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KFA2 GeForce GTX 1050TI OC Testbericht

Mit den aktuellen Grafikkarten der GeForce GTX 10-Serie konnte Nvidia erfolgreich die Performance-Krone erringen und die Konkurrenz deutlich abhängen. Neben den Topmodellen gibt es selbstverständlich auch bei der aktuellen Modellreihe günstigere Vertreter für kleinere Geldbeutel oder andere Einsatzbereiche. Eine solche Karte aus dem Mittelfeld ist die GTX 1050 TI mit Werksübertaktung von KFA2. Wir haben der Low-Profile Grafikkarte auf den Zahn gefühlt und verraten euch, was die leistet.

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KFA2 GeForce GTX 1050TI OC OVPMit einem derzeitigen (27.5.2017) Einstiegspreis von etwa 145€ liegt die Grafikkarte in einem sehr attraktiven und für viele Kunden erschwinglichen Preissegment. Das Besondere an dieser Grafikkarte ist sicher, dass sie ein sehr kompaktes PCB aufweist und mit einem Low-Profile Slotblech ausgeliefert wird.

Dadurch kann diese Grafikkarte auch in sehr kompakten Rechnern platzsparend eingebaut werden.

Zunächst sind dies die technischen Daten der KFA2 GeForce GTX 1050 TI OC:

Grafikkarte
KFA2 GeForce GTX 1050TI OC
Homepage
KFA2.com
Preis
(Quelle: Geizhals.de)
ca. 145 €
Chip
GP 107
Chiptakt
1304 MHz (Boost: 1418 Mhz)
Fertigung
14 nm
Speichertakt
1752 MHz
Speichergröße
4 GB
Speicherinterface
128 bit
Speicherbandbreite
112,1 GB/s
Transistoren
3,3 Mrd.
Unterstützte DirectX Version
12
Shadereinheiten
768
ROPs
32
Pixelfüllrate
41,7 GPixel/s
SLI / CrossFire
Nicht unterstützt

Wir bedanken uns herzlich bei KFA2 für die Bereitstellung eines Testmusters

Bevor wir uns mit der Performance dieser kompakten Grafikkarte beschäftigen, schauen wir uns das gute Stück zunächst aus verschiedenen Blickwinkeln an.

KFA2 GeForce GTX 1050TI OC

So sieht sie aus, die KFA GeForce GTX 1050TI OC: Eine kompakte, unspektakuläre Grafikkarte. Hier zählen ganz klar die inneren Werte.

KFA2 GeForce GTX 1050TI OC

Die vom Mainboard abgewandte Seite zeigt, einen fast komplett durchgehenden Aluminium-Kühlkörper, der von 2 kleinen Lüftern unterstützt wird. Ob dieses Kühlkonzept aufgeht, erfahren wir später.

KFA2 GeForce GTX 1050TI OC Kühlkörper

Die Rückseite des Kühlers: Hier sieht man, dass der Kühlblock bis nach hinten gleichmäßig durchgeht und und für eine kompakte Karte doch sehr hoch heraus ragt.

KFA2 GeForce GTX 1050TI OC Slotblech

Am Standard-Slotblech der KFA2 GeForce GTX 1050TI OC finden wir je einen DVI, HDMI und DisplayPort Anschluss. Alles was man braucht, nicht mehr, nicht weniger.

KFA2 GeForce GTX 1050TI OC Low Profile

Praktisch: Im Lieferumfang befindet sich auch ein Low-Profile Slotblech mit dem die schmale Grafikkarte ohne besonderen Aufwand, jedoch mit reichlich Krafteinsatz, in eine Low-Profile Grafikkarte umgebaut werden kann. So lässt sie sich auch in entsprechend kompakten HTPC-Rechnern einsetzen.

KFA2 GeForce GTX 1050TI OC vs PowerColor R9 380X PCS+ Myst. Edition

David und Goliath: Die KFA2 GeForce GTX 1050TI OC (unten) und die Power Color Radeon R9 380x PCS+ Myst. Edition (oben) könnten optisch nicht gegensätzlicher sein, dennoch liegt ihre Performance beim Spielen auf ähnlichem Niveau.

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Wir haben diese Grafikkarte in folgendem Rechner durch unseren Testparcours geschickt:

  • Intel Core i5-2500K übertaktet auf 4,6GHz
  • Mainboard: Asus Maximus IV Gene-Z
  • Samsung 840 SSD (120 GB)
  • Seagate ST3000DM001-9YN16
  • Scythe Kamariki 4 450W Plug-In
  • BenQ G2420HDBL 1920x1080 Pixel
  • Vier weitere Gehäuselüfter (3x120mm 1x140mm)
  • Alles verbaut in einem Lian-Li PC-V354 Gehäuse

Als Betriebssystem kommt bei uns Windows 10 Pro 64-bit zum Einsatz.

Synthetische Benchmarks

Wie für Tests von Grafikkarten üblich, haben wir auch die vorliegende 1050 TI OC durch unseren Parcours gejagt. Synthetische Benchmarks bieten den Vorteil, gut reproduzierbar zu sein und keinem Einfluss durch andere Eingaben zu unterliegen.

Zum Einsatz kommen hier verschiedene Tests aus dem aktuellen 3DMark Paket von Futuremark und der Unigine Valley Benchmark.

Da die Ergebnisse der KFA2 GeForce GTX 1050 TI OC in unserer Datenbank denen der Radeon R9 380x PCS+ Myst. Edition am nächsten kommen, haben wir diese zusätzlich zur zuletzt von uns getesteten Radeon RX 570 Red Devil als neutrale Bezugsgröße für euch mit angegeben.

Grafikkarte KFA2 GeForce GTX 1050TI OC PowerColor Radeon
R9 380x PCS+ Myst. Edition
PowerColor Radeon
RX 570 Red Devil
3DMark / Timespy 2402 3009 3798
3DMark / Firestrike "Ultra" 1771 2201 2804
3DMark / Firestrike "Extreme" 3427 4091 5217
3DMark / Firestrike Standard 6555 7994 10126
3DMark / Sky Diver 18534 20543 23592
3DMark / Cloud Gate 18559 19388 20549

Hier zeigt sich, dass die Grafikkarte spürbar hinter den beiden AMD-Karten zurückliegt. Dies war, da die Grafikkarte kleiner ausfällt und keine zusätzliche Stromversorgung besitzt, bereits teilweise zu erwarten. Bei den Testszenarien mit geringeren Ansprüchen zeigt sich dass der Rückstand geringer ausfällt als bei den komplexesten Tests.

Grafikkarte KFA2 GeForce GTX 1050TI OC PowerColor Radeon
R9 380x PCS+ Myst. Edition
PowerColor Radeon
RX 570 Red Devil
Unigine Valley Punkte 1676 1692 2117
Unigine Valley FPS
(Min. / Max. / Durchschnitt)
20,8 / 73,9 / 40,1 20,6 / 77,2 / 40,4 23,4 / 97,5 / 50,6

Auch hier liegt die Testkandidatin hinter den beiden Vergleichsmodellen zurück, der Unterschied zum R9-Modell ist jedoch nur marginal.

Einen Überblick über unsere Benchmark-Methoden findest du hier

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Eines der anspruchsvollsten aktuellen Einsatzgebiete für PC-Hardware sind Virtual Reality Games. Entsprechend unterziehen wir alle drei Karten auch diesem Testszenario. Neben dem VR Mark von den 3DMark Machern Futuremark greifen wir dabei auf den Steam VR Performance Test zurück.

Grafikkarte KFA2 GeForce GTX 1050TI OC PowerColor Radeon
R9 380x PCS+ Myst. Edition
PowerColor Radeon
RX 570 Red Devil
Steam VR Performance Test 3,1 4,8 6,8
VR Mark Orange Room 3886 5184 6387

Hier fallen die Unterscheide, zum Nachteil der Nvidia-Karte, deutlich größer aus. Dieser Eindruck bestätigt sich auch beim Steam VR Performance Test. Hier erreicht die Nvidia Karte eine deutlich niedrigere Bewertung. Für Virtual Reality Games ist die KFA2 GeForce GTX 1050TI OC schlicht ungeeignet.

Spiele Benchmarks

Den Abschluss unserer Testreihe bilden die Spiele-Benchmarks. Unser Test-Parcours besteht aus dem Ingame-Benchmark von Batman Arkham Origins, dem kostenlosen Resident Evil 6 Benchmark, einer Tech-Demo für die Unreal Engine 4, Crysis 3 sowie Battlefield 4 und Battlefield 1.

Grafikkarte KFA2 GeForce GTX 1050TI OC PowerColor Radeon
R9 380x PCS+ Myst. Edition
PowerColor Radeon
RX 570 Red Devil
Batman Arkahm Origins FPS
(Min. / Max. / Durchschnitt)
49 / 132 / 76 67 / 105 / 133 79 / 232 / 176

Hier zeigt sich ein interessantes Bild: Trotz deutlicher Performance-Unterschiede meistert die Testkandidatin das Spiel sehr gut und gibt sich hier keine Blöße.

Grafikkarte KFA2 GeForce GTX 1050TI OC PowerColor Radeon
R9 380x PCS+ Myst. Edition
PowerColor Radeon
RX 570 Red Devil
Resident Evil 6 Benchmark 11567 11230 14730

Dieser Test zeigt sogar ein umgekehrtes Bild: Die Nvidia Karte ist dem älteren AMD-Modell geringfügig überlegen.

Grafikkarte KFA2 GeForce GTX 1050TI OC PowerColor Radeon
R9 380x PCS+ Myst. Edition
PowerColor Radeon
RX 570 Red Devil
Unreal Engine 4 FPS
(DirectX 11)
(Min. / Max. / Durchschnitt)
0 / 190 / 60,3 0 / 172 / 56,4 44 / 235 / 76,4
Unreal Engine 4 FPS
(DirectX 12)
(Min. / Max. / Durchschnitt)
5 / 161 / 52,7 0 / 133 / 47,7 24 / 156 / 61,7

Auch hier setzt sich der Trend fort: Während an die Performance der 570 natürlich nicht heranzukommen ist, kann das 1050 Modell die ältere R9 Karte sowohl unter DirectX 11 als auch 12 um eine Hand voll Frames schlagen. Hier scheint die modernere Architektur zu greifen und den Energiehungrigeren Konkurrenten zu zeigen wie man es machen sollte.

Grafikkarte KFA2 GeForce GTX 1050TI OC PowerColor Radeon
R9 380x PCS+ Myst. Edition
PowerColor Radeon
RX 570 Red Devil
Crysis 3 FPS
(Min. / Max. / Durchschnitt)
17 / 48 / 27,8 15 / 54 / 29 21 / 74 / 40

In diesem anspruchsvollen Shooter bewegt sich die 1050 TI OC mit der R9 380X auf Augenhöhe. Bei der durchschnittlichen Framerate beträgt der Unterschied nur 1,2 FPS.

Grafikkarte KFA2 GeForce GTX 1050TI OC PowerColor Radeon
R9 380x PCS+ Myst. Edition
PowerColor Radeon
RX 570 Red Devil
Battlefield 4 FPS
(Min. / Max. / Durchschnitt)
39 / 91 / 57 28 / 133 / 58 28 / 181 / 81

In Battlefield 4 ist die 1050 TI OC erneut gleichauf mit der R9-Karte, Unterschiede gibt es zwar bei den maximalen Frameraten, für die spielerische Praxis jedoch sind die ausgeglichenen Durchschnittswerte deutlich aussagekräftiger.

Grafikkarte KFA2 GeForce GTX 1050TI OC PowerColor Radeon
R9 380x PCS+ Myst. Edition
PowerColor Radeon
RX 570 Red Devil
Battlefield 1 FPS
(DirectX 11)
(Min. / Max. / Durchschnitt)
40 / 61 / 49 52 / 81 / 61 69 / 101 / 81
Battlefield 4 FPS
(DirectX 12)
(Min. / Max. / Durchschnitt)
29 / 63 / 47 50 / 74 / 61 57 / 106 / 83

In diesem Test dreht sich der Wind wieder, die Nvidia Karte liegt hinter den beiden AMD-Modellen scheinbar deutlich zurück. Jedoch sind durchschnittliche FPS-Raten von 49 bzw. 47 Bildern pro Sekunde unter DirectX 11 bzw. 12 absolut annehmbar. Mit dieser Grafikkarte kann der jüngste Ableger von EAs erfolgreicher Battlefield Serie problemlos auf maximalen Einstellungen gespielt werden.

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Auch der Energiehunger einer Grafikkarte spielt eine Rolle, wenn man sie angemessen bewerten will. Hier punktet die KFA2 GeForce GTX 1050 TI OC mit besonders niedrigem Energiehunger sowohl unter Last als auch im Idle Betrieb ist sie die bisher sparsamste Karte die wir jede getestet haben. Daraus leitet sich auch eine niedrigere Temperatur ab. Denn trotz kleineren Kühlkörpers und kleinerer Lüfter mit geringerem Fördervolumen bleibt die Karte vergleichsweise Kühl.

Grafikkarte KFA2 GeForce GTX 1050TI OC PowerColor Radeon
R9 380x PCS+ Myst. Edition
PowerColor Radeon
RX 570 Red Devil
Stromverbrauch Idle 85 Watt 96,5 Watt 93 Watt
Stromverbrauch Last 204 Watt 325 Watt 254 Watt
Temperatur Idle 40°C 45°C 39,9°C
Temperatur Last 74°C 84°C 77°C
Raumtemperatur während der Messung
25°C
20°C

Durch die geringere Leistungsaufnahme bedingt sich die oben beschriebene geringere Temperatur. Zusätzlich führt dies jedoch zu geringerer Lautstärke. In unserem Testsystem konnte der Lüfter der Grafikkarte, auch mit heruntergedrehten Gehäuse-Lüftern sowie einem minimal-Arbeitenden CPU-Lüfter nicht herausgehört werden.

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KFA2 GeForce GTX 1050TI OC Low Profile Die KFA2 GeForce GTX 1050TI OC ist trotz des umfangreichen Modellnamens keine High-End Karte. Dennoch kann sie mit größeren Modellen älterer Baureihen mithalten und zumindest im klassischen Spiele-Betrieb ausreichend Frames bei angenehm geringem Stromverbrauch liefern.

Das optionale Low-Profile Slotblech macht diese Grafikkarte zur idealen Komponente für kompakte Rechner die trotzdem ein ordentliches Leistungsniveau bieten sollen.

Die kleinen Lüfter bewegen bei niedriger Lautstärke genug Luft über den, im Verhältnis zum PCB relativ großen, Kühlkörper um die Grafikkarte jederzeit kühl zu halten. Lediglich für anspruchsvolle Anwendungen und Virtual Reality Spiele ist diese Grafikkarte gänzlich ungeeignet. Aus unserer Sicht sollte sie primär einem Rechner eingesetzt werden, der den Büroalltag und gelegentliches Spielen miteinander vereinbaren soll oder eben besonders platzsparend konzipiert ist.

KFA2 GeForce GTX 1050TI OC Award

Für diesen Einsatzzweck, als leistungsfähiger Kompromiss in kompakten Rechnern, ist die KFA GeForce GTX 1050TI OC allerdings durchaus empfehlenswert.

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