offenbar nur das Äußere davon betroffen, sodass unsere Testergebnisse mit kleinen Abweichungen auch für diese Neuauflage gelten sollten. Ein weiterer Unterschied liegt vermutlich in der Kompatibilität zu unterschiedlichen Grafikkarten, da eine Aussparung auf der Kühlerunterseite etwas vergrößert wurde. Außerdem ist der Kühler in zwei speziellen Versionen für die ASUS HD 7970 DirectCU II und die MSI HD 7970 Lightning erhältlich, da diese ein geändertes Layout aufweisen. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Abgesehen davon hat der EK Kühler auch weiterhin die meisten Gesichter, denn auch in der CSQ-Version kann man ihn in drei unterschiedlichen Kombinationen erwerben – schwarzes Acetal mit Kupfer, Acetal mit vernickeltem Kupfer oder Plexiglas und vernickeltes Kupfer. Die Plexiglas-Version bringt lediglich den optischen Effekt mit sich, da man die “Innereien” des Kühlers sieht, die vernickelte Oberfläche hat den weiteren Vorteil, dass das Kupfer nicht oxidiert und dadurch über die Zeit unansehnlich wird. Wir besitzen noch die ältere Ausführung mit Kupferboden und Plexiglas-Deckel, der uns aber auch hier einen guten Einblick spendiert. Hier eingraviert findet man sowohl das große EK Logo als auch die Modellbezeichnung, die neueren Kühler sind mit zahlreichen Kreisen dekoriert. Weitere Akzente werden von dem schwarzen Dichtgummi und den schwarzen Schrauben gesetzt, die den Boden mit dem Cover verbinden. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Im Prinzip könnten wir uns wie beim Vorgänger auch das Aufschrauben dank des Plexiglas-Deckels wieder sparen, durch die Bauweise der Radeon HD 7970 mussten sich die Kühlerhersteller allerdings eine Lösung überlegen, um die Flüssigkeit über die hohen Spulen auf der Karte zu transportieren. Immerhin hat man bei den neuen Kühlern erstmals seit einer ganzen Weile die Kühlerstruktur über dem Chip verändert und so finden sich nun deutlich dünnere Finnen und Kanäle als zuvor. Ob sich dies positiv auf die Leistung auswirkt werden wir am Ende des Tests feststellen, immerhin ist es eine gern gesehene Evolution. Nach diesem wohl wichtigsten Teil des Kühlers wird die Flüssigkeit wie erwähnt über die Spulen geleitet um auf der anderen Seite die Spannungswandler zu kühlen. Dazu befindet sich eine kleine Edelstahlscheibe auf dem Cover, die diese Wege abdeckt. Einmal auf der anderen Seite angekommen wird die Flüssigkeit durch zwei Kanäle geführt, bevor es wieder auf die andere Seite Richtung Ausgang fließt. Durch einen kleinen Kanal können die Moleküle aber auch eine Abkürzung nehmen und sich direkt Richtung Ausgang bewegen. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Die Rückseite fällt wie so oft relativ einfach aus und so sitzt in der Mitte der um 45° gedrehte Aufsatz für den Grafikchip. Die Kühlleiste für den Grafikspeicher liegt auf einem etwas höheren Niveau als der Chipkühler und ist durchgängig gehalten, auf der Spannungswandler-Seite ist ebenfalls eine durchgehende Leiste vorhanden. Immerhin hat man gegenüber dem Vorgänger nun feste Abstandshalter aus Metall im Boden verschraubt, was die Montage auf der Grafikkarte einfacher gestaltet.

Zubehör & Montage: Der Lieferumfang hält sich wie so oft in Grenzen, beinhaltet aber immerhin fast alles Notwendige für die Montage. So kommt der EK-FC7970 mit elf schwarzen M3x4 Schrauben sowie elf passenden Unterlegscheiben aus Kunststoff. Die Wärmeleitpads müssen teilweise selbst zurechtgeschnitten werden, was anscheinend in der Produktion etwas Geld gespart hat. Die Pads unterscheiden sich dabei sowohl in ihrer Form als auch in ihrer Höhe, um den Kontakt zwischen Chip und Kühler herzustellen. Die Wärmeleitpaste für den Grafikchip selbst muss man allerdings selbst beschaffen – bei Luftkühlern wird sie schon lange beigelegt. Dafür ist die Anleitung sehr ausführlich gehalten und gut bebildert, sodass man hier nicht wirklich etwas falsch machen kann. Im Lieferumfang befinden sich außerdem zwei zusätzliche O-Ringe und zwei 3 mm Spacer, um auch High Flow Anschlüsse in das G1/4” Gewinde schrauben zu können.

Mit etwas Geschick ist der Kühler relativ schnell verschraubt, allerdings rät die Anleitung dazu nach dem Festschrauben nochmals die Kontakte zwischen Chip und Kühler zu überprüfen, was natürlich etwas mehr Zeit kostet. Die Demontage des Kühlers selbst geht an sich ebenfalls schnell vonstatten, insgesamt müssen 19 Inbusschraubengelöst werden. Die Schrauben selbst sind alle schwarz, allerdings anscheinend nur mäßig gut lackiert, sodass bereits von Anfang an etwas “alt” wirken. Nach der Reinigung kann es etwas fummelig werden die O-Ringe wieder in Position zu bringen, da sie teilweise etwas zu groß zu sein scheinen. Sind sie in Position ist aber alles wieder schnell verschraubt.

Auch wenn man bei der aktuellen Grafikkartengeneration von AMD auf eine Backplate verzichtet hat bietet EKWB wieder passende Produkte aus Aluminium für ca. 25 Euro an, die die Stabilität der Karte etwas verbessern und auch etwas Wärme von der Rückseite besser ableiten. Und natürlich runden sie auch die Optik perfekt ab. Wärmeleitpads und Schrauben sind bereits im Lieferumfang enthalten. <h1>Aqua Computer aquagrATIx für HD 7970</h1> Neben den slowenischen Kollegen von EK Water Blocks haben wir natürlich auch Produkte „Made in Germany“ im Test, als erstes den aquagrATIx für die HD 7970. Bei unserem letzten Test hatte man zwar etwas mit Qualitätsmängeln in Form von Fräsrückständen in den engen Kanälen zu kämpfen, doch schlussendlich konnte man mit knappem Vorsprung doch den Sieg erringen. Ob man den Titel halten kann wird sich am Ende zeigen, immerhin erinnert der Name des Produkts immer noch etwas an die Vergangenheit der AMD Grafikkarten, als sie noch von ATi kamen. Aber wie schon oft angemerkt wurde wäre “aquagrAMDx” auch ein recht merkwürdiger Produktname. Aber auch hier müssen wir wieder anmerken, dass wir eine ältere Revision des Produkts testen, wobei sich die Änderungen zum Großteil auf Äußerlichkeiten beziehen und die Leistung nicht großartig verfälschen sollten. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Wie bei den Vorgängern auch hat man das dünne Design des Kühlers beibehalten, was im Gegensatz zum EKWB EK-FC7970 allerdings ein großes Anschlussstück aus Delrin notwendig werden lässt. Der Kühler an sich besteht wie immer aus purem Kupfer und ist damit recht anfällig für Oberflächen-Oxidation, was ihn über die Zeit unschön aussehen lässt. Ansonsten sitzt auf der Front der charakteristische Edelstahl-Deckel mit Lasergravur, was das Ganze eher schlicht erscheinen lässt. Auffällig ist bei uns eher der kleine Fremdkörper aus Delrin, der aber ebenfalls einen Edelstahl-Deckel bekommen hat. Auch hier ist er dazu da, um die Flüssigkeit über die Spulen zu den Spannungswandlern zu leiten, bei der aktuellen Revision ist dieser Hügel allerdings kleiner und aus Kupfer gefertigt. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Im Inneren des Kühlers teilt man den Strom in zwei Wege auf. Der eine verläuft durch den GPU-Block, der hier wieder sehr fein gefräst ist und enge Strömungskanäle aufweist was sich gegebenenfalls negativ auf den Strömungswiderstand auswirken kann. Die Fertigungsprobleme vom letzten Mal treten hier nicht wieder auf, allerdings sind an der rechten Seite der Finnen noch zahlreiche Späne vom Fräsen übrig geblieben. Sie sitzen zwar fest genug, um nicht in den Kühlkreislauf zu gelangen, aber mit einem zusätzlichen Polierdurchgang hätte man das auch verhindern können. Danach gelangt der erste Strom schon wieder zum Ausgang, der zweite Flüssigkeitsstrom verläuft im unteren Teil des Kühlers zu dem schwarzen Terminal, wo er zu den Spannungswandlern geleitet wird. Diese Konstruktion wirkt relativ aufwändig erfordert einen korrekten Anschluss von Ein- und Ausgang, der Teil zur Kühlung der Spannungswandler scheint hingegen ziemlich klein und simpel. Charakteristisch sind auch die beiden “Säulen” im oberen Teil des Kühlers, die allerdings nur so hoch sind, da sich darunter die Gewinde für die Befestigung befinden. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Auf der Unterseite fällt die sehr große Fläche auf, die für die Kühlung der Speicherchips genutzt wird. Mittig sitzt auch hier der um 45° verdrehte Aufsatz für die GPU, die etwas tiefer liegt als die Speicherkühler. Im Gegenteil zu dem EK Kühler ist hier die Bodenplatte komplett aus einem Stück Kupfer gefräst, sodass auch der Spannungswandlerkühler direkt mit dem Rest verbunden ist. Interessanterweise scheint es bei Aqua Computer Brauch zu sein die großen Flächen bis zum spiegelnden Glanz zu polieren, was einerseits etwas edler wirkt und andererseits auch die Kühlleistung minimal verbessern könnte. Alle restlichen Flächen weisen die typischen Frässpuren auf.

Zubehör & Montage: Wie bisher setzt man bei Aqua Computer auf die ungewöhnliche Lösung wie bei der GPU auch die Verbindung zwischen Speicherbausteinen und Kühlern mit Wärmeleitpaste herzustellen, was einerseits eine ganz schöne Sauerei verursachen kann und andererseits eine höhere Präzision erfordert, da durch die 0,5 Millimeter dicken Pads sonst gewisse Unebenheiten ausgeglichen werden können. Für die Spannungswandler kommen aber auch hier wieder Wärmeleitpads zum Einsatz, was wohl auch die beste Lösung darstellt. Im restlichen Lieferumfang befindet sich demnach lediglich das Montagematerial samt Anleitung sowie zwei Verschlussschrauben für den Anschlussterminal. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Dank fest verschraubter Abstandshalter auf der Unterseite ist auch der aquagrATIx Kühler recht schnell verbaut, die Montage auf der Grafikkarte erfolgt hier über 10 Schrauben. Allerdings sollte man verhindern, dass der Kühler auf der Karte verrutscht, damit die Wärmeleitpaste nicht auf dem Rest des Pixelbeschleunigers verschmiert wird. Hier ist es auch stark anzuraten nicht-leitende Wärmeleitpaste zu nutzen, silberhaltige Paste könnte schnell zu einem Kurzschluss führen. Diese muss demnach auch separat besorgt werden, im Lieferumfang befindet sich jedenfalls keine. Die Demontage des Kühlers an sich ist einfach gehalten, dafür müssen jedoch insgesamt 22 Schrauben gelöst werden – für den Anschlussterminal aus Delrin werden drei weitere Schrauben fällig. Der Zusammenbau fällt durch die passgenauen O-Ringe ebenfalls recht leicht, einzig und allein das Einsetzen des Rings in dem Delrin-Aufsatz erfordert einiges an Fingerspitzengefühl. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Neu bei Aqua Computer ist allerdings, dass man nun ebenfalls eine Backplate aus Aluminium ins Angebot aufgenommen hat. Diese ist mit einem großen Firmenlogo aus eingelegtem gebürsteten Edelstahl versehen, was dem ganzen eine edle Optik verpasst. Mit knapp 30 Euro fällt sie zwar etwas teurer aus als das Pendant von EKWB, dafür wirkt das gute Stück aber auch etwas schnittiger. <h1>Watercool Heatkiller GPU-X³ 79X0</h1> Neben Aqua Computer ist Watercool der zweite große Hersteller von Wasserkühlungskomponenten, von dem wir ebenfalls ein Testsample erhalten haben. Letztes Jahr hatte man den Sieg knapp verpasst, aber dennoch eine Empfehlung absahnen können. Auch dieses Mal  hat man vermutlich den edelsten Kühler im Feld, was aber andererseits stets im Auge des Betrachters liegt. Leider sieht man im Gehäuse davon oft überhaupt nichts, die einzige Alternative wäre vermutlich ein Gehäuse von SilverStone, bei dem der Inhalt oft seitenverkehrt ist. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Gleichzeitig hat man aber auch die “größte” Kompatibilitätsliste, da es der einzige Kühler ist, der sowohl zur Radeon HD 7970 als auch zur kleineren HD 7950 kompatibel ist. Das spart natürlich einerseits Fertigungskosten bei Watercool, da man für zwei Grafikkarten nur einen Kühler herstellen muss und hebt damit auch indirekt den Wiederverkaufswert, da man mehr potentielle Käufer hat.

Auf der Vorderseite des Kühlers sind wieder Elemente aus Elektrolyt-Kupfer und Edelstahl verbaut, die zusätzlich auf Hochglanz poliert sind. Zusätzlich ist das Oberteil mit einem hochwertigen Klarlack versehen, damit das Kupfer zumindest an dieser Stelle nicht anläuft. Das verhindert aber an der Seite nicht, dass das Kupfer oxidiert, weshalb man nun auch hier eine gesonderte Edition namens “Heatkiller GPU-X³ 79X0 Ni-Bl” verkauft. Kurz gesagt steht das für die vernickelte Version, die zusätzlich mit schwarzen Elementen versehen ist und optisch wirklich etwas hermacht. Die Hole Edition vom letzten Mal hat man leider nicht neu aufgelegt, aber die aktuelle Auflage steht ihr auch in nichts nach. Der Grundboden besteht wie bei allen Kühlern aus Kupfer, natürlich wegen der guten Wärmeleitfähigkeit. Darüber liegt eine große Platte aus poliertem Edelstahl, die zusätzlich eine Lasergravur verpasst bekommen hat, die die aktuelle Kühlergeneration preisgibt. Die oberste Schicht ist eine Brücke aus Kupfer, um die Flüssigkeit auch zu den Spannungswandlern leiten zu können. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Leider muss man auch sagen, dass der schwarze Anschlussterminal aus Polyoxymethylen – kurz POM – irgendwie nicht so recht zum Gesamtbild passt. Dafür erlaubt es den Wechsel zu Double und Triple Adaptern, um den Kühler auch in CrossFire-Systemen zu nutzen. Auf der Unterseite gibt es auch hier eine große Fläche zur Kühlung der Speicherchip, dazwischen liegt etwas abgeflacht das leicht gedrehte Quadrat zur Kühlung der GPU. An der Seite sitzt eine kleine Leiste zur Kühlung der Spannungswandlersektion, das Stück dazwischen geht durch bis zur Edelstahlplatte. Wie bei den anderen getesteten Kühlern sind auch hier bereits Abstandshalter angebracht, allerdings nutzt man als einziger Abstandshalter aus Kunststoff. Vermutlich sind diese nur angeklebt und können verloren gehen, bei uns saßen sie jedoch verhältnismäßig fest. Dafür haben sie den positiven Nebeneffekt, dass sie nichtleitend sind und damit auch keine Gefahr für einen Kurzschluss besteht. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Im Innenraum des Kühlers fallen sowohl die kleine Säule, in der auch hier ein Gewinde sitzt, als auch die Kühlstruktur über dem Grafikchip auf. Die Kühlfinnen reichen dort nicht bis an den Deckel und so platziert man darüber eine kleine Kunststoffabdeckung. Nach dem Prinzip einer Düse wird die gleiche Wassermenge bei weniger Volumen beschleunigt und so fließt das Wasser an dieser Stelle deutlich schneller. Über eine kleine Brücke fließt das Wasser hinüber zu den Spannungswandlern, wobei dieser Teil hier am kleinsten gehalten ist. Danach fließt es wieder Richtung Anschlussterminal.

Zubehör & Montage: Der größte Teil der Hersteller beschränkt sich beim Zubehör für Wasserkühler leider trotz des hohen Preises auf das Wesentliche, aber vereinzelt gibt es immer wieder einen kleinen Lichtblick am Horizont. Bei Watercool liefert man ein Tütchen dazu, das in zwei Kammern unterteilt ist. In der einen finden sich alle notwendigen Wärmeleitpads, die bereits im Voraus zugeschnitten wurden, um gleich verteilt werden zu können. In der zweiten Kammer sind alle zur Montage benötigten Schrauben samt Unterlegscheiben aus Kunststoff. Ungewöhnlicherweise liegen  hier ausschließlich Inbusschrauben sowie ein passender Inbusschlüssel bei. Über die Vor- und Nachteile solcher Schrauben lässt sich stundenlang diskutieren, allerdings wirken sie einmal angebracht etwas edler. Der Anleitung hat man lediglich eine A5-Doppelseite spendiert, die aber auch völlig ausreichend für die Montage ist. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Dank Abstandshalter ist der Kühler relativ schnell angebracht, auch wenn es durch die Inbusschrauben vielleicht etwas umständlicher ist als normalerweise. Die Demontage des Kühlers ist nach dem Lösen von 16 Inbusschrauben abgeschlossen, wobei sich eine unter der Metallabdeckung auf der Brücke versteckt hat, die angeklebt ist – ein einfacher Auseinandernehmen ist somit ohne kleinen “Schaden” nicht möglich, zusätzlich sollte man bei der glänzenden Oberfläche vorsichtig sein um keine Kratzer zu verursachen. Das macht die Reinigung natürlich etwas schwieriger.

Um dem Trend zu folgen hat auch Watercool nun eine eigene Backplate ins Angebot aufgenommen. Im Gegensatz zu den anderen Anbietern besteht diese allerdings aus poliertem Edelstahl und nicht aus Aluminium, was dem Ganzen einen anderen Look verleiht. Außerdem ist sie in der Mitte zweimal gebogen, um der Grafikkarte eine höhere Stabilität zu verpassen, damit sie sich durch das hohe Gewicht des Wasserkühlers nicht verbiegt. Ob man nun das silberne oder schwarze Design der anderen Hersteller bevorzugt muss jeder selbst entscheiden. <h1>Testsystem</h1> Damit die Kühler in möglichst realer Umgebung getestet werden können haben wir uns erneut um ein besseres Testsystem gekümmert, welches nun in das zuvor getestete und entkleidete anidées Ai-06B gezogen ist. Der restliche Kühlkreislauf umfasst einen AMD Phenom II X6 1090T, auf dem ein EK-Supreme aus dem Hause EK Water Blocks sitzt, um eine komplette Wasserkühlung, wie sie auch in High End PCs vorkommt, zu simulieren. Zur Messung der Durchflusswerte wurde ein High Flow Messer von Aqua Computer genutzt, zum Auslesen der Werte und Steuerung des Systems diente ein Aquaero 5 LT, ebenfalls von Aqua Computer.

Der Rest des Systems wurde mit Hilfe von Aquatuning zusammengestellt und besteht aus einem Phobya Balancer 250 Ausgleichsbehälter, einem Watercool HTF4 3x140 White und einer Phobya DC-400 Pumpe.

Durchfluss Wie wir jedes Mal anmerken haben alle Kühler unterschiedliche Strukturen, um die darunter befindliche Grafikkarte zu kühlen. Viele zielen mit engen Strukturen darauf ab, dass die Flüssigkeit in den Kanälen nach dem Düsenprinzip beschleunigt wird, das ursprüngliche Design von EK Water Blocks hingegen zielte durch große Kanäle auf einen hohen Durchfluss ab. Durch die Düsenkanäle kann unter Umständen die Leistung des Kühlers verbessert werden, auch wenn dadurch der Durchfluss im restlichen System sinken kann.

Wiedermal trägt EK Water Blocks mit dem EK-FC7970 den Sieg in diesem Segment davon, trotz der nun deutlich engeren Kanäle. Mit grob 217 Litern pro Stunde liegt man hier mit großem Abstand vor den anderen Kühlern. Vermutlich liegt der Grund aber nicht nur in der etwas gröberen Struktur, sondern eher in den größeren Kanälen der Brücke, wenn die Flüssigkeit zu den Spannungswandlern transportiert wird. Den zweiten Platz belegt der Heatkiller GPU-X³ 79X0 von Watercool, der auf einen Wert von 180,3 l/h kommt. Leider war es uns hier nicht möglich einen Blick in die Brücke zu werfen, sodass wir hier keinen Rückschluss daraus ziehen können.

Den dritten Platz belegt wieder mal Aqua Computer mit dem aquagrATIx HD 7970, der durch die feinste Kühlerstruktur und auch durch kleine Kanäle in der Brücke aufgefallen ist. Mit einem Wert von 173,4 l/h fließen hier mehr als 40 Litern weniger als bei dem EK Vertreter durch, inwiefern sich das auf den restlichen Kreislauf auswirkt lässt sich nur schwer sagen, da alle Werte noch im grünen Bereich liegen. <h1>Testergebnisse</h1> Wichtiger als der Durchfluss ist im Endeffekt aber natürlich die Kühlleistung, um die es heute vor allem gehen soll. Um die Genauigkeit erhöhen zu können haben wir die Kühler in zwei Durchgängen getestet und anschließend den Mittelwert gebildet. Gleichzeitig wurde die Karte sowohl mit den Standardtaktraten von 800 MHz Kerntakt und 5.000 MHz Speichertakt – man bedenke, dass es eine Radeon HD 7950 im Referenz-Design ist – sowie mit relativ starkem OC bei 1.200 MHz Kerntakt und 5.600 MHz Speichertakt getestet. Außerdem wurde PowerTune in der Catalyst Software auf +20 Prozent gestellt, um eine Taktminderung aufgrund einer zu hohen Leistungsaufnahme auszuschließen. Ausgelastet wurde die Karte jedes Mal mit dem Programm MSI Kombustor, welches die Karte bis an die Grenze auslastet und eine hohe Abwärme erzeugt.

Wie bereits mehr oder weniger zu erwarten war liegen die Ergebnisse der Kühler bei Standardtakt relativ nah beieinander, da alle über einen relativ ähnlichen Aufbau verfügen. Gemessen wurde bei uns wie immer der Temperaturunterschied zwischen der Kühlflüssigkeit und dem Grafikkartenchip, da dieser Wert am besten widerspiegelt, wie viel Wärme der Kühler aufnimmt und an die Umgebung abgibt. Beim Standardtakt liegt dieser Unterschied im besten Fall wie bei dem aquagrATIx bei 9,0 Kelvin, danach folgt der Heatkiller mit 9,6 Kelvin und anschließend der EK Kühler als Schlusslicht mit 10,0 Kelvin. Demnach verdient sich Aqua Computer hier ohne Frage die Krone, auch wenn die Unterschiede relativ klein ausfallen.

Aber wie sich bei den Tests der Grafikkarte herausstellte ist sie relativ sparsam, sodass wir kräftig an der Taktschraube gedreht haben, um die Wärmeabgabe zu erhöhen. Dieses Mal zeigt sich die Führung von Aqua Computer schon etwas deutlicher, da man sich mit einer Differenz von 10,8 Kelvin an die Spitze setzen konnte. Die Reihenfolge bleibt auch sonst erhalten und so folgen Watercool mit einer Differenz von 12,5 Kelvin und EK Water Blocks mit 12,7 Kelvin, wobei diese Werte im Bereich der Messtoleranz liegen – in einem der beiden Durchgänge konnte sich EK mit 0,1 Kelvin vor Watercool setzen. Die Unterschiede fallen hier also minimal auf.

Das Fazit ist also relativ eindeutig: Der Testsieg in der Rubrik Kühlleistung geht damit an den Aqua Computer aquagrATIx HD 7970, aber auch die anderen beiden Kühler können eine hervorragende Leistung vorweisen und sind geeignet um eine HD 7970 zu kühlen. Die Frage die wir leider nicht beantworten können bleibt natürlich die nach der Kühlung der übrigen Komponenten wie Grafikspeicher oder Spannungswandler. Jedoch kam es während des Tests zu keinen Bildfehlern, sodass es hier für alle nur das Prädikat “ausreichend” gibt. <h1>Fazit</h1> Zum Beginn unseres Fazits bleibt natürlich zu sagen, dass alle Kühler ohne Probleme in der Lage dazu sind, eine Radeon HD 7970 oder auch HD 7950 ausreichend zu kühlen. Letztendlich geht die Wahl wohl eher nach persönlichen Vorlieben, unter anderem da mittlerweile zahlreiche verschiedene Ausführungen der Kühler erhältlich sind. Demnach sollte jeder für sich selbst entscheiden: Will man die beste Kühlleistung oder will man doch lieber ein regelrechtes Design-Objekt? Oder möchte ich den Kühler mit der einfachsten Montage? Gott sei Dank hat der Markt für jeden einen passenden Kühler parat. <p style="text-align: center;"> </p> Der klare Testsieger ist bei uns der Aqua Computer aquagrATIx für die HD 7970. Zwar hatten wir noch eine ältere Revision vorliegen, allerdings scheint sich nur äußerlich etwas am Design geändert zu haben. Er ist lediglich in einer “Farbe” erhältlich, findet aber mit der Edelstahl-Oberfläche sicherlich auch einige Anhänger. Die Kühlleistung ist wie erwähnt spitze, allerdings könnte man nach wie vor etwas an der Verarbeitungsqualität verbessern und auch die Wärmeübertragung mit Wärmeleitpaste ist vielleicht nichts für jeden. Der reguläre Preis bei Aquatuning liegt derzeit bei unter 90 Euro, alternativ kann direkt bei Aqua Computer auch unsere Version als B-Ware für knapp 70 Euro bezogen werden.

Der Zweitplatzierte stammt dieses Mal wieder aus dem Hause Watercool und muss sich mit etwas mehr Abstand zum Testsieger zufrieden geben, ist aber wohl ohne Frage trotzdem ein Top-Kühler. Optisch ist er unserer Meinung nach am besten verarbeitet und Dank des Poliervorgangs und des Klarlacks neigt er weitaus weniger zum Anlaufen – wer noch mehr Schutz davor möchte kann auch die vernickelte Version beziehen. Zusammen mit den zurechtgeschnittenen Wärmeleitpads und den Inbusschrauben bekommt man mit dem Heatkiller GPU-X³ 79X0 vermutlich das hochwertigste Paket, was sich im Preis von 93,99 Euro respektive 108,99 Euro für die Nickel-Version bei Aquatuning bemerkbar macht, dafür aber wiederum sowohl zur HD 7970 als auch zur HD 7950 kompatibel st.

Der “letzte Platz” geht heute an EK Water Blocks mit dem EK-FC7970, wobei leistungstechnisch nur ein minimaler Abstand zu dem Modell von Watercool besteht. In der uns vorliegenden Form ist er zwar nicht mehr direkt erhältlich, die Preisklasse ist allerdings ebenfalls unter 90 Euro angesiedelt. Gerade mit dem neuen Design findet sich auch hier ein regelrechtes Schmuckstück, schade ist nur, dass EKWB nach wie vor der einzige Hersteller ist, bei dem ein Siegel angebracht ist, welches beim Öffnen des Kühlers die Garantie verfliegen lässt. Immerhin konnte man mit dem neuen Kühlerdesign stark aufholen und dabei trotzdem den geringen Strömungswiderstand aufrecht erhalten.

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