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Cyborg R.A.T. 9: Gaming-Maus mal anders

Spielermaus, die: Zahmes, kleines Tierchen, das oft in der Nähe von leistungsstarken Rechnern anzutreffen ist, selten auch ohne Schwanz vorkommt und immer ergonomisch geformt ist. Immer? Wir stellen euch heute ein Exemplar vor, das so ganz und gar nicht dem Standard entsprechen will. Doch genau genommen handelt es sich dabei eher um einen Roboter, nämlich die Cyborg R.A.T. 9.

Die Marke Cyborg wird vermutlich den meisten unbekannt sein, der Mutterkonzern MadCatz wohl ebenfalls, Saitek sollte jedoch dem Großteil ein Begriff im Bezug auf Mäuse und co. sein. Ähnlich wie Cooler Master mit seiner CM Storm Spawn bläst man hier zum Angriff gegen die großen Konkurrenten Razer und Logitech und ob das auch gelingt, versuchen wir heute in unserem ausführlichen Test zu klären.   <p style="text-align: center;"></p>   Das Kernelement der R.A.T. 9 ist allerdings die Möglichkeit sie individuell der eigenen Hand anzupassen, womit sie dem Label “Cyborg” alle Ehre macht. Für viele ist sie erst auf den zweiten Blick als eine Computermaus zu identifizieren, dazu sind Handballen- und die rechte Fingerauflage austauschbar. Doch das war noch lange nicht alles, eine Maus wie diese haben wir vorher wirklich noch nicht gesehen. Aber nicht alles Neue muss automatisch gut sein, oder? Dazu kommt, dass man auch hier den kabellosen Betrieb wieder auf eine eigene Art gelöst hat, nämlich mit gleich zwei Akkus, von denen einer zu jeder Zeit im Ladegerät stecken sollte.   An dieser Stelle möchten wir uns ausdrücklich bei Cyborg für die problemlose Bereitstellung eines Testmusters bedanken.

Lieferumfang - Cyborg R.A.T. 9 Weiß, blau und kantig: So wartet der Karton der Cyborg R.A.T. 9 im Regal des Händlers auf kauflustige Kunden. Damit man ihn nicht übersieht ist er mit einer Mischung aus matter und glänzender Schrift aufwendig gestaltet und bietet bereits auf der Vorderseite einen ersten Überblick über die Funktionen und Eigenschaften der Maus. Wer auf die Idee kommt eben diese aufzuklappen wird mit einem Blick auf den Inhalt und einer Auflistung aller verstellbaren Teile belohnt. Dreht man sie dann ein Stück auf die linke Seite, bekommt man wohl das Maskottchen zu sehen: Eine Roboter-Ratte. Mehr brauchen wir dazu sicherlich nicht zu sagen.  

  Wirft man einen Blick auf die Rückseite, so wird man genau auf die wichtigsten Features hingewiesen: 5 programmierbare Tasten und 3 mögliche Profile, der "Präzisionszielmodus", vier wählbare DPI-Einstellungen und der Rahmen aus Aluminium, der die Maus besonders stabil gestalten soll. Unterstützt werden laut Verpackung Windows XP, Windows Vista und Windows 7, die 2,4 GHz Funktechnologie soll die Signale ohne Verzögerung übertragen.  

  Die Erkundung des Innenraums gestaltet sich zwar aufgrund der ausgefallenen Form der Verpackung etwas fummelig, ist man dabei jedoch erfolgreich wird man von der Vielfalt an Beilagen überrascht. Wichtiger Bestandteil des Inhalts ist der Empfänger, der hier etwas größer ausfällt als bei der Logitech G700. Das liegt jedoch schlichtweg daran, dass dieser gleichzeitig als Ladestation für die beigelegten Akkus und als Lager für die übrigen Gewichte dient, die in der Gewichtebox aufbewahrt werden können. Mit edlen Elementen aus Aluminium hat man ihm idealerweise ein Aussehen spendiert, das perfekt zur Maus passt. Zur Anbindung an den PC dient ein 1,6 Meter langes USB Kabel, das umwoben ist und mit einem vergoldeten USB Stecker kommt.  

  In der Fassung aus Schaumstoff befinden sich außerdem die bereits erwähnten Akkus, die das Cyborg Logo tragen; Damit man sie nicht vertauscht, ist dieser Druck einmal in Rot und einmal in Grau ausgeführt. Außer der Angabe der Spannung von 3,7 Volt lassen sich darauf jedoch keine weiteren Details finden. Bleiben also noch eine CD für Treiber und Software, eine Kurzanleitung und eine schicke Metallbox. Auch die ist wieder etwas umständlich zu öffnen, beherbergt jedoch die bereits erwähnte Gewichtebox inkl. 7x 6 Gramm Gewichte, zwei weitere Handballenauflagen (Palm Rest) und zwei Seitenteile für den kleinen Finger (Pinkie).  

Die Maus im Detail - Cyborg R.A.T. 9 Da die Cyborg R.A.T. 9 alles andere außer gewöhnlich ist, sozusagen außergewöhnlich, wollen wir natürlich versuchen euch die Maus durch Bild und Text so nah wie möglich zu bringen. Wie bereits mehrmals angedeutet, ist die Form der Ratte ziemlich ausgefallen und erst auf den zweiten Blick als Maus zu identifizieren. In ihrem Auslieferungszustand wirkt sie ein wenig klobig und nicht ganz so ergonomisch wie eine Logitech Maus im klassischen MX Design, das Kernelement ist jedoch natürlich die individuelle Anpassung der R.A.T. 9, die wirklich extrem wichtig ist.   Die Oberseite des Nagers ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt, der mit einer SofTouch Oberfläche und diversen Schriftzügen veredelt wurde. So finden sich dort einerseits der Produktname als auch das Wort "Rapid-Fire", was ein Begriff für den wirklich geringen Widerstand der beiden Maustasten ist, was wiederum ein schnelles Feuern erlaubt. Zwischen den beiden Tasten sitzen das 2-Wege-Scrollrad, welches gut gerastert und gummiert ist, und darunter ein unscheinbarer Knopf, der sich nach oben oder unten klicken lässt und für die DPI Einstellung zuständig ist. Auf der linken Seite findet sich eine weitere Taste zum Umschalten zwischen den drei Profilen, wobei das jeweils aktuelle Profil durch eine rote, blaue oder violette Beleuchtung des Schalters symbolisiert wird. Auf der Rückseite der Mode-Taste sitzt die DPI Anzeige, die durch rote Balken die aktuelle Einstellung zeigt.  

  Unterhalb der zwei Maustasten sitzt eine Art Daumen-Rad aus Metall, was frei belegt werden kann und bspw. zusätzlich seitliches Scrollen erlaubt. Sehr interessant sind jedoch auch die Daumentasten: Zwei Stück sind verbaut, dazu gesellt sich jedoch auch noch die rote "Precision Aim" Taste. Diese bietet bei Gedrückthalten der Taste eine niedrigere DPI-Zahl, was genaueres Zielen ermöglicht. Wem die Tasten zu weit vorn oder hinten sind, der kann sie um 9 Millimeter in der Länge verstellen – die erste Anpassung unseres Cyborgs. Zusätzlich lässt sich die Ausrichtung des Daumenteils auch um ein paar Grad im Winkel ändern.  

  Ein interessantes Detail, das von manchen Herstellern vernachlässigt wird, ist die Ablage des kleinen Fingers auf der Maus. So gibt es bei der R.A.T. 9 drei wechselbare Seitenteile – eines mit SofTouch, eines mit SofTouch und richtiger Auflage und ein gummiertes Seitenteil.  

  Ähnliches gilt für die Handballenauflage. Diese lässt sich einerseits um 16 Millimeter in der Länge verstellen als auch gegen zwei weitere Auflagen tauschen. Die "Standardauflage" kommt mit einer SofTouch Oberfläche, Auflage Nummer zwei bietet die gleiche Oberfläche, ist jedoch um 3 Millimeter höher und die dritte Auflage ist wieder gummiert.  

  Auf der Unterseite wird es nochmal außergewöhnlich: Dort findet sich der bereits angesprochene Aluminiumrahmen, der ihr einen außergewöhnlichen Look spendiert und sie sehr stabil machen soll. In der Mitte dieses Rahmens sitzt der 5.600 DPI Laser, der von einem Ein-/Ausschalter benachbart ist. Ansonsten sind über die Unterseite verteilt 6-7 Teflon Füße angebracht, wobei diese Zahl abhängig von der Wahl des Seitenteils für den kleinen Finger ist. Die Füßchen sind im Übrigen extrem widerstandsarm und gleiten lautlos über das Mauspad. Unter dem linken Gleitfuß sitzt zusätzlich der Einschub für die beigelegten Akkus.  

  Im hinteren Teil der Maus sitzt außerdem noch das Gewichts-Magazin, in dem bis zu 42 Gramm (7x 6 Gramm) an Gewichten untergebracht werden können. Dort wird auch der kleine Inbusschlüssel verstaut, mit dem man die Schrauben zur Einstellung lockern kann.  

  Die Kombination aus Empfänger und Ladestation verfügt ebenfalls über eine SofTouch Oberfläche und einen R.A.T. 9 Schriftzug in Metall an der Seite. Sie signalisiert durch zwei LEDs, ob sie im Moment Signale von der Maus empfängt und den Ladezustand des derzeit eingesteckten Akkus. Als standfester Untergrund dient ein Fuß aus Aluminium mit einer Unterlage aus rutschfestem Gummi. Das Kabel ist umwoben und damit verdrillfrei, allerdings auch ziemlich steif. Dafür ist jedoch der USB Stecker vergoldet, was dem Ganzen einen edleren Look spendiert.  

  Technische Spezifikationen: •    25 - 5.600 DPI "Twin Eye"-Lasersensor
•    2 Wege Scrollrad
•    Bis zu 1.000 Hz USB Übertragungsrate
•    5 programmierbare Tasten
•    Größe: ca. 115 x 87 x 35 Millimeter
•    Gewicht: ca. 155 – 205 Gramm
•    Individuell anpassbar Handhabung, Treiber & Co. - Cyborg R.A.T. 9 Die Hardware ist jedoch so gut wie nutzlos, wenn nicht auch eine umfangreiche, durchdachte Software beigelegt wird. Egal ob lediglich zum Ändern der DPI Einstellungen oder konfigurieren komplexer Makros, ein ordentlicher Treiber sollte alle diese Funktionen bieten. Glücklicherweise liegt der Cyborg R.A.T. 9 eine CD mit Treibern und Software bei, sodass der Spaß gleich nach dem Auspacken der Maus beginnen kann. Angemerkt sei auch noch, dass die kleine Ratte sowohl für den Gaming Einsatz als auch für den Betrieb am heimischen Schreibtisch zum Arbeiten geeignet ist, bei ihrem "aggressiven" Design sollte es jedoch andere Modelle geben, die sich für das Büro besser machen.   Wer sich dennoch entschließt die aktuellste Version dieser Programme von der Cyborg Website zu beziehen, der benötigt einerseits den 8 respektive 10 Megabyte großen Treiber (32/64 Bit Version) und zusätzlich die 56 bzw. 57 Megabyte große Cyborg Software, mit der sich sämtliche Einstellungen am Spielgerät erledigen lassen. Wie bereits in der Sektion Lieferumfang zu lesen war bietet man Unterstützung für die letzten drei Windows Betriebssysteme XP, Vista und 7. Das schließt eine Nutzung unter Mac OS X oder Linux nicht aus, dort muss man jedoch sehr wahrscheinlich auf Sonderfunktionen wie die Precision Aim Taste verzichten. Die Installation des Treibers verläuft schnell und problemlos und sollte wirklich kein Hindernis darstellen. Update: Derzeit wird an einer Beta Version eines Treibers für das Apple Betriebssystem ab Version 10.5 gearbeitet. Wann der finale Treiber kommt ist jedoch noch unklar. (Stand: 23.01.2011)  

  Die erste Seite der Cyborg Smart Technology Software begrüßt den Käufer und bietet einen Überblick über das angeschlossene Produkt und die Möglichkeiten, die die Software einem bietet. Dazu gehören die DPI Einstellungen, Programmieren der Profile und eine zusätzliche Support Seite mit E-Mail Adressen und Links zu nützlichen Seiten. Im unteren Bereich dieser Seite gibt man außerdem noch Auskunft über die Versionsnummer der Software und des derzeit installierten Treibers.  

  Auf der zweiten Seite geht es kurz und knackig weiter mit der Einstellung der DPI Settings der R.A.T. 9. Vier verschiedene DPI Einstellungen kann jeder User anlegen, wobei die Empfindlichkeit durch die 25 DPI Schritte sehr genau gewählt werden kann. Im Bereich von 25 – 5.600 DPI kann man die Empfindlichkeit für x- und y-Achse frei voneinander bestimmen, was durch den besonderen Twin Eye Lasersensor perfekt funktioniert. Dieser tastet mit zwei Sensoren jede Achse einzeln ab und soll dadurch äußerst präzise arbeiten. Kleiner Tip: Wer den Laser seiner Maus sichtbar machen will, der kann mit seiner Handy Kamera die Unterseite seines Nagers aufnehmen. Eine weitere Besonderheit ist der bereits mehrfach erwähnte Precision Aim Modus, bei dem durch Knopfdruck die DPI Zahl um eine bestimmte Prozentzahl gesenkt wird. In der Software kann man dabei von 0 – 100% wählen: 0% bedeuten, dass der Mauszeiger stillsteht, 100% hingegen dass sich die Geschwindigkeit nicht ändert.  

  Auf Seite 3 der Software erwartet einen der interessanteste und komplexeste Teil: Die Tastenbelegung und Aufnahme der Makros. Grundsätzlich kann man zwischen drei verschiedenen Modi wählen, in denen sich die Tasten unterschiedlich belegen lassen. Um dem User zu zeigen, welches Profil derzeit aktiviert ist, dient die unterschiedliche Beleuchtung der Mode Taste in den Farben Rot, Blau oder Violett. Die bereits angesprochenen 5 belegbaren Tasten sind der Klick des Mausrads, die zwei Daumentasten sowie das Drehen des Rädchens nach links oder rechts. Schade ist, dass das Rädchen nicht standardmäßig dem horizontalen Scrollen dient, allerdings lässt sich das schnell und unkompliziert einstellen. Das fertige Profil lässt sich anschließend speichern und verschicken, alternativ kann man auch ein fertiges Profil öffnen, dazu später mehr.  

  Die maximale Länge eines Makros ist uns zwar unbekannt, allerdings sollte die Grenze relativ hoch angesetzt sein und für jeden Spieler ausreichen. Das Anlegen eines Makros erfolgt relativ schnell und es lässt sich anschließend auch mit einer Beschriftung versehen, um Verwechslungen zu vermeiden.  

  Auf der letzten Seite befindet sich eine Sprachauswahl – neben Deutsch finden sich hier auch Tschechisch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Japanisch und Russisch. Zusätzlich kann man sich die Tipps beim Programmstart anzeigen lassen, die Seite zum Download neuer Software aufrufen, eine Anleitung zum Programmieren der Tasten lesen oder das Cyborg Team kontaktieren. Interessant ist die Funktion vorkonfigurierte Profile des Cyborg Teams herunterzuladen. Darunter sind Profile für die beliebtesten Spiele wie WoW, CoD Black Ops und BF Bad Company 2. Diese lassen sich dann einfach im Abschnitt Programmierung laden und sofort anwenden.   So viel also zum Thema Software, doch wie schlägt sich die R.A.T. 9 im Gamer Alltag? Vor allem erst einmal ziemlich gut. Wenn man sich einmal für die Konfiguration der Maus Zeit genommen hat, liegt sie gar nicht so schlecht in der Hand. Das nimmt natürlich ein paar Minuten in Anspruch, doch das gehört eben dazu. Mit dem Gewicht von ca. 155 Gramm ohne Gewichte wiegt sie ähnlich viel wie die Logitech G700, was jedoch auf fast 200 Gramm erweitert werden kann. Der Schwerpunkt verschiebt sich dementsprechend nach hinten, doch wenn die Maus auf dem Mauspad aufliegt sollte das nicht stören. Wer plant die Maus mit allen Gewichten zu bestücken, dem sei gesagt, dass die Maus vermutlich nicht dafür ausgelegt ist. Normalerweise sitzt zwischen Gewichten und Mutter eine Feder, die das Ganze straff hält. Bei Vollbestückung ist dafür jedoch kein Platz mehr, weswegen die Gewichte entweder klappern oder sich bei Nutzung der Feder der Inbusschlüssel nicht mehr anschrauben lässt.   Doch es gibt natürlich auch noch andere Eigenschaften, die gerade für kabellose Mäuse von hoher Bedeutung sind. Die Datenübertragung im 2,4 GHz Band – auch bekannt als Bluetooth – erfolgte bei uns ohne spürbare Verzögerung und störungsfrei. Noch interessanter ist nur noch das Thema Energieversorgung, die bei der R.A.T. 9 über die zwei beigelegten Akkus erfolgt. Im Gegensatz zur Konkurrenz geht man hier davon aus, dass sich ständig ein Akku in der Maus und einer im Ladegerät befindet. Bevor dem Akku der Saft ausgeht beginnt die DPI Anzeige zu blinken, so ist man gewarnt und kann noch das Match zu Ende spielen, bevor die Maus sich vollkommen verabschiedet. Im Durchschnitt hielt eine Akkuladung bei uns ca. einen Tag, das Aufladen des anderen Akkus ist jedoch schon nach ca. 2 Stunden abgeschlossen.   Der Wechsel der Akkus gestaltet sich zu Beginn leider etwas schwierig, da er relativ fest in seinem Schacht steckt und – gerade bei schwitzigen Händen – kaum Grip bietet. Cyborg rät an dieser Stelle leider nur dazu die Handballenauflage zu entfernen, schnell geht anders. Nach einer Weile bekommt man jedoch Übung im Akkuwechsel, sodass dieser nach wenigen Sekunden abgeschlossen ist. Nach dem Einsetzen dauert es nochmals 1-2 Sekunden, bis die Verbindung zum Empfänger wieder steht und weiter geht’s. Im Prinzip funktioniert dieses 2-Akku-System problemlos und zuverlässig, sollte man jedoch einmal einen Akku verlieren oder bei einer LAN Party vergessen ist man aufgeschmissen. Fazit Nun also noch ein paar abschließende Worte über die High End Maus aus der Cyborg Schmiede. Die R.A.T. 9 ist ohne Frage vollgestopft mit aktueller Technik und erledigt ihren Dienst zuverlässig, lautlos und das auf jedem Mauspad. Wie so oft ist die Form Geschmackssache, sodass es am besten ist, sie probeweise mal in die Hand zu nehmen – auch wenn das nicht immer einfach ist. Die Reichweite sollte dank des langen Kabels am Empfänger kein Problem darstellen, nur die Akkulaufzeit ist eben relativ stark begrenzt. Wen das stört, der kann jedoch auch zum kleineren Modell R.A.T. 7 greifen. Die Ausstattung ist dort dieselbe, allerdings wird diese per Kabel an den PC angebunden.   Bereits der Karton macht kenntlich, dass Gamer hier die klare Zielgruppe sind und gerade durch die extravagante Form sollte man im Regal der großen Händler deutlich auffallen. Dadurch ist es wie gesagt etwas fummelig beim Auspacken, aber so bleibt natürlich der Spaß erhalten. Dabei wurde jedes Detail auf der Verpackung abgebildet, damit der Käufer auch zu 100% weiß, was er da in den Händen hält und wofür er sein wertvolles Geld ausgibt. Im Sinne von Green IT wollen wir noch darauf hinweisen, dass mit Kunststoff zwar nicht gerade gespart wurde, allerdings hält sich die Nutzung in Grenzen.  

  Richtige Nachteile sucht man bei der R.A.T. 9 vergebens, lediglich kleine Dinge, die man verbessern könnte. Der Empfänger beispielsweise könnte ein flexibleres Kabel und ein zusätzliches Gewicht im Boden vertragen, um die Standhaftigkeit zu verbessern. Ansonsten wäre eine Art Auswurfmechanismus für den Akku nützlich, um sich das mühsame Herausziehen zu ersparen. Zu guter Letzt sei noch die Sache mit den Gewichten, die wir bereits angesprochen haben, erwähnt, denn wenn man 7 Gewichte mitliefert, dann sollte man diese auch alle nutzen können.   Diese Individualität hat jedoch auch ihren Preis. Zusätzlich kommt der Aufpreis einer kabellosen Maus dazu, weswegen die R.A.T. 9 wahrlich kein Schnäppchen ist. Für 93,87 Euro (idealo.de / Stand 19.3.2011) sollte man sich wirklich sicher sein, dass man mit der Cyborg Maus glücklich wird. Ob dieser Preis angemessen ist, muss schlussendlich jeder für sich selbst entscheiden. Eine klare Empfehlung bekommt die Cyborg R.A.T. 9 von uns nicht, denn wer eine Maus kaufen, auspacken und damit spielen will, der ist hier falsch. Sollte man sich jedoch etwas Individuelles wünschen, dann dürfte dieser Nager genau das Richtige für einen sein.
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