Speichermedien Testbericht

ADATA S510 120 GB SSD im Test

...Und alles geht da weiter, wo es zuletzt aufgehört hat: Nämlich mit purzelnden Preisen für Solid State Drives. Den PC-User freut's freilich ungemein, denn so sind immer mehr Menschen in der Lage, den langsam bootenden Laptop, aber auch den High-End Gamingrechner mit zusätzlicher Geschwindigkeit zu versorgen...

...Und auch wir knüpfen dort an, wo wir vor kurzem aufgehört haben, zumindest was den Fabrikanten unseres aktuellen Samples betrifft. Bereits vor einigen Wochen durften wir eine SSD von dem taiwanesischen Hersteller ADATA kleinlichst unter die Lupe nehmen. Damals war es eine S-ATA II Platte, welcher unsere Aufmerksamkeit zu Teil wurde. Seither hat sich jedoch einiges getan, denn neben der Einführung von S-ATA III oder korrekt ausgedrückt S-AT 6GBit/s, gab es auch bei Sandforce eine Neuerung im Produktportfolio. Passend zur neuen Schnittstelle wurde ein neuer Controller entwickelt, der es ermöglicht, das volle Leistungsspektrum auszuschöpfen. Ein Chip mit der Bezeichnung SF-2281 befindet sich auf der heute zu testenden S510. Der exakte Name des gelieferten Produkts lautet: „AS510S3-120GM-C".

ADATA selbst richtet sich mit diesem Produkt an den Preisbewussten User, der einen günstigen Einstieg in den SSD-Sektor sucht. Aber auch für all diejenigen, für die es auch etwas mehr sein darf, hat der Hersteller etwas im Programm. Die S511 liefert nahezu identische Eckdaten, trumpft jedoch mit den höherwertigen Flashspeichern auf. Im Gegensatz zum kleineren Bruder sind dort synchrone Chips verbaut, die nach ONFi 2.1 Spezifikationen arbeiten und intern mit einer Bandbreite von 200 MB pro Sekunde und Chip angebunden sind. Dieses Feature lässt sich ADATA selbstverständlich auch bezahlen. Das Flaggschiff ist derzeit bei etwa 160€ gelistet.

Wir sind jedenfalls schon sehr gespannt, was die S510 zu leisten im Stande ist, auch im direkten Vergleich mit bereits getesteten SSDs, sowie im Hinblick auf noch folgende Exemplare. Wo die Stärken und Schwächen des 120 GB großen Datenträgers im Detail liegen und ob ADATA sein Preis-Leistungs-Versprechen hält, verraten wir nun auf den folgenden Seiten.

An dieser Stelle wieder einmal vielen Dank an ADATA, die uns durch die Bereitstellung eines Testexemplars dieses Review ermöglichen.


Technische Details Anstelle mehrerer Magnetscheiben in Verbindung mit einem Schreib- und Lesekopf kommen in einer SSD Flash Bausteine zum Einsatz. Da dieses System auf jegliche Form von Mechanik verzichtet, arbeitet eine solche komplett geräuschfrei. Des Weiteren geht der Stromverbrauch bis auf ein Minimum dessen, was eine herkömmliche HDD benötigt, zurück. Der Hersteller gibt für dieses Modell 4,7 Watt unter Last und 0,6 Watt im Idle-Mode an. Sicherlich ein dickes Plus gegenüber gewöhnlichen Platten. Dennoch ist vor allem jedoch die Performance von Bedeutung und diese hängt neben der Anbindung via S-ATA 6Gbit/s Port auch von den verbauten Speichermodulen ab. Hierbei setzt ADATA auf asynchrone MLC NAND Bausteine, welche im Gegensatz zu Synchronen auf ONFi 1.0 Spezifikationen basieren. Die Chips sind intern mit einer Bandbreite von 50 MB/s mit dem Controller verbunden und können, anders als bei älteren SSDs, der Grund für stagnierende Performance sein. Anders ausgedrückt: 50 MB/s reichten bisher locker aus, denn diese konnten von S-ATA II Ports gar nicht voll ausgenutzt werden. Mit der Einführung von S-ATA III wurden die Chips, abhängig von der Art der Daten und der damit möglichen Kompressionsrate, zum Flaschenhals im Datenträger. Selbstverständlich verbaut man diese Chips nicht ohne Grund. Die Kostenersparnis gegenüber dem synchronen Pendanten ist nicht von der Hand zu weisen. Gefertigt werden diese in 25nm-Technologie, wobei der Hersteller jedoch innerhalb der Serie variieren kann. Bei Modellen der 511er Reihe hingegen sieht das Ganze schon etwas durchschaubarer aus. Hier werden ausschließlich Chips aus dem Hause Intel verbaut. Nach außen hin wird die Übertragungsrate mit 550 MB/s lesend und 510 MB/s schreibend angegeben.
Um die Speicher überhaupt ansprechen zu können, wird ein Controller benötigt. Einen kompetenten Partner fand ADATA in Sandforce, welcher den SF2281 für die Produktion bereitstellt. Da wir bereits beim Review der Corsair Force Series 3 genauer auf dessen Features eingegangen sind, wird auf eine ausführliche Beschreibung selbiger an dieser Stelle verzichtet. Die wichtigsten seien dennoch kurz erwähnt. Sollen Daten auf den Datenträger geschrieben werden, so werden diese vor dem eigentlichen Schreibvorgang vom Controller analysiert und dann in Echtzeit komprimiert, um dann in den einzelnen Zellen abgelegt zu werden. Es kann also durchaus vorkommen, dass für eine 1 GB große Datei in echt lediglich 750 MB auf der SSD beansprucht werden. Der User bekommt von diesem Vorgang jedoch nichts mit, da dieser transparent und im Hintergrund abläuft. Auch wenn in Wahrheit nur ein Bruchteil an Speicherplatz benötigt wird, so wird im Betriebssystem dennoch die volle Größe als belegt gemeldet. Die Vorteile dieser genialen Technologie liegen auf der Hand: Zum einen liefert sie einen Performanceboost. Beträgt die Kompressionsrate einer Datei beispielsweise 50%, so müssten auch nur die Hälfte an Informationen auf der Platte abgelegt werden. Der Speichervorgang geht demnach doppelt so schnell von statten. Dies ist im Übrigen auch der Grund, warum asynchrone Flash Chips in der Spitze die gleichen Übertragungsraten wie Synchrone erreichen können. Lassen sich die Daten hingegen nur schlecht oder gar überhaupt nicht komprimieren, so geht dieser Vorteil verloren und die Schreib- bzw. Leseraten fallen eklatant ab. Speziell die geringere Bandbreite der internen Anbindung der asynchronen Chips kommt dann zum Tragen. Unsre Rubrik „Benchmarks" wird zeigen, in wie weit sich die Theorie zu diesem Thema in der Praxis bestätigt. Ebenfalls wichtig ist das sogenannte RAISE. Neben den eigentlichen Daten werden zusätzlich Paritätsbits auf der Platte abgelegt. Damit wird sichergestellt, dass bis zu einem bestimmten Grad defekte Sektoren immer noch lesbar bleiben. Die geringe Wahrscheinlichkeit eines Datenfehlers wird maßgeblich von diesem Feature beeinflusst. Üblicherweise geben Hersteller anderer Controller diese mit 10^-5 bis 10^-6 an. Sandforce hingegen kann sich mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 10^-7 von der Konkurrenz abheben.
Nachfolgende Tabelle zeigt zusammengefasst alle Eckdaten der ADATA S510.
ADATA S510 SSD 120 GB
Modellbezeichnung
AS510S3-120GM-C
Kapazität 120 GB
Cache
keinen (lediglich ein kleiner Cache direkt im Controller)
Controller Sandforce SF-2281
Chips MLC NAND (25 nm)
Leserate (theoretisch) 550 MB/s
Schreibrate (theoretisch) 510 MB/s
Formfaktor 2,5''
Garantie 3 Jahre

Wie auch ein Großteil der Konkurrenz gewährleistet ADATA seinen Kunden eine Garantie von 3 Jahren. Angesichts der begrenzten Lebenserwartung von Flash-Speichern ist dies sicherlich angemessen und zugleich auch beruhigend. Innerhalb dieser Zeit sollte die SSD ihren Dienst aller Voraussicht nach jedenfalls nicht quittieren. Fest steht jedoch, dass die Speicherbausteine abnutzen. Einen Ausfall hatte man bei 50 nm Chips nach etwa 10.000 Schreib- / Löschzyklen zu erwarten, bei 25 nm nimmt man diesen Wert und teilt durch Drei. Ein Update von der etwas älteren S599 zur S510 der Optik wegen halten wir für fragwürdig ;) Viel getan hat sich in dieser Hinsicht jedenfalls nicht. Das Laufwerk wirkt, dank des schwarzen, gebürsteten Aluminiumgehäuses in Kombination mit dem blauen Aufkleber sehr schlicht. Die Verarbeitung macht insgesamt jedenfalls einen sehr hochwertigen Eindruck.
Neben der SSD als solcher liegen der Verpackung noch diverse Schräubchen, Quick Installation Guides und ein 3,5" Einbaurahmen bei. Jeder Käufer hat ebenfalls die Möglichkeit eine Vollversion der Software "Acronis True image HD", einem Disk Migration Utility, über den Downloadbereich auf der ADATA Website zu laden. Dieses Tool unterstützt den Käufer, Inhalte von bereits vorhandenen Disks auf die SSD zu transferieren und diese in ein bestehendes System zu integrieren.

 

 


Benchmarks Haben wir uns bisher weitestgehend mit der Theorie beschäftigt, so ist es nun an der Zeit, diese auf Glaubwürdigkeit zu untersuchen. 550 MB/s Lese-, sowie 510 MB/s Schreibrate gilt es zu bestätigen. Der erfahrene Leser weiß, dass dies sicherlich keine Werte sind, die im Alltagsgebrauch und auch nicht in allen Benchmarks erreicht werden können. Dies hängt hauptsächlich davon ab, dass ein solcher Datendurchsatz nun mit perfekt kompressiblen Dateien zu erreichen ist. Lassen wir uns dennoch einfach vom Ergebnis überraschen.
Im Vergleich zum Review der Corsair Force Series 3 wurde unser Testsystem in einer Komponente erneuert. Unser Gigabyte P55-UD4 Mainboard wurde gegen eines aus dem Hause ASRock getauscht. Genauer gesagt handelt es sich dabei um das P67 Transformer. Hintergrund ist ganz einfach die native Unterstützung von S-ATA 6 Gbit/s des Intel P67 Chips. Bei unserem letzten Test mussten wir nämlich feststellen, dass der Marvell-Controller, welcher auf der S-ATA PCIe-Karte verbaut war, nicht zu 100% die geforderte Leistung liefern konnte. Der Rest des Systems bleibt wie gehabt.
Testsystem Konfiguration
Prozessor Intel Core i5 750 (2,67GHz)
CPU-Kühler Scythe Mugen
Grafikkarte Zotac GeForce GTX 470 mit 1280 MB DDR5 Ram
Mainboard ASRock P67 Transformer
Netzteil Scythe Kamariki 550Watt
Betriebssystem Microsoft Windows 7 Ultimate 64bit
Arbeitsspeicher 2x2 GB Kingston Hyper X DDR3 12800 - 1600 MHz

Um ein möglichst ausgewogenes Ergebnis zu erhalten, kamen bei unseren Tests 8 verschiedene Programme zum Einsatz, woraus wiederrum 22 Einzeldisziplinen resultierten. Eine kleine Einführung in die Vorgehensweise werden wir vor jedem Benchabschnitt bereitstellen. Aus diesem Grund zunächst eine einfache Einteilung der verwendeten Tests:
  • Test 1: Installation von Windows 7 Ultimate 64 bit
  • Test 2: Bootracer - Log In
  • Test 3: Bootracer - Desktop
  • Test 4: Installation von Microsoft Office 2007
  • Test 5: WinRAR v3.90d x64: Packen meines Supreme Snowboarding Ordners (338MB, 6457 Dateien, 2212 Ordner)
  • Test 6: WinRAR v3.90d x64: Entpacken des Supreme Snowboarding Archivs
  • Test 7: Photoshop CS4: Öffnen einer 54,7 MB Datei
  • Test 8: Kopieren eines Ordners:
  • Test 9: AS SSD Benchmark v1.6.4067: Kopier-Benchmark (ISO, Program, Game)
  • Test 10: HD-Tune v2.55: Minimale Lesegeschwindigkeit
  • Test 11: HD-Tune v2.55: Maximale Lesegeschwindigkeit
  • Test 12: HD-Tune v2.55: Durchschnittliche Lesegeschwindigkeit
  • Test 13: AS SSD Benchmark v1.6.4067: Sequentielle Leserate / Schreibrate
  • Test 14: AS SSD Benchmark v1.6.4067: 4K Random Leserate / Schreibrate
  • Test 15: AS SSD Benchmark v1.6.4067: 4K Random (64 Threads) Leserate / Schreibrate
  • Test 16: AS SSD Benchmark v1.6.4067: Zugriffszeit
  • Test 17: Crystal Disk Mark v3.0.1: Sequentielle Leserate / Schreibrate
  • Test 18: Crystal Disk Mark v3.0.1: 512K Random Leserate / Schreibrate
  • Test 19: Crystal Disk Mark v3.0.1: 4K Random Leserate / Schreibrate
  • Test 20: Crystal Disk Mark v3.0.1: 4K Random (32 Threads) Leserate / Schreibrate
  • Test 21: ATTO Disk Benchmark v2.46: Lesen
  • Test 22: ATTO Disk Benchmark v2.46: Schreiben
Die Tests 1 bis einschließlich 9 sind Stellvertretend für alltägliche Anwendungen und somit auch repräsentativ für die tatsächliche Arbeitsgeschwindigkeit und die damit verbundene Leistungssteigerung. Die Tests 10 bis 22 sind eher theoretischer Natur und bringen in erster Linie Maximalwerte zum Vorschein.
Test 1: Installation von Windows 7 Ultimate 64 bit Unser Test beginnt mit einer komplett leeren, unpartitionierten Platte. Mittels der Windows 7 Installations-DVD booten wir den Rechner, um das Betriebssystem aufzuspielen. Da eine schnelle Abhandlung dieser Routine durchaus von Bedeutung sein kann, haben wir die Zeit gemessen, in der der eigentliche Installationsvorgang abläuft, sprich ab dem Zeitpunkt, ab dem keine Eingaben mehr getätigt werden müssen. Die Zeit bis zum anschließen Reboot wurde per Stoppuhr festgehalten. Aufgrund der Abhängigkeit der restlichen Schritte vom Benutzer, wurde der Test auf diesen Bereich beschränkt.

Für diese Routine hat schon manch eine Platte länger gebraucht. Exakt 11 Minuten und 40 Sekunden und somit zweitschnellste Zeit aller bisher getesteter Modelle. Vor allem den wichtigen, direkten Vergleich gegen die Corsair Force Series 3, welche ebenfalls einen Sandforce SF-2281 Controller besitzt und an S-Ata III angebunden ist, gewinnt ADATA. Test 2 und 3: Bootracer Log In und Desktop Ebenfalls von großer Bedeutung ist ein schnell bootendes System, schließlich möchte man ja möglichst schnell arbeitsfähig sein. Mit Hilfe des Tools „Bootracer" lässt sich die Zeit, die der Rechner beim Hochfahren bis zum Log In Screen bzw. zum Desktop benötigt, automatisiert messen. Hierbei zählt die Ladezeit von Windows. Aus jeweils drei Durchgängen wurde der Durchschnittswert ermittelt.

Bis zum Login-Screen bootet die Platte extrem fix. Um jedoch anschließend auch noch den Desktop vollständig zu laden vergehen im Schnitt weitere 5,33 Sekunden. Dieses Ergebnis ist eher im hinteren Bereich anzusiedeln. Doch halb so wild, denn viel schneller als die durchschnittlichen 16,33 Sekunden war, mit Ausnahme des Vorgängermodells S599 aus eigenem Hause, bisher noch niemand. Gerade beim Bootvorgang zahlt sich eine SSD gegenüber einer herkömmlichen HDD aus. Der Start von Windows erfordert das lesen vieler kleiner und oftmals verstreuter Bibliotheken, Treiber, Dateien und sonstiges. Der mechanische Lesekopf einer Magnetplatte müsste um dies zu tun ständig hin und her springen. Diese Zeit entfällt bei einer SSD komplett. Der Unterschied ist bei weitem nicht nur messbar, sondern auch wahrnehmbar. Test 4: Installation von Microsoft Office 2007 Die Installation von Microsoft Office in der Version von 2007 ist sehr umfangreich, dementsprechend viel Zeit wird auch benötigt, um das Paket auf den Rechner zu transferieren. Die Dauer der Installation wurde hier, ähnlich wie schon zuvor, mit einer Stoppuhr gemessen. Dabei zählt die Zeit, die die eigentliche Installation braucht, praktisch ab der letzten manuellen Auswahl.

Also Programme installieren kann die SSD von ADATA ja, um es mal salopp auszudrücken. Bestzeit! Bisweilen war der bereits beschriebene Nachteil des asynchronen Flashspeichers jedenfalls noch nicht nachweisbar. Test 5 und 6: WinRAR Packen und Entpacken Der installierte Ordner des Kult-Snowboardgames „Supreme Snowboarding" besteht aus 6.457 Dateien, welche sich in 2.212 Ordnern verteilen. Ziel dieses Benchmarks ist es, das 338 MB große Paket möglichst schnell zu einem WinRAR-Archiv zu packen bzw. das fertige Archiv, mit einer Größe von 147 MB möglichst schnell zu extrahieren. Selbstverständlich wurde nach jedem Durchlauf von insgesamt dreien ein Reboot durchgeführt. Schließlich wollen wir die Platte und nicht unseren RAM testen.

Auch wenn der Unterschied nur marginal ausfällt, so ist die erneute Bestleistung in einer Disziplin dennoch bemerkenswert. Unter 11 Sekunden schaffte es bisher noch keine der getesteten SSDs das WinRAR-File zu entpacken. Ganz anders sieht es jedoch bei der Kompressionsgeschwindigkeit der knapp 6500 Dateien aus. Zwar gleichauf mit der Konkurrenz von Corsair, aber dennoch fast doppelt so langsam wie der ältere Bruder. Test 7: Öffnen einer Datei Das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop muss oftmals sehr große Dateien handeln. Zum einen dauert der Startvorgang des Programms an sich mit einer herkömmlichen HDD schon eine ganze Weile, zum anderen kommt aber zusätzlich auch noch eine 54,7 MB große Datei hinzu. (Zum Vergleich: Der Startvorgang mit einer normalen HDD benötigte etwa 15 Sekunden.)

Nichts ist ermüdender als darauf zu warten, bis die benötigten Dateien und Programme endlich geladen sind und man mit dem Arbeiten beginnen kann. Wer sich diese Platte in sein System einbaut dürfte diese Probleme zumindest nicht mehr haben. Innerhalb von gerade einmal 2,9 Sekunden war das hochkomplexe Photoshop mit samt einer großen Datei im .PSD Format vollständig gestartet. Test 8: Kopierleistung Ein Ordner, bestückt mit Dateien mit einem Gesamtvolumen von 2,6 GB soll dupliziert werden. Der Ordner befindet sich zum Zeitpunkt des Tests ebenfalls auf dem Solid State Drive. Dieses muss also schnell Lesen und schnell Schreiben können und sollte am besten auch noch in der Lage sein, alles gleichzeitig zu tun.

Abermals bestätigt die S510 ihre Ambitionen, nämlich ein gutes Preis- / Leistungsverhältnis zu bieten. In nicht einmal 25 Sekunden wurde der komplette Ordner kopiert. Bedenkt man, dass es sich dabei um viele kleinere Dateien handelt, so ist ein Wert von etwa 107 MB/s in einem Alltagstest ein exzellentes Ergebnis. Abermals hat sich A-Date die Spitze in dieser Kategorie erkämpft und setzt damit die Messlatte für kommende Kandidaten um ein großes Stück nach oben. Test 9: AS SSD Benchmark Kopier-Leistung Mit Hilfe diesem, speziell zum Testen von SSDs entwickelten Tools, ist es unter anderem möglich, die Transferrate bei Kopieraktionen zu ermitteln. Da uns dieser Bereich sehr alltagsrelevant erscheint, haben wir diesen gleich durch zwei Testmethoden abgedeckt.

Die Werte was den Datendurchsatz betreffen konnte die S510 im Vergleich zum Test 8 zwar bestätigen, die Position an der Spitze jedoch nicht behaupten. Corsair hat in diesem Bench die Nase vorn, die S599 aus eigenem Hause wird denn geschlagen.
Test 10, 11 und 12: HD-Tune Schreibrate Minimal, Maximal und Durchschnitt HD-Tune ist ein Benchmark theoretischer Natur. Es werden die minimalen, die maximalen als auch die durchschnittlichen Schreibraten von Festplatten ermittelt und angezeigt. Auch bei dieser Testreihe wurden drei Läufe absolviert und der Mittelwert errechnet.

Verglichen mit bereits getesteten SSDs sind die Werte für die minimale Schreibrate bei A-Date die schlechtesten. Überbewerten darf man dies jedoch nicht, da es sich immer nur um ein oder zwei kurzzeitige Peaks nach unten handelte. Bei der maximalen Schreibrate wurde das Verfolgerfeld um Längen abgehängt, jedoch ist auch dieser Wert nicht der alles entscheidende. Am wichtigsten ist und bleibt der Durchschnittswert. Aber auch hier wurde alles bisher Dagewesene mit 30 MB/s Abstand auf die Plätze verwiesen. Auffällig ist an dieser Stelle, dass die SSD von Corsair ebenfalls so weit hinterher hinkt, was den maximalen Speed betrifft. Dies hängt mit großer Wahrscheinlichkeit daran, dass beim letzten Mal noch eine S-ATA 6 GB/s PCIe-Karte genutzt wurde, die nicht ganz so performant wie die native S-ATA III-Unterstützung zu sein scheint. Test 13, 14, 15 und 16: AS SSD Benchmark: Sequentiell, zufällig und Zugriffszeit Neben der Kopierleistung lassen sich mit diesem kleinen Programm auch noch andere Benchergebnisse ermitteln. Nun sollen Die Schreib- und Leserate des Flash-Speichers ermittelt werden. Der Test wird einmal sequentiell, also mit aneinander hängenden Daten und mit zufällig verteilten 4K-Blöcken durchgeführt. Der 4K-Test spaltet sich wiederrum in eine, als auch 46 Anfragen gleichzeitig auf. Zu guter Letzt wurde noch die Zugriffszeit ermittelt. Der AS-Benchmark selbst ermittelt schon Durchschnittswerte. Da wir all unsere Runs mehrmals durchführen, wurden diese Werte abermals gemittelt und ein abgerundetes Resultat erzeugt.

Erstmals scheint sich ein Verdacht abzuzeichnen. Die sequentielle Schreibrate bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dies dürfte auf die asynchronen Flashspeicher zurück zu führen sein, welche aufgrund ihrer etwas langsameren internen Anbindung an den Controller nicht genügend Bandbreite zur Verfügung stellen, um die Dateien schneller schreiben zu können. Verwunderlich ist jedoch, dass es Corsair im Test vor einigen Monaten gelang, an dieser Stelle besser ab zu schneiden, obwohl diese auch auf asynchrone Chips setzen. Eventuell könnte es daran liegen, dass diese anstelle des Referenzlayouts ein eigenes für die Platine entwickelt hatten. Geht's um zufällig verteilte Dateien, so liefert die S510 erneut die bessere Performance. Für die Leistung im Alltag ist vor allem auch diese entscheidend, da nur selten mit großen, aneinanderhängenden Dateien gearbeitet werden muss.

Test 17, 18, 19 und 20: Crystal Disk Mark: Sequentiell und zufällig Eine ähnliche Testweise wie der AS SSD Benchmark bietet auch Crystal Disk Mark. Ebenfalls wird die Platte hier auf Lese- und Schreibgeschwindigkeiten überprüft. Lediglich die Unterteilungen sind hier etwas anders gewählt. Die vier Bereiche sind sequentiell, 512K zufällig, 4K zufällig und 4K zufällig mit 32 Anfragen zur gleichen Zeit.

Das Ergebnis des AS SSD Benchmarks lässt sich 1 zu 1 auf Crystal Disk Mark übertragen. Test 21 und 22: ATTO Disk Benchmark: Lesen und Schreiben Mit Hilfe dieses Benchmarks ermitteln die Hersteller die theoretischen Maximalwerte in Sachen Lese- und Schreibperformance ihrer SSDs. Auch wir wollen es ihnen gleich tun und prüfen unsere Testmuster mittels dieses Tools.

Beim letzten Review zu Corsair Force Series hatten wir an selbiger Stelle erwähnt, dass uns die S-Ata III PCIe-Karte ein klein wenig im Stich gelassen hat, was die maximale Übertragungsrate betrifft. Aus diesem Grund haben wir diese SSD erneut auf dem ASRock Transformer getestet. Und siehe da, die Werte der Hersteller konnten bestätigt werden. Die Kurve von ADATAs S510 verläuft äquivalent zu dieser neue erstellten Kurve. Beide Leisten das, was die Marketingabteilungen beider Konzerne auf die Verpackungen drucken. Dies wurde ganz bewusst etwas spitzfindig ausgedrückt, denn wie bereits ganz zu Beginn erwähnt, lassen sich solche Transferraten ausschließlich mit perfekt kompressiblen Dateien erreichen. Der Sandforce Controller jedenfalls, scheint sehr gut mit den Testdaten von ATTO umgehen zu können.
Fazit

Was soll man sagen? Ein absolut stimmiges Gesamtpaket hat ADATA uns da zur Verfügung gestellt und das Preis- / Leistungsverhältnis ist spitze. Jeder der sich den Luxus, eine SSD im Rechner zu haben, gönnen möchte, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Die anfänglichen Sorgen, die wir bezüglich des asynchronen 25 nm Speicher hatten, sind schnell verflogen, denn der S510 von ADATA gelang es ein ums andre Mal bisher bestehende Bestmarken zu knacken und sich an die Spitze unserer ewigen Bestenliste zu setzten. Für knapp 135€ kann der Verbraucher seiner Arbeit einen extra Schub verpassen. Allen, die bis jetzt noch zweifeln, ob sich eine SSD wirklich lohnt, denen sei an dieser Stelle gesagt: Es lohnt sich. Definitiv! Vor allem die alltäglichen Dinge gehen dadurch wesentlich schneller von statten. Schaltet man den PC ein, muss man nicht mehr mehrere Minuten vor dem Desktop warten und zusehen wie sich die Sanduhr dreht, während die Autostartprogramme im Hintergrund laden. Der PC ist binnen weniger Sekunden einsatzbereit. Applikation starken quasi in Echtzeit auf Knopfdruck. Spätestens wenn man mal in den Genuss kommen durfte, mit einem PC zu arbeiten, in welchem eine SSD verbaut ist, wird man diese so schnell nicht mehr missen wollen.

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