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Cowon J3 Multimedia-Player im Test

Vor fast einem Jahr testeten wir einen damals neuen Player im iPod Touch Segment von Cowon – den S9 Curve. Dieser hinterließ bei uns einen durchweg guten Eindruck und wurde auch in anderen Medien, insbesondere für seine Klangqualität gelobt. Seitdem sind fast 12 Monate vergangen, in denen sich der allgemeine Trend hin zum Mobiltelefon als Alleinunterhalter fortgesetzt hat – MP3-Player sind, außerhalb des iPod, in eine Nische gedrängt worden. Auch die südkoreanische Edelmanufaktur, die für den S9 verantwortlich zeichnet, war in dieser Zeit nicht sehr aktiv am Markt und stellte mit dem iAudio 9 lediglich ein weiteres Modell im Segment ohne Touchscreen vor.

Das ändert sich nun, denn Cowon brachte kürzlich mit dem J3 ein neues Flagschiff mit 3,3"-AMOLED-Touchscreen auf den Markt. Ein ernsthaftes Lebenszeichen, das sich allerdings auf den ersten Blick nur marginal vom alten S9 unterscheidet: Lediglich der nun integrierte Speicherkartenslot für microSD-Karten springt sofort ins Auge. Offenbar setzt man bei Cowon eher auf Detailverbesserungen, die sich nicht unbedingt in den Spezifikationen widerspiegeln. So wirkt der J3 tatsächlich eher wie eine Neuauflage des S9 Curve mit leicht variierter Optik, der besser zu vermarkten ist als ein bereits älteres Modell. Dies ist nicht unbedingt negativ zu sehen, da der S9 sich in unserem Test im Januar nur kleine Schwächen erlaubte, wie beispielsweise die noch nicht ganz ausgereifte Bedienung über den Touchscreen.  


Deshalb möchten wir, mit dem nahenden Weihnachtsfest im Blick, einmal überprüfen, was sich im letzten Jahr bei Cowon getan hat und ob der J3 eine signifikante Verbesserung oder lediglich eine Neuauflage des bewährten S9 darstellt. An dieser Stelle möchten wir noch einmal Cowon Germany ein großes Dankeschön für die reibungslose Bereitstellung des Testmusters aussprechen. Lieferumfang

Die annähernd zylindrische, kompakte Verpackung des Cowon J3 enthält folgendes:

  • Cowon J3 Player
  • Ohrhörer (EarBuds EP Black B)
  • USB-Verbindungskabel
  • MiniCD mit Software
  • Schnellanleitung

 

  Damit entspricht der Lieferumfang zwar dem Standard, sorgt aber für keine positiven Überraschungen. Premium-Ausstattung wie ein Reinigungstuch fehlen dem J3, und auch die mitgelieferten EarBud-Kopfhörer wurden bei vielen Herstellern bereits durch bessere InEar-Hörer ersetzt. Die Verpackung selbst ist zwar ansprechend geformt und interessant gestaltet, ist aber durch ihre Form nicht sehr praktisch und wirkt weniger edel als etwa die des Vorgängers Cowon S9, der in einer quaderförmigen, in edlem Schwarz gehaltenen Schachtel ausgeliefert wird.   Technische Daten  

Technische Daten Cowon J3
Abmessungen 56 x 106,5 x 9,9 mm (BxLxT)
Gewicht 76 g
Speicher 8/16/32 Gb Flash-Speicher
Speicherkartenslot ja (microSD)
Bildschirm 3,3 Zoll AMOLED-Touchscreen (kapazitiv)
Auflösung 480 x 272 Pixel; 16 Millionen Farben
Akku-Typ Lithium-Polymer
Laufzeit Musik (Herstellerangabe) 64 Stunden
Laufzeit Video (Herstellerangabe) 11 Stunden
Audio-Formate MP3, WMA, FLAC, OGG, APE, WAV, Audible
Video-Formate AVI, WMV, ASF
Bild-Formate JPG
Equalizer 35 Presets + 4 manuelle Benutzersets (5-Band EQ)
Klangoptimierer BBE+, Stereo Enhance, Reverb
Radio UKW-Empfänger mit Aufnahmefunktion
Mikrofon ja
Aufnahmeformat WAV
Tastensperre (mechanisch) nein
Dateibrowser ja
Anschluss USB (non-Standard)
Lautsprecher ja
Bluetooth 2.0 Stereo Headset (A2DP, AVRCP Profile)

  Wie bereits angesprochen, ähnelt das Datenblatt des J3 sehr stark dem Cowon S9. Der J3 ist im Vergleich mit dem Vorläufer bei ähnlich geringem Gewicht etwas dünner geworden und besitzt zusätzlich einen Schacht für Speicherkarten. Die Bildschirm-Spezifikationen des kapazitiven Touchscreens sind indes identisch. Ansonsten fallen lediglich die laut Hersteller leicht verlängerte Akkulaufzeit sowie die erweiterte Klangoptimierung mit der neuen Version 3.0, der von Cowon "JetEffect" genannten Technik. Wie von Cowon gewohnt, werden sehr viele Dateiformate unterstützt, darunter der verlustfreie FLAC-Codec sowie die im Vergleich mit der MP3-Kompression effektivere Komprimierung des OGG-Standards. Der Player im Detail

  Bei einer ähnlich großen Oberfläche ist der Cowon J3 deutlicher dünner als der alte S9 und ist so etwas handlicher. Dies wird durch die gerade, nicht wie beim S9 gewölbte Rückseite verstärkt. Die Front des Players weist neben dem 3,3 Zoll messenden Touchscreen, der in Schwarz eingefasst ist, lediglich einen dezenten "Cowon"-Schriftzug rechts unten auf, der nur beim näheren Hinsehen sichtbar wird. Zur Aufwertung der Optik besitzt der J3 außerdem eine gebürstete Leiste am unteren Rand der Frontseite.   Abgesehen vom berührungsempfindlichen Bildschirm sind die Bedienelemente des Players allesamt an der Seite untergebracht und damit günstiger platziert als beim S9, bei dem sie an der Unterseite schwer erreichbar waren. Rechts befinden sich die Lautstärke-Wippe, die Play/Pause-Taste sowie zwei Pfeiltasten, während links die Power-Taste untergebracht ist, die gleichzeitig zur Sperrung der Tasten benutzt wird. Die Knöpfe sind fest eingepasst und punkten mit angenehmer Haptik.
Der 3,5mm-Audio-Ausgang ist, wie bei vielen Playern, an der Unterseite zu finden. Daneben verbirgt sich hinter einer Abdeckung der Kartenslot für microSD-Medien, der AV-Ausgang sowie die (leider nicht dem miniUSB-Standard entsprechende) USB-Schnittstelle. Die Abdeckung ist ein bei MP3-Playern leider seltenes Detail, dass die Anschlüsse vor Schmitzpartikeln und anderen äußeren Einflüssen schützt.  


Die in mattem Schwarz gehaltene Rückseite des Players beherbergt lediglich das Loch, hinter dem sich das Mikrofon des J3 befindet. Sie fühlt sich wegen ihres Materials deutlich hochwertiger an als die Kunstoff-Rückseite des Vorgängers S3 und trägt so zum guten Qualitätseindruck des J3 bei. Die Verarbeitung ist Cowon-typisch makellos und die Anmutung ist aufgrund der besseren Materialauswahl deutlich wertiger.

  Bedienung

  Beim Bedienkonzept setzt Cowon auf einen Hybrid aus Touchscreen und Tasten. Nach der angenehm geringen Startzeit von wenigen Sekunden blättert man über das Display durch Listen, wählt Einträge aus und macht Eingaben, kann aber über die seitlich platzierten Tasten die Lautstärke anpassen, unabhängig vom Touchscreen die Wiedergabe starten bzw. pausieren sowie zum nächsten Stück wechseln. Diese zu Anfang gewöhnungsbedürftige Art der Bedienung offenbart nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ihre Vorteile: Die essenziellen Musik-Funktionen können über die Tasten auch in der Hosentasche genutzt werden, ohne dass der Player dafür die Tasche verlassen muss. Außerdem ist die Lautstärkeregelung über eine Wippe stets komfortabler als durch eine Skala auf dem Display, die der Cowon garnicht erst anbietet. Ein Ärgernis hierbei sind allerdings die zu klein dimensionierten Knöpfe, deren Position man oft erahnen und ertasten muss. Während man ihre zu kleine Gestalt also kritisieren kann, muss man das angenehme Druckgefühl und die feste Verarbeitung loben, die den Bedienelementen kein Spiel lässt.  

  Ebenso lobenswert ist die Berührungsabfrage des berührungsempfindlichen Displays, das zwar von den Spezifikationen her dem des betagten S9 entspricht, im Bezug auf die Präzision jedoch deutlich verbessert wurde. Obwohl der Apple iPod Touch in diesem Kapitel immer noch die Referenz darstellt, ist der Bildschirm des Cowon J3 erstaunlich präzise, sodass das Scrollen durch Listen deutlich komfortabler ausfällt, als bei den meisten Touchscreen-Playern außerhalb des iPod.  

  So ist hardwareseitig wenig zu bemängeln, was sich bei der Oberfläche des Cowon-Betriebssystems fortsetzt. Die Menüstruktur ähnelt in ihren Grundzügen der des S9: Über eine Art Desktop mit Symbolen wechselt man zu den verschiedenen Listen, bei denen sich die Schriftgröße der Einträge anpassen lässt – ein großer Pluspunkt, gerade wenn man sich eine Übersicht über möglichst viele Menüpunkte verschaffen will. Leider ist die Bedienung softwareseitig nicht ganz so ausgereift und damit weniger intuitiv als die des iPod: Wer flüssig alle Funktionen der Menüs nutzen will, muss sich vorher über den Nutzen verschiedener Symbole im Klaren sein, die als Leiste beim Tippen auf den Bildschirm an dessen unteren Rand erscheinen und von Menü zu Menü unterschiedlich sind. Damit wechselt man beispielsweise auf eine höhere Ebene in der Ordnerhierarchie, erstellt Wiedergabelisten oder löscht einzelne Elemente. Auch hier hätte eine üppigere Dimensionierung der Schaltflächen gut getan, da diese eher kleinteilig wirken und damit recht genau getroffen werden müssen. Hier vermisst man auch eine echte Taste, die einen zurück ins Hauptmenü führt, denn die hierfür vorgesehene Fläche auf dem Bildschirm ist ebenso zu klein geraten. Insgesamt ist die Bedienung akzeptabel und deutlich besser als noch die des S9, gerade auch, weil alles sich flüssiger öffnet und Ruckler selten geworden sind, die beim S9 noch an der Tagesordnung waren.   Dieser eher positiven Gesamteindruck wird letztlich noch durch den integrierten Beschleunigungssensor getrübt, der zwar im Prinzip funktioniert, allerdings oft nur verzögert oder zu früh reagiert und damit den Bedientempo bei Querlegen des Players für Videos oder ähnliches verlangsamt. Klang

Wie bei vielen Playern, auch in dieser Preisklasse, unverständlich ist beim Cowon J3 die Wahl der mitgelieferten Kopfhörer. Hierbei handelt es sich um EarBuds, die für das Ausschöpfen der klanglichen Potenziale jeder leidlich kompetenten Quelle gänzlich ungeeignet sind. So wählten wir zum Ergründen des Klangs des Cowon den Bügelkopfhörer K530 von AKG, der sich preislich knapp über 50 Euro bewegt und damit eher dem Anspruch potenzieller Käufer des J3 entsprechen dürfte. Der Hörer ist für seinen ausgewogenen, neutralen Klang bekannt.  

 

Beim Musikhören mit dem Cowon J3 fällt durchweg die hohe Präzision der Wiedergabe auf. Dies lässt sich auf alle Tonlagen anwenden, da vom tiefsten, kaum noch hörbaren und im Hintergrund agierenden Bass bis zu spitzen Höhen alles recht genau und wenig schwammig wiedergegeben wird. Im Vergleich mit anderen Playern ist außerdem die Auflösung sehr auffällig, da der Cowon kaum Details verschluckt und so viele Klangnuancen an den Hörer weitergibt, wie wir es sonst nur von wenigen anderen Quellen kennen. Gerade im Vergleich mit dem iPod Touch sticht dieses Talent des J3 hervor, der sich in Sachen Differenzierung keine Blöße gibt.  


Für die Optimierung des Klanges steht dem Nutzer beim J3 eine große Auswahl an Equalizer-Funktionen zur Verfügung, die durchaus sinnvoll sind. Neben der riesigen Liste an Voreinstellungen für einzelne Musikrichtungen (38 an der Zahl), die je nach Stück mehr oder weniger effektiv sind, gibt es einen manuellen 5-Band Equalizer, womit Klangexperten die letzten Potenziale aus dem Player herauskitzeln können. Außerdem stehen in dem "JetEffect 3.0" genannten Paket auch spezifische Funktionen, wie Bassverstärkung in drei verschiedenen Ausführungen bereit.  

  Diese große Vielfalt an Klangoptimierungsmöglichkeiten hat auch durchaus ihre Berechtigung, denn in manchen Gebieten schwächelt der J3 bei Standard-Einstellungen, so etwa beim Bass. Der ist zwar, wie oben beschrieben, durchaus sehr präzise, ist allerdings eher unpräsent und bedarf einer manuellen Anhebung über den Equalizer. Nur so werden Stücke mit dominantem Tiefton-Bereich zu einem richtigen Hörerlebnis. So empfiehlt sich der Cowon nur Kennern, die wissen, wie man in diesem Bereich nachhilft, denn der J3 hat ein riesiges Klangpotential, das ausgeschöpft werden möchte. Seinem Vorgänger S9 steht er dann in keinem Bereich nach, da die Höhen nicht weniger druckvoll und brilliant sind als bei diesem und sich somit auf sehr hohem Niveau bewegen.
Nachbesserungsbedarf herscht im Klangkapitel daher vor allem im Hardware-Bereich bei den mitgelieferten Hörern; bei der Wiedergabequalität macht dem südkoreanischen Hersteller nach wie vor niemand etwas vor. Bildschirm

  Beim Display des Cowon J3 handelt es sich wie beim Vorgänger um einen von organischen LEDs beleuchteten Bildschirm (AMOLED). Diese Technologie hat gegenüber herkömmlichen LCD-Displays viele Vorteile, die auch beim J3 sichtbar werden. So ist die Farbwiedergabe deutlich natürlicher als bei normalen Displays, was sich vor allem bei der Wiedergabe von Videos zeigt, die der J3 sehr gut beherrscht. Gerade Naturfilme lassen sich auf dem Cowon sehr gut verfolgen, der neben der angesprochenen, überdurchschnittlichen Farbtreue auch eine hohe maximale Helligkeit mitbringt. Ein kleiner Dämpfer ist dabei allerdings das leichte Ruckeln, das bei hochaufgelösten Videos bisweilen auftritt und den Genuss etwas einschränkt. Das kompensiert der Cowon J3 allerdings durch seine OLED-typisch exzellente Blickwinkelstabilität: Auch beim Betrachten des Bildschirms aus extremen Winkeln verliert die Darstellung kaum an Helligkeit und die Farben werden fast nicht verzerrt. Diese Eigenschaften sind nicht nur bei Videos, sondern auch bei Fotos sehr hilfreich, da Diashows auch zu zweit optimal betrachtet werden können. Die Auflösung des Displays hätte zwar etwas höher ausfallen können, ist mit 480 x 272 durchaus auf einem Niveau mit dem Standard. Sonstige Funktionen

Neben den obligatorischen Funktionen für die Wiedergabe von Musik und Videos besitzt auch der Cowon J3 einige weitere Extras. So unterstützt er beispielsweise Flash-Applikationen und hat sogar ein paar kleinere Spiele vorinstalliert. Dass diese allerdings nicht zur Unterhaltung taugen, wie einige iPod Touch Apps, ist nach wenigen Minuten sichtbar. Vielmehr handelt es sich bei den Spielen um einen kleinen Spaß für zwischendurch, der schnell seinen Reiz verliert, etwa bei einem schwer zu bedienenden, grafisch schwachen Rennspiel oder einem weiteren Spiel, bei dem man mit einem runden Tiersymbol auf einer zweidimensionalen Fläche den Schüssen der Jäger ausweichen muss. Immerhin bietet die Flash-Unterstützung die Möglichkeit, eigene Software einzubringen.  

  Des Weiteren stehen einem auf dem J3 einige Zeichen-Funktionen zur Verfügung, die Gebrauch von dem Touchscreen machen. Hier haben die Entwickler über ein einfaches schwarz-auf-weiß Malen hinaus verschiedene Arten von Stiften, Strichgrößen, Farben und Hintergrundmotiven integriert, sodass man schon einige witzige Konstellationen und Zeichnungen schaffen kann, wenn man gerade nichts zu tun hat. So kann man beispielsweise auch ein eigenes Hintergrundbild für das Hauptmenü kreiren. Hier zeigt sich auch wiederum die hohe Präzision des berührungsempfindlichen Displays, das genau auf die Eingaben reagiert und Striche gerade bzw. rund wiedergibt.  

  Über diese eher zur Unterhaltung nebenbei dienenden Funktionen besitzt der Cowon auch zwei sehr nützliche, ausgereifte Features: Das Radio, das kurzwellige Sender empfängt, sowie das auf der Rückseite verbaute Mikrofon. Der Radio-Empfänger kann mit exzellenter Empfangsqualität für eine mobile Antenne punkten; so kann man durchaus auch unterwegs Radio hören, ohne, dass das Rauschen überhand nimmt. Die automatische Sendersuche präsentiert sich zudem ausgereift.   Das Mikrofon ist heimlich ein sehr guter Ersatz für ein Diktiergerät. Selbstverständlich besitzt es keine erweiterten Funktionen, die man von einem solchen Gerät erwarten würde, und nimmt auch nur im komprimierten WMA-Format auf. Allerdings ist das Mikrofon selbst so gut, dass es auch auf Entfernungen von mehreren Metern auch leise Stimmen noch deutlich aufzeichnet und sich somit sehr gut für Interviews oder Gesprächsmitschnitte eignet.   Als weitere Extras sind noch ein Taschenrechner sowie Stoppuhr und Wecker an Bord. Die mitgelieferte Podcast-Software ist umfangreich und erlaubt das einfache Abonnieren von Podcasts ähnlich wie Apples iTunes. Bei der Konnektivität mit dem PC gibt es keine größeren Auffälligkeiten; die Übertragungsgeschwindigkeit für den integrierten Flash-Speicher ist ordentlich, mit Videos macht der J3 keine Probleme und auch die Aufladezeit ist mit ca. zwei bis zweieinhalb Stunden angenehm kurz. Auch wenn der Player in der Praxis nicht an die allzu optimistische Herstellerangabe von 64 Stunden bei Musik und 11 Stunden bei Video herankommt, hält er bei uns mit unterschiedlicher Nutzung gute 30 Stunden durch und eignet sich damit uneingeschränkt auch für Einsätze, bei denen man auch mehrere Tage hintereinander den Player nutzen möchte, ohne auf eine Steckdose zugriff zu haben. Fazit
 

  Der Cowon J3 kann als erfolgreiche Weiterentwicklung seines Vorgängers S9 gesehen werden, der uns bereits vor einem Jahr überzeugen konnte. Während er auf dessen Stärken aufbaut, sind spürbare Verbesserungen in einigen Bereichen zu verzeichnen.   So hat sich der Cowon-Player mit Blick auf die technischen Daten seit dem S9 kaum entwickelt, weist aber schon bei der Optik eine Weiterentwicklung auf: Die Materialien sind hochwertiger und das Gerät wirkt insgesamt edler. Hinzu kommt die klügere Verteilung der Bedienelemente sowie das insgesamt bessere und ausgereiftere Bedienkonzept. Neben dem nur leicht durch die Hinzunahme von weiteren Optimierungsfunktionen verbesserten, ohnehin sehr guten Klang bleibt letztlich eine Reihe von zusätzlichen Unterhaltungsfunktionen. So sind es keine gravierenden Veränderungen, die Cowon vornimmt. Vielmehr ist der J3 eine konsequente Weiterentwicklung eines bereits guten Produkts. Im Vergleich mit dem iPod Touch fehlt nicht mehr sehr viel, wenngleich noch immer einiges. Mit WLAN kann Cowon ebenso wenig aufwarten, wie mit einer derart stimmigen Bedienung wie Apples Konkurrent, der durch den Internetzugang und die Bedienbarkeit ganz andere Kundengruppen erschließen kann. Für Klang-Puristen und Liebhaber des mobilen Videos ist der Cowon J3 trotzdem eine Empfehlung wert, da er in diesen Bereichen durchaus besser einzustufen ist, als der iPod. Darüber hinaus ist er ein ordentliches Stück günstiger in der Anschaffung (derzeit ist die Verfügbarkeit noch eingeschränkt) und kann durch den microSD-Slot um weitere Kapazität erweitert werden.   Insgesamt ist der J3 also ein sehr guter MP3-Player, der allemale eine Daseinsberechtigung im Premium-Segment der Touchscreen-Player hat. Er leistet sich insgesamt keine gravierenden Schwächen und ist damit für jeden empfehlenswert, der das Geld für einen iPod Touch sparen möchte, eine etwas schwächere Bedienung in Kauf nehmen und ebenso auf Apps und drahtloses Internet verzichten kann.
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