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Anker und Aukey USB Typ-C Ladegeräte mit QC3 und USB Power Delivery im Test

Das USB-Kabel wird heute längst nicht mehr nur zum Datentransfer verwendet, vielmehr ist es zum Ladegerätstandard geworden. Mit steigender Geräteanzahl in Haushalten, Powerbanks und diversen USB-Standards, gibt es auch einen Markt für universelle Ladegeräte mit Quick-Charge-Funktionen, an denen gleich mehrere Geräte geladen werden können. Wir haben uns Modelle von Anker und Aukey genauer angeschaut.

USB-C-Ladegerät-Testbericht

Bei billigen Ladegeräten hat man oft den Nachteil, dass man einen langen Ladevorgang in Kauf nimmt. Wir haben uns das PowerPort+ 5 und PowerPort 6 von Anker sowie das AUKEY Quick Charge 3.0 USB Ladegerät angeschaut. Die Preispanne fängt bei 26 EUR an und geht bis 51 EUR hoch. Wir haben uns diese Modelle ausgesucht, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden und für unterschiedliche Einsatzzwecke eignen.

USB Typ-C Ladegeräte

Der Trend geht offensichtlich gen USB-C-Ladebuchsen, das sieht man an nicht nur externen Laufwerken. Bei neuen Smartphones ist es bereits Standard, neue Mainboards werden mit entsprechenden Anschüssen auf Basis von USB 3.1 ausgerüstet und Notebooks wie das Xiaomi Mi Notebook Air und das Apple MacBook (Pro) nutzen USB-C zum Aufladen. Dabei ist nicht immer Pflicht, dass auch das Ladegerät eine USB-C-Buchse hat, auch wenn es solche Modelle gibt, sondern dass man genug Ampere über die Ports geliefert bekommt. Gängige USB-C-Kabel haben einen normalen USB-Anschluss auf einer und einen USB-C-Anschluss auf der anderen Seite. Für Macbooks braucht man deutlich mehr Leistung, als für moderne Smartphones. Wir konzentrieren uns in diesem Artikel auf Bedürfnisse von Smartphones und teils auch Notebooks.

Anker PowerPort+ 5

Anker PowerPort+ 5 Den Anfang macht das teuerste Modell unter den Probanden: Das Anker PowerPort+ 5. Das Premium 5-Port Ladegerät schafft auf dem Papier 60 Watt Leistung und bietet als einziges eine blau umrandete USB-C-Buchse mit der USB-PD Aufschrift, was für USB Power Delivery steht. Das USB Type C Ladegerät soll bis zu 29 Watt für das Apple MacBook liefern. Der USB-PD Standard sieht eine Spanne von 5 bis 20 Volt vor und kann dabei maximal 5 Ampere liefern. Das Anker PowerPort+ 5 ist jedoch nur für 2,4 Ampere pro Port ausgelegt. Die 4 USB-Buchsen drunter sind mit der „PowerIQ und VoltageBoost-Technologie“ kompatibel und sollen schnelles Aufladen für moderne Smartphones garantieren, wie z.B. für Googles Nexus 5X / 6P, Apples iPhone 7, iPhone 6, iPhone X, iPads, Samsungs Galaxy S8 oder das NOTE 8.

Nachfolgend die Messergebnisse des Anker PowerPort+ 5:

Xiaomi Mi Pad 2 OUKITEL K4000 Pro Doogee Y6
IQ1 5,17 V / 1,97 A 5,13 V / 1,07 A 5,15 V / 1,12A
IQ2 5,09 V / 2,13 A 5,09 V / 1,04 A 5,14 V / 1,10 A
IQ3 5,07 V / 2,1 A 5,10 V / 1,05 A 5,13 V / 1,09 A
IQ4 5,10 V / 2,14 A 5,12 V / 1,06 A 5,13 V / 1,08 A

Anker PowerPort+ 5 Wie man in den Testergebnissen erkennt, gibt es je nach Smartphone Unterschiede und gewisse Schwankungen. Dies wirkt sich natürlich auch auf den Ladevorgang aus. PowerIQ wird nicht nur über die herkömmlichen 5 Volt, sondern auch über 9 und 12 Volt geladen. Die von uns verwendeten Smartphones/Tablets haben nur eine Spannung von 5-Volt unterstützt, auch wenn die Stromstärke zwischen 1 und 2 Ampere lag. Damit kommt man pro Port auf eine Leistung zwischen 5 und 11 Watt. Mit rund 52€ ist das Anker PowerPort+ 5 ein echt spannendes Ladegerät, da es auch einen USB-PD-Port aufweist und die Herstellergarantie 1,5 Jahre beträgt.

AUKEY Quick Charge 3.0 USB Ladegerät

AUKEY Quick Charge 3.0 USB Ladegerät Das kompakteste Modell des Tests liefert Aukey mit dem Quick Charge 3.0 und der Modellnr. PA-T14 . Die Gesamtleistung beträgt 43,5W, die sich auf 3 USB Ladeports verteilt. Nur bei dem orangen Port handelt es sich um einen Qualcomm Quick Charge 3.0 Port. Die anderen beiden Ports nutzen die sogenannte „AiPower Technologie“, welche die Spannung entsprechend regelt und die kompatiblen Geräte mit mehr versorgt. Laut Hersteller werden alle gängigen Apple iPhone und iPad, Google Nexus, aber auch Geräte von Herstellern wie LG, Xiaomi, HUAWEI und Samsung unterstützt. Selbstverständlich ist die Abwärtskompatibilität zu Quick Charge 2 gewährleistet. Der Quick Charge 3 Port arbeitet in einem noch breiteren Spannungsbereich, der sich von 3,6 - 6,5 Volt bei 3 Ampere, 6,5 - 9 Volt bei 2 Ampere bis 9 - 12 Volt bei 1,5 Ampere erstreckt. Die AiPower-Ports arbeiten nur mit 5 Volt, ermöglichen aber einen maximalen Strom von 4,8 Ampere, was 24 Watt entspricht.

Xiaomi Mi Pad 2 OUKITEL K4000 Pro Doogee Y6
AiPower 1 5,04 V / 1,85 A 5,10 V / 1,06 A 5,11 V / 1,09 A
AiPower 2 11,07 V / 0,93 A
5,07 V / 1,98 A
5,13 V / 1,07 A 5,13 V / 1,10 A
Quick Charge 3.0 11,7 V / 0,93 A
5,09 V / 1,85 A
4,96 V / 0,93 A 5,03 V / 1,00 A

AUKEY Quick Charge 3.0 USB Ladegerät Wie man der Tabelle entnehmen kann, hat nur das Xiaomi Mi Pad 2 an zwei der drei Ports 5 als auch 11 Volt ausgeliefert. An allen Ports konnte das Tablet mit rund 10 Watt versorgt werden, was schon ordentlich ist. Die Smartphones haben von dem Boost nicht profitiert, was sehr schade ist.

Im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten war das Aukey Ladegerät sehr kompakt und nur minimal schlechter verarbeitet. Im Lieferumfang war aber ein USB-Kabel vorhanden, was bei den anderen nicht der Fall war. Auch die Garantie ist mit 2 Jahren länger. Bei einem Preis von knapp 22 EUR, ist das AUKEY Quick Charge 3.0 USB Ladegerät ein empfehlenswertes Produkt, wenn man mit 3 Ports auskommt.

Anker PowerPort 6

Anker PowerPort 6 Das Anker PowerPort 6 Ladegerät gibt es in den Farben Schwarz und Weiß. Es bietet ganze 6 USB Ports, die zusammen im Regelfall 60 Watt Leistung bringen. Der Peakwert wird mit 72 Watt benannt. Trotz der vielen Ports ist das Ladegerät recht kompakt und kann auf Reisen mitgenommen werden. Auch hier setzt Anker auf die PowerIQ und VoltageBoost Technologie. Damit will man die Kompatibilität zu den Smartphones und Tablets von Apple, Samsung, LG, Google, HTC, Nokia, Motorola etc. gewährleisten und schnelles Aufladen ermöglichen. Pro USB-Port können 2,4 Ampere angezapft werden. Das Limit liegt insgesamt bei 12 Ampere. Laut Anker können an dem Ladegerät auch Apple 12" MacBooks (2015) geladen werden. Geliefert wird das Anker PowerPort 6 Ladegerät mit einem EU-Netzstecker und Handbuch. Eine blaue LED leuchtet auf, wenn das Ladegerät an der Steckdose angeschlossen ist und signalisiert die Betriebsbereitschaft.

Xiaomi Mi Pad 2 OUKITEL K4000 Pro Doogee Y6
IQ1 5,15 V / 2,40 A 4,95 V / 0,92 A 5,06 V / 1,05 A
IQ2 5,10 V / 2,33 A 4,98 V / 0,94 A 5,02 V / 1,00 A
IQ3 5,08 V / 2,25 A 5,00 V / 0,97 A 5,04 V / 1,03 A
IQ4 5,10 V / 2,31 A 5,00 V / 0,96 A 5,01 V / 1,00 A
IQ5 5,07 V / 2,18 A 4,92 V / 0,90 A 4,96 V / 0,96 A
IQ6 5,07 V / 2,23 A 5,00 V / 0,96 A 5,03 V / 1,02 A

Anker PowerPort 6 Bei den Messwerten zeichnet sich ein ähnliches Bild, wie beim Anker PowerPort+ 5. Die Schwankungen zwischen den einzelnen Ports sind nicht groß und können als normal gewertet werden. Das Mi Pad 2 hat durchweg mehr als 2 Ampere und damit im Bestfall 12,36 Watt aufgenommen. Die Smartphones lagen wieder im Durschnitt bei knapp 1 Ampere und den regulären 5 Volt.

Die Verarbeitung des Anker PowerPort 6 würden wir als super bewerten. Die Garantie des Herstellers liegt auch hier bei 1,5 Jahren. Mit rund 28€ ist das Anker PowerPort 6 relativ preiswert, für das was es bietet und ist damit empfehlenswert. Mit einem entsprechenden USB-C-Kabel lassen sich Tablets und Smartphones komfortabel laden und auch auf Reisen kann man das Netzteil mitnehmen, da es 100 und 240 Volt Eingangsspannung unterstützt.

Tetsverfahren

USB Tester Die Messungen haben wir mit dem Muker J7 USB-Tester vorgenommen. Es werden QC2 und QC3 unterstützt. Der Tester unterstützt Ströme von 5,1 Ampere und Spannungen bis 30 Volt, die auf dem Display abgelesen werden. Der Tester wird einfach zwischen geschaltet.

Das Mi Pad 2 konnte im ausgeschalteten Zustand am schnellsten und damit effizientesten geladen werden. Es ist empfehlenswert die Geräte im ausgeschalteten Zustand zu laden, wenn man sich diesen „Luxus“ erlauben kann.

Fazit

Anker PowerPort+ 5 - Empfehlung Die USB-Ladegeräte, die wir getestet haben, richten sich an unterschiedliche Nutzer. Das „PowerPort+ 5“ von Anker ist ein schönes USB-C-Ladegerät, das insgesamt über 5 Ports verfügt. Auch wenn das Ladegerät mit 60 Watt Leistung spezifiziert ist, kann allein der USB-PD Port alleine 29 Watt für Notebooks wie dem Apple Macbook oder Xiaomi Mi Notebook Air liefern. Es ist zwar das teuerste Ladegerät, aber es ist den Preis von 52€ wert. Durch die vorbenannten Features, setzt sich das PowerPort+ 5 USB C Ladegerät von den anderen deutlich ab und ergattert sich eine Empfehlung. Der Preis ist zwar höher als bei den anderen, lässt sich jedoch durch die 4 normalen und einen USB-PD-Port rechtfertigen.

Will man eine Vielzahl an Geräten anschließen, sollte man zum Anker PowerPort 6 Ladegerät greifen. Es bietet 6 Ports und ist mit 60 Watt Leistung spezifiziert. Auf die 6 Ports runter gebrochen, sind es ca. 10 Watt pro Port. Aukey Quick Charge 3 Ladegerät Empfehlung Die Verarbeitung ist super und der Preis von gerademal 28€ ist auch fair.

Wer ein kompaktes und preiswertes Ladegerät sucht, an dem man USB-C-Kabel nur mit der altbewährten USB-Buchse anschließt, ist mit dem AUKEY Quick Charge 3.0 USB Ladegerät bestens bedient, da es auch zuverlässig ist. Die Gesamtleistung von 43,5 Watt ist auf drei Ports ausreichend dimensioniert. Durch das sehr kompakte Design und Quick Charge 3 Unterstützung, die sich im Test bewährt hat, vergeben wir unseren Empfehlungs-Award.

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