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Razer Naga Hex: giftgrüner Gaming Nager im Test

Das kalifornische Unternehmen Razer konzentriert sich nun schon seit 1998 auf die Herstellung und Entwicklung von professionellen Gaming-Pheripherie-Geräten. Einige Höhepunkte im Leben von Razer, wie beispielsweise die Diamondback, die Copperhead oder auch die Boomslang machten das Unternehmen zu dem, was es heute ist. Nämlich eines der führenden Firmen für Gaming-Ausstattung. Razer ist dafür bekannt, allen Geräten Schlangennamen aus der ganzen Welt zu geben und speziell die Farbwahl ist zumeist von giftgrün geprägt.

Ein recht neues Produkte aus kalifornischen Hause ist Razer’s Naga Hex. Die erweiterte Naga Maus ist speziell für Moba/Action-RPG-Gamer entwickelt wurden und punktet mit einer großen Anzahl an Tasten und einem ergonomischen Design für lange Spielepartien. Mit einem Razer-typischen farbenfrohen Design, vielen Leuchteffekten und einem leistungsstarken Sensor möchte Razer sich wieder einen Vorsprung vor der Konkurrenz verschaffen. Doch erstmal muss die Naga Hex an uns vorbei. Was sie leisten wird und wie das Spielgefühl ist, werden wir im nachfolgenden Test herausfinden. <p style="text-align: center;"> </p> <p style="text-align: center;"></p>

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Razer und BITE COMMUNICATIONS für die gute Zusammenarbeit und das Naga Hex Testmuster. <h1>Lieferumfang - Razer Naga Hex</h1> Razer präsentiert die Verpackung der Naga Hex wieder einmal unverändert im schwarz-grünen Look. Man wünscht sich ab und an mal eine Abwechslung in Sachen Design, aber Razer geht hier schlicht einem vordefinierten Plan nach. “Never chance a running System”, auch wenn dies nur zu einem Teil passt. Wer auf der Suche nach Informationen ist, kommt aber voll auf seine kosten. Die Rückseite ist voll davon, ebenso wie die giftgrün-schwarze Innenseite, welche man nach dem Ausklappen zu Gesicht bekommt.

Was den Lieferumfang betrifft, so geht auch hier Razer den gleichen Weg, welchen wir oben bereits erwähnten. Bei den meisten, von uns bereits getesteten Razer-Mäusen, ist das Zubehör gleich. Als erstes finden wir eine Bedienungsanleitung mit reichhaltigen Informationen vor allem über den Treiber. Ebenso darf eine Schnellstartanleitung nicht fehlen. Hier geht es hauptsächlich um die richtige Verkabelung der Naga Hex. Wer schon das ein oder andere Razer-Produkt besessen hat der weiß, dass die Sticker natürlich nicht fehlen dürfen. Zwei große Logos in Hochglanz liegen der Verpackung bei. Weitere Informationen in Form eines grünen Infoblattes und anhand einer Naga Hex Karte auf festen Karton runden das Paket ab. Für individuelle Anpassungen der Maus befinden sich ebenso zwei kleine Gummiabdeckungen im Lieferumfang, die wir später an der Seite der Naga Hex tauschen können. Das war es auch schon, was wir im Inneren des Kartons entdecken durften. Nun geht es direkt in Richtung Naga Hex, welche uns vornherein im Detail interessiert. <p style="text-align: center;"> </p> <table border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> <tr> <td colspan="2"> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

<h1>Razer Naga Hex im Detail</h1> Nun aber wollen wir uns dem eigentlichen Prachtstück, der Naga Hex selbst zuwenden. Wie immer macht das Design von Razer einiges her. Der komplette Körperbau der Maus ist so ausgelegt, das Zeige- sowie Mittelfinger angenehm Platz auf ihr finden. Selbst für den Ringfinger gibt es eine eigene kleine Ausbuchtung zum ablegen. Die Oberfläche ist aus glänzendem Kunststoff gefertigt und erweckt farblich ohne Zweifel Aufmerksamkeit. Ein Razerlogo versteckt sich auf dem Mausrücken auch noch, was für uns etwas schwer zu erkennen war. Zwei große Haupttasten, ebenso zwei kleine Tasten und das Mausrad, welches komplett aus hochwertigem Kunststoff gefertigt ist und spürbare Einrastungen vorweisen kann, befinden sich auf der Oberseite der Naga Hex. Der Nager ist, wie bei Razer nicht untypisch, nur für Rechtshänder geeignet. Somit liegt der Daumen auf der linken Seite, die recht interessant ist. Hier finden wir ganze sechs Zusatztasten. Alle Tasten sind Nummeriert, um sie optimaler zuordnen zu können. Mittig davon sehen wir auch die bereits erwähnte Gummiabdeckung, um den Daumen sozusagen im Standby abzulegen, wenn keine Keyeingabe erforderlich ist.

Gehen wir weiter Richtung Unterseite. Hier gibt es aber nichts weiter aufregendes. Fünf schwarze PTFE-Füße sorgen für die nötige Gleiteigenschaft und außerdem sehen wir noch einen Umschalter zwischen 123 und Num. Modus 123 sorgt dafür, dass die sechs seitlichen Zusatztasten sich wie die Tasten 1-6 auf der Tastatur verhalten. Der Modus Num wird bereits durch den Namen verraten. Hier verhalten sich alle Testen wie jene, welche wir auf dem Nummernblock vorfinden. Alles in allem macht die Naga Hex mit dem goldenen USB-Anschluss optisch einen guten Eindruck. Wer nicht auf grün steht, der kann auch noch die Farbe Rot auswählen. Lasst uns jetzt einen Blick auf den Treiber liefern, den uns Razer unterjubelt.

Technische Eigenschaften

  • Abmessung: 7 cm x 11,6 cm x 4,6 cm
  • Gewicht: 134 Gramm
  • Verkabelt-USB
  • Laser
  • Tasten: 11
  • Bewegungsauflösung: 5.600 DPI
  • 1 ms Reaktionszeit
  • programmierbare Seitentasten, Scrolling-Rad
  • beleuchtete Elemente
  • in Farbe Rot und Grün erhältlich

<h1>Treibersoftware</h1> Bei der Naga Hex geht alles über Synaptics 2.0. Dieser Clouddienst wird seit einiger Zeit von dem kalifornischen Hersteller angeboten, um Gamer noch näher an ihre Peripherie-Einstellungen zu führen. Der Dienst speichert alle Einstellungen von Razer-Geräten und ruft diese bei Gebrauch wieder ab, egal von welchem Rechner. Aber Synapse 2.0 stellt auch Treiber und Firmwareupdates bereit, also kommen wir nicht herum, uns die Exe-Datei zu laden. Nach der Installation steht erst einmal das anlegen eines Benutzerkontos an. Klar, denn der Dienst muss ja für jeden Gamer ein extra Konto anlegen. Email-Adresse und Passwort genügen Razer zum Glück. Das war es aber auch schon, nach einem Neustart sind wir direkt im Treiber und können loslegen.

Der Treiber präsentiert sich fast vollkommen schwarz. Lediglich ein paar Metallikeffekt sorgen für optische Aufheller. Im ersten Reiter geht es um die allgemeine Tastenzuordnung. Alle Tasten lassen sich hier individuell den eigenen Bedürfnissen anpassen. Auf der linken Seite ist die Profilübersicht, wo einem die Speicherung vereinfacht wird. Für jeden Zweck lässt sich eigens ein Profil dafür anlegen. Reiter Nummer 2 stellt die Leistung bereit. Vorrangig geht es hier natürlich um die DPI. Von 100 bis 5.600 lässt der Regler zu, danach ist Schluss. Auch unterschiedliche Stufen für beide Achsen stellen kein Problem dar. Die Beschleunigung kennen wir schon von dem hauseigenen Windows-Treiber, nur ist die Abstufung bei Razer um einiges besser. Außerdem besteht noch die Möglichkeit, die Abtastrate einzustellen, welche im Beispiel bei 500 liegen. <p style="text-align: center;"> </p> <table border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Als nächstes finden wir den Tab Beleuchtung. Hier gibt es aber relativ wenig, über das wir berichten können. Der Bereich ist einzig und allein nur zu dem Aktivieren und Deaktivieren der Beleuchtung. Das Logo ist dabei abgetrennt von dem Rest der Leuchteffekte. Als letztes werfen wir einen kurzen Blick auf die Makros. Im nächsten Haupttab haben wir die Möglichkeit, Befehlsketten aufzuzeichnen, zu bearbeiten und generell zu verwalten. In der Verwaltung können wir am Ende jedes Profil einer Exe zuweisen, um bei dem Start automatisch das passende Profil zu wählen. Diese Funktion ist wirklich sinnvoll, wenn man viele Games spielt und dabei jedes mal andere Einstellungen bevorzugt. So spart man sich eine Menge an Zeit und Stress. Der Treiber scheint ausgereift und voll einsatzfähig zu sein. Maus und Treiber stehen aber im Einklang und besonders das Handling ist ausschlaggebend, wie ein Nager die Wertung am Ende abschließt. Aus dem Grund wollen wir uns jetzt genau diesem Part widmen. <p style="text-align: center;"> </p> <table border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table> <h1>Handling - Razer Naga Hex</h1> Wie auf der vorletzten Seite bereits erwähnt, ist die Naga Hex ergonomisch so geformt, das nur Rechtshänder sie nutzen können und der Ringfinger eine extra Ablage bekommt. Somit liegt diese wirklich gut in der Hand, auch nach mehrstündigen spielen. Problematisch wird aber mit der Zeit die Oberfläche. Diese ist glatt, aus Plastik gefertigt und wirkt sich nicht positiv auf die Schweißbildung aus. Bereits nach einiger Zeit wird der glatte Kunststoff weniger angenehm. Eine leichte Softtouch-Oberfläche hätte hier gut getan. Zumindest an den Seiten spendiert Razer diesen Zusatz an Oberflächengüte.

Die Tastenanordnung, welche der Hersteller wählte, gefällt uns sehr gut. Zu jeder Zeit konnten wir alles gut erreichen und das ohne jeglichen Krampf. Auch die Lautstärke, die während des Gleitens über dem Mauspad entsteht, hat echt positiv überrascht. Die Naga Hex kommt im Gegensatz zu Version Nummer 1, der Naga, mit nur 6 Daumentasten daher, während diese noch 12 bot. Die Seite ist nun deutlich weniger überladen und besser beherrschbar. Razer hebt die Spieletauglichkeit vor allem für Moba- und Action-RPG-Games hervor. Die sechs Zusatztasten sind dafür optimal, um Zauber oder Angriffe darauf abzulegen.

In unserem Spielecheck konnte die Maus bei allen Games gut abschließen. Auch Aufbauspiele waren genauso wie Ego-Shooter kein Problem. Die Naga Hex machte im großen und ganzen einen sehr guten Eindruck auf uns. Sie war zu jeder Zeit absolut präzise und Geschwindigkeitmäßig voll im Trend.  Bis auf die Schweißproblematik waren wir sehr zufrieden mit ihr und können dem Nager volle Spieletauglichkeit zusagen. Abschließend wollen wir noch einmal alles zusammen fassen und eine Endwertung treffen. <p style="text-align: center;"> </p> <table style="width: 100%;" border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> <tr> <td colspan="2"> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

<h1>Fazit</h1>

Razer versucht, mit der Naga Hex einen Kandidat heraus zu bringen, der sich zwischen MMO- und Shooter-Maus einreiht. Nach unserer maßgeblichen Meinung ist der Firma dies auch gelungen. Das Tastenquaos der Razer Naga wurde schlicht und ergreifend mit der Hex um die Hälfte reduziert, um so mehr Ordnung in die ganze Sache zu bekommen. Langes Spielen zeigt sich sehr angenehm, doch trübt schnelle Schweißbildung die ganze Sache etwas.

Die Naga Hex von Razer punktet mit einem schicken Design, welches aber nicht jedermanns Geschmack treffen könnte.Die Verarbeitungsqualität ist wirklich gelungen und mittels Synapse 2.0 wird die Maus super in das vorhandene System eingebunden. Gelistet ist die Naga Hex aktuell für 66,27€ (guenstiger.de / Stand: 06.06.2012), was schon im oberen Preissegment liegt. Wer auf der Suche ist nach einer Maus, aber die sechs Seitentasten nicht zwingend braucht, der sollte sich nach Alternativen umschauen, um mehr auf andere Bedürfnisse eingehen zu können. Wer sich allerdings vorstellen kann, gebrauch von den seitlichen Knöpfen zu machen und wem der Preis nicht abschreckt, dem sei ein Blick auf die Naga Hex sicherlich nicht verwehrt. Für das Geld bekommt man eine sehr gute Maus, einen optischer Leckerbissen und ein wirklich flottes und schnelles Gerät, was absolut zielsicher ist. Sehr gute Präzision und Geschwindigkeit, viele konfigurierbare Tasten und dank Synapse 2.0 ein wirklich feines Treiberpaket runden das Paket hier ab. Die Oberfläche könnte sich Razer aber nochmal genauer annehmen, um da nicht vielleicht doch einen Weg zu finden, hier etwas zu verbessern. Bei einigen Konkurrenten wurde diese Problematik optimaler gelöst. Und die Problematik Rechts-, Linkshänder rückt auch immer weiter nach vorne. Hier sollte auch bald eine Lösung gefunden werden, damit auch die Linkshänder auf solche Hardware nicht verzichten müssen.

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