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EKL Alpenföhn Atlas CPU-Kühler im Testbericht

EKL hat es mit seiner Marke Alpenföhn auf dem Retail-Markt schon weit gebracht und ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Dabei ist der Erfolg durch abwechslungsreiche Designs, erfrischendes Marketing und durchweg soliden Leistungen konstant geblieben. Wir gucken uns im heutigen Bericht einen aktuellen Probanden der „Allgäuer Schmiede“ für den Mini ITX und Micro ATX Bereich an. Dabei handelt es sich um den äußerst kompakten Twin-Tower-Kühler, EKL Alpenföhn Atlas.

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Geliefert in einer ansprechend designten Kartonage kommt der EKL Alpenföhn Atlas gut verpackt mit sämtlich benötigen Zubehör für eine reibungslose Inbetriebnahme. Was sofort auffällt sind die geringen Kühlermaße (Kühlkörper inkl. Lüfter) von 125 x 105 x 140 mm. Der CPU-Kühler hinterlässt auf den ersten Blick beinahe den Eindruck als wäre er eingelaufen. Jedoch ist es genau diese Kompaktheit die absolut notwendig für einen Kühler im ITX-Bereich ist. Spannend ist hier vor allem die Antwort auf die Frage in wie weit die Leistung des CPU-Kühlers bei einem so platzsparenden Aufbaus leidet. Denn wie immer sind Masse und vor allem Oberfläche zwei nicht zu unterschätzende Faktoren, welche nur mit Nebenwirkungen zu kompensieren sind. Der Lieferumfang umfasst neben CPU-Kühler inkl. Halterung und Installationsanleitung etwas Permafrost Hochleistungs-Wärmeleitpaste. Die Kompatibilität wird für folgende Sockel gewährleistet: 2011, 2011-v3, 1366, 115x (Skylake kompatibel), 775, AM3(+), AM3, AM2(+), AM2, FM1 sowie FM2.

EKL Alpenföhn Atlas CPU-Kühler

Technische Daten (Herstellerangaben)
Maße Lüfter (B x H x T) 92x25 mm
Lagerart HD-Lager
Betriebsspannung 12 V
max. Leistungsaufnahme 0,96 W
max. Umdrehungen pro min 1.800 U/min
max. Luftdurchsatz 127,26 m³/h
max. Lautstärkeentwicklung 24,3 dBA
Maße CPU-Kühler (LxBxH) 125x105x140 mm
Kühlkörpermaterial Cu/Cu/Al
Befestigung Universal - Schrauben
Gesamtgewicht ca. 650 g
Besonderheiten Design

EKL Alpenföhn wendet beim Atlas ein aerodynamisch optimiertes Design an. Dabei wurden die Aluminiumlamellen des Kühlkörpers speziell ausgeformt, sodass die Luft welche vom ersten Radiator erwärmt wurde teilweise am zweiten Radiator vorbeigeleitet wird. Folglich wird der zweite Radiator nicht zusätzlich durch die warme Luft aufgeheizt. Ebenso soll der Aufbau zu einer erhöhten Strömungsgeschwindigkeit im zweiten Wärmetauscher führen. Die Vorzüge dieses Designs liegen damit auf der Hand.

Jedoch muss man zugleich klarstellen, dass die kompakte Bauweise, das Twin-Tower-Design und der mittig platzierte Axiallüfter den Erfolg dieses Konzeptes grundsätzlich nicht fördern. Allenfalls wird ein sehr kleiner Teil der erwärmten Luft am zweiten Turm vorbeiströmen. Der aber überwiegende Teil wird zwangsläufig durch den mittleren Axiallüfter angesaugt und durch den zweiten Radiator gedrückt. Das muss aber auch bei weitem keine schlechte Leistung bedeuten. Im Gegenteil - denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass gerade das Twin-Tower-Design bei einer guten Fertigungsqualität zu ausgezeichneten Ergebnissen führt.

Der EKL Alpenföhn Atlas ist in zwei Richtungen asymmetrisch versetzt, sodass es keine Einschränkungen bei RAM-Modulen gibt und auch Kompatibilität zu besonders hohen Heatspreadern gewährleistet wird. Inkompatibilitäten zum PCI-Express Slot werden von EKL ebenfalls ausgeschlossen, da man sich bei der Entwicklung strickt an die Spezifikationen und die „Keep-Free Zone“ gehalten hat.

EKL Alpenföhn Atlas Kühlkörper

Beim Atlas wird der Doppelradiator durch fünf u-förmig gebogene Kupferheatpipes mit der Abwärme gespeist. Dank der großflächigen Anbindung ist die Kupferbodenplatte optimal ausgenutzt und eine leistungsstarke Verbindung zwischen Aluminiumfins und Kupferplatte sichergestellt. Die Bodenplatte sowie die Heatpipes sind komplett vernickelt. Die Kontaktfläche zur CPU hat einen „Diamant-Cut“ und soll vor allem bei Haswell-Systemen durch die leicht konvexe Form einen hervorragenden Wärmeübergang bieten.

EKL Alpenföhn Atlas Kühlkörper

EKL liefert den kleinen Atlas mit zwei 92 mm großen Wing Boost 2 Axiallüftern aus. Diese zeichnen sich laut Hersteller durch die besondere Flügelgeometrie aus, welche den Lüftern im Betrieb zu einem höheren statischen Druck verhelfen. Ebenso wurden die eingesetzten HD-Lager im Wing Boost 2 überarbeiten, sodass noch weniger Reibungsverluste und Geräuschentwicklung auftritt. Beide Lüfter sind PWM-fähig und lassen sich dank einer im Stecker integrierten Y-Weiche über ein und das Selbe PWM-Signal ansteuern.

EKL Alpenföhn Atlas Lüfter

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Messaufbau


Der Messaufbau sowie der genau Ablauf der Messung wurde im Artikel "CPU-Kühler Testverfahren" dokumentiert.


Wahrnehmung des Schalldruckpegels
Sektor Schalldruckpegel Subjektive Wahrnehmung
I unter 35 dB(A) "lautlos"
II 35 dB(A) - 40 dB(A) kaum wahrnehmbar
III 40 dB(A) - 45 dB(A) sehr leise (Geflüster)
IV 45 dB(A) - 50 dB(A) hörbar (aber nicht störend)
V 50 dB(A) - 55 dB(A) hörbar (u.U. störend)
VI 55 dB(A) - 60 dB(A) deutlich hörbar
VII 60 dB(A) - 65 dB(A) laut
VIII über 65 dB(A) sehr laut

EKL Alpenföhn Atlas Leistungsvergleich

EKL Alpenföhn Atlas Messwerte
Betreibsspannung 5V 6V 7V 8V 9V 10V 11V 12V
Thermischer Widerstand [K/W] 0,810 0,530 0,379 0,293 0,247 0,219 0,202 0,191
Schalldruckpegel [dB(A)] 32,2 34,4 38,3 40,6 44,6 48,9 51,7 55,8
Leistungsaufnahme [W] 0,24 0,34 0,48 0,64 0,85 1,11 1,39 1,64
Lüfterdrehzahl [U/min] 297 492 693 933 1164 1431 1623 1785
Lüfteranlaufspannung [V] 4,7
Gewicht [g] mit Lüfter: 648 ohne Lüfter: 471

EKL Alpenföhn Atlas Leistungsvergleich

EKL Alpenföhn Atlas Messwerte
Wärmeverlustleistung 40W 80W 120W 175W
Thermischer Widerstand [K/W] 0,213 0,199 0,191 0,183

Fazit


EKL Alpenföhn Atlas Auszeichnung Ein kleiner und kompakter Twin-Tower Kühler mit genügend Kühlleistung für aktuelle PC-Systeme. So könnte man den EKL Alpenföhn Atlas in einem Satz beschreiben. Allerdings bietet dieser CPU-Kühler noch einiges mehr. Besonders das spezielle Design ist optisch durchaus ansprechend und hat einige Vorzüge wenn es um die Kompatibilität geht. Große RAM-Module sind für diesen Kühler kein Problem. Bei einer Wärmeverlustleistung von 120W haben wir einen thermischen Widerstand von 0,191 K/W ermittelt. Dies ist zwar nicht herausragend aber in Anbetracht der gedrungenen Konstruktion immer noch ein guter Wert. Bei einem gut durchlüfteten PC-Gehäuse können somit auch die vom Hersteller angegeben 200W Wärmeverlustleistung abgeführt werden ohne das die CPU eine kritische Temperatur erreicht. Die Geräuschkulisse hält sich in Grenzen. Für ein nahezu lautloses PC-System ist der Atlas jedoch nicht zu empfehlen, da die Kühlleistung bei niedriger Rotordrehzahl stark einbricht. Betreibt man die beiden 92 mm großen Axiallüfter jedoch mit ca. 1000 U/min erhält man immerhin einen sehr leisen CPU-Kühler mit einer ausreichenden Kühlleistung. Spielraum für ein ausgiebiges Übertakten der CPU ist dann allerdings nicht mehr vorhanden. Die Verarbeitung des Alpenföhn Atlas ist sehr gut. Insgesamt liefert EKL mit diesem CPU-Kühler ein interessanter Produkt ab, welches wir jedem Interessent weiterempfehlen können. Der aktuelle Einzelhandelspreis liegt bei ca. 40 Euro (11.02.2017).

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